Drei Wochen Japan: Die ideale Reiseroute für unvergessliche Erlebnisse

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Eine Collage aus vier japanischen Szenen: Steinstatuen mit roten Lätzchen, ein weißes Schloss, drei rote Torii-Tore, die einen markanten Weg bilden, und eine heiße Quelle mit Dampf, der über blauem Wasser aufsteigt.

Drei Wochen in Japan – das ist die ideale Zeitspanne, um das Land der aufgehenden Sonne in all seinen faszinierenden Facetten zu erleben. Ihr steht vor der wunderbaren Herausforderung, eine Reiseroute zusammenzustellen, die Euren ganz persönlichen Traum von Japan wahr werden lässt.

Soll es die klassische Route sein, die Euch nahtlos von Futurismus zu tiefster Tradition führt? Oder zieht es Euch abseits der ausgetretenen Pfade in die majestätischen Berge oder auf die subtropischen Inseln? Egal, wofür Ihr Euch entscheidet: Mit 21 Tagen habt Ihr genügend Zeit, die Höhepunkte zu genießen und gleichzeitig tiefer in die japanische Kultur einzutauchen.

Hier habe ich Euch einige Ideen und Routen zusammengestellt, aber wie ich schon in einem anderen Blogbeitrag geschrieben habe: Die perfekte Reiseroute ist die, die für Eure Interessen perfekt ist. Ich hoffe, dass ich Euch hier trotzdem etwas inspirieren kann.

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Die perfekte Reiseroute für 1 Woche in Japan
Die perfekte Reiseroute für 2 Wochen in Japan

Der Entscheidungsbaum: Welche Route passt zu Euch?

Bevor wir ins Detail gehen, solltet Ihr Euch ein paar grundlegende Fragen stellen. Eure Antworten bestimmen, welche der folgenden Routen die beste Wahl für Euch ist:

  1. Was ist Euer primäres Ziel? (Kultur & Geschichte, Natur & Abenteuer, Moderne & Kulinarik)
  2. Wollt Ihr Euch auf Honshū (Hauptinsel) beschränken oder auch weitere Inseln wie Hokkaidō oder Kyūshū besuchen?
  3. Wie wichtig ist Euch Entschleunigung im Gegensatz zu einem vollen Sightseeing-Programm?

Basierend darauf könnt Ihr zwischen diesen drei Hauptkonzepten wählen:

  1. Die Goldene Route Plus: Der Klassiker für Erstbesucher (Fokus: Tokio, Kyoto, Hiroshima).
  2. Die Kulturelle Tiefenbohrung: Die Route für Geschichts- und Tradition-Liebhaber (Fokus: Kyoto, Alpen, Westküste).
  3. Abenteuer & Natur im Süden/Norden: Die Route für Wiederholungstäter und Naturliebhaber (Fokus: Kyūshū oder Hokkaidō).

Steinlaternen flankieren einen Steinweg, der zum Nezu-Schrein führt, einem traditionellen japanischen Schrein in Tokio mit grünem Dach, violettem Banner und umgeben von üppigem Grün - ein echter Geheimtipp für Besucher, die Ruhe suchen.

Die Goldene Route Plus: Der perfekte Erstbesuch (Der Klassiker)

Diese Route ist der bewährte Standard für alle, die Japan zum ersten Mal bereisen. Sie verbindet die pulsierenden Metropolen mit den historischen und zutiefst spirituellen Zentren und lässt sich dank des Shinkansen-Netzwerks effizient bereisen. Hier erlebt Ihr den Kontrast Japans am intensivsten.

Fokus: Tokio (ca. 5–6 Tage)

Euer Abenteuer beginnt in der Mega-City. Plant hier mindestens fünf volle Tage ein. Ihr müsst diese Zeit nicht strikt in Einzelaktivitäten unterteilen, sondern könnt sie nach Themenschwerpunkten gliedern:

  • Zukunft & Popkultur: Taucht ein in die Neon-Welt von Shinjuku und Shibuya. Besucht Akihabara, das Mekka für Anime-Fans und Elektronik-Liebhaber.
  • Tradition: Entflieht dem Trubel im alten Asakusa mit seinem berühmten Sensō-ji-Tempel und findet Stille im Meiji-Jingū Schrein.
  • Tagesausflüge: Nutzt die Nähe Tokios für einen Ausflug. Das kann das historische Kamakura sein, bekannt für seinen Großen Buddha, oder das spirituelle Nikkō mit seinen prunkvollen Schreinen.

Der Fuji-Blick (ca. 2 Tage)

Bevor Ihr in den Westen fahrt, nehmt Euch zwei Tage, um in der Natur zu entspannen und den majestätischen Mount Fuji zu bewundern. Die Region Hakone ist ideal für eine malerische Rundfahrt mit Boot, Seilbahn und Onsen-Erlebnis (heiße Quellen). Alternativ bietet Kawaguchiko die ikonischsten Ausblicke auf den heiligen Berg. Eine Nacht in einem traditionellen Ryokan mit Blick auf den Fuji ist hier ein unvergessliches Erlebnis.

Das Kulturelle Herz: Kyoto & Nara (ca. 5–7 Tage)

Kyoto ist Japans Seele. Fünf bis sieben Tage sind hier notwendig, um in das kulturelle Erbe einzutauchen, ohne zu hetzen.

  • Kyoto selbst: Erforscht die tausenden Tempel, darunter den Fushimi Inari-Taisha mit seinen unzähligen roten Torii-Toren und den Goldenen Pavillon (Kinkaku-ji). Schlendert durch das historische Gion in der Hoffnung, eine Geiko oder Maiko zu sehen, und findet Ruhe in den Zen-Gärten.
  • Nara: Plant einen Tagesausflug in die ehemalige Hauptstadt Nara, wo Euch zutrauliche Sikahirsche begrüßen und der monumentale Tōdai-ji-Tempel mit seiner riesigen Buddha-Statue beeindruckt.

Kulinarik & Kontrast: Osaka (ca. 2 Tage)

Die quirlige und bodenständige Stadt Osaka ist die kulinarische Hauptstadt Japans. Hier steht das Konzept des Kuidaore – “iss, bis Du umfällst” – im Zentrum.

  • Street Food: Lasst Euch durch Dōtonbori treiben und probiert Okonomiyaki und Takoyaki.
  • Aussicht: Besucht das Umeda Sky Building für eine spektakuläre Aussicht auf die Stadt.

Geschichte & Frieden: Hiroshima & Miyajima (ca. 3 Tage)

Die Reise führt Euch weiter nach Westen, zu einem der bewegendsten Orte der Welt.

  • Hiroshima: Nehmt Euch einen vollen Tag, um das Friedensmuseum und den Friedenspark zu besuchen. Es ist ein essentieller und tief bewegender Teil der japanischen Geschichte.
  • Miyajima: Verbringt einen weiteren Tag auf der heiligen Insel Miyajima mit ihrem berühmten “schwimmenden” Torii-Tor des Itsukushima-Schreins. Bleibt idealerweise über Nacht, um die Insel ohne die Tagestouristen zu erleben.

Ausklang (ca. 3 Tage)

Auf dem Weg zurück nach Tokio könnt Ihr Euch entscheiden:

  • Option A (Traditionell): Besucht Kanazawa an der Westküste, berühmt für seinen Kenrokuen-Garten und das Samurai-Viertel.
  • Option B (Kunst): Macht einen Abstecher zur Kunstinsel Naoshima in der Seto-Inlandsee.

Eignung: Perfekt für Erstbesucher, die die Haupt-Highlights sehen wollen und eine effiziente Infrastruktur schätzen.

 

Ein kleines Holzboot mit einem grünen Dach gleitet auf einem ruhigen Fluss in Arashiyama. Eine Person in traditioneller Kleidung steuert es, während maskierte Passagiere darin sitzen. Bäume und üppiges Grün säumen das Flussufer unter einem klaren Himmel.

Eintauchen in die kulturelle Tiefen: Fokus auf Tradition und Natur (Die Entschleunigte)

Wenn Ihr Japan bereits kennt oder Euch primär für Geschichte, Spiritualität und Entschleunigung interessiert, ist diese Route ideal. Sie verlangsamt das Tempo und führt Euch tiefer in die ländlichen und traditionellen Regionen.

Einstieg & Tradition (ca. 7–8 Tage)

  • Tokio (kurz): Beschränkt Euch auf 2–3 Tage, um die nötigsten Eindrücke zu sammeln (Shibuya, Asakusa).
  • Die Japanischen Alpen: Verlasst Tokio frühzeitig und fahrt in die Alpen. Besucht Matsumoto mit seiner historischen Burg. Die Region Takayama bietet Euch malerische Gassen, alte Kaufmannshäuser und einen Einblick in das ländliche Japan.
  • Shirakawa-go: Ein Tagesausflug zum UNESCO-Weltkulturerbe Shirakawa-go mit seinen strohgedeckten Gasshō-zukuri-Bauernhäusern ist ein Muss.
  • Kanazawa: Verbringt 2–3 Tage in Kanazawa, dem kulturellen Zentrum der Westküste, das weniger touristisch ist als Kyoto.

Die Spirituelle Achse (ca. 8–9 Tage)

  • Kyoto (ausgiebig): Mit mehr Zeit könnt Ihr die weniger bekannten Tempel und Gärten Kyotos in Ruhe erkunden. Besucht Orte wie den Otagi Nenbutsu-ji oder den Daigo-ji.
  • Nara: Ein ganzer Tag in Nara.
  • Kōyasan (Berg Kōya): Dies ist ein Höhepunkt für spirituell Interessierte. Fahrt zu diesem heiligen Zentrum des Shingon-Buddhismus. Übernachtet in einem Shukubō (Tempelunterkunft)*, nehmt an morgendlichen Gesängen teil und spaziert über den mystischen Friedhof Okunoin. Plant hierfür 2 Tage.
  • Ise oder Kumano Kodo: Wenn Ihr noch mehr Spiritualität wünscht, könnt Ihr die Kaiserstadt Ise mit Japans heiligstem Schrein besuchen oder einen Teil der uralten Pilgerwege des Kumano Kodo im Süden der Halbinsel Kii erwandern.

Ausklang (ca. 4–5 Tage)

  • Osaka: Nutzt Osaka für die Kulinarik (1 Tag).
  • Rückreise: Kehrt nach Tokio zurück oder fliegt direkt von Kansai (Osaka KIX) ab.

Eignung: Für Geschichts- und Natur-Interessierte, die das traditionelle Japan abseits des Mainstreams suchen und bereit sind, etwas mehr Zeit für längere Zugfahrten in Kauf zu nehmen.

Die traditionelle japanische Burg Osaka mit ihren weißen Mauern und grünen Ziegeldächern erhebt sich inmitten von Bäumen und Grünanlagen unter einem wolkenverhangenen Himmel. Menschen schlendern in der Nähe des Eingangs.

Die Regionale Vertiefung: Fokus Kyūshū oder Hokkaidō (Das Abenteuer)

Drei Wochen sind ideal, um sich auf eine größere Region zu konzentrieren und tief in sie einzutauchen. Dies ist eine gute Wahl für Wiederholungstäter oder Reisende, die sich für spezifische geografische oder klimatische Besonderheiten interessieren (z.B. Schnee im Winter, Vulkane im Sommer).

Konzept A: Das Vulkanische Kyūshū (Süd-Japan)

Kyūshū bietet heiße Quellen, Vulkane, faszinierende Küstenlinien und eine entspanntere Atmosphäre als Honshū.

  • Fukuoka: Eure Basis im Norden. Eine moderne Stadt mit toller Street-Food-Szene (Yatai).
  • Nagasaki: Eine Stadt mit bewegender europäischer Geschichte und einem faszinierenden kulturellen Mix.
  • Kagoshima & Sakurajima: Besucht das “Neapel des Ostens” und den noch aktiven Vulkan Sakurajima.
  • Miyazaki & Takachiho-Schlucht: Mystische Natur und tiefe Shintō-Legenden in der Schlucht.
  • Beppu & Kurokawa Onsen: Verbringt Zeit in den Onsen-Hochburgen. Beppu ist bekannt für seine “Höllen” (Jigoku), während Kurokawa für seine rustikale Onsen-Dorfatmosphäre steht.
  • Okinawa (Zusatz): Mit der übrigen Woche könntet Ihr sogar einen Abstecher zu den subtropischen Inseln Okinawas wagen (ca. 4–5 Tage), um Strände und eine einzigartige Kultur zu erleben.

Konzept B: Das Wilde Hokkaidō (Nord-Japan)

Die nördliche Hauptinsel ist das Abenteuer-Eldorado Japans, besonders bekannt für Winteraktivitäten und unberührte Natur im Sommer.

  • Sapporo: Eure Hauptbasis, bekannt für das jährliche Schneefestival und die Bierbrauerei.
  • Otaru: Eine malerische Küstenstadt mit Kanälen und Glasbläsereien.
  • Daisetsuzan National Park: Japans größter Nationalpark, ideal für mehrtägige Wanderungen und das Erleben der rauen Wildnis.
  • Shiretoko-Halbinsel: UNESCO-Weltnaturerbe mit Bärenbeobachtung und unberührter Küste (im Sommer).
  • Hakodate: Historische Stadt mit europäischem Flair und einem spektakulären Nachtblick vom Mount Hakodate.

Eignung: Für Naturliebhaber, Wanderer, Onsen-Enthusiasten und alle, die eine Auszeit vom Trubel der Mega-Städte suchen.

Ein von Bäumen gesäumter Feldweg in Kyushu verläuft zwischen zwei Gewässern und führt zu einer weißen Brücke unter einem sonnigen Himmel. Die Schatten der Bäume fallen auf den Weg und schaffen eine friedliche, malerische Atmosphäre.

Drei Wochen Japan: Logistische Aufschlüsselung der Routen

Die Goldene Route Plus: Der perfekte Erstbesuch (Der Klassiker)

Wenn Ihr zum ersten Mal nach Japan reist und sicherstellen wollt, dass Ihr alle ikonischen Wahrzeichen seht, ist dies Euer Weg. Es ist die Route des Shinkansen, die Euch schnell und effizient durch das Herz der Hauptinsel Honshū führt.

Eure Reise beginnt in der futuristischen Metropole Tokio, wo Ihr Euch etwa vier Tage Zeit nehmen solltet. Diese Zeit ist essenziell, um die kulturellen Extreme zu erleben: vom hektischen Shibuya Crossing und dem Neonmeer Shinjukus bis hin zur Stille des Meiji-Jingū Schreins und den traditionellen Gassen Asakusas. Tokio dient Euch als wichtigster Knotenpunkt für Eure Ankunft und die finale Abreise.

Nach dem Großstadttrubel führt Euch der Weg in die Natur, nämlich für zwei Tage in die malerische Fuji-Region (Hakone oder Kawaguchiko). Hier beginnt der strategische Einsatz Eures 14-Tage-Japan Rail Passes*, der sich nun für die folgende Kette an Shinkansen-Fahrten amortisiert. Verbringt eine Nacht in einem traditionellen Ryokan und genießt den Blick auf den heiligen Berg Fuji, bevor Ihr Euch in Richtung Westen aufmacht.

Das kulturelle Herz Japans schlägt in Kyoto und dem nahegelegenen Osaka, die zusammen etwa sechs bis sieben Tage Eurer Reise beanspruchen. Plant mindestens vier volle Tage für Kyoto selbst ein, um in die Welt der Geishas in Gion, die tausenden roten Torii des Fushimi Inari-Taisha und die unzähligen Zen-Gärten einzutauchen. Nutzt Osaka für die berühmte Street-Food-Kultur (Dōtonbori) und als idealen Ausgangspunkt für einen Tagesausflug in die ehemalige Hauptstadt Nara mit ihren zutraulichen Sikahirschen.

Die Reise führt Euch weiter nach Westen, wo zwei Tage für Hiroshima und die Insel Miyajima eingeplant sind. Dieser Abschnitt ist historisch und spirituell tief bewegend; der Besuch des Friedensparks und die Aussicht auf das “schwimmende” Torii sind unvergesslich.

Um Eure 21 Tage voll auszuschöpfen, schlagen wir als Erweiterung einen Abstecher von drei Tagen nach Kanazawa an der Westküste vor. Kanazawa bietet mit seinen Samurai- und Geisha-Vierteln sowie dem wunderschönen Kenrokuen-Garten einen weniger überlaufenen Einblick in das traditionelle Japan, bevor Ihr Euren verbleibenden zwei bis drei Tage in Tokio für das letzte Shopping und die Abreise nutzt.

Diese Route ist geprägt von hoher Geschwindigkeit und der Nutzung des Shinkansen. Sie ist optimal für den 14-Tage Japan Rail Pass*, den Ihr ab Tag 5 (Abfahrt nach Hakone) aktivieren solltet.

Tage Ort / Region Übernachtungen Schwerpunkte & Logistik
1-4 Tokio (Ankunft & Akklimatisierung) 4 Nächte Knotenpunkt: Narita (NRT) oder Haneda (HND). Erkundet Shinjuku, Shibuya, Asakusa, Akihabara.
5-6 Hakone / Fuji-Region 2 Nächte Aktiviert den JR Pass. Transfer von Tokio nach Odawara (Startpunkt). Fokus: Onsen, malerische Seen, Fuji-Blick.
7-8 Osaka (Kulinarisches Zentrum) 2 Nächte Knotenpunkt: Shin-Osaka. Dotonbori, Street Food. Ideale Basis für Nara.
9 Nara (Tagesausflug) In Osaka (1x) Tagesausflug nach Nara (mit dem Regionalzug), Tōdai-ji Tempel und Sikahirsche.
10-13 Kyoto (Kulturelles Herz) 4 Nächte Knotenpunkt: Kyoto Station. Fokus: Gion, Fushimi Inari, Arashiyama Bambuswald.
14-15 Hiroshima & Miyajima 2 Nächte Knotenpunkt: Hiroshima Station. Friedenspark, Überfahrt nach Miyajima (JR-Fähre im Pass* inkludiert).
16-18 Kanazawa (Westküste-Abstecher) 3 Nächte Logistik: Zugfahrt von Hiroshima. Fokus: Kenrokuen Garten, Samurai-Viertel.
19 Reise- und Puffertag 1 Nacht Fahrt von Kanazawa zurück nach Tokio (Shinkansen-Abschnitt).
20-21 Tokio (Shopping & Abreise) 2 Nächte Knotenpunkt: Narita (NRT) oder Haneda (HND). Letztes Shopping oder Ausflug nach Kamakura. Ende des JR-Passes.

Eckpunkte für Euch:

  • Zeitfresser: Der Umzug nach Kanazawa und zurück braucht Zeit. Wenn Ihr diese Strecke streichen wollt, gewinnt Ihr 2–3 Tage für zusätzliche Ausflüge ab Kyoto (z. B. Himeji) oder mehr Zeit in Tokio.
  • JR Pass: Aktiviert den 14-Tage-Pass strategisch ab Tag 5, um die teuren Shinkansen-Fahrten effizient abzudecken.

Fazit zur Route I: Sie ist schnell, vollgepackt mit Höhepunkten und die beste Wahl für alle, die Japan in all seinen Facetten kennenlernen möchten.

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Eintauchen in die kulturellen Tiefen: Fokus auf Tradition und Natur (Die Entschleunigte)

Diese Route setzt auf weniger Großstadt, mehr regionales Erlebnis und beinhaltet Übernachtungen an spirituellen oder ländlichen Orten (Ryokan, Shukubō). Der Japan Rail Pass* ist hier weniger zwingend, da viele Regionalzüge und Busse genutzt werden, kann aber trotzdem Sinn ergeben.

Wenn Ihr bereits einen Eindruck von den Metropolen habt oder bewusst die Entschleunigung und tiefe kulturelle Erfahrung sucht, ist diese Route perfekt. Hier werdet Ihr vermehrt Regionalzüge und Busse nutzen, um tiefer ins Landesinnere vorzudringen.

Ihr startet Eure Reise mit nur drei kompakten Tagen in Tokio, um dann schnell in die Bergwelt der Japanischen Alpen aufzubrechen. Hier verbringt Ihr etwa drei Tage in Städten wie Takayama mit seinen wunderschönen alten Kaufmannshäusern. Diese Region, inklusive eines Ausflugs zum Weltkulturerbe Shirakawa-go, vermittelt Euch ein Gefühl für das ländliche und handwerkliche Japan.

Von dort aus zieht es Euch für drei Tage nach Kanazawa, die Küstenstadt, die für ihren kulturellen Reichtum berühmt ist. Erst danach folgt der Umzug nach Kyoto, wo Ihr Euch für vier Tage Zeit nehmt, um die weniger bekannten Schätze der Kaiserstadt zu erkunden.

Der spirituelle Höhepunkt dieser Route ist der Berg Kōya (Kōyasan), wo Ihr zwei Tage verbringt. Dies erfordert eine längere Anreise mit Regionalzug und Seilbahn, aber die Erfahrung, in einem Shukubō (Tempelunterkunft) zu übernachten* und an den Morgengebeten der Mönche teilzunehmen, ist einzigartig.

Drei Tage könnt Ihr im Anschluss in Osaka verbringen – ideal, um sich nach der spirituellen Ruhe wieder in das kulinarische und energiegeladene Stadtleben zu stürzen. Die restlichen drei Tage dienen der flexiblen Rückreise, die noch Abstecher wie die Burg Himeji oder eine Übernachtung in Nagano (für die berühmten Schneeaffen, je nach Jahreszeit) zulassen.

Tage Ort / Region Übernachtungen Schwerpunkte & Logistik
1-3 Tokio (Kompakte Ankunft) 3 Nächte Knotenpunkt: Ankunft & kurzer Überblick (Shibuya, Asakusa).
4-6 Japanische Alpen (Takayama & Shirakawa-go) 3 Nächte Logistik: Fahrt nach Matsumoto/Takayama (mit Zug oder Expressbus). Fokus: Alte Kaufmannshäuser, Hida Beef, Ausflug nach Shirakawa-go.
7-9 Kanazawa (Samurai & Gartenkunst) 3 Nächte Knotenpunkt: Kanazawa Station. Fokus: Kenrokuen-Garten, historisches Teehaus-Viertel.
10-13 Kyoto (Vertiefung) 4 Nächte Knotenpunkt: Kyoto Station. Fokus: Spezifische Zen-Tempel, Teezeremonie, ausgiebiges Gion-Viertel.
14 Nara (Tagesausflug) In Kyoto (1x) Tagesausflug.
15-16 Kōyasan (Spirituelle Erfahrung) 2 Nächte Logistik: Regionalzug und Seilbahn. Highlight: Übernachtung im Shukubō (Tempelunterkunft)*, morgendliches Gebet, Okunoin-Friedhof.
17-18 Osaka (Abschluss-Kulinarik) 2 Nächte Knotenpunkt: Shin-Osaka. Fokus: Dōtonbori, Street Food.
19-21 Heimreise oder Puffertage 3 Nächte Optional: Abstecher nach Himeji (Burg) oder Rückreise nach Tokio und Abreise.

Eckpunkte für Euch:

  • Höheres Tempo: Die Strecken in den Alpen (Takayama) und nach Kōyasan dauern länger und erfordern Umstiege auf Regionalbahnen und Busse – plant hierfür volle Reisetage ein.
  • Unterkünfte: Legt Wert auf das Buchen von Ryokans in ländlichen Regionen (Takayama, Kōyasan) für die volle Erfahrung.

Fazit zur Route II: Sie ist ideal für alle, die tiefer in die japanische Geschichte, Gastfreundschaft (Onsen-Ryokan) und spirituellen Praktiken eintauchen möchten, auch wenn dies längere und kompliziertere Transfers bedeutet.

Kyoto Kinkaku-ji - Der goldene Pavillon

Die Regionale Vertiefung: Fokus Kyūshū oder Hokkaidō (Das Abenteuer)

Diese Routen verlangen in der Regel einen Inlandsflug* zur jeweiligen Insel, um Zeit zu sparen, oder eine lange Anreise mit dem Shinkansen (nur Kyūshū). Aufgrund der Größe der Inseln empfiehlt sich hier ein Mietwagen* (besonders auf Hokkaidō) oder ein regionaler Bahnpass*.

Wer Honshū bereits kennt oder sich primär für spezifische Natur- und Klimaformen interessiert, sollte sich für eine der beiden Hauptinseln Kyūshū oder Hokkaidō entscheiden. Hier steht das regionale Erlebnis im Vordergrund, was oftmals einen Inlandsflug und die Nutzung eines Mietwagens* oder spezieller Regionalpässe* sinnvoller macht.

Konzept A: Das Vulkanische Kyūshū (Süd-Japan)

Kyūshū ist die Insel der heißen Quellen, Vulkane und faszinierenden Küstenlinien. Eure Reise beginnt mit vier Tagen in der nördlichen Metropole Fukuoka, Eurem Ankunfts-Knotenpunkt. Von dort aus taucht Ihr für drei Tage in die bewegte Geschichte Nagasakis ein, einer Stadt mit starkem europäischen Einfluss.

Die Mitte Eurer Reise widmet Ihr den vulkanischen Landschaften. Plant drei Tage für Kumamoto und den aktiven Mount Aso sowie drei weitere Tage im Süden in Kagoshima, wo der aktive Vulkan Sakurajima die Szenerie dominiert. Die gesamte Südregion ist durchzogen von Onsen.

Ein Muss ist die Zeit, die Ihr in den Onsen-Hochburgen verbringt: drei Tage in Beppu oder Kurokawa Onsen. Hier erlebt Ihr die Vielfalt der vulkanischen Aktivität, sei es bei den “Höllen” von Beppu oder in einem rustikalen Onsen-Dorf. Die restlichen fünf Tage könnt Ihr für die Rückreise oder für die Erkundung der Takachiho-Schlucht (Naturwunder) und die Heimreise nutzen.

Tage Ort / Region Übernachtungen Schwerpunkte & Logistik
1-4 Fukuoka & Dazaifu (Ankunft & Tor zur Insel) 4 Nächte Knotenpunkt: Fukuoka Airport (FUK). Fokus: Yatai (Street Food), Moderne, Tagesausflug zum Dazaifu Tenman-gū Schrein.
5-7 Nagasaki (Historisches Erbe) 3 Nächte Logistik: Zugfahrt nach Nagasaki. Fokus: Friedenspark, Glover Garden, Dejima (niederländische Handelsstation).
8-10 Kumamoto & Aso Vulkan 3 Nächte Knotenpunkt: Kumamoto. Fokus: Kumamoto Castle, Besuch der Aso-Region (Vulkanlandschaft, Wandern).
11-13 Kagoshima & Sakurajima 3 Nächte Logistik: Zugfahrt in den Süden. Fokus: Aktiver Vulkan Sakurajima, Sengan-en Garten, Chiran (Samurai-Häuser).
14-16 Miyazaki & Takachiho 3 Nächte Fokus: Mystische Takachiho-Schlucht (Bootstour!), Küstenlinie (Aoshima Insel).
17-19 Beppu / Yufuin (Onsen-Zentren) 3 Nächte Knotenpunkt: Beppu Station. Fokus: Höllen von Beppu (Jigoku), rustikale Onsen-Atmosphäre in Yufuin.
20-21 Rückreise 2 Nächte Rückreise nach Fukuoka und Abreise (oder Flug* nach Honshū/Tokio für den Abflug).

Konzept B: Das Wilde Hokkaidō (Nord-Japan)

Hokkaidō bietet eine wilde, unberührte Natur, die sich stark von der Hauptinsel unterscheidet – ideal für Wanderungen und Tierbeobachtungen.

Nach Eurer Ankunft in Sapporo (vier Tage) erkundet Ihr die Stadt und macht einen Ausflug in die malerische Kanalstadt Otaru. Der Süden der Insel hält für drei Tage die historische Stadt Hakodate mit ihrer Sternenfestung und dem berühmten Nachtblick bereit.

Der Großteil Eurer Zeit wird den Nationalparks gewidmet sein. Etwa sechs bis sieben Tage solltet Ihr Euch für den Daisetsuzan Nationalpark (Wandern, Sounkyo Onsen) und die malerischen Hügel von Furano und Biei nehmen. Die Fahrzeiten sind hier länger und ein Mietwagen* wird dringend empfohlen, um die Flexibilität zu haben, an den landschaftlichen Höhepunkten anzuhalten.

Der Osten Hokkaidōs (Osthälfte) bietet mit dem Akan-Mashu Nationalpark und der Shiretoko-Halbinsel (UNESCO-Welterbe) einzigartige Naturerlebnisse für die restlichen sechs bis sieben Tage. Hier seht Ihr unberührte Kraterseen, habt die Möglichkeit zur Tierbeobachtung und könnt die Kultur der Ainu, der Ureinwohner Japans, kennenlernen, bevor Ihr von Sapporo abreist.

Tage Ort / Region Übernachtungen Schwerpunkte & Logistik
1-4 Sapporo & Otaru (Städtischer Start) 4 Nächte Knotenpunkt: Shin-Chitose Airport (CTS). Fokus: Odori Park, Bierbrauerei, Tagesausflug in die Kanäle von Otaru.
5-7 Hakodate (Süden & Historie) 3 Nächte Logistik: Zugfahrt (oder Fahrt) in den Süden. Fokus: Sternförmige Goryōkaku Festung, Nachtsicht vom Mt. Hakodate.
8-10 Daisetsuzan Nationalpark 3 Nächte Logistik: Fahrt (Mietwagen* ideal) in die Berge. Fokus: Wandern, Kurodake Seilbahn, Sounkyo Onsen.
11-13 Furano & Biei (Landschaftsmalerei) 3 Nächte Fokus: Malerische Hügellandschaften, Blumenfelder (Sommer), Farmbesuche.
14-16 Akan-Mashu Nationalpark (Ost-Hokkaido) 3 Nächte Logistik: Längere Fahrt/Zugfahrt. Fokus: Klare Kraterseen (Mashu-ko, Akan-ko), Ainu-Kultur.
17-19 Shiretoko Halbinsel (Wildnis) 3 Nächte Fokus: UNESCO-Weltnaturerbe, Bärenbeobachtung (Tour), raue Küstenlandschaft.
20-21 Rückreise 2 Nächte Fahrt/Flug* zurück nach Sapporo und Abreise.

Fazit zu den Regionalrouten: Diese Routen bieten eine tiefere, thematische Reise. Sie sind aber logistisch komplexer und erfordern mehr Vorbereitung hinsichtlich regionaler Pässe* oder eines Mietwagens*, belohnen Euch aber mit einmaligen Naturerlebnissen.

Eine große liegende Buddha-Statue liegt im Freien auf einer Steinplattform in Kyushu, umgeben von Reihen kleiner Bronzestatuen, mit Bäumen und blauem Himmel im Hintergrund.

Kurze Zusammenfassung für Eure Wahl

Route Idealer Reisender Verkehrsmittel JR Pass Empfehlung
Goldene Route Plus Erstbesucher, Effizienz, Städte-Highlights. Shinkansen, Metro. Ja, 14-Tage-Pass strategisch planen.
Eintauch in kuturelle Tiefen Wiederholer, Historie, Entschleunigung. Regionalzüge, Expressbusse, Busse. Optional, eher Einzel- oder Regionaltickets.
Regionale Vertiefung Naturliebhaber, Abenteurer, Onsen-Fans. Mietwagen (Hokkaidō), Regionalzüge. Nein, stattdessen regionale Pässe oder Mietwagen.

Ich hoffe, diese detaillierte Aufschlüsselung der Tagesverteilung hilft Euch, Eure Traumroute für drei Wochen Japan zu visualisieren! Ihr habt nun drei komplett unterschiedliche Konzepte für Eure 3-wöchige Japan-Reise. Die Entscheidung hängt davon ab, ob Ihr die Shinkansen-Effizienz der Goldenen Route, die spirituelle Ruhe der Tiefenbohrung oder das Naturabenteuer in Kyūshū/Hokkaidō bevorzugt.

Eine große Bronzestatue eines sitzenden Mannes, der einen Arm erhoben und den anderen nach außen gestreckt hat, steht auf einem Steinsockel unter dem klaren blauen Himmel von Kyushu, mit Bäumen als malerischem Hintergrund.

Praktische Überlegungen für Eure Planung

Unabhängig davon, welche Route Ihr wählt, sind einige Vorabentscheidungen für Eure 3 Wochen von entscheidender Bedeutung:

Der Japan Rail Pass (JR Pass)

Für die Goldene Route Plus ist der 14-Tage-JR Pass* fast immer die wirtschaftlichste Option. Er deckt die teuren Shinkansen-Fahrten zwischen den Hauptinseln ab. Bei den regionalen Routen (Kyūshū oder Hokkaidō) ist es ratsam, die Kosten des Regionalpasses (z.B. JR Kyūshū Pass*) mit denen des Standard-JR-Passes zu vergleichen, da Regionalpässe oft für diese Gebiete optimiert sind.

Gepäcktransport (Takkyūbin)

Da Ihr voraussichtlich mehrmals umziehen werdet, nutzt den Gepäckversand-Service (Takkyūbin). Erlaubt Euch damit das Reisen nur mit einem Tagesrucksack, indem Ihr Eure Hauptgepäckstücke von Tokio nach Kyoto oder von Kyoto nach Hiroshima vorausschickt. Es ist verlässlich, sicher und spart Euch das Schleppen in den Bahnhöfen.

Reisezeit

Eure Reisezeit kann die Route stark beeinflussen:

  • Kirschblüte (Sakura): März/April. Wunderschön, aber Unterkünfte sind teurer und schneller ausgebucht.
  • Herbstlaub (Koyo): Oktober/November. Angenehme Temperaturen und spektakuläre Farben.
  • Sommer: Ideal für Hokkaidō und Bergwanderungen, aber feucht und heiß in den Großstädten.
  • Winter: Perfekt für die Schneeaffen in Nagano (im Umschwung zwischen Route I und II) oder für Ski- und Snowboard-Abenteuer in Hokkaidō.

Das Bild zeigt den beleuchteten Tokio Dome bei Nacht, dessen geschwungenes Dach leuchtet und auf dem in leuchtend grünen Buchstaben "TOKYO DOME" steht. Ein paar Menschen flanieren auf dem gemusterten Pflaster, während die Bäume mit funkelnden Lichtern geschmückt sind.

Fazit: Euer Japan-Abenteuer wartet

Drei Wochen in Japan sind ein Geschenk voller Kontraste, Höflichkeit und unerwarteter Schönheit. Ob Ihr Euch für die rasante Fahrt durch die “Goldene Route”, die kontemplative Ruhe der Alpen und spirituellen Zentren oder das wilde Abenteuer im Norden oder Süden entscheidet – Ihr werdet eine Reise erleben, die Euch für immer in ihren Bann ziehen wird.

Plant Eure grobe Route, seid aber auch flexibel. Ein plötzlicher Schrein, ein verstecktes lokales Restaurant, oder ein unvorhergesehenes Festival – das sind oft die Momente, die eine gute Reise in eine unvergessliche verwandeln.

Eine üppige grüne Landschaft in der Nähe von Magome, mit dichtem Laub im Vordergrund, Baumzweigen, die die Aussicht einrahmen, einem sonnenbeschienenen Feld und entfernten Bergen unter einem strahlend blauen Himmel mit vereinzelten Wolken.
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