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Nagasaki Dejima - das Handelstor nach Europa

Nagasaki: Dejima – das Handelstor nach Europa

Die „Insel“ Dejima in der Bucht von Nagasaki war vom 17. bis 19. Jahrhundert der einzige Handelsort zwischen Japan und Europa. Hier waren die niederländischen Händler untergebracht, denen es damals als einzigen Europäern gestattet war, Handel mit Japan zu betreiben. Heute ist Dejima ein Museum und zeigt das Leben der Kaufleute zur damaligen Zeit.

Die Brücke nach Dejima in Nagasaki

Wie komme ich nach Dejima?

Am Besten erreicht Ihr Dejima mit der blauen Straßenbahn-Linie. Die Haltestelle heißt ebenfalls Dejima, ist also nicht zu verfehlen.

Übrigens nicht wundern. Meist wird von der „Insel“ Dejima gesprochen. Früher lagen die Gebäude auf einer kleinen Insel und waren komplett von Wasser umgeben. Inzwischen liegt das Meer allerdings ein Stück entfernt und nur noch der Wassergraben mit der Brücke erinnert an die Lage direkt am Wasser.

Wie das ganze früher ausgesehen hat sieht man übrigens sehr gut an einem Modell, dass sich im Museum befindet.

Das Modell von Dejima in Nagasaki

Geschichtliches zu Dejima

Erbaut wurde die künstlich aufgeschüttete Insel Dejima zwischen 1634 und 1636. Damals noch für die portugiesischen Händler, die seit 1543 mit Japan in Kontakt standen und nicht nur Waffen sondern auch den christlichen Glauben nach Kyushu und vor allem in die Region um Nagasaki brachten. Die unzähligen Kirchen in der Gegend zeugen heute noch davon. Doch weil der mis­sio­na­ri­scher Eifer und der christ­li­che Ein­fluss der Portugiesen zu groß wur­de, lies man diese aus Japan ver­bannt. Statt­des­sen wur­de Deji­ma zur Hei­mat der Nie­der­län­der, die fort­an als ein­zi­ge Euro­pä­er in Japan Güter ver­kau­fen durften. 

Im Jahr 1641 bezogen die ersten Mitglieder der holländischen Handelskompanie die Insel und betrieben seitdem regen Handel mit Japan. Auf der Insel ent­stan­den so Wohn- und Lager­häu­ser im euro­päi­schen Stil. Eine bewach­te Brü­cke war der ein­zi­ge Zugang zur Stadt, denn die Händler durften Dejima nicht verlassen. Ihrer Isolation duften sie nur zu Festlichkeiten im Suwa Schrein entfliehen.

Bis ins 19. Jahrhundert gelangten durch den hiesigen Schiffshandel westliche Arznei, Bücher, Waren und Wissen von Europa nach Japan. Aber auch Sportarten wie Bil­lard oder Badminton fanden so Ihren Weg ins Land der aufgehenden Sonne. Auf diese Wiese trugen die Niederlande viel zur Modernisierung Japans bei. Doch auch umgekehrt wurden verschiedene japanische Waren und Wissen nach Europa transportiert. 

Wissenswertes zu Dejima in Nagasaki
Wissenswertes zu Dejima in Nagasaki
Wissenswertes zu Dejima in Nagasaki

Durch die erzwun­ge­nen Öff­nung Japans durch die USA 1854 wur­de auch der Nie­der­gang von Deji­ma ein­ge­läu­tet. In den Jahr­zehn­ten dar­auf wur­de um die Insel her­um Land gewon­nen und Deji­ma ver­schwand langsam aber sicher end­gül­tig. Erst in den 1990er-Jah­ren besann man sich auf seine Geschichte und man begann mit der Restau­rie­rung der Insel. Die historischen Häuser wurden nach und nach wieder aufgebaut, 2017 wur­de dann auch die Zugangs-Brü­cke wie­der­errich­tet, die seit­her den Ein­gang nach Deji­ma bil­det. Ziel ist es, der Insel ihre alte Form zurück­zu­ge­ben. Deji­ma soll irgend­wann sogar wie­der kom­plett von Was­ser umge­ben sein. Wir dürfen also gespannt sein.

Heute dient Dejima als Museum und erzählt die Geschichte der niederländischen Kaufleute und von ihrem Leben hier im fremden Land. Fast alle Gebäude der Insel  sind übrigens begehbar, möbliert und erzählen jede Menge Geschichten aus längst vergangenen Tagen. Ihr solltet Euch für Euren Besuch also unbedingt Zeit nehmen, um auch die tollen Kleinigkeiten zu entdecken. Eine spannende Reise in die Vergangenheit wartet auf Euch

Informatiives über Dejima in Nagasaki
Informatiives über Dejima in Nagasaki

Dejima – FAQ

Wieviel Zeit sollte ich in Dejima einplanen?

Wie oben bereits geschrieben sind fast alle Häuser in Dejima auch begehbar und teils möbliert. Es gibt hier also jede Menge zu entdecken und zu erkunden. Ich würde sagen, nehmt Euch auf jeden Fall mindestens eine Stunde Zeit. Je nachdem, wie sehr Ihr ins Detail gehen wollte könnt Ihr natürlich auch länger benötigen.

Unterwegs in Dejima in Nagasaki

Kann man in Dejima auch Essen gehen?

Ja, es gib ein Restaurant auf dem Gelände des Museums. Die Gerichte sind „japanisch mit europäischem Einschlag“. Untergebracht ist das Restaurant in einem alten Herrenhaus und allein deshalb eine Besuch wert. Leider hat das Restaurant eine Nachmittagspause, so dass es bei unserem Besuch leider geschlossen war. Geöffnet ist das Nagasaki International Club Dejima Restaurant täglich von 11:00 bis 14:30 und von 15:30 bis 18:00 Uhr.

Restaurant in Dejima in Nagasaki

Gibt es auch einen Museum-Shop?

Ja, es gibt auch einen Shop, in dem Souvenirs zum Museum und auch aus den Niederlanden erwerben könnt. Geöffnet ist dieser täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr. Also nehmt Euch gerne Zeit zum stöbern.

Für alle, die wie wir Stempel sammeln: Diese findet Ihr im Informationszentrum des Museums.

Museum Shop in Dejima Nagasaki

Dejima im Überblick

  • Adresse: Dejimamachi, Nagasaki, 850-0862
  • Öffnungszeiten: täglich 8:00 – 21:00 Uhr (Letzter Einlass 20:40 Uhr )
  • Eintritt: Erwachsene 510 Yen | Kinder je nach Alter 100 – 200 Yen
  • Weitere Informationen: www.nagasakidejima.jp

Übersicht Dejima Nagasaki

Zum Weiterlesen
  • Hier gibt’s alle Informationen für  Euren Besuch in Nagasaki
  • Auch in Chinatown waren wir unterwegs
  • Und natürlich haben wir auch den Peace Park und das Atomic Bomb Museum besucht
  • Zum Tagesabschluss gab es noch einen tollen Ausflug auf den Mt. Inasayama

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Kathleen

Hallo! Ich bin Kathleen und Begründerin von "Verliebt in Japan". Hier teile ich meine Liebe zu Japan und möchte anderen Reisenden helfen, Ihr eigene Reise in das Land der aufgehenden Sonne zu planen. Eine Reise nach Japan gehört für uns mindestens ein bis zwei Mal im Jahr einfach dazu.

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