Deine Reise nach Japan planen – Mein ultimativer Guide

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Eine Collage zum planen Deiner Japan-Reise mit einem Hotelzimmer mit Einzelbetten, einem Flugzeug an einem Flugsteig, geparkten Autos auf einem Parkplatz und einem deutschen Reisepass.

Japan ist ein Land voller Kontraste: Hier treffen jahrhundertealte Tempel auf futuristische Wolkenkratzer, traditionelle Teezeremonien auf Hightech-Toiletten, schneebedeckte Vulkane auf subtropische Strände. Für viele Reisende ist Japan ein Sehnsuchtsziel – geheimnisvoll, faszinierend und doch unglaublich gastfreundlich. Doch genau das macht die Planung einer Japan-Reise oft so überwältigend.

Vielleicht stellst du dir gerade Fragen wie:

  • Wann ist die beste Reisezeit für Japan?
  • Wie viel kostet so eine Reise eigentlich?
  • Wo buche ich am besten meine Unterkunft?
  • Lohnt sich ein Japan Rail Pass?
  • Welche Orte darf ich auf keinen Fall verpassen?

Wenn dir das bekannt vorkommt, bist du hier genau richtig. In diesem Guide findest du alle Antworten, die Du zum planen Deiner Reise brauchst – ausführlich erklärt, aus praktischer Erfahrung heraus und mit vielen Tipps, die dir die Vorbereitung erleichtern. Mein Ziel ist es, dass du nach dem Lesen ein klares Bild davon hast, wie du deine Japan-Reise Schritt für Schritt planen kannst, ohne dich im Informations-Dschungel zu verlieren.

“Japan ist kein Land, das du bereist – es ist ein Land, das dich verändert.”
– Frei nach dem Gefühl, das viele haben, wenn sie dort sind.

Wohin in Japan soll es gehen?

Als erstes stellt sich natürlich die Frage, wo es in dem vielfältigen Land Japan genau hin gehen soll. Der perfekte Start, um mit dem Planen Eurer Reise zu beginnen Für die erste Reise in dieses wunderschöne Land nutzen viele die sogenannte Goldene Route – Tokio – Kyoto/OsakaHiroshima. Viele machen zwischendurch noch einen Halt am Mt. Fuji. Ich muss sagen, für den Start ist die Goldene Route perfekt, da man so einen tollen Einblick in die Vielfalt Japans bekommt. Zudem kann man das Ganze mit individuellen Tagesausflügen kombinieren.

Doch natürlich gibt es auch viele weitere tolle Regionen und Städte in Japan, die Ihr in Eure Reiseplanung einbeziehen könnt. Wir selbst sammeln sowohl bei Pinterest als auch bei Instagram und Facebook interessante Beiträge und tolle Orte, die wir gerne besuchen möchten. Auch YouTube ist ein wahrer Quell an tollen Reiseziele in Japan und macht das Planen zu einer echten Freude. Vielleicht wird Eure Routenplanung ja dadurch etwas klarer und ist am Ende ganz individuell auf Euch abgestimmt. 

↗ Hier findet Ihr meine Tipps zur Planung Eurer perfekten Reiseroute
↗ Hier findet Ihr unsere Reiserouten der letzten Jahre

Japan 2023 Miyajiima

Die beste Reisezeit für Japan: Kirschblüten, Herbstlaub oder Sommerhitze?

Eines der ersten Dinge, die du beim Planen Deiner Reise bedenken solltest, ist neben den konkreten Zielen die Reisezeit. Japan hat vier ausgeprägte Jahreszeiten, und jede davon hat ihren ganz besonderen Charme.

Frühling (März bis Mai):
Der Frühling ist wohl die berühmteste Jahreszeit. Wenn die Kirschblüten (Sakura) Ende März bis Anfang April aufblühen, verwandeln sie Parks, Straßen und Tempelgärten in ein rosa-weißes Blütenmeer. Diese Zeit ist unglaublich beliebt, was bedeutet: volle Züge, volle Hotels und hohe Preise. Aber das Erlebnis ist wirklich magisch. Wenn du in dieser Zeit reisen möchtest, solltest du unbedingt sehr früh buchen.

Sommer (Juni bis August):
Der Sommer in Japan ist heiß und schwül. Die Regenzeit im Juni bringt viel Feuchtigkeit, danach folgt im Juli und August eine drückende Hitze. Dafür finden im Sommer zahlreiche Feste (Matsuri) statt, mit traditionellen Tänzen, Feuerwerken und Straßenständen. Wenn du Hitze verträgst und Lust auf authentische Feste hast, ist der Sommer eine spannende Wahl.

Herbst (September bis November):
Der Herbst ist für viele die schönste Reisezeit. Die Temperaturen sind angenehm mild, und das bunte Herbstlaub taucht Tempel und Landschaften in leuchtendes Rot, Orange und Gelb. Dazu kommen zum Beispiel die wunderschönen Spinnenlilien. Besonders beliebt in dieser Zeit sind Kyoto, Nikko und die japanischen Alpen. Auch hier gilt: Beliebt, aber nicht ganz so überlaufen wie die Kirschblüte.

Winter (Dezember bis Februar):
Im Winter wird es in vielen Teilen Japans kalt, vor allem im Norden auf Hokkaido. Dort locken einige der besten Skigebiete der Welt mit fein-pulvrigem Schnee. Städte wie Tokio oder Kyoto sind im Winter ruhiger, die Luft ist klar, und Tempel lassen sich fast ohne Menschenmengen genießen. Zudem gibt es viele Winterlichter-Festivals, die Städte in funkelnde Märchenlandschaften verwandeln.

Viele Japaner bezeichnen die Regenzeit als die fünfte Jahreszeit in Japan. Bei einer Reise im Juni solltet Ihr auf jeden Fall viele Regentage erwarten. Dies solltet Ihr auch beim Planen Eurer reise berücksichten.

Mein Tipp: Wenn du flexibel bist, empfehle ich Frühling oder Herbst – nicht nur wegen der Natur, sondern auch wegen des angenehmen Klimas. 

Hanami Fest Sakura Blüten

Reiserouten: Wie viele Tage für Japan?

Eine der schwierigsten Entscheidungen beim Planen einer Reise nach Japan ist: Wie viel kann ich in der Zeit sehen? Japan ist riesig und vielfältig, und es ist unmöglich, alles in einer Reise unterzubringen. Plane lieber weniger, dafür intensiver.

1 Woche Japan

Eine Woche reicht gerade, um Tokio und Kyoto zu sehen – also die moderne Metropole und die alte Kaiserstadt. Vielleicht kannst du noch einen Tagesausflug nach Nara, Osaka oder Nikko einbauen.

2 Wochen Japan

Das ist die perfekte Dauer für eine erste Reise. Du kannst Tokio, Kyoto, Osaka und Nara besuchen, vielleicht noch Hiroshima und Miyajima sowie einen Onsen-Ort wie Hakone. Das ist ein guter Mix aus Kultur, Stadtleben und Natur.

3 Wochen und mehr

Mit drei Wochen kannst du noch weiter in die Tiefe gehen: Fukuoka und Kyushu im Süden, die japanischen Alpen, Kanazawa oder Takayama. Auch Hokkaido ist eine Option, wenn du Natur und Weite liebst.

Mein Tipp: Plane nicht zu viele Orte ein. Es ist besser, länger in einer Stadt zu bleiben und sie wirklich zu erleben, als ständig unterwegs zu sein.

Kamakura - Rail Pass

Einreise nach Japan: Visum, Dokumente und Formalitäten

Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Einreise relativ unkompliziert. Solltest Du eine andere Staatsbürgerschaft haben, dann informiere Dich bitte vor der reise über die jeweiligen Bedingungen.

  • Visum: Du brauchst für Aufenthalte bis 90 Tage kein Visum. Du erhältst bei der Einreise einen Stempel in den Pass.
  • Reisepass: Dein Pass muss für die gesamte Dauer der Reise gültig sein.
  • Digitales Einreiseformular (Visit Japan Web): Seit einiger Zeit kannst du viele Einreiseformalitäten online vorab erledigen – das spart Zeit am Flughafen.
  • Rückflugticket: Manchmal wird ein Nachweis verlangt, dass du das Land wieder verlässt.

Wenn du länger bleiben oder arbeiten möchtest, brauchst du ein spezielles Visum. Für die klassische Urlaubsreise reicht aber der normale Touristenstatus.

Das Observation Deck Haneda Airport - auch für Anfänger

4. Budgetplanung: Wie teuer ist eine Japan-Reise?

Japan gilt oft als teures Reiseland – aber das stimmt nur teilweise. Es hängt stark von deinem Reisestil ab.

  • Flüge*: 600–1.200 €
  • Unterkunft*:
    • Budget (Hostels, Kapselhotels): 20–40 € pro Nacht
    • Mittelklasse (Business-Hotels, kleinere Ryokan): 50–120 €
    • Komfort (größere Ryokan, Hotels mit Onsen): ab 150 €
    • Luxus: ab 300 €
  • Essen:
    • Günstig: Ramen, Curry oder Sushi-Ketten ab 5–10 €
    • Mittelklasse: Restaurantbesuch ca. 15–25 €
    • Besonderes Erlebnis (Kaiseki, gehobenes Sushi): 100 € aufwärts
  • Transport:
    • Japan Rail Pass* (2 Wochen): ca. 460 €
    • Öffentliche Verkehrsmittel in Städten: 1–3 € pro Fahrt
    • Tagespässe für Metro: 5–8 €
  • Sehenswürdigkeiten:
    Viele Tempel und Schreine sind kostenlos oder kosten nur 2–5 €. Teurer wird es bei besonderen Attraktionen wie Museen oder Themenparks (Disney, Universal Studios: 60–80 € Eintritt).

Gesamtkosten pro Woche:

  • Sparsam: 600–800 €
  • Komfortabel: 1.000–1.500 €
  • Luxus: ab 2.000 €

Was kostet eine Reise nach Japan (Stand 2024)?
So wird Deine Reise nach Japan günstiger
So kannst Du für Deinen Traum von einer Reise nach Japan sparen

Notizen Reiseplanung Planung

Flüge nach Japan buchen – So findest du die besten Verbindungen

Die Anreise nach Japan erfolgt für die meisten Reisenden mit dem Flugzeug – und genau hier beginnt oft die erste große Herausforderung bei der Reiseplanung. Japan liegt rund 9.000 Kilometer von Mitteleuropa entfernt, und je nach Verbindung beträgt die Flugzeit zwischen 11 und 14 Stunden. Die gute Nachricht: Es gibt eine große Auswahl an Fluglinien, Verbindungen und Preisklassen, sodass du den Flug ganz nach deinen Bedürfnissen planen und buchen kannst*.

Direktflüge nach Tokio werden zum Beispiel von Lufthansa, ANA (All Nippon Airways) und JAL (Japan Airlines) ab Flughäfen wie Frankfurt oder München angeboten. Diese Nonstop-Verbindungen sind besonders bequem, da du direkt in Narita (NRT) oder Haneda (HND) landest – letzterer liegt sogar näher am Stadtzentrum von Tokio. Allerdings sind Direktflüge meist teurer als Flüge mit Umstieg. Wenn du etwas sparen möchtest, kannst du über Drehkreuze wie Helsinki, Doha, Istanbul oder Dubai fliegen. Airlines wie Finnair, Qatar Airways, Emirates oder Turkish Airlines bieten oft attraktive Preise an, auch wenn die Reisezeit dadurch etwas länger wird.

Ein wichtiger Tipp: Beginne früh mit der Flugsuche. Die besten Preise findest du oft drei bis sechs Monate vor der Reise. Nutze Flugsuchmaschinen wie Skyscanner* oder Google Flights, um dir einen Überblick über verschiedene Airlines und Verbindungen zu verschaffen. Beachte dabei, dass die Preise saisonal stark schwanken: Während der Kirschblüte im Frühling oder im Herbst zur Laubfärbung sind Flüge nach Japan oft deutlich teurer als im Sommer oder Winter.

Überlege dir außerdem, ob du nach Tokio oder Osaka fliegen möchtest. Für viele Rundreisen durch Japan kann es praktisch sein, einen Gabelflug zu buchen – also zum Beispiel nach Tokio zu fliegen und von Osaka wieder zurück. So sparst du dir die Rückfahrt und nutzt deine Zeit im Land effizienter.

Auch beim Thema Gepäck solltest du genau hinschauen: Einige asiatische Airlines bieten im Standardtarif bereits 2 Gepäckstücke à 23 kg an, während europäische Gesellschaften meist nur ein Gepäckstück erlauben. Das kann gerade bei längeren Reisen oder Souvenir-Lust ein entscheidender Vorteil sein.

Kurz gesagt: Wenn du deinen Flug frühzeitig buchst, flexible Reisedaten hast und auch einen Umstieg in Kauf nimmst, kannst du bei den Flugkosten kräftig sparen. Gleichzeitig lohnt es sich aber, für mehr Komfort und Zeitersparnis in einen Direktflug zu investieren – besonders, wenn es deine erste Reise nach Japan ist.

 ↗ Alle meine Planungs-Tipps zum Buchen von Flügen nach Japan 
 ↗ So findet Ihr die günstigsten Flüge nach Japan
 ↗ Hier findet ihr meine Tipps, wie Ihr den Langstreckenflug leichter übersteht

Flugreisen - Flugausfall

Unterkünfte in Japan: Von Kapselhotel bis Ryokan

Eine der spannendsten Fragen bei Planen einer Reise ist: Wo übernachte ich eigentlich? Japan bietet eine unglaubliche Vielfalt an Unterkünften – von günstigen Hostels bis zu luxuriösen Ryokan mit heißen Quellen. Jede Art von Unterkunft hat ihren eigenen Reiz, und es lohnt sich, mehrere Varianten auszuprobieren.

Hotels

In größeren Städten wie Tokio, Osaka oder Kyoto findest du eine riesige Auswahl klassischer Hotels. Diese reichen von einfachen Business-Hotels, die funktional und sauber sind, bis hin zu luxuriösen Fünf-Sterne-Häusern. Ein typisches japanisches Business-Hotelzimmer ist oft klein, aber sehr effizient eingerichtet: ein Bett, ein kleiner Schreibtisch, ein Fernseher und ein Bad, das an ein Raumschiff erinnert. Für Reisende, die viel unterwegs sind und einfach nur einen guten Schlafplatz brauchen, ist das völlig ausreichend.

Kapselhotels

Die berühmten Kapselhotels sind fast schon eine Attraktion für sich. Statt eines normalen Zimmers bekommst du hier eine kleine Schlafkapsel – gerade groß genug, um darin zu liegen, zu sitzen und vielleicht ein Buch zu lesen. Die Kapseln sind sauber, haben oft kleine Fernseher und Steckdosen. Toiletten und Duschen teilst du dir mit anderen Gästen. Früher galten Kapselhotels als Männerdomäne, heute gibt es sie auch für Frauen oder gemischt. Sie sind günstig (ca. 20–40 € pro Nacht) und ein spannendes Erlebnis, das du einmal ausprobieren solltest.

Ryokan

Ein Ryokan ist ein traditionelles japanisches Gasthaus und bietet ein völlig anderes Erlebnis als ein westliches Hotel. Hier schläfst du auf Futons, die abends auf Tatami-Matten ausgelegt werden. Viele Ryokan haben einen eigenen Onsen (heiße Quelle), und das Essen ist oft ein mehrgängiges Kaiseki-Menü mit saisonalen Spezialitäten. Ein Aufenthalt in einem Ryokan ist nicht billig (meist 100 € aufwärts pro Person, inklusive Abendessen und Frühstück), aber er gehört für viele Reisende zu den Highlights.

Hostels und Guesthouses

Für Budgetreisende sind Hostels eine gute Wahl. Japanische Hostels sind in der Regel extrem sauber und gut organisiert. Viele bieten neben Schlafsälen auch private Zimmer. In Guesthouses kommt man leicht mit anderen Reisenden in Kontakt, was gerade in einem Land, in dem Sprachbarrieren bestehen, sehr angenehm sein kann.

Airbnb und Ferienwohnungen

Auch Airbnb ist in Japan möglich, wenn auch strenger reguliert als in vielen anderen Ländern. Du findest dort sowohl private Zimmer als auch ganze Apartments. Besonders für Familien oder Gruppen kann das eine praktische Lösung sein.

Mein Tipp: Wenn du zwei Wochen in Japan bist, plane ruhig ein kleines Mix-and-Match: Ein paar Nächte im Business-Hotel in Tokio, eine Nacht im Kapselhotel als Erlebnis, ein traditionelles Ryokan in Kyoto oder Hakone – so lernst du verschiedene Facetten kennen.

↗ Hierfindet Ihr alles was Ihr zum Thema „Hotels in Japan“ wissen müsst
Hotels in Tokio buchen
Hotels in Kyoto buchen
Hotels in Hiroshima buchen

Hotel in Kyoto Japan

 

Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen buchen

Nun geht es in die Detailplanung. Welche Sehenswürdigkeiten möchtet Ihr gerne besuchen? Benötigt Ihr dafür eine Eintrittskarte? Für einige Sehenswürdigkeiten wie Disneyland*, die Universal Studios*, Shibuya Sky* und viele mehr kann es nicht so einfach sein, ein Ticket zu bekommen. Hier solltet Ihr Euch frühzeitig informieren, wie Ihr die besten Chancen habt. Auch wenn Ihr spezielle Erlebnisse sucht, kann die Organisation eines Tickets kompliziert werden.

Stöbert doch einfach mal bei Get your Guide* oder Klook* – dort findet man viele tolle Erlebnisse, an die Ihr vielleicht noch gar nicht gedacht habt.

Eine Person steht lächelnd mit erhobenen Armen auf der Aussichtsplattform des Shibuya Sky. Dahinter genießen Menschen den Blick auf Tokios weitläufige Stadtlandschaft unter einem klaren blauen Himmel.

Fortbewegung in Japan: Bahn, Bus, Metro und Japan Rail Pass

Wenn du an Japan denkst, hast du wahrscheinlich sofort den Shinkansen im Kopf – die pfeilschnellen Hochgeschwindigkeitszüge, die wie Pfeile durch die Landschaft schießen. Aber das Transportsystem aus Bahnen, Trams und Bussen geht weit darüber hinaus und ist eines der besten und zuverlässigsten der Welt.

Bahnreisen mit dem Shinkansen

Der Shinkansen ist ein Erlebnis für sich. Pünktlich auf die Sekunde, komfortabel und mit Geschwindigkeiten bis zu 320 km/h bringt er dich von Tokio nach Osaka in weniger als drei Stunden. Die Sitze sind großzügig, es gibt Steckdosen und oft sogar eine Wagenservice-Dame, die Getränke und Snacks verkauft.

Der Japan Rail Pass

Für viele Reisende ist der Japan Rail Pass (JR Pass)* eine Überlegung wert. Er ermöglicht unbegrenzte Fahrten mit den Zügen der Japan Railways, einschließlich der meisten Shinkansen. Den Pass gibt es für 7, 14 oder 21 Tage. Allerdings lohnt er sich nur, wenn du viel durch das Land reist. Beispiel: Eine Hin- und Rückfahrt Tokio–Kyoto kostet fast so viel wie ein 7-Tage-Pass. Wenn du also mehrere Städte im ganzen Land besuchen möchtest, ist der Pass Gold wert. Wenn du dich nur auf eine Region konzentrierst, könnte es günstiger sein, Einzeltickets zu kaufen.

Regionale Pässe

Neben dem JR Pass gibt es auch viele regionale Bahn-Pässe, etwa für Kansai, Kyushu oder Hokkaido. Diese sind oft günstiger und eignen sich perfekt, wenn du dich nur in einer bestimmten Gegend bewegst.

Metro und Busse in Städten

Die U-Bahnsysteme in Tokio oder Osaka sind riesig und anfangs verwirrend, aber extrem zuverlässig. Tickets kannst du einzeln kaufen oder du besorgst dir eine wiederaufladbare IC-Karte wie Suica* oder Pasmo*, die du einfach an das Lesegerät hältst. Auch Busse sind praktisch, vor allem in Städten wie Kyoto, wo viele Tempel mit der Metro nicht erreichbar sind.

Mietwagen in ländlichen Regionen
Wenn Du in ländlichere Regionen oder nach Hokkaido, Shikoku oder Okinawa reisen möchtest, lohnt es sich, über einen Mietwagen* nachzudenken. Denn dort sind viele Sehenswürdigkeiten oft nur schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Wenn Ihr aus Deutschland oder der Schweiz anreist, dann solltet Ihr auch mit einplanen, Euren Führerschein übersetzen zu lassen.

Taxis

Taxis in Japan sind sauber, sicher – und teuer. Sie lohnen sich nur für kurze Strecken oder wenn du viel Gepäck hast. Praktisch: Die Türen öffnen und schließen automatisch.

Mein Tipp: Lade dir vor der Reise die App „Japan Travel by Navitime“ (Android | iPhone) herunter – damit kannst du alle Verbindungen super leicht planen.

Ein JR East-Zug mit orangefarbenen und grünen Streifen hält an einem Bahnsteig in Japan, perfekt für Bahnreisen Japan. Der maskierte Fahrer ist im Führerstand zu sehen. Gelbe taktile Pflastersteine säumen die Bahnsteigkante.

Internet in Japan – was muss ich planen?

Für viele ist eine stabile Internetverbindung auf Reisen heute genauso wichtig wie ein Dach über dem Kopf. In Japan wirst du schnell merken, dass mobiles Internet ein echter Gamechanger ist: Ob beim Navigieren in den oft verwinkelten Straßen Tokios, beim Übersetzen von Speisekarten oder beim schnellen Nachsehen der Bahnverbindungen – mit Internet unterwegs läuft alles deutlich entspannter.

Du hast mehrere Möglichkeiten, dich in Japan online zu verbinden. Am praktischsten sind sogenannte Pocket WiFi-Router*. Diese kleinen Geräte kannst du bereits vor der Reise online mieten und direkt am Flughafen abholen oder ins Hotel liefern lassen. Ein Pocket WiFi bietet dir unbegrenztes Datenvolumen, und du kannst mehrere Geräte gleichzeitig verbinden – perfekt also, wenn ihr zu zweit oder in einer Gruppe reist.

Eine andere Möglichkeit ist eine japanische SIM-Karte*. Mittlerweile gibt es spezielle Touristen-SIMs, die du entweder schon vor der Reise bestellen und nach Hause liefern lassen kannst oder vor Ort am Flughafen kaufst. Sie sind günstiger als Pocket WiFi, aber oft mit einem festen Datenvolumen versehen. Wenn du alleine reist und vor allem dein Smartphone nutzen möchtest, ist das eine gute Wahl.

Seit einiger Zeit gibt es auch eSIMs*, die du einfach digital auf dein Handy laden kannst. Das ist besonders bequem, weil du dich nicht um den physischen Austausch der SIM-Karte kümmern musst. Achte aber darauf, dass dein Smartphone eSIM-kompatibel ist.

Zwar gibt es in Japan auch öffentliche WLAN-Hotspots, etwa in Cafés, Bahnhöfen oder Hotels, doch diese sind nicht flächendeckend und oft langsam oder aufwendig zu nutzen. Verlasse dich also lieber nicht ausschließlich darauf.

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Sim-Karte Japan-Reiseplanung

Essen in Japan – mehr als nur Sushi

Viele denken bei japanischer Küche sofort an Sushi – doch Japan hat kulinarisch weit mehr zu bieten. Essen ist ein fester Bestandteil der Kultur, und die Vielfalt ist überwältigend. Besuche in den verschiedensten Restaurants, solltest Du beim Planen Deiner Reise nach Japan auf keinen Fall vergessen.

Klassiker, die du probieren solltest:

  • Ramen: Nudelsuppe mit Brühe, Fleisch und Gemüse – jede Region hat ihre eigene Variante.
  • Curry Rice: Japanisches Curry ist mild und unglaublich beliebt.
  • Soba und Udon: Nudeln aus Buchweizen oder Weizen, serviert kalt im Sommer oder heiß im Winter.
  • Tempura: Frittierte Garnelen und Gemüse, leicht und knusprig.
  • Okonomiyaki: Japanische deftige Pfannkuchen, die es in Osaka und Hiroshima Style gibt
  • Bento: Praktische Lunchboxen, die du an Bahnhöfen oder Supermärkten bekommst.
  • Kaiseki: Ein mehrgängiges Menü, das im Ryokan serviert wird – eine wahre Kunstform.

Street Food und Snacks

Japan hat eine riesige Street-Food-Kultur. In Osaka findest du Takoyaki-Stände an jeder Ecke, in Kyoto Yatsuhashi (süße Reiskuchen mit Zimt), in Tokio Melonpan (süße Brötchen). Auch Konbini (Convenience Stores wie 7-Eleven, Lawson oder FamilyMart) sind wahre Schatzkammern: Onigiri, Sandwiches, warme Snacks – perfekt für unterwegs.

Getränke

Neben grünem Tee ist Sake (Reiswein) ein Muss. Probier ihn warm oder kalt. Auch japanisches Bier wie Asahi oder Kirin ist beliebt. Und wenn du es süß magst, teste die unzähligen Geschmacksrichtungen von Softdrinks, die es nur in Japan gibt.

Mein Tipp: Trau dich! Bestell auch mal etwas, das du nicht kennst. Japanisches Essen ist fast immer frisch und von hoher Qualität.

Ein japanisches Mahlzeitenset mit weißem Reis, gegrilltem Hähnchen, Kartoffelsalat, eingelegtem Gemüse und Misosuppe auf einem schwarzen Tablett - der Beweis, dass Japans Küche so viel bunter und abwechslungsreicher ist als nur Sushi. Ein echter Foodguide für Genießer!.Planen

Kultur und Etikette – so trittst du nicht ins Fettnäpfchen

Japan ist bekannt für seine Höflichkeit und Etikette. Viele Regeln wirken für uns Europäer zunächst ungewohnt, aber keine Sorge: Niemand erwartet, dass du alles perfekt kannst. Ein paar Grundregeln helfen dir jedoch enorm. Und ja, auch das gehört zum Planen einer Reise dazu.

  • Schuhe ausziehen Sobald du ein Ryokan, ein Privathaus oder manchmal auch Tempel betrittst, ziehst du die Schuhe aus. Achte auf die bereitgestellten Hausschuhe.
  • Esskultur Stäbchen nie senkrecht in den Reis stecken – das ist ein Trauerritual. Übergib Essen nicht direkt von Stäbchen zu Stäbchen. Schlürfen bei Ramen ist erlaubt – es gilt sogar als Zeichen, dass es dir schmeckt.
  • Verhalten in der Öffentlichkeit In Zügen spricht man leise, Telefonate sind unhöflich. Mülltonnen sind selten – nimm deinen Müll mit. Körperkontakt wie Umarmungen oder Händeschütteln sind nicht so üblich wie bei uns.
  • Sprache Viele Japaner sprechen wenig Englisch, aber sie sind unglaublich hilfsbereit. Ein paar Wörter Japanisch zu lernen, macht einen tollen Eindruck:
    • „Arigatō Gozaimasu“ (Danke)
    • „Sumimasen“ (Entschuldigung/Entschuldige bitte)
    • „Konnichiwa“ (Hallo)

Kinkaku-ji - Goldener-Pavillon Kyoto

Praktische Tipps für deine Reise

Neben den großen Themen gibt es noch viele kleine, die deine Reise deutlich angenehmer machen und beim Planen nicht vergessen werden sollten.

Internet und SIM-Karten

Japan ist ein Hightech-Land, aber kostenloses WLAN ist nicht überall selbstverständlich. Am besten besorgst du dir vor Ort eine SIM-Karte oder einen Pocket-WiFi-Router. Diese kannst du direkt am Flughafen abholen.

Geld und Bezahlung

Japan ist nach wie vor ein Bargeldland. Zwar nehmen immer mehr Geschäfte Kreditkarten, aber kleine Restaurants oder Tempel oft nicht. Bargeld bekommst du am einfachsten an den ATM-Automaten in 7-Eleven-Läden.

Sicherheit

Japan gilt als eines der sichersten Länder der Welt. Taschendiebstähle sind extrem selten. Trotzdem gilt: normale Vorsicht walten lassen.

Packliste

Neben den üblichen Dingen empfehle ich:

  • Bequeme Schuhe (du wirst viel laufen)
  • Eine kleine Tasche für Bargeld und Suica-Karte
  • Regenschutz (vor allem, wenn Ihr in der Regenzeit bzw. im Sommer unterwegs seid)
  • Adapter* (Steckdosen Typ A/B, 100 Volt)

Tourguide

Wenn Du das erste Mal nach Japan reist, dann solltest Du unbedingt einen Tag mit einem Tourguide planen. So erfährst Du mehr mehr über Dein jeweiliges Reiseziel und tauchst tiefer in die Kultur Japans ein. Zudem hilft ein Tourguide, die Sprach- und Kulturbarriere zu überwinden und gibt hilfreiche Tipps.

Geld - Japan-Reiseplanung

Japan-Reiseplanung – Die wichtigsten Fragen

  • Japan hat viel zu biete, wähle Deine Reiseziele nach Deinen Interessen aus. Man kann nicht alles sehen, aber Deine Reise sollte für Dich passen
  • Denke auch an die Reisezeiten im Zug etc. und daran, dass Du auch mal ausruhen muss – also packe nicht zu viel in einen Tag
  • Plane Dir genügend Zeit ein für die Reiseziele, die Dir wichtig sind
  • Prüfe, welche die beste Reisezeit für Dich ist. In Japan ist das Wetter teilweise extrem
  • Das teuerste an einer Japan-Reise ist aktuell der Flug, die Kosten vor Ort kannst Du gut je nach Deinem Budget planen
  • Prüfe, ob Du lieber einen Direktflug möchtest oder mit einem Flug mit Zwischenstopp sparen möchtest
  • Auch bei der Auswahl der Hotels kannst Du einiges sparen oder richtigen Luxus genießen – ganz wie Du möchtest. Schau Dir verschiedene Hotels an und wählt was sich für Dich richtig anfühlt
  • Benötigst Du für Sehenswürdigkeiten, die Du besuchen möchtest, vorab Tickets? Wie kannst Du diese bekommen?
  • Hast Du eine Auslandsreiseversicherung im Krankheitsfall?
  • Hast Du eine Kreditkarte oder kommt auf anderem Weg  in Japan an Bargeld?
  • Hast Du eine Möglichkeit organisiert, über die Du in Japan mit dem Smartphone zu erreichen seid?

Bewundern Sie die atemberaubende Aussicht von Ihrem Sitzplatz auf Flüge nach Japan - ein Flugzeugflügel, der über weißen Wolken, tiefblauem Himmel und dem Horizont der Erde schwebt, verspricht Abenteuer in Japan.

Fazit – Dein Traum von Japan

Eine Reise nach Japan ist kein Kurztrip, sondern ein echtes Abenteuer. Von der ersten Flugbuchung über das detaillierte Planen von Unterkünften und Reiserouten bis hin zu den kleinen kulturellen Feinheiten gibt es viel zu bedenken. Aber genau darin liegt auch die Freude: Schon die Vorbereitung weckt die Vorfreude, und sobald du den ersten Schritt auf japanischen Boden setzt, weißt du, dass sich jede Minute Planung gelohnt hat.

Japan ist ein Land, das dich fordert, aber auch belohnt. Es ist voller Gegensätze, voller Überraschungen und voller Momente, die du nie vergessen wirst – sei es der Anblick des Fuji, eine stille Teezeremonie, das Toben in Shibuya oder ein Bad in einem heißen Onsen.

Wenn du diesen Guide gelesen hast, bist du bestens vorbereitet. Jetzt liegt es an dir: Buche deinen Flug, pack deinen Koffer – und mach dich auf den Weg in ein Land, das dich für immer begleiten wird.

 

Traditioneller japanischer Takao-Schrein mit verschnörkeltem Dach, Steinlaternen und dekorativen Elementen. Eine Treppe führt zum Eingang, der von Wächterstatuen flankiert wird. In der Mitte der Treppe ist bei hellem Tageslicht eine Rikscha geparkt.

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