Hotels buchen in Japan

Hotels buchen in Japan

Als das Schwierigste an einer Reiseplanung empfinde ich fast immer die Suche nach einem Hotel. Dabei ist es egal, ob ihn in JapanDeutschlandden USA oder in Europa unterwegs bin. Hier kann man oft Stunden verbringen und alles abwägen.

Um Euch die Qual der Wahl etwas zu erleichtern, habe ich Euch hier ein paar Tipps vorgestellt. Vielleicht helfen Sie Euch ja bei Eurer Hotelsuche in Japan. Und zum Schluss gibt es natürlich noch ein paar Hotelempfehlungen, die ich während meiner Recherche gefunden habe.

Auswahl des Hotelstandortes

Japan ist ein sehr sicheres Land, es gibt also selbst in den Großstädten kaum Gegenden, die Ihr meiden solltet. Es ist immer gut, so etwas nicht berücksichtigen zu müssen.

Worauf Ihr allerdings achten solltet ist, dass Ihr eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr habt. Also entweder in der Nähe des Bahnhofs oder in größeren Städten in der Nähe einer Metrostation. So kommt Ihr leicht von A nach B.

Besonders für die größten Städte wie TokioOsaka und Kyoto könnt Ihr auch noch den folgenden Tipp berücksichtigen: Erstellt Euch bei Google MyMaps eine Karte mit allen Sehenswürdigkeiten, Shops, Restaurants, Cafés etc., die Ihr gerne besuchen möchtet. Dort wo Ihr das meiste sehen und besuchen möchtet, solltet Ihr Euer Hotel buchen.

Welche Hotelarten gibt es?

  • Standard-Hotels: Standard-Hotels sind meist von westlichem Stil, sehr sauber und gut ausgestattet. Die Zimmer in Japan sind ziemlich klein. Doch nach einem anstrengenden Sightseeing-Tag braucht man ja eigentlich nur noch ein gemütliches Bett. Es gibt einige japanische Hotelketten, über die Ihr oft günstige Angebote bekommt. Wir buchen meist Hotels in der mittleren Preislage und haben bisher noch keine negativen Erfahrungen gemacht.
  • Hostels: Wer es noch günstiger mag, der kann natürlich auch nach einem Hostel Ausschau halten. Diese sind wie in Japan üblich ebenfalls sehr sauber und gut organisiert. Man muss nur auf einigen Komfort verzichten. Wem das nichts ausmacht, der ist hier gut aufgehoben.
  • Kapsel-Hotels: Die legendären Kapselhotels sind ein Tipp für alle, die noch mehr sparen möchten. Hier bekommt Ihr einen Spind für Eure Sachen, ein Gemeinschaftsbad und eine kleine Kapsel mit Bett zum schlafen. Sehr interessant, aber ich kann mir nicht vorstellen für mehrere Nächte so zu schlafen. Aber um die Nacht zum Beispiel vor dem Flug nach Hause zu überbrücken einfach perfekt.
  • Ryokan: Ryokan sind alte japanische Gasthäuser. Hier geht es sehr traditionell und herzlich zu, es gibt oft Onsen in den Ryokan und die meisten bieten ein traditionelles Mehr-Gänge-Menü zum Abendessen an. Meist sind Ryokan etwas teurer. Zudem solltet Ihr aufpassen, solltet Ihr ein Tattoo haben. Mit diesen dürft Ihr die Gemeinschaftsbäder nicht benutzen. Ist kein eigenes Badezimmer vorhanden, kann das auf Dauer sehr unangenehm werden. Ansonsten lässt sich eine Übernachtung im Ryokan wunderbar mit einem Besuch im Onsen verbinden.
  • Haus mieten: Wer auf der Suche nach einem authentischen Übernachtungserlebnis sucht, der kann auch ein ganzes Haus anmieten und so erleben, wie Japaner leben.
  • Airbnb: Airbnb ist eine Option für alle, die das japanische Leben näher kennen lernen möchten. Allerdings gibt es ein großes Aber: Seit kurzem gibt es ein Gesetz, dass Japaner ihre Wohnungen nur für 180 Tage im Jahr vermieten würden und Airbnb sind in den einigen Nachbarschaften nicht wirklich gern gesehen.
  • Tempel: Die Übernachtung in einem Tempel ist etwas ganz besonderes und sehr zu empfehlen. Viele gehen dafür nach Koyasan, aber auch an anderen Orten werden Tempelübernachtungen angeboten.
Hotel in Kyoto Japan
Übernachtung im Hotel in Kyoto
Matsumoto
Übernachtung im Ryokan in Matsumoto
Hotels buchen in Japan - Koyasan
Übernachtung im Tempel in Koyasan

Hotels buchen

Wir selbst buchen unsere Hotels fast immer über booking.com*. So habe ich alles auf einen Blick und ich kann die meist angebotenen kostenlosen Stornierungen nutzen, falls sich doch kurzfristig noch etwas ändern sollte.  Zudem gibt es alle möglichen Auswahlmöglichkeiten (wir bevorzugen zum Beispiel immer zwei Einzelbetten), so dass Ihr das perfekte Hotelzimmer findet

Natürlich könnt Ihr auch andere Hotel-Plattformen nutzen oder direkt im Hotel direkt buchen. Hier solltet Ihr aber auch auf Stornierungsmöglichkeiten und Konditionen achten, damit es keine böse Überraschung gibt.

Manche Hotels geben einen Großteil Ihrer Räume erst 6 oder 3 Monate vorher an die großen Portale frei, um Direktbucher zu bevorzugen. Es lohnt sich also immer noch einmal nach verfügbaren Zimmern zu schauen, falls Ihr beim Suchen keine große Auswahl gefunden habt. Ein weiterer Grund, warum ich die Option mit der kostenlosen Stornierung bevorzuge.

Ausnahme ist, wenn Ihr in der Hanami-Saison nach Japan reist. Hier empfiehlt es sich, so früh wie möglich zu buchen. Dies ist mit die stärkste Reisezeit in Japan und es kann passieren, dass Hotels extrem schnell ausgebucht sind oder ihre Zimmer noch teurer machen.

Booking-Reiseplanung

Hotels in Japan – was gibt es zu beachten?

Alle Standard-Hotels, in denen wir übernachtet haben, waren „western Style“ – also mit dem gleichen Standard wir in Deutschland, Europa und den USA. Den typischen „japanischen Stil“ findet ihr Ihr Ryokan und im Tempel. Dort schlaft Ihr meist auch auf Tatami-Matten und Futons. Keine Sorgen – das ist wirklich bequemer als es aussieht. Wir hatten aber auch zum Beispiel im Ryokan auf Miyajima die Möglichkeit, ein Zimmer mit „richtigem Bett“ zu buchen. Diese Option bieten einige inzwischen auch an.

Was wichtig ist zu wissen ist, dass die Zimmer in Japan meist sehr klein sind. Gerade wenn Ihr Zimmer in den USA gewöhnt seid, werden Euch die Hotelzimmer hier winzig vorkommen. Aber seien wir mal ehrlich, wer braucht nach einem langen Sightseeing-Tag mehr als ein gemütliches Bett? Und das haben wir immer inklusive sehr sauberem Zimmer aufgefunden.

Klein sind meist auch die Bäder. Und trotzdem findet sich in fast jedem eine Badewanne. Wer also auf Grund seiner Tattoos nicht in ein Onsen darf, kann sich hier sein eigenes privates einlassen und entspannen. Wunderbar, um die Muskeln nach einem langen Tag zu entspannen. Übrigens, wundert Euch nicht, wenn Ihr eine Dusche ohne entsprechenden Duschvorgang auffindet. Dann ist Euer Bad noch mehr dem Onsen nachempfunden, denn bevor man diesen betritt sollte man sich gut abduschen, was man auch hier entsprechend tu sollte, bevor man sich in die Wanne legt.

Manchmal im Badezimmer, manchmal separat gibt es in den Hotels die tollen Japanischen Washlets / Toiletten. Wer sich auf der öffentlichen Toiletten nicht traut die ganzen Features auszuprobieren. Hier habt Ihr die Gelegenheit dazu. Im Ryokan und im Tempel gibt es dazu auch noch Toilettenschuhe. Also raus aus Euren Hausschuhen (die meist kostenlos zur Verfügung gestellt werden, selbst im Hotel) und rein in die Toilettenschuhe. Und beim Hinausgehen das ganze wieder umgekehrt. Was es mit den japanischen Toiletten auf sich hat, habe ich Euch hier zusammengestellt.

Die meisten Hotels bieten inzwischen auch Waschräume an, in denen Ihr auf der Reise Eure Wäsche waschen könnt. So müsst Ihr nicht so viel packen. Ein Waschgang dauert etwa 30 Minuten, es ist also auch nach einem langen Tag unterwegs noch möglich. Es gibt auch die Möglichkeit, den Trockner zu nutzen, aber nachdem ich schon mehrfach gehört habe, dass dies Kleidung nicht so gut bekommen ist, haben wir die Sachen lieber im Zimmer aufgehangen. So einen großen Wäscheberg haben wir ja nie gewaschen.

Eine weitere Besonderheit ist, dass die Hotels in den Zimmern kostenloses Wasser zur Verfügung stellen. In Japan ist es einen Großteil des Jahres extrem warm und die Versorgung mit Trinkwasser ist damit ein Grundbedürfnis. Während des Griff in die Minibar in Deutschland und anderen Ländern sehr teuer werden kann, sind die hier bereitgestellten Flaschen kostenlos. Habt Ihr eine Flasche geleert, füllt der Zimmerservice wieder auf. Wir haben teilweise sogar frische Flaschen dazu gestellt bekommen, obwohl wir die vom Vortag noch  nicht geleert hatten. Ein super Service.

Apropos Service. Wie auch im Restaurant, gibt es auch im Hotel kein Trinkgeld. Wer also (wie zum Beispiel in manchen Ländern üblich) Trinkgeld auf dem Kopfkissen hinterlegt, wird dieses am Abend auf jeden Fall wiederfinden. Der Zimmerservice wird dieses nicht annehmen. Im Gegenteil, der eine oder anderen Angestellt könnte sich etwas unangenehm fühlen, als wolle man testen, ob er Geld mitnimmt. Also lasst dies bitte einfach sein. Ein freundliches Guten Morgen und Dankeschön kommt bei den Japanern so viel besser an.

Insbesondere bei Ryokan ist das Frühstück meist im Preis enthalten. Bei Hotels hat man die Möglichkeit mit und ohne Frühstück zu buchen. Solltet Ihr ohne Frühstück buchen, könnt Ihr dieses aber auch vor Ort dazu buchen. Das ist auch kein Problem. Ansonsten gibt es in den Städten so viele tolle Cafés in denen man frühstücken kann. Oder Ihr besorgt Euch eine Leckerei im Konbini, die Auswahl dort ist richtig groß. Traditionelles japanisches Frühstück ist übrigens sehr Fisch-lastig. Aber es gibt auch Reis und eingelegtes Gemüse, falls Ihr das nicht möchtet. In großen Hotels gibt es meist ein Frühstückbuffet mit japanischen und westlichen Zutaten.

Fukuoka
Miyajima
Matsumoto

Wie finde ich mein Hotel, wenn ich angekommen bin?

Eine Warnung vorab: Japanische Adressen sind nicht leicht zu finden und oft sehr konfus. Euch nur die Adresse zu notieren, wird Euch meist nicht weit bringen und Ihr werdet Euch selbst in kleinen Städten eher verlaufen.

Ihr solltet Euch daher unbedingt einen Screenshot von Google Maps speichern. Am Besten auch gleich mit der Route vom Bahnhof oder der nächstgelegenen Metro-Station.

Seid ihr in Tokio unterwegs, dann solltet Ihr Euch auch notieren, an welchen Ausgang Ihr Euch halten müsst. Eventuell ist eine Sehenswürdigkeit in der Nähe, nach der Ihr Euch orientieren könnt. In den Metrostationen selbst hängen immer gelbe Schilder, an denen ausgewiesen ist, in welche Richtung Ihr für welchen Ausgang gehen müsst. Teilweise (zum Beispiel in der Asakusa Station) sind auch die Hotels mit aufgeführt mit dem jeweiligen Ausgang.

Achtet auch darauf, dass Ihr die Adresse des richtigen Hotels heraussucht. Manche Hotelketten haben auf kleinster Fläche gleich mehrere Hotels, die sich im Namen nur ein kleines bisschen unterscheiden. Es wäre blöd, mit Koffern beladen erst einmal das falsche Hotel anzusteuern.

Wie finde ich mein Hotel in Japan

Check-in/Check-out im Hotel

Viele werden sich fragen, ob man japanisch können muss, um in ein japanisches Hotel einzuchecken. In den meisten Hotels werdet Ihr problemlos einen Mitarbeiter finden, der Euch auf englisch weiterhilft. Das war bisher nie ein Problem. Solltet Ihr etwas japanisch lernen wollen, dann könnt Ihr Euch den Satz „Heya o yoyaku o shimashita“ (Ich habe eine Reservierung) merken. Die Japaner sind extrem hilfsbereit und selbst wenn es die eine oder andere Sprachschwierigkeit gibt, wenn man nicht gerade etwas ganz außergewöhnliches wissen möchte, irgendwie kommt man immer an sein Ziel.

Der Check-in selbst erfolgt wie in jedem anderen Hotel in Deutschland, Europa und den USA. Hier gibt es eigentlich nichts, was Ihr beachten müsst.

Solltet ihr im Ryokan oder Tempel übernachten, denkt daran, beim Eintreten die Schuhe auszuziehen und in die bereitgestellten Hausschuhe zu schlüpfen. Meist müsst Ihr das schon vor dem Check-in machen. Zudem ist es auch in Hotels gern gesehen, wenn Ihr die zur Verfügung gestellten Mittel zum Desinfizieren der Hände nutzt, bevor Ihr an den check-in-Schalter tretet.

Für den Check-out bieten viele Hotels inzwischen entsprechende Check-out-Automaten an. Hier gebt Ihr einfach Eure Karte ein und im Normalfall gibt Euch der Automat dann nur noch Bescheid, dass alles in Ordnung ist und wünscht Euch eine gute Reise. Sollte noch etwas nachgezahlt werden müssen, könnt Ihr auch das direkt am Automaten tun. So werden lange Schlangen am Check-out (die sich womöglich noch mit den Check-in überschneiden) vermieden.

Solltet Ihr früher als die Check-in-Zeit im Hotel ankommen, bieten die meisten Hotels auch an, Euer Gepäck bis zum Check-in unterzustellen. So könnt Ihr in aller Ruhe und ohne schwere Koffer schon einmal die Gegend erkunden und später zum Check-in zurück kommen. Das Gleiche gilt auch für den Check-out, wenn Ihr erst später weiter reisen möchtet.

Einige Hotels organisieren auch den Transport Eures Koffers zum nächsten Hotel oder auch zum Flughafen. Je nach Strecke kann es allerdings sein, dass Euer Gepäck erst am übernächsten Tag ankommt. Wir planen daher immer einen Zwischenstopp ein bei dem wir mit Rucksack für das nötigste unterwegs sind. So haben wir auf der letzten Reise zwischen Kyoto und Tokio einen Stopp auf Miyajima eingelegt. Als wir am übernächsten Tag in Tokio ankamen haben unsere Koffer schon auf uns gewartet. Gekostet hat uns das Ganze für zwei große Koffer 26 € – ein guter Preis dafür, dass man ohne schweres Gepäck reisen konnte.

Hiroshima
Miyajima
Tokio e

Extra-Tipp: Haus mieten

Ihr möchtet ein ganz authentisches Übernachtungserlebnis haben? Wie wäre es dann, ein ganzes Haus zu mieten? So könnt Ihr sehen, wie Japaner wirklich leben und einen ganz besonderen Aufenthalt erleben.

Dies bietet sich natürlich besonders an, wenn Ihr als Familie oder größere Gruppe unterwegs seid.

Japan Experience bietet hier zum Beispiel einige Häuser und Wohnungen zur Vermietung in Tokio, Kanazawa, Takayama und Kyoto an. Schaut doch einfach mal vorbei*

Hotels in ….

Zum Schluss gibt es noch ein paar Hoteltipps, die ich während meiner Recherche gefunden und empfohlen bekommen habe. Vielleicht ist ja das Richtige für Euch dabei.

Tokio

Hier gibt es alle meine Tipps zu Eurer Hotelsuche in Tokio

Kyoto

Hier gibt es alle meine Tipps zu Eurer Hotelsuche in Kyoto

Osaka

Hiroshima

Sapporo

Fukuoka

Anderen japanischen Städten

Ihr habt Fragen zur Hotelsuche? Dann sendet mir gerne eine Nachricht und ich werde versuchen, so gut als möglich zu antworten.

Zum Weiterlesen

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Kathleen

Hallo! Ich bin Kathleen und Begründerin von "Verliebt in Japan". Hier teile ich meine Liebe zu Japan und möchte anderen Reisenden helfen, Ihr eigene Reise in das Land der aufgehenden Sonne zu planen. Eine Reise nach Japan gehört für uns mindestens ein bis zwei Mal im Jahr einfach dazu.

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