Die perfekte Reiseroute für zwei Wochen in Japan

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Collage aus drei Bildern: eine Buddha-Statue in einem Tempel, ein mit roten Torii-Toren gesäumter Weg, der eine malerische Route durch den Wald bildet, und eine Stadtansicht mit modernen Wolkenkratzern und Gebäuden.

Japan in zwei Wochen erleben? Kein Problem! In diesem ausführlichen Reiseguide stelle ich Euch drei verschiedene Routenvorschläge vor: die klassische Route durch Tokio, Kyoto, Osaka und Hiroshima, eine Natur- & Kultur-Route abseits der Touristenpfade und eine intensive Viel-Sehens-Route für Entdecker. Erfahrt, welche Tempel, Schreine, Naturhighlights, kulinarischen Spezialitäten und Insider-Tipps Ihr auf keiner Japanreise verpassen solltet. Egal ob Großstadt, Berge oder historische Dörfer – hier findet Ihr die perfekte Planung für Euer Abenteuer in Japan.

  • Route 1 – Klassisches Japan: Tokio, Kyoto, Osaka, Hiroshima
  • Route 2 – Natur & Kultur: Tokio & Umgebung, Nagano & Matsumoto, Kanazawa & Shirakawa-go, Kyoto, Osaka/Kobe
  • Route 3 – Intensiv & Vielfältig: Tokio, Tagesausflug Nikko oder Kamakura, Kyoto, Nara, Osaka, Hiroshima & Miyajima, Himeji & Kobe, Rückkehr Tokio

Je nach Euren Interessen könnt Ihr eine der Routen für Euch auswählen, oder Ihr ändert die Route noch etwas auf Eure Interessen ab. Lynn von Lieschenradieschen-reist war zum Beispiel auf Ihrer ersten Reise nach Japan unter anderem auf Hokkaido unterwegs

Falls Ihr kürzer oder länger in Japan seid, dann könnten auch diese Themen für Euch interessant sein:

Deine perfekte Reiseroute für eine Woche Japan
Deine perfekte Reiseroute für drei Wochen Japan

Wie komme ich zum Meiji-Schrein

Route 1: Klassisches Japan – Tokio, Kyoto, Osaka & Hiroshima

Diese Route entspricht der klassischen “Golden Route”, den viele Touristen für ihre erste Reise nach Japan wählen. Ihr sehr auf dieser Route alles wichtige und alles wofür Japan im Ausland bekannt ist.

Tag 1: Ankunft in Tokio – erstes Eintauchen in die Metropole

Nach Eurer Landung am Flughafen Narita oder Haneda macht Ihr Euch auf den Weg in die Stadt. Der Narita Express bringt Euch in etwa einer Stunde ins Zentrum, Haneda ist nur 30 Minuten entfernt. Schon beim Ausstieg in Shinjuku oder Shibuya spürt Ihr den Puls der Metropole: Menschenmassen, blinkende Leuchtreklamen, Straßen voller Leben.

Am ersten Abend lohnt sich ein Spaziergang durch Shibuya. Das berühmte Shibuya Crossing bei Nacht ist ein Erlebnis, das man kaum mit Worten beschreiben kann – die Menschen strömen in alle Richtungen, Neonlichter spiegeln sich auf den Straßen. Für das Abendessen könnt Ihr ein Izakaya besuchen, kleine traditionelle Kneipen, in denen Ihr Yakitori, Edamame oder kleine Fischgerichte probieren könnt. Das ist der perfekte Einstieg in die japanische Esskultur und die entspannte Atmosphäre macht Lust auf die kommenden Tage.

Tag 2: Moderne und Tradition in Tokio

Am zweiten Tag startet Ihr ruhig mit einem Besuch des Meiji-Schreins, einer grünen Oase mitten in der Stadt. Der Spaziergang durch die Baumallee ist beruhigend, fast meditativ, und bietet einen Kontrast zur hektischen Metropole. Anschließend geht es nach Harajuku, genauer zur Takeshita Street. Hier erwarten Euch schrille Modegeschäfte, bunte Cafés und die Möglichkeit, Crepes, Mochi oder andere Street-Food-Spezialitäten zu probieren.

Nachmittags könnt Ihr entlang der Omotesando Avenue schlendern, bewundern die moderne Architektur und die eleganten Boutiquen. Am Abend zieht es Euch wieder nach Shibuya. Wer möchte, kann in einem Sushi-Restaurant wie Sushizanmai frisches Sushi genießen oder die Aussicht von einer Rooftop-Bar auf das Lichtermeer Tokios genießen. Insider-Tipp: Früh morgens lohnt sich ein kurzer Besuch am Shibuya Crossing, bevor der Trubel beginnt – tolle Fotos garantiert.

Wann sollte ich den Meiji-Schrein besuchen - Spartipps

Tag 3: Historisches Tokio und bunte Viertel

Heute geht es nach Asakusa, zum Senso-ji Tempel. Die historische Tempelanlage ist Tokios ältester Tempel und umgeben von der Nakamise-Einkaufsstraße, auf der Ihr Souvenirs, traditionelle Süßigkeiten und kleine Handwerkskunst kaufen könnt. Für das Mittagessen bietet sich ein kleines Tempura- oder Ramen-Restaurant an – frisch, authentisch und köstlich.

Am Nachmittag besucht Ihr Akihabara, das Mekka für Elektronik, Anime und Manga. Die kleinen Läden, Themen-Cafés und Spielhallen versetzen Euch in eine andere Welt. Zum Ausklang des Tages geht es nach Odaiba, einer futuristischen Insel mit Shopping, Freizeitparks und einer fantastischen Aussicht auf die Rainbow Bridge bei Sonnenuntergang.

Tag 4: Tagesausflug nach Nikko – Kultur und Natur

Ein Abstecher in die Natur ist jetzt perfekt. Nikko liegt etwa zwei Stunden von Tokio entfernt und ist berühmt für seine Schreine und den Nationalpark. Der Toshogu-Schrein beeindruckt mit kunstvollen Verzierungen und detailreicher Architektur. Danach könnt Ihr den Kegon-Wasserfall besuchen oder über die Shinkyo-Brücke spazieren – ein Fotomotiv, das Ihr nicht vergessen werdet.

Mittags probiert Ihr Yuba, eine Spezialität aus Tofuhaut, bevor Ihr den Nachmittag in der Natur verbringt. Am Abend kehrt Ihr entspannt nach Tokio zurück und könnt die Eindrücke bei einem kleinen Abendessen Revue passieren lassen.

Tag 5: Tokio → Kyoto – Ankunft in der kulturellen Hauptstadt

Mit dem Shinkansen seid Ihr in zweieinhalb Stunden in Kyoto. Die Fahrt allein ist ein Erlebnis: pünktlich, bequem und schnell. In Kyoto angekommen, bezieht Ihr entweder ein modernes Hotel oder besser einen traditionellen Ryokan, um die japanische Gastfreundschaft zu erleben.

Am Abend erkundet Ihr den Gion-Bezirk, wo historische Häuser, kleine Läden und vielleicht eine Geisha oder Maiko vorbeihuschen, eine Atmosphäre, die Euch direkt in eine andere Zeit versetzt. Für das Abendessen bietet sich ein Kaiseki-Menü an, ein traditionelles Mehr-Gänge-Menü, das nicht nur den Gaumen, sondern auch die Augen verwöhnt.

Kyoto Fushimi Inari-taisha Schrein

Tag 6: Kyoto – Tempel und Natur

Der Tag beginnt früh am Fushimi Inari-Taisha, berühmt für die Tausenden roten Torii-Tore, die sich den Berg hinaufziehen. Wer früh startet, kann die Anlage fast ohne Menschen genießen – ein magischer Moment. Mittags bietet sich ein kleiner Snack wie Kitsune Udon an.

Am Nachmittag besucht Ihr den Kiyomizu-dera Tempel und schlendert durch die angrenzenden historischen Gassen. Den Tag beendet Ihr mit einem Abendspaziergang durch Pontocho, eine enge Gasse voller traditioneller Restaurants, die eine unvergleichliche Atmosphäre ausstrahlen.

Tag 7: Kyoto – Schlösser, Gärten und Philosophenweg

Morgens steht der Goldene Pavillon Kinkaku-ji auf dem Programm. Das Gebäude, das komplett mit Blattgold bedeckt ist, spiegelt sich im Wasser und ist ein unvergesslicher Anblick. Danach könnt Ihr eine Bento-Box oder Matcha-Süßigkeiten genießen.

Am Nachmittag besucht Ihr den Silbernen Pavillon Ginkaku-ji und wandert den Philosophenweg entlang, vorbei an kleinen Schreinen und Teehäusern. Wer möchte, kann den Tag mit einer traditionellen Teezeremonie ausklingen lassen – ein ruhiger, kontemplativer Abschluss.

Tag 8: Tagesausflug nach Nara

Ein Tagesausflug nach Nara lohnt sich unbedingt. Der Todaiji-Tempel beherbergt eine riesige Buddha-Statue und beeindruckt durch seine Dimensionen und Architektur. Anschließend spaziert Ihr durch den Nara Park, wo zahme Hirsche zwischen den Besuchern umherlaufen und gefüttert werden dürfen – ein einmaliges Erlebnis.

Mittags probiert Ihr die lokale Spezialität Kakinoha-zushi, Sushi in Persimmonblättern, bevor Ihr am Abend zurück nach Kyoto fahrt.

Zwei Rehe in Nara fressen aus der Hand eines Menschen auf einem sonnenbeschienenen Steinweg. Im Hintergrund sind Schatten und gehende Menschen zu sehen.

Tag 9: Kyoto → Osaka – Kulinarische Hauptstadt

In nur einer halben Stunde erreicht Ihr Osaka. Die Stadt ist bekannt für lebendige Atmosphäre und köstliches Essen. Dotonbori ist das Herzstück der Stadt: Neonlichter, Street-Food, Shopping und Unterhaltung auf kleinstem Raum. Probiert unbedingt Takoyaki (gefüllte Teigbällchen) und Okonomiyaki (herzhafter Pfannkuchen).

Am Abend könnt Ihr den Stadtteil Shinsekai besuchen, der Retro-Flair versprüht. Kleine Restaurants und Bars laden zum Probieren lokaler Spezialitäten ein.

Tag 10: Osaka – Historisches und Kulinarisches

Heute steht ein Besuch des Osaka Castle auf dem Programm. Die Burg ist nicht nur historisch interessant, sondern bietet auch einen fantastischen Ausblick über die Stadt. Mittags könnt Ihr ein Bento genießen, bevor Ihr den Nachmittag entspannt in Shinsekai verbringt. Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr vom  Tsūtenkaku Tower einen tollen Blick auf die Stadt genießen. Wer möchte, kann den Tag in einem Onsen oder Freizeitpark ausklingen lassen.

Tag 11–12: Hiroshima & Miyajima

Hiroshima beeindruckt durch seine Geschichte und friedliche Stimmung. Der Friedenspark und das Museum erzählen von der Atombombe und dem Wiederaufbau der Stadt – emotional und lehrreich.

Am zweiten Tag fahrt Ihr nach Miyajima. Die schwimmende Torii des Itsukushima-Schreins ist weltberühmt, und eine Wanderung auf den Mt. Misen bietet fantastische Ausblicke über die Seto-Inlandsee. Die frischen Austern der Insel sind ein kulinarisches Highlight.

Ein rotes Torii-Tor erhebt sich aus dem ruhigen blauen Wasser nahe einer mit Steinlaternen und Kiefernzweigen geschmückten Küste und erinnert an die ruhige Schönheit Itsukushimas. Im Hintergrund sind eine ferne Stadtlandschaft und Berge unter einem klaren Himmel zu sehen.

Tag 13–14: Rückkehr nach Tokio

Die letzten Tage könnt Ihr nutzen, um Tokio noch einmal zu genießen oder Tagesausflüge zu unternehmen. Hakone bietet heiße Quellen, den Ashi-See und Blick auf den Fuji, während Kamakura den großen Buddha und historische Tempel bereithält. Der letzte Abend eignet sich für ein Abschiedsessen in einem der trendigen Viertel Tokios.

Fazit dieser Route:

Die perfekte Route für alle die die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Japan auf einer zweiwöchigen Tour entdecken möchten. Sie ist ideal für alle, die Japan das erste Mal kennenlernen wollen.

Ein Flugzeug der All Nippon Airways (ANA) wird auf dem nassen Rollfeld eines Flughafens bei bewölktem Himmel geschleppt, während im Hintergrund ein Flugzeug der Thai Airways steht - eine typische Szene für Reisende, die nach Japan fliegen oder einen Reiseführer suchen.

Route 2: Natur & Kultur – abseits der Touristenpfade

Diese Route ist perfekt, wenn Ihr Japan abseits der bekannten Hotspots entdecken möchtet. Sie kombiniert Städte, historische Stätten, Naturhighlights, traditionelle Dörfer und Wanderungen, sodass Ihr das Land authentisch erleben könnt.

Tag 1–3: Tokio & Umgebung – der Einstieg in Japan

Ihr startet wie in Route 1 in Tokio, verbringt jedoch schon an den ersten Tagen mindestens einen Tagesausflug außerhalb der Stadt, um die Natur und historische Orte zu erleben.

Am ersten Tag nach Eurer Ankunft lohnt sich ein Spaziergang durch Shinjuku und Shibuya, um die urbane Energie aufzusaugen. Ein Abendessen in einem kleinen Izakaya bietet einen entspannten Start.

Am zweiten Tag geht es nach Kawagoe, auch bekannt als „Klein-Kyoto“. Nur etwa eine Stunde von Tokio entfernt, überrascht die kleine Stadt mit historischen Lagerhäusern, alten Tempeln und charmanten Cafés. Besonders schön ist die Kurazukuri-Straße, wo traditionelle Lagerhäuser aus der Edo-Zeit zu sehen sind. Ihr könnt hier lokale Spezialitäten wie Süßkartoffel-Desserts probieren und das historische Flair genießen.

Der dritte Tag führt Euch nach Nikko, ca. zwei Stunden Zugfahrt von Tokio. Nikko ist berühmt für seine prächtigen Schreine, Wasserfälle und die idyllische Natur. Der Toshogu-Schrein ist besonders beeindruckend: reich verzierte Tore, geschnitzte Affenmotive und vergoldete Details lassen Euch staunen. Nach dem Besuch des Schreins könnt Ihr den Kegon-Wasserfall besichtigen und über die rote Shinkyo-Brücke spazieren. Wer Lust auf Wandern hat, kann noch kleinere Trails durch die umliegenden Wälder erkunden.

Kulinarischer Tipp: Probiert in Nikko die lokale Spezialität Yuba, eine Art Tofuhaut, die in Suppen oder als Snack serviert wird – leicht, gesund und typisch für die Region.

Ein großes Steingebäude mit Säulen und einem gestuften Pyramidendach – das Parlamentsgebäude von Tokio – ist ein eindrucksvolles Beispiel für Architektur, eingerahmt von Bäumen und Sträuchern im Vordergrund unter einem bewölkten Himmel.

Tag 4–6: Nagano & Matsumoto – Berge, Schneeaffen und Burgen

Nach dem urbanen Start fahrt Ihr nach Nagano, das Tor zu den japanischen Alpen. In Matsumoto besucht Ihr das Matsumoto Castle, eine der schönsten Burgen Japans. Die dunkle Fassade und die altehrwürdige Architektur sind besonders fotogen.

Am nächsten Tag geht es in den Jigokudani Monkey Park, wo Schneeaffen in heißen Quellen baden. Ein Erlebnis, das sowohl Kinder als auch Erwachsene begeistert. Die Affen in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten, während der Dampf aus den heißen Quellen aufsteigt, ist nahezu magisch.

Wer gerne wandert, sollte nach Kamikochi fahren, ein Naturparadies in den japanischen Alpen. Leichte bis anspruchsvollere Wanderwege führen entlang klarer Flüsse, durch dichte Wälder und zu spektakulären Aussichtspunkten. Die frische Bergluft und die Ruhe der Landschaft bilden einen starken Kontrast zu den hektischen Städten Japans.

Übernachtungstipps: In Nagano und Matsumoto gibt es charmante Ryokans, in denen Ihr nach einem langen Tag die heißen Onsen-Bäder genießen könnt.

Eine Übersicht über Matsumoto Castle

Tag 7–9: Kanazawa & Shirakawa-go – traditionelles Japan erleben

Von Nagano aus fahrt Ihr nach Kanazawa. Die Stadt besticht durch ihren perfekt erhaltenen Kenroku-en-Garten, der zu den drei schönsten Gärten Japans zählt. Hier könnt Ihr Stunden verbringen, die verschiedenen Gartenabschnitte erkunden und die ruhige Atmosphäre genießen.

Danach lohnt sich ein Besuch des Higashi Chaya-Viertels, eines alten Geisha-Bezirks mit traditionellen Teehäusern. Schlendert durch die kleinen Gassen, bewundert die Architektur und gönnt Euch eine Tasse Matcha-Tee mit japanischen Süßigkeiten.

Am achten Tag fahrt Ihr weiter nach Shirakawa-go, ein abgelegenes Dorf, das für seine traditionellen Strohdachhäuser bekannt ist. Besonders im Herbst, wenn die Berge rot und gold leuchten, ist die Landschaft spektakulär. Die Häuser sind noch bewohnt, und Ihr könnt in einem der lokalen Gästehäuser übernachten, um das traditionelle Leben hautnah zu erleben.

Kulinarischer Tipp: Probiert die lokalen Spezialitäten, z. B. Gassho-zushi (Sushi in speziellen Blättern gewickelt) und saisonales Gemüse aus der Region.

Tag 10–12: Kyoto – kulturelle Höhepunkte

Auch auf dieser Naturroute darf Kyoto nicht fehlen. Hier kombiniert Ihr bekannte Tempel mit kleinen, weniger überlaufenen Orten. Am ersten Tag besucht Ihr den Fushimi Inari-Taisha, spaziert durch die unzähligen roten Torii-Tore und genießt die spirituelle Atmosphäre.

Am nächsten Tag lohnt sich ein Ausflug nach Arashiyama, bekannt für den Bambuswald, den Affenpark auf dem Iwatayama-Berg und die idyllische Flusslandschaft. Ein Spaziergang über die Togetsukyo-Brücke und ein Besuch kleiner Cafés machen den Tag besonders entspannt.

Ein weiterer Tag führt Euch durch die ruhigen Teile der Stadt: den Philosophenweg, versteckte Schreine und kleine Teehäuser. Abends könnt Ihr eine traditionelle Teezeremonie erleben oder durch den historischen Gion-Bezirk schlendern.

Insider-Tipp: Leiht Euch ein Fahrrad, um Kyoto flexibel zu erkunden – so erreicht Ihr auch abgelegene Tempel ohne Stress.

Arashiyama Bamboo Forest - Ein Besuch bei Kyotos Naturwunder

Tag 13–14: Osaka oder Kobe – Abschluss der Reise

Die letzten beiden Tage verbringt Ihr entweder in Osaka oder in Kobe. Osaka begeistert mit kulinarischer Vielfalt: Street-Food in Dotonbori, das Osaka Castle und ein Besuch des Retro-Stadtteils Shinsekai. Probiert Okonomiyaki, Takoyaki und lokale Desserts.

Kobe bietet eine entspanntere Atmosphäre. Spaziert am Hafen entlang, genießt das berühmte Kobe-Rind und besucht das Kitano-Viertel mit seinen historischen Villen. Wer möchte, kann am letzten Tag noch eine kurze Wanderung in der Umgebung machen oder in einem Onsen entspannen, bevor es wieder zurück zum Flughafen geht.

Fazit dieser Route:

Diese Natur- und Kulturroute zeigt Japan von einer authentischen, oft weniger touristischen Seite. Ihr erlebt sowohl pulsierende Städte als auch abgelegene Dörfer, wandert in den Alpen, beobachtet Schneeaffen und genießt traditionelle Küche. Wer Ruhe und Abwechslung sucht, wird hier bestens fündig.

Eine Stadtansicht von Osaka, Japan, mit modernen Wolkenkratzern, üppig grünen Bäumen und der ikonischen goldenen Fischstatue der Burg von Osaka im Vordergrund unter einem teilweise bewölkten Himmel.

Route 3: Intensiv & Vielfältig – möglichst viel in zwei Wochen

Diese Route richtet sich an Reisende, die in zwei Wochen viele Facetten Japans erleben wollen: pulsierende Städte, historische Tempel, Naturschönheiten, traditionelle Dörfer und kulinarische Höhepunkte. Der Rhythmus ist etwas schneller, dafür bekommt Ihr einen sehr umfassenden Eindruck vom Land.

Tag 1–3: Tokio – Start in der Metropole

Am ersten Tag landet Ihr in Tokio, am Narita- oder Haneda-Flughafen, und fahrt direkt ins Stadtzentrum. Je nach Ankunftszeit lohnt sich ein Spaziergang durch Shinjuku oder Shibuya, um das urbane Leben Tokios aufzusaugen. Die berühmten Leuchtreklamen, die Menschenmassen und das hektische Treiben sind ein spektakulärer Einstieg. Ein Abendessen in einem Izakaya oder einem kleinen Sushi-Lokal bietet einen entspannten Start.

Am zweiten Tag besucht Ihr den Meiji-Schrein, eine grüne Oase mitten in Tokio, bevor es nach Harajuku geht. Die Takeshita Street ist schrill, bunt und voller kleiner Cafés und Läden. Hier könnt Ihr Crepes oder Mochi probieren und die ausgefallene Mode der Jugend bestaunen. Anschließend schlendert Ihr die Omotesando Avenue entlang, ein eleganter Kontrast zur quirligen Harajuku-Straße. Abends kehrt Ihr nach Shibuya zurück und genießt das Lichtermeer von einem Rooftop-Café oder erlebt das geschäftige Treiben am Shibuya Crossing.

Am dritten Tag kombiniert Ihr Tradition und Technik: Vormittags besucht Ihr Asakusa mit dem Senso-ji Tempel und der Einkaufsstraße Nakamise-dori. Nachmittags geht es nach Akihabara, dem Mekka für Manga-, Anime– und Elektronikfans. Den Abend verbringt Ihr in Odaiba, einer futuristischen Insel mit Shopping, Vergnügungsparks und einem fantastischen Blick auf die Rainbow Bridge.

Luftaufnahme der geschäftigen Stadtlandschaft Tokios mit dicht gedrängten Gebäuden, einer sichtbaren Bahnlinie und einem großen grünen Park im Zentrum. Die Skyline ist mit Wolkenkratzern übersät und spiegelt das pulsierende und lebendige Wesen dieser dynamischen Metropole wider. Anfänger

Tag 4: Tagesausflug Nikko oder Kamakura

Heute könnt Ihr einen Tagesausflug unternehmen. Nikko bietet beeindruckende Schreine, Wasserfälle und idyllische Natur. Besonders sehenswert ist der Toshogu-Schrein mit seinen aufwendigen Schnitzereien und goldverzierten Details. Wer lieber Küste und Strand erleben möchte, fährt nach Kamakura, wo der große Buddha, historische Tempel und hübsche Cafés auf Euch warten. Beide Ausflüge dauern ungefähr zwei Stunden Zugfahrt von Tokio und bieten einen ruhigen Kontrast zur Großstadt.

Kulinarischer Tipp: In Nikko die lokale Spezialität Yuba probieren, in Kamakura frischen Fisch in kleinen Restaurants direkt am Meer.

Tag 5–7: Kyoto – kulturelles Herz Japans

Mit dem Shinkansen erreicht Ihr Kyoto in etwa zweieinhalb Stunden. Die Stadt ist ein Highlight jeder Japanreise: Tempel, Schreine, traditionelle Teehäuser und historische Stadtviertel.

Am ersten Tag erkundet Ihr den Gion-Bezirk, schlendert durch enge Gassen und bewundert die traditionellen Häuser. Mit etwas Glück seht Ihr eine vorbeieilende Geisha oder Maiko. Das Abendessen könnt Ihr in einem Izakaya genießen oder ein Kaiseki-Menü probieren – ein Mehr-Gänge-Menü aus saisonalen, kunstvoll angerichteten Gerichten.

Am zweiten Tag steht der berühmte Fushimi Inari-Taisha auf dem Programm. Tausende rote Torii-Tore führen den Berg hinauf – wer früh startet, genießt die Anlage fast menschenleer. Nachmittags lohnt sich der Besuch des Kiyomizu-dera Tempels und ein Spaziergang durch die angrenzenden Gassen mit traditionellen Läden und kleinen Cafés.

Der dritte Tag führt Euch nach Arashiyama, wo Ihr den Bambuswald und den Affenpark Iwatayama erkundet. Wer möchte, kann eine Bootsfahrt auf dem Fluss unternehmen oder in einem der Teehäuser entspannen. Abends bietet sich ein Spaziergang entlang des Philosophenwegs an, vorbei an kleinen Schreinen und idyllischen Teehäusern.

Die traditionelle Kiyomizu-dera-Pagode und die Tempelgebäude stehen auf einem Hügel unter einem klaren blauen Himmel, mit entfernten Bergen und einer Stadt im Hintergrund. Im Vordergrund sind blattlose Bäume zu sehen.

Tag 8: Tagesausflug nach Nara

Ein kurzer Tagesausflug nach Nara darf nicht fehlen. Der Todaiji-Tempel beherbergt eine riesige Buddha-Statue und beeindruckt durch seine Architektur. Im Nara Park könnt Ihr die zahmen Hirsche füttern, ein Erlebnis, das besonders bei Kindern und Tierliebhabern beliebt ist. Mittags empfiehlt sich die lokale Spezialität Kakinoha-zushi (Sushi in Persimmonblättern). Am Abend Rückkehr nach Kyoto.

Tag 9–10: Osaka – lebendige Stadt und kulinarische Highlights

Von Kyoto fahrt Ihr in nur 30 Minuten nach Osaka. Die Stadt ist bekannt für ihre lebendige Atmosphäre, kulinarische Vielfalt und lockere Mentalität. In Dotonbori erlebt Ihr Neonlichter, Street-Food-Stände und zahlreiche kleine Geschäfte. Probiert unbedingt Okonomiyaki und Takoyaki, zwei der berühmtesten Spezialitäten der Stadt.

Am nächsten Tag besucht Ihr das Osaka Castle und den Park rundherum. Wer Lust hat, kann den Tag in Shinsekai, einem Retro-Stadtteil, ausklingen lassen. Kleine Restaurants, Spielhallen und Kneipen bieten einen charmanten Kontrast zum modernen Stadtleben.

Tag 11–12: Hiroshima & Miyajima

Mit dem Shinkansen erreicht Ihr Hiroshima in etwa zwei Stunden. Der Friedenspark und das Museum sind emotionale Highlights – ein Ort, der Geschichte und Hoffnung gleichermaßen vermittelt.

Am zweiten Tag fahrt Ihr nach Miyajima, einer kleinen Insel mit dem berühmten Itsukushima-Schrein und der schwimmenden Torii. Eine Wanderung auf den Mt. Misen bietet atemberaubende Ausblicke über die Seto-Inlandsee. Frische Austern und lokale Spezialitäten machen den Aufenthalt kulinarisch besonders spannend.

Das Bild zeigt das zerstörte Hiroshima-Friedensdenkmal, das auch als Atombombenkuppel bekannt ist, mit freiliegenden Ziegelwänden und einer teilweise zerstörten Metallkuppel, die als feierliche Erinnerung an die Geschichte Hiroshimas unter einem teilweise bewölkten Himmel steht.

Tag 13: Himeji & Kobe

Auf der Rückfahrt Richtung Tokio könnt Ihr einen Stopp in Himeji einlegen und das berühmte Himeji Castle besuchen, eine der schönsten Burgen Japans. Danach geht es weiter nach Kobe, wo Ihr den Hafen erkundet, durch das Kitano-Viertel mit historischen Villen spaziert und natürlich das berühmte Kobe-Rind probiert.

Tag 14: Rückkehr nach Tokio – letzter Tag

Den letzten Tag verbringt Ihr je nach Flugzeit in Tokio. Wer noch einmal Natur möchte, fährt nach Hakone: heiße Quellen, der Ashi-See und der Blick auf den Fuji sind ein perfekter Abschluss. Alternativ könnt Ihr die letzten Stunden für Shopping oder ein entspanntes Café nutzen. Abends Rückfahrt zum Flughafen und Abschied von Japan.

Fazit dieser Route:

Die Intensivroute ist perfekt für Reisende, die möglichst viele Facetten Japans erleben möchten: pulsierende Städte, historische Tempel, Naturhighlights, traditionelle Dörfer und kulinarische Erlebnisse. Der Rhythmus ist schneller, aber jeder Tag bringt unvergessliche Eindrücke, die Eure Japanreise zu einem umfassenden Abenteuer machen.

Blick auf Himeji Castle vom Sannomaru Square

Fazit – Zwei Wochen Japan perfekt geplant

Zwei Wochen in Japan bieten die ideale Möglichkeit, das Land von vielen Seiten kennenzulernen: von pulsierenden Metropolen über historische Tempel bis hin zu malerischer Natur und traditionellen Dörfern. Jede der drei vorgestellten Reiserouten hat ihren eigenen Reiz und passt zu unterschiedlichen Interessen:

  • Die klassische Route eignet sich perfekt für Erstbesucher, die die berühmtesten Städte und Highlights wie Tokio, Kyoto, Osaka und Hiroshima erleben möchten.
  • Die Natur- & Kultur-Route ist ideal für Reisende, die abseits der typischen Touristenpfade Ruhe, Wanderungen, historische Dörfer und authentische Erfahrungen suchen.
  • Die Intensiv- & Viel-Sehens-Route richtet sich an Entdecker, die möglichst viele Facetten Japans erleben wollen, ohne Zeit zu verlieren, und dabei keine Highlights verpassen möchten.

Egal, welche Route Ihr wählt: Japan überrascht immer mit einer faszinierenden Mischung aus Tradition und Moderne, beeindruckender Natur und kulinarischen Genüssen. Plant genug Zeit ein, um auch kleine Geheimtipps und spontane Entdeckungen zu genießen – denn oft sind es die unerwarteten Momente, die Eure Reise unvergesslich machen.

Mit dieser Planung könnt Ihr Eure zwei Wochen optimal nutzen, stressfrei reisen und Japan so erleben, wie es wirklich ist: abwechslungsreich, inspirierend und unvergesslich.

Traditioneller japanischer Takao-Schrein mit verschnörkeltem Dach, Steinlaternen und dekorativen Elementen. Eine Treppe führt zum Eingang, der von Wächterstatuen flankiert wird. In der Mitte der Treppe ist bei hellem Tageslicht eine Rikscha geparkt.
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