Japan Rundreise 2023 - Himeji Castle

Japan-Rundreise 2023 – Tipps und Erfahrungen

Kennt Ihr das? Kaum seid Ihr von der Reise in ein Land zurück gekehrt, schön möchtet Ihr wieder dort hin. Und ergeht es so mit Japan. Kaum waren wir von unserer ersten Rundreise zurück, startete schon wieder die Planung. Nachdem das erste Hineinschnuppern in das Land noch mit einer organisierten Reise war, sollte es diesmal auf eigene Faust ins Land der aufgehenden Sonne gehen. Gesagt getan, und so ging es kaum 5 Monate nach unserer Landung zuhause wieder zurück nach Japan.

Da ich schon oft gelesen haben, dass Leute Bedenken haben, Japan auf eigene Faust zu erkunden – wegen der fremden Sprache, fremden Schriftzeichen und vielem mehr – möchte ich Euch hier von unseren Erfahrungen berichten und Euch wertvolle Tipps geben.

Japan auf eigene Faust erkunden – schaffe ich das?

Eine Info gleich vorab: Japan auf eigene Faust erkunden ist überhaupt kein Problem. Auch wenn Ihr kein japanisch sprecht. Auch wenn Euer Englisch nicht das beste ist. Mit ein bisschen Organisation ist das ganze kein Problem. Hier die Antworten zu den wichtigsten Fragen:

  • Ich kann kein Japanisch. Komme ich in Japan trotzdem klar? – Ja, das ist kein Problem. Fast alles (zumindest die wichtigen Schilder) sind auch in englisch geschrieben. Zudem lieben es die Japaner es alles mit Bildern und Farben auszuschmücken. Das Warnschild ist also auch ohne Sprachkenntnisse verständlich und zum Beispiel Bahnstrecken auf Bahnhöfen auch nochmal mit Farben ausgeschildert. Wenn man das System einmal raus hat, findet man alles. Auch Speisekarten gibt es fast überall auf englisch. Zudem kann man oft schon im Schaufenster sehen, wie die Speisen später aussehen werden und danach schon einmal auswählen. Wer sicher gehen will sollte sich eine Daten-Sim* besorgen und Google Lens installieren. So haben wir uns im Zweifelsfall immer aushelfen können.
  • Mein Englisch ist nicht so gut. Habe ich damit Schwierigkeiten? – Die Japaner selbst sind keine Meister der englischen Sprache. Selbst im Hotel hatten wir den einen oder anderen Angestellten mit Problemen. Allerdings sind sie Meister in „mit Händen und Füßen reden“ – es reichen also nur ein paar wichtige Infos und irgendwie versteht man einander dann schon. Also keine Sorge.
  • Und wenn ich plötzlich gar nicht mehr weiter weiß? – Die Japaner sind das hilfsbereiteste Volk, das ich kenne. Man muss nur etwas hilflos und verloren aussehen, schon wird man angesprochen. Und sie geben dann auch nicht auf, bis sie dir geholfen haben und sei es wie oben beschrieben nur mit Hand und Fuß. Zudem gibt es vor allem in Städten alle paar hundert Meter ein kleine „Polizeistation“ – die Koban. Die Leute dort sind darauf spezialisiert, Touristen weiter zu helfen. Verbrechen gibt es ja in Japan nur selten.
  • Soll ich alles schon vorab buchen oder spontan sein? – das kommt ein bisschen auf Euch an. Ich bin eher auf „Sicherheit“ bedacht und so hatten wir zumindest alle Hotels schon vorab gebucht. Aber, und das ist der Grund, warum ich booking.com* so liebe. Dort kann man bis 24 Stunden vorher das Hotel noch ändern, falls sich spontan was ändern sollte. War aber bei uns nicht der Fall. Auch eine grobe Planung der Ausflugziele haben wir gemacht, dieses allerdings erst kurz vorher nach Wetterlage entschieden.  Also ein Mix aus einigen festen Eckpunkten und etwas Flexibilität finde ich perfekt.
  • Wie bin ich in Japan am besten unterwegs? – Japan hat eines der besten öffentlichen Verkehrssysteme überhaupt. Selbst in das entlegenste Dörflein kommt Ihr problemlos mit Bus und Bahn. Plant Ihr, längere Strecken unterwegs zu sein, dann solltet Ihr über die Anschaffung eines JR-Pass* nachdenken. Damit könnt Ihr dann alle JR-Linien (inklusive der meisten Shinkansen) „kostenlos“ fahren. Da es im Oktober 2023 eine massive Preiserhöhung gabt, lohnt sich der Japan Rail Pass inzwischen nur noch, wenn man wirklich viel unterwegs ist. Wie Ihr berechnen könnt, ob sich der Pass für Euch lohnt, erkläre ich Euch in diesem Beitrag. Die Sitzplatzreservierungen haben wir wo nötig immer vor Ort gemacht. Am Automaten ist das sehr einfach und man ist flexibel. Mehr zu dem Thema gibt es demnächst in einem separaten Beitrag. Ansonsten solltet Ihr Euch noch eine IC-Karte besorgen (Suica* und Pasmo* sind die beliebtesten). Mit diesen aufladbaren Karten könnt Ihr fast jedes Fortbewegungsmittel bezahlen.
  • Ich möchte möglichst viel in Japan sehen. Wie mache ich das mit dem Gepäck? – Auch hier könnt Ihr es Euch mit etwas Planung einfach machen, denn viele Hotels bieten den Service, Deine Koffer zu einem anderen Hotel zu senden. Meist muss wenigstens 1 Tag dazwischen liegen, für unsere beiden Koffer von Kyoto nach Tokio haben wir umgerechnet 25,00 € bezahlt. Dafür konnten wir reisen, ohne sperrige Koffer mit uns mitschleppen zu müssen. Unsere Sachen für Hiroshima und Miyajima hatten wir einfach im Rucksack dabei. Zudem gibt es in Japan sehr oft die Möglichkeit, Gepäck einzuschließen. Seid Ihr also auf Durchreise und wollt nicht alles mitschleppen ist dies eine gute Möglichkeit. Die Kosten betragen je nach Größe des Fachs 2-5,00 €
Japan-Kyoto
Japan - Miyajima
Japan - Enoshima

Die Tour unserer Japan-Rundreise 2023

Nachdem wir 2022 schon einmal in das Land hinein geschnuppert hatten, lag unser Fokus bei dieser Reise darauf, noch mehr der schon angeschnittenen Orte zu entdecken. Wir haben zwar damals vieles zu sehen bekommen, doch blieb oftmals nicht genug Zeit sich alles genauer und in Ruhe anzuschauen. Wie es eben so ist, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist. Daher hat sich unsere Reise auch diesmal wieder auf die Gegenden mit den Hauptsehenswürdigkeiten konzentriert. 

Tag 1 – Landung in Haneda und Weiterreise nach Kyoto, wo wir am Abend noch den wunderschönen Bahnhof erkundet haben.

Tag 2 – Ausflug nach Nara. Dort hatten wir bei unserem letzten Besuch nur ganz wenig Zeit. Diesmal konnten wir die Stadt ganz in Ruhe erkunden

Tag 3 – Kyoto. Viele Sehenswürdigkeiten von Kyoto hatten wir bei unserem letzten Besuch schon gesehen. Einiges Neues gab es trotzdem – vor allem im historischen Kyoto –  noch zu entdecken, wie den Kiyomizu-dera Tempel, die Pagode des Hokan-ji Tempels und den Yasaka Schrein. Außerdem war es toll einfach mal ganz in Ruhe durch die kleinen Gassen von Gion zu wandern und die Läden zu bestaunen.

Tag 4 – Ausflug nach Osaka. Dank des Osaka Amazing Pass ging es für uns hoch hinaus. So haben wir das Umeda Sky Buildingdas Hep Five Riesenrad und den Tsūtenkaku Turm erklommen. Wir haben das Dotonbori Viertel erkundet und zum Abschluss des Tages gab es eine Nachtfahrt auf dem Dotonbori Fluss durch die beleuchtet Stadt

Tag 5 – Ausflug nach Himeji und Himeji Castle. Eine wunderschöne kleine Stadt und die berühmte „Weißer Reiher“-Burg ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Zudem haben wir dort die leckersten Ramen der Reise gegessen

Tag 6 – Weiterreise nach Hiroshima und Miyajima – Während unsere Koffer sich schonmal auf den Weg nach Tokio machten, ging es für uns weiter. Zuerst haben wir einen kleinen Stopp in Hiroshima eingelegt und die Hiroshima Castle besucht, die wir beim letzten Besuch nicht geschafft haben. Und natürlich mussten wir das leckere Okonomiyaki Hiroshima Style probieren. Danach ging es weiter nach Miyajima, wo wir uns einen Wunsch erfüllten und auf der kleinen Insel eine Nacht verbracht. Wenn die letzten Touristenfähren die Insel verlassen haben, ist es hier wunderbar friedvoll und wunderschön.

Tag 7 – Weiterfahrt nach Tokio – Dieser Tag ging nur für das Reisen drauf. Von Miyajima ging es erst zurück nach Hiroshima und von dort aus mit einem Umstieg in Kobe weiter bis nach Tokio. Dort haben wir unser Hotel in Asakusa bezogen und nur noch einen kleinen Streifzug durch die Nachbarschaft unternommen

Japan - Nara
Japan 2023 - Kyoto
Japan 2023 - Miyajiima

Tag 8 – Ausflug nach Kamakura und Enoshima – Der große Buddha und der Hokokuji Bamboo Forest waren nur einige Stopps an diesem Tag. Nach einem Streetfood-Mittagessen in der Komachi-dori Street ging es dann weiter nach Enoshima. Schon die Fahrt in der historischen Bahn ist ein Erlebnis. Über eine Brücke erreicht man dann die Insel. Leider war es extrem voll, so dass wir nach einem Kaffee im Yachthafen wieder zurück sind und lieber noch etwas das Strandleben genossen haben. Inklusive Fußbad im Pazifik.

Tag 9 – Ausflug nach Yokohama – Die Hafenstadt hatten wir beim letzten Mal nur im strömenden Regen erlebt. Diesmal hatten wir mehr Glück und konnten die Stadt im Sonnenschein genießen.

Tag 10 – Tokio – Gotokuji Tempel und Sunshine City – Am Morgen ging es zum „Winkekatzen-Tempel“ Gotokuji. Danach gab es leider richtig viel Regen und wir haben uns nach Akihabara in die Sunshine City Mall gerettet, wo wir einen tollen Tag verbracht haben, bis der Regen aufgehört hat.

Tag 11 – Tokio – Zojo-ji Tempel, Tokio Tower, Roppongi und Shinjuku – Der Zojo-ji Tempel mit seinen vielen Figuren mit den roten Mützen und den Windmühlen ist eine echter Blickfang. Von dort aus ist es nur einen Katzensprung zum Tokio Tower, den wir diesmal auch besteigen durften. Nach einem Spaziergang durch Roppongi mit Zwischenstop im Hard Rock Cafe ging es zum Schluss noch nach Shinjuku, wo wir unter anderem Godzilla einen Besuch abgestattet haben.

Tag 12 – Tokio – Tsukiji Hongwanji, Hamarikyū-Park, Shimbashi, Odaiba – Der hinduistisch anmutende buddhistische Tempel Tsukiji Hongwanji sticht sofort in Auge und ist sehr sehenswert, vorbei am Tsukiji Fischmarkt ging es dann zu einer kleinen Auszeit in den Hamarikyū-Park, der mich irgendwie an den Central Park in New York erinnert hat. Von dort aus ging es über die Shimbashi Station über die Rainbow-Bridge nach Odaiba. Dort gab es unter anderem einen Gundam und eine Nachbildung der Freiheitsstatue zu bestaunen

Tag 13 – Tokio – Regierungsviertel, Kaiserpalast, Tokio Station und Asakusa – Unseren letzten Tag haben wir im Regierungsviertel und am Kaiserpalast gestartet. Von dort aus ging es weiter zur Tokio Station, wo wir ein bisschen bummeln waren. Danach ging es zurück nach Asakusa. Zum Koffer packen  und danach zu einem Spaziergang am Sumida-Fluss und einem letzten Bummel durch den Asakusa-Schrein.

Tag 14 – Heimreise ab Haneda Airport – Der Vorteil des Hotel in Asakusa ist, dass man von dort aus direkt mit der Bahn zum Flughafen fahren kann

Japan - Hiroshima Castle
Japan - Kamakura
Japan - Yokohama

Hab den Mut und plane Deine eigene Japan-Reise

Meine Reiseroute und die Tipps haben Dich inspiriert und Du möchtest Deine eigene Japan-Reise planen? Dann ran ans Werk. Plane Deine ganz individuelle Rundreise und entdecke diese wundervolle Land auf eigene Faust. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Und falls Du noch mehr Tipps für Deine Reiseplanung brauchst, wirst Du hier sicher fündig:

Und nun wünsche ich Euch viel Spaß bei der Planung!

Du hast noch eine Frage? Dann sende mir gerne eine Nachricht.

Japan - Tokio Tower
Japan - Odaiba
Japan - Shinjuku

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Kathleen

Hallo! Ich bin Kathleen und Begründerin von "Verliebt in Japan". Hier teile ich meine Liebe zu Japan und möchte anderen Reisenden helfen, Ihr eigene Reise in das Land der aufgehenden Sonne zu planen. Eine Reise nach Japan gehört für uns mindestens ein bis zwei Mal im Jahr einfach dazu.

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