Deine perfekte Reiseroute für eine Woche Japan

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Großes traditionelles japanisches Tempeltor mit roten Säulen und verziertem Dach unter strahlend blauem Himmel. Bäume und Grünflächen umgeben das Bauwerk und machen es zu einem atemberaubenden Highlight auf jeder Reiseroute durch Japan. Ein gepflasterter Gehweg führt zum Eingang hinauf.

Japan in nur einer Woche? Ja, es ist möglich – und es wird eine der intensivsten und unvergesslichsten Wochen deines Lebens. Viele Reisende träumen davon, die Kirschblüte in Kyoto zu erleben, die Neonlichter Tokios zu bestaunen oder die Stille eines japanischen Gartens zu genießen. Aber wie presst man all das in nur sieben Tage? Die Antwort lautet: mit einer klug geplanten Reiseroute, die das Beste aus beiden Welten – Kultur und Moderne – vereint, ohne dich zu überfordern.

Die hier vorgestellte Reiseroute ist für den ersten Japan-Besuch konzipiert und konzentriert sich auf die absoluten Highlights: die pulsierende Metropole Tokio und die kulturelle Schatzkammer Kyoto. Wir verzichten auf hektische Ausflüge zu weit entfernten Orten und fokussieren uns darauf, das Herz Japans zu spüren. Vertrau mir, es gibt genug zu sehen, zu schmecken und zu erleben, um deine Sinne zu berauschen.

Wichtiger Hinweis vorab: Japan ist ein Land der Effizienz. Der Transport ist pünktlich, die Menschen sind hilfsbereit und alles läuft wie am Schnürchen. Das macht das Reisen hier unglaublich angenehm, aber es erfordert auch eine gewisse Vorbereitung.

Reicht eine Woche in Japan überhaupt?

Zuerst die Wahrheit: Eine Woche ist viel zu kurz, um ganz Japan zu erleben. Allein die Vielfalt von Hokkaido im Norden bis Okinawa im Süden bräuchte Monate, wenn nicht Jahre. Aber: Eine Woche reicht, um einen ersten Eindruck zu bekommen – und zwar so, dass ihr die Highlights des Landes intensiv erleben könnt.

Aber: Lohnt es sich überhaupt, nur für sieben Tage nach Japan zu fliegen? Die Antwort ist: Ja, absolut!

Natürlich ist es keine Zeitspanne, in der ihr das ganze Land bereisen könnt. Aber Ihr bekommt auf dieser Reiseroute einen kompakten Überblick über die bekanntesten Städte und Sehenswürdigkeiten. Die wichtigsten Highlights lassen sich gut verbinden, da das japanische Bahnnetz unglaublich effizient ist.

Eine Woche ist perfekt, um Appetit auf „mehr Japan“ zu bekommen. Viele Reisende planen nach einer solchen Kurzreise gleich die nächste, diesmal für einen längeren Zeitraum.

Deine perfekte Reiseroute für zwei Wochen Japan
Deine perfekte Reiseroute für drei Wochen Japan

Hamarikyū-Park - Eine Oase der Ruhe in der Millionenstadt Tokio entlang der perfekten Reoseroute

Überblick: Die perfekte 7-Tage-Reiseroute

Damit ihr eine Vorstellung bekommt, hier schon einmal der grobe Ablauf für Eure perfekte Reiseroute:

  • Tag 1: Ankunft in Tokio, erste Eindrücke
  • Tag 2: Tokio – Tradition trifft Popkultur
  • Tag 3: Tokio – Fischmarkt, Shopping und eine letzte Dosis Neonlicht
  • Tag 4: Kyoto – Philosophenweg und Fushimi Inari
  • Tag 5: Kyoto – Bambuswald und Goldener Pavillon
  • Tag 6: Tagesausflug nach Nara oder Osaka
  • Tag 7: Letzte Eindrücke und Heimreise

Optional lassen sich einzelne Stationen austauschen (z. B. Hakone für Natur- und Onsen-Liebhaber oder Hiroshima/Miyajima für Geschichtsinteressierte).

Tag 1 bis 3: Ankunft und die futuristische Energie Tokios

Tag 1: Anreise und erste Eindrücke

Du wirst wahrscheinlich am Narita (NRT) oder Haneda (HND) Flughafen ankommen. Narita liegt weiter außerhalb, Haneda ist näher an der Stadt. Nimm den Narita Express (mit dem JR Pass inklusive) oder von Haneda die Monorail oder die Keikyu-Line direkt in die Stadt zu deiner Unterkunft*. Die meisten Hotels bieten an, dass Ihr Euer Gepäck auch vor dem dem Check-in schon abstellen könnt. So könnt Ihr direkt Eure Erkundungstour entlang der Reiseroute starten.

Nachmittag/Abend: Nach dem Check-in und einer kurzen Pause tauchst du direkt in das pulsierende Leben Tokios ein. Die beste Gegend, um die Nacht zu beginnen, ist Shinjuku. Schlendere durch die Neon-Flutlichter, die sich auf den glänzenden Straßen spiegeln, und besuche die Aussichtsplattform des Tokyo Metropolitan Government Building. Der Eintritt ist kostenlos und der Blick über die unendliche Stadt, besonders bei Nacht, ist atemberaubend.

Danach geht es weiter zur Omoide Yokocho , einer schmalen Gasse voller winziger Izakaya (japanische Kneipen), die köstliche Spieße (Yakitori) und Ramen servieren. Die Atmosphäre hier ist unvergleichlich.

Luftaufnahme einer modernen Stadtlandschaft mit hohen Wolkenkratzern wie dem Metropolitan Government Building, dichten Gebäuden und kurvenreichen Straßen unter einem teilweise bewölkten Himmel mit einem Hauch von Sonnenuntergang in der Ferne. Reiseroute.

Tag 2: Tradition trifft Popkultur

Heute erleben wir die Kontraste, die Tokio so einzigartig machen. Beginne den Tag im traditionellen Stadtteil Asakusa. Besuche den Sensō-ji-Tempel, den ältesten buddhistischen Tempel Tokios. Der Weg dorthin führt durch die belebte Einkaufsstraße Nakamise-dori, wo du traditionelle Snacks und Souvenirs findest. Die friedliche Stimmung im Tempelhof steht im starken Kontrast zum Trubel der Straße.

Am Nachmittag begeben wir uns in eine ganz andere Welt: Harajuku. Hier treffen junge Japaner auf Touristen und Popkultur ist allgegenwärtig. Besuche die berühmte Takeshita-dori, die von verrückten Modeboutiquen, Crepe-Ständen und Süßigkeitenläden gesäumt ist.

Danach, nur wenige Minuten zu Fuß entfernt, findest du eine Oase der Ruhe: den Meiji Jingu Schrein. Er ist dem Kaiser Meiji und der Kaiserin Shoken gewidmet und liegt in einem wunderschönen Wald. Ein Spaziergang durch diesen Schrein ist der perfekte Weg, um von der Hektik Harajukus abzuschalten.

Abends tauchst du in die glitzernde Welt von Shibuya ein. Das Highlight ist natürlich die berühmte Shibuya Crossing, die belebteste Straßenkreuzung der Welt. Finde einen guten Aussichtspunkt (zum Beispiel im Starbucks im Tsutaya-Gebäude) und beobachte das beeindruckende Schauspiel der Menschenmassen. Schlendere durch die Straßen und finde ein Restaurant für dein Abendessen.

Kirschblüten zieren den Vordergrund, im Hintergrund das majestätische, traditionelle rote Tempeltor von Senso-ji, alles unter einem strahlend blauen Himmel. Besucher schlendern am Eingang entlang, während in der Ferne hohe Gebäude aufragen, die Tradition und Moderne nahtlos miteinander verbinden. Anfänger

Tag 3: Tokio – Fischmarkt, Shopping und eine letzte Dosis Neonlicht

Beginne den Tag früh mit einem Besuch des Tsukiji Outer Market. Der Großmarkt ist zwar umgezogen, aber der äußere Markt (der “Outer Market”) ist weiterhin ein Paradies für Feinschmecker. Probiere frisches Sushi, Tamagoyaki (gerolltes Omelett) oder andere lokale Delikatessen.

Anschließend geht es nach Ginza, dem elegantesten und teuersten Einkaufsviertel Tokios. Schlendere vorbei an den High-Fashion-Flagship-Stores und bewundere die glänzende Architektur. Wenn du dich für Elektronik und Popkultur interessierst, fahre weiter nach Akihabara, auch bekannt als “Electric Town”. Hier findest du Manga, Anime, Videospiele und unzählige Arcades.

Alternativ, wenn du es ruhiger magst, fahre nach Ueno. Hier befindet sich der Ueno Park, der das Tokyo National Museum (perfekt, um die japanische Geschichte zu verstehen), das National Museum of Western Art und den Ueno Zoo beherbergt.

Am späten Nachmittag holst du dein Gepäck (oder das Gepäck, das du nicht mit dem Takkyubin geschickt hast) aus dem Hotel und fährst zum Bahnhof, um Deine Reiseroute fortzusetzen. Es ist Zeit, Tokio Lebewohl zu sagen und mit dem Shinkansen nach Kyoto zu reisen.

Die Fahrt mit dem Shinkansen dauert etwa 2,5 Stunden und ist ein Erlebnis für sich. Du kannst dein Bento (Lunchbox) und Snacks kaufen und die Landschaft genießen. Halte Ausschau nach dem Berg Fuji, der bei klarer Sicht vom Zug aus zu sehen ist. Dafür musst Du auf der rechten Seite in Fahrtrichtung sitzen.

Nach der Ankunft in Kyoto checkst du in dein Hotel ein. Der Abend ist perfekt, um die traditionelle Gegend von Gion, dem Geisha-Viertel, zu erkunden. Die engen Gassen mit ihren alten Holzgebäuden sind magisch, besonders wenn die Laternen leuchten. Mit etwas Glück siehst du eine Geiko oder Maiko (Geisha oder eine Geisha-Lehrling) auf dem Weg zu einem Termin.

Hoch aufragende Gebäude in Akihabara, Tokio, zeigen leuchtende Reklametafeln, Anime-Kunstwerke und das ikonische rote Taito Station Arcade-Schild mit dem Space Invader-Logo vor einem klaren blauen Himmel.

Tag 4 & 5: Die Kultur von Kyoto

Kyoto ist das historische und kulturelle Herz Japans. Hier gibt es unzählige Tempel, Schreine und Gärten. Wir können natürlich nicht alle besuchen, aber wir konzentrieren uns auf die schönsten.

Tag 4: Philosophenweg und Fushimi Inari

Beginne den Tag am berühmten Fushimi Inari-Taisha Schrein, der für seine Tausenden von orange-roten Torii-Toren bekannt ist. Die Wanderung durch die Tore auf den Berg Inari ist ein unvergessliches Erlebnis. Starte so früh wie möglich, um den größten Menschenmassen auszuweichen.

Am Nachmittag erkundest du den Philosophenweg (Tetsugaku no Michi). Dieser malerische Pfad, der einem kleinen Kanal folgt, ist gesäumt von hunderten Kirschbäumen und führt an mehreren kleinen Tempeln und Schreinen vorbei, darunter der Ginkaku-ji (Silberner Pavillon). Die Atmosphäre hier ist unglaublich friedlich.

Danach kannst du den Kiyomizu-dera Tempel besuchen, der für seine atemberaubende Holzplattform berühmt ist, die einen Panoramablick über Kyoto bietet.

Kyoto Fushimi Inari-taisha Schrein

Tag 5: Bambuswald und Goldener Pavillon

Heute Morgen geht es in den Nordwesten Kyotos nach Arashiyama. Die Hauptattraktion hier ist der ikonische Bambuswald von Arashiyama. Spaziere durch die hoch aufragenden Bambusstangen und lass dich von der einzigartigen Atmosphäre verzaubern. Von hier aus kannst du den Togetsukyo-Brücke überqueren und die schönen Ausblicke auf den Fluss und die umliegenden Berge genießen oder den Affenpark besuchen.

Am Nachmittag ist der Kinkaku-ji (Goldener Pavillon) an der Reihe. Dieser Zen-Tempel, dessen obere Stockwerke komplett mit Blattgold überzogen sind, ist ein spektakulärer Anblick, besonders wenn er sich im Teich davor spiegelt.

Später am Tag kannst du den Ryoan-ji Tempel besuchen, der für seinen berühmten Steingarten bekannt ist. Die minimalistische Landschaft, die 15 Steine in einem Meer aus weißem Sand zeigt, regt zum Nachdenken an.

Am Abend kannst du in der Nähe des Bahnhofs Kyoto essen, wo es eine riesige Auswahl an Restaurants gibt, von Ramen-Shops bis zu gehobenen Restaurants.

Arashiyama Bamboo Forest - Ein Besuch bei Kyotos Naturwunder

Tag 6: Tagesausflug nach Nara oder Osaka

Heute hast du die Wahl bezüglich Deiner Reiseroute: Möchtest du mehr Kultur und Natur oder lieber eine weitere belebte Stadt?

Option A: Nara – Die Stadt der Hirsche

Nimm einen kurzen Zug (ca. 45 Minuten) nach Nara, der ehemaligen Hauptstadt Japans. Der Hauptgrund für einen Besuch sind die zahmen Sika-Hirsche, die frei durch den Nara-Park laufen und als Boten der Götter gelten. Du kannst Hirschcracker kaufen und die Tiere füttern.

Im Park befinden sich auch einige der beeindruckendsten historischen Stätten Japans, darunter der Tōdai-ji Tempel mit seiner riesigen bronzenen Buddha-Statue (Daibutsu) und der Kasuga Taisha Schrein mit seinen Tausenden von hängenden Laternen.

In einem hölzernen Nara-Tempel mit roten Säulen steht eine große sitzende Buddha-Statue mit erhobener Hand, umgeben von kunstvollen Dekorationen, Opfergaben und grünen Topfpflanzen.

Option B: Osaka – Japans kulinarische Hauptstadt

Nimm den Shinkansen (ca. 15 Minuten) oder die Bahn (ca. 30 Minuten) nach Osaka. Diese Stadt ist bekannt für ihr leckeres Essen (lokal als “Kuidaore” bekannt, was so viel wie “essen, bis man pleite ist” bedeutet) und ihre lebhafte Atmosphäre.

Verbringe den Nachmittag in Dotonbori, dem Herzen Osakas. Hier findest du eine riesige Auswahl an Straßenständen, Restaurants und Geschäften. Probiere unbedingt Takoyaki (gebackene Oktopusbällchen), Okonomiyaki (herzhafte Pfannkuchen) und Kushikatsu (frittierte Spieße). Bewundere die riesigen mechanischen Krabben und den berühmten Glico Man.

Am Abend fährst du zurück nach Kyoto. Wenn du müde bist, kannst du in der Nähe deines Hotels in Kyoto ein entspanntes Abendessen genießen.

Ausblick vom Umeda Sky Building in Osaka

Tag 7: Letzte Eindrücke und Heimreise

Nutze den letzten Morgen, um noch eine letzte Sache zu sehen oder ein paar Souvenirs zu kaufen. Vielleicht möchtest du noch einmal in den ruhigen Gassen von Gion spazieren oder ein Matcha-Tee-Set in einem der traditionellen Geschäfte kaufen.

Je nach deinem Abflugort fährst du mit dem Shinkansen zurück nach Tokio, wo du den Flughafen-Express zum Narita oder Haneda Airport nimmst. Oder, wenn dein Flug von Osaka/Kansai (KIX) abhebt, fährst du direkt von Kyoto dorthin.

Ein Flugzeug der All Nippon Airways (ANA) wird auf dem nassen Rollfeld eines Flughafens bei bewölktem Himmel geschleppt, während im Hintergrund ein Flugzeug der Thai Airways steht - eine typische Szene für Reisende, die nach Japan fliegen oder einen Reiseführer suchen.

Fazit – Eine Woche in Japan lädt ein zum Zurückkehren

Eine Woche in Japan ist kurz, aber diese Route gibt dir einen tiefen Einblick in die beiden wichtigsten Städte des Landes. Du wirst von der Hektik Tokios und der ruhigen Eleganz Kyotos fasziniert sein, die fantastische japanische Küche probieren und unvergessliche Erinnerungen mit nach Hause nehmen.

Es ist eine intensive Reise, ja. Aber sie zeigt dir, warum so viele Menschen sich in Japan verlieben – und sofort eine Rückreise planen. Die perfekte Reise in Japan ist nicht die, die alles sieht, sondern die, die das Herz des Landes spürt. Und das schaffst du in sieben Tagen.

Was kostet eine Reise nach Japan 2024 - Spartipps
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