Hotels in Kyoto – Wo kann ich in Kyoto übernachten?

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Hotels in Kyoto - Meine Tipps und Empfehlungen - Spartipps

Kyoto ist eine Stadt, die euch verzaubern wird. Kein Wunder, gehört die Stadt doch zu den beliebtesten Reiseziele in ganz Japan. Und wenn Ihr den ganzen Tag in den Gassen dieser alten Kaiserstadt verbracht habt, dann ist die Wahl des richtigen Hotels über Erfolg oder „Füße-weh-Frust“ Eurer Reise entscheidend.

Kyoto ist groß, Kyoto ist verwinkelt, und Kyoto ist vor allem eines: unglaublich vielseitig. Damit ihr euch im Dschungel aus Ryokans, Kapselhotels und Luxus-Resorts nicht verliert, habe ich euch diesen Blogbeitrag zusammengestellt. Ich nehme euch an die Hand und zeige euch, wo ihr am besten schlaft, worauf ihr bei der Buchung achten müsst und welche Stadtteile für eure Bedürfnisse perfekt sind.

Schnappt euch einen Matcha-Tee, lehnt euch zurück und lasst uns gemeinsam eure perfekte Unterkunft in Kyoto finden!

Die Qual der Wahl: Welche Hotelarten gibt es in Kyoto?

Bevor ihr euch für einen Stadtteil entscheidet, müsst ihr wissen, wie ihr eigentlich übernachten wollt. Kyoto bietet nämlich Unterkünfte, die ihr so nirgendwo sonst auf der Welt findet. Ich stelle euch hier die wichtigsten Kategorien vor, damit ihr wisst, was euch erwartet.

Der klassische Ryokan (Tradition pur)

Ein Besuch in Kyoto ohne mindestens eine Nacht im Ryokan ist für mich eigentlich undenkbar. Ein Ryokan ist ein traditionelles japanisches Gasthaus. Hier schlaft ihr auf Futons, die abends vom Personal auf dem Tatami-Boden (Reisstrohmatten) ausgebreitet werden.

  • Das Erlebnis: Ihr bekommt oft ein mehrgängiges Abendessen (Kaiseki), das wie ein Kunstwerk aussieht.
  • Wichtig für euch: In vielen traditionellen Ryokans gibt es Gemeinschaftsbäder (Onsen oder Sento). Wenn ihr Tattoos habt, solltet ihr vorher unbedingt nachfragen, ob ihr diese nutzen dürft – ich habe es leider schon erlebt, dass ich wegen meiner Tattoos abgewiesen wurde.

Machiya-Häuser (Euer eigenes Stadthaus)

Machiyas sind historische Holz-Stadthäuser, die früher Handwerkern und Händlern gehörten. Viele davon wurden liebevoll renoviert und werden heute als ganze Häuser vermietet.

  • Warum ich es liebe: Ihr habt die absolute Privatsphäre und fühlt euch wie ein echter Bewohner Kyotos. Oft haben diese Häuser winzige, wunderschöne Innengärten (Tsuboniwa).
  • Für wen: Perfekt für euch, wenn ihr als Gruppe oder Familie reist.

Kinkaku-ji - Kyoto

Business Hotels (Effizienz und Budget)

Lasst euch vom Namen nicht abschrecken! „Business Hotels“ in Japan sind keine langweiligen Tagungshotels, sondern moderne, extrem saubere und oft sehr günstige Unterkünfte. Ketten wie APA Hotel, Dormy Inn oder Mitsui Garden sind hier die Klassiker.

  • Euer Vorteil: Sie liegen oft direkt an Bahnhöfen. Die Zimmer sind zwar winzig (oft nur 12–15 m²), aber jedes Detail ist durchdacht.

Kapselhotels (Das futuristische Erlebnis)

Wenn ihr allein reist oder einfach nur Geld sparen wollt, sind Kapselhotels eine coole Erfahrung. Ihr schlaft in einer Art „Schlafröhre“. In Kyoto gibt es mittlerweile sehr stylische Varianten, die fast schon wie Boutique-Hotels wirken.

Shukubo (Übernachten im Tempel)

Ja, ihr lest richtig! In manchen Tempeln in Kyoto* könnt ihr (ähnlich wie in Koyasan) übernachten. Das ist oft sehr spartanisch, aber ihr dürft am frühen Morgen am Gebet der Mönche teilnehmen. Eine spirituelle Erfahrung, die ich jedem einmal ans Herz legen möchte.

Kiyomizu-dera-Kyoto-2

Wie ist Euer Budget?

Das nächste, was Ihr bei Eurer Suche nach Hotels in Kyoto berücksichtigen solltet, ist natürlich Euer Budget. Ich muss dazu sagen, ich fand die Hotels in Japan eher günstig (z.B. verglichen mit den USA). Wenn man nicht gerade in der Haupt-Reisezeit (Kirschblüte, Golden Week oder Herbstlaubfärbung) unterwegs ist, kann man hier sogar echte Schnäppchen machen. 

Japanische Hotelzimmer sind generell nicht wirklich groß. Darauf solltet Ihr Euch einstellen, denn die Städte in Japan sind dicht besiedelt und Fläche knapp. Mit der Größe des Zimmers nimmt – auch innerhalb eines Hotels – natürlich der Preis zu. Aber seien wir ehrlich – wenn man den ganzen Tag in der Stadt unterwegs war braucht es kaum mehr als ein gemütliches Bett.

Wer noch mehr sparen will, der kann auch nach einem Hostel oder Airbnb Ausschau halten. Wer es ganz spartanisch mag, der kann natürlich auch nach einem der japanischen Kapsel-Hotels Ausschau halten. Hier bezahlt man oft noch weniger. Ihr seht, es gibt viele verschiedene Möglichkeiten zu sparen. Doch auch nach oben sind keine Grenzen gesetzt.

Etwas teurer sind meist die Ryokan. Dafür bekommt man hier einmal das typische alte Japan zu sehen und zu spüren. Zudem ist im Preis oft neben dem Frühstück auch das Abendessen enthalten, dass sehr üppig ausfallen kann. Wer Tattoos hat sollte allerdings aufpassen. Ich durfte zum Beispiel in unserem Ryokan in Matsumoto und auch in Miyajima wegen meinem Tattoo nicht in das Gemeinschaftsbad. So musste ich auf Katzenwäsche ausweichen, was nur einen begrenzten Zeitraum möglich ist.

Kyoto Der Yasaka-Schrein - Kultur, Geschichte und das Herz von Gion

Wo solltet ihr übernachten? Die Stadtteile im Check

Kyoto ist in verschiedene Bezirke unterteilt, die alle ihren ganz eigenen Vibe haben. Wenn Ihr auf der Suche nach einem Hotel in Kyoto seid, dann empfehle ich Euch for folgenden Statteile:

  • Shimogyo-ku: Rund um den Hauptbahnhof (Kyoto Station) – Wenn ihr zum ersten Mal nach Kyoto kommt oder viele Tagesausflüge plant
  • Nakagyo-ku: Downtown (Kawaramachi / Shijo) – Wenn ihr abends gerne bummeln geht, den Nishiki Markt besuchen wollt oder in hippen Cafés sitzen möchtet
  • Higashiyama & Gion: Das alte Kyoto – das Kyoto aus den Postkarten. Holzhäuser, schmale Gassen, Geishas und unzählige Tempeln
  • Arashiyama  – im Westen Kyotos gelegen, bekannt für den Bambuswald und den Fluss Katsura, bietet der Stadtteil Natur und Ruhe

Und jetzt lasst uns einen detaillierten Blick auf die einzelnen Stadtteile.

Kimonos im Ninenzaka und Sannenzaka Viertel

Shimogyo-ku: Rund um den Hauptbahnhof (Kyoto Station)

Der Bereich um den Bahnhof ist das moderne, pulsierende Tor zur Stadt. Wenn ihr aus dem Shinkansen steigt, werdet ihr erst einmal von der futuristischen Architektur des Bahnhofsgebäudes erschlagen.

  • Der Vibe: Urban, funktional und extrem geschäftig. Hier findet ihr riesige Kaufhäuser wie das Isetan, Elektronikriesen wie Yodobashi Camera und eine schier unendliche Auswahl an Restaurants.
  • Vorteile:
    • Logistik-König: Ihr seid am Knotenpunkt für alle JR-Züge, Shinkansens, die beiden U-Bahn-Linien und den zentralen Busbahnhof.
    • Stressfreie An- und Abreise: Kein langes Schleppen von Koffern durch enge Gassen.
    • Shopping & Food: Alles, was ihr braucht, ist in 5 Minuten erreichbar.
  • Nachteile:
    • Wenig „Zen“: Es gibt hier kaum das „alte Japan“. Es ist laut, hell und sehr modern.
    • Große Distanzen: Zu den Tempeln im Osten oder Westen müsst ihr immer erst ein Stück fahren.
  • Warum ihr hier übernachten solltet: Wenn ihr zum ersten Mal in Japan seid, viele Tagesausflüge (Nara, Osaka, Himeji) plant oder einfach maximale Bequemlichkeit wollt.

Kyoto Reisetipps

Meine Hotelempfehlungen rund um den Bahnhof (Shimogyo)

Sakura Terrace The Gallery

Das Sakura Terrace The Gallery* liegt nur 2 Gehminuten südlich vom Bahnhof Kyoto und ist etwas ganz besondere. Ein Kollege von mir hat dort übernachtet und war total begeistert.

  • Das Besondere: Es gibt keine klassische geschlossene Lobby, sondern einen offenen Innenhof mit Feuerstellen. Jeden Abend gibt es einen „Free Drink“ für Gäste (auch alkoholisch!).
  • Wellness: Es hat ein tolles öffentliches Bad (Sento) und eine Sauna.
  • Vibe: Sehr lässig, modern und perfekt für Paare oder Alleinreisende.

Hotel Kanra Kyoto

Wenn ihr etwas mehr Budget habt und modernes Design liebt, müsst ihr euch das Hotel Kanra Kyoto* anschauen.

  • Stil: Ein Boutique-Hotel, das japanische Ästhetik (Holz, Papier, Stein) mit modernem Luxus verbindet. Die Zimmer sind großzügig geschnitten – was in Japan eine Seltenheit ist.
  • Tipp: Probiert das Frühstück dort, es ist fantastisch.

Onyado Nono Kyoto Shichijo

Das Onyado Nono Kyoto Shichijo* ist ein Ableger der Dormy Inn Kette, aber im Ryokan-Stil.

  • Besonderheit: Das gesamte Hotel ist mit Tatami ausgelegt – ihr müsst eure Schuhe am Eingang abgeben und lauft überall auf Socken oder barfuß. Es gibt natürliche heiße Quellen (Onsen) im Haus.

Weitere Hotels in diesem Viertel

Oder stöbere einfach mal nach weiteren Unterkünften rund um die Kyoto Station*

Sehenswuerdigkeiten in Kyoto 3

Nakagyo-ku: Downtown (Kawaramachi / Shijo)

Dies ist das wahre Herz der Stadt, wo das moderne Leben der Einheimischen stattfindet. Es liegt nördlich vom Bahnhof und umfasst die großen Einkaufsstraßen und den berühmten Nishiki Markt.

  • Der Vibe: Eine Mischung aus hippen Cafés, traditionellen Märkten und dem geschäftigen Treiben einer Großstadt. Abends leuchten die Neonreklamen, und in den Nebenstraßen verstecken sich winzige Bars.
  • Vorteile:
    • Zentrale Lage: Ihr seid genau in der Mitte zwischen Ost und West.
    • Gastronomie-Himmel: Nirgendwo sonst habt ihr so viel Auswahl an Essen – von günstigen Izakayas bis zu gehobenen Restaurants am Kamo-Fluss.
    • U-Bahn-Anbindung: Hier kreuzen sich die beiden U-Bahn-Linien (Karasuma und Tozai), was euch extrem flexibel macht.
  • Nachteile:
    • Trubel: Es ist das belebteste Viertel Kyotos. Wer absolute Stille sucht, ist hier falsch.
    • Zimmerpreise: Aufgrund der Beliebtheit sind die Preise hier oft etwas höher als am Bahnhof.
  • Warum ihr hier übernachten solltet: Wenn ihr abends gerne zu Fuß loszieht, um zu essen oder zu shoppen, und das Gefühl haben wollt, mittendrin statt nur dabei zu sein.

Menschen schlendern durch den geschäftigen Nishiki-Markt mit seinen bunten Buntglasfenstern an der Decke, den Ladenlichtern und japanischen Schildern über den lebhaften Essensständen und kleinen Läden. Einige Käufer tragen Masken.

Meine Hotelempfehlungen für Downtown / Nakagyo

Cross Hotel Kyoto

Das Cross Hotel* liegt strategisch perfekt in der Nähe von Sanjo Kawaramachi.

  • Warum dort? Die Zimmer sind für Downtown-Verhältnisse riesig. Das Design ist frisch und international. Ihr seid in Sekunden bei den besten Restaurants der Stadt.
  • Mein Tipp: Nehmt ein Zimmer in den oberen Etagen für einen Blick über die Stadt.

The Millennials Kyoto

Das Millennials* ist kein gewöhnliches Kapselhotel. Es ist ein „Smart Pod“ Hotel nur für Frauen.

  • Technik: Ihr steuert eure Kapsel (Licht, Wecker, Bettneigung) über ein iPod. Das Bett lässt sich zu einem Sofa hochfahren, damit ihr euch in der Kapsel umziehen könnt.
  • Community: Die Gemeinschaftsbereiche sind wie ein riesiger Coworking-Space gestaltet. Perfekt, wenn ihr digital arbeitet oder Leute kennenlernen wollt.

Tsugu Kyoto Sanjo

Das TSUGU Kyoto Sanjo by THE SHARE HOTELS* ist ein wunderschönes „Share Hotel“, das in einem historischen Gebäude untergebracht ist. Es kombiniert Hostel-Elemente mit sehr schicken Privatzimmern. Es hat eine tolle Gemeinschaftsküche, falls ihr mal selbst kochen wollt (der Nishiki Markt ist direkt um die Ecke!).

Weitere Hotels in diesem Viertel

Oder stöbere einfach mal nach weiteren Unterkünften in Downtown*

Kyoto Nijo Castle - Reise in die Vergangenheit Japans

Higashiyama & Gion: Das alte Kyoto

Wenn ihr die Augen schließt und an Kyoto denkt, seht ihr Higashiyama. Hier stehen die berühmten Pagoden, die hölzernen Machiya-Häuser und mit etwas Glück huscht eine Geiko (Geisha) durch eine Seitenstraße.

  • Der Vibe: Magisch, nostalgisch und unglaublich fotogen. Besonders in den frühen Morgenstunden oder spät abends, wenn die Tagestouristen weg sind, hat dieses Viertel eine ganz besondere Seele.
  • Vorteile:
    • Sehenswürdigkeiten vor der Haustür: Der Kiyomizu-dera, der Yasaka-Schrein und der Maruyama-Park sind oft nur einen kurzen Spaziergang entfernt.
    • Atmosphäre: Ihr schlaft im „echten“ alten Japan.
  • Nachteile:
    • Touristenmassen: Tagsüber sind die Gassen wie Sannenzaka und Ninenzaka extrem überlaufen.
    • Verkehrsanbindung: Es gibt kaum U-Bahnen. Ihr seid auf Busse angewiesen, die oft im Stau stehen, oder müsst viel zu Fuß gehen.
    • Teuer: Hier zahlt ihr für die Lage und das historische Ambiente einen ordentlichen Aufpreis.
  • Warum ihr hier übernachten solltet: Für Romantiker, Hochzeitsreisende oder Fotografen, die das Kyoto aus den Filmen erleben wollen und bereit sind, dafür tiefer in die Tasche zu greifen.

Die traditionelle Kiyomizu-dera-Pagode und die Tempelgebäude stehen auf einem Hügel unter einem klaren blauen Himmel, mit entfernten Bergen und einer Stadt im Hintergrund. Im Vordergrund sind blattlose Bäume zu sehen.

Meine Hotelempfehlungen für Higashiyama / Gion

Rinn Kiyomizu Gion

Das Rinn Kiyomizu Gion* ist ein modernes Hotel, das den Geist von Gion atmet.

  • Lage: Ihr seid direkt im Geschehen, aber in einer ruhigen Seitenstraße. Das Design ist sehr minimalistisch und beruhigend.
  • Preis-Leistung: Für Gion ist das Rinn oft überraschend bezahlbar.

Hotel Seiryu Kyoto Kiyomizu

Das Luxus-Hotel Seiryu Kyoto Kiyomizu* befindet sich in einer ehemaligen Grundschule.

  • Das Highlight: Die Dachterrasse! Von der „K36“ Rooftop-Bar habt ihr den wohl besten Blick auf die Yasaka-Pagode. Ein absoluter Traum bei Sonnenuntergang.
  • Vibe: Geschichte trifft auf modernen High-End-Luxus.

Tassel Hotel Sanjo Shirakawa

Das Tassel Hotel Sanjo Shirakawa* – ein kleines, exklusives Boutique-Hotel direkt am Shirakawa-Kanal ist mein nächster Tipp. Morgens am Kanal spazieren zu gehen, während die Weidenzweige im Wind wehen – das ist pures Kyoto-Feeling.

Weitere Hotels in diesem Viertel

Oder stöbere einfach mal nach weiteren Unterkünften in Gion*

Eine lebhafte Straßenszene in einem traditionellen japanischen Viertel, in dem die Einheimischen unter einem strahlend blauen Himmel eine mit Holzhäusern gesäumte Straße entlangschlendern - seit dem jüngsten Touristenverbot ist es ruhiger geworden.

Arashiyama: Natur und Ruhe

Am Fuße der Berge gelegen und vom Hozugawa-Fluss durchquert, ist Arashiyama der Ort für Naturliebhaber. Bekannt ist es vor allem für seinen majestätischen Bambuswald.

  • Der Vibe: Entspannt, grün und fast schon dörflich – zumindest, sobald man die Hauptstraße verlässt. Es ist der Ort zum Durchatmen.
  • Vorteile:
    • Natur pur: Ihr könnt am Fluss spazieren, Affen auf dem Berg besuchen oder Tempel mit wunderschönen Moosgärten entdecken.
    • Luxus-Ryokans: Hier befinden sich einige der besten traditionellen Herbergen Japans mit Blick auf den Fluss.
  • Nachteile:
    • Abgelegen: Eine Fahrt ins Zentrum dauert 20–30 Minuten. Für „Sights-Hopping“ ist es unpraktisch.
    • Abends sehr ruhig: Nach 17 Uhr schließen fast alle Geschäfte und viele Restaurants. Das Viertel „schläft“ früh.
  • Warum ihr hier übernachten solltet: Wenn ihr euch eine Auszeit vom Großstadttrubel gönnen wollt oder bereits zum zweiten Mal in Kyoto seid und eine ganz andere, ruhigere Seite der Stadt kennenlernen möchtet.

Der Monkey Park Iwatayama in Arashiyama - Kyoto

Meine Hoteltipps für Arashiyama

Suiran, a Luxury Collection Hotel, Kyoto

Wenn ihr euch einmal im Leben so richtig belohnen wollt und das Budget zweitrangig ist, dann ist das Suiran* eure Adresse.

  • Die Lage: Spektakulär! Es liegt direkt am Ufer des Katsura-Flusses. Der Blick auf die bewaldeten Berge, die sich je nach Jahreszeit rosa (Kirschblüte) oder leuchtend rot (Herbst) färben, ist unbezahlbar.
  • Das Besondere: Das Hotel verbindet modernen Luxus mit traditioneller japanischer Architektur. Einige Zimmer haben private Onsen-Badewannen auf dem Balkon.
  • Mein Tipp für euch: Setzt euch am Nachmittag in das hoteleigene Café „Kyo-Suiran“, das in einem über 100 Jahre alten Gebäude untergebracht ist, und genießt einen Tee mit Blick auf den Fluss. Mehr Entspannung geht nicht!

Kyoto Arashiyama Onsen Ryokan Togetsutei

Das Kyoto Arashiyama Onsen Ryokan Togetsutei* ist ein absoluter Klassiker in Arashiyama und blickt auf eine lange Geschichte zurück (gegründet in der Meiji-Ära). Es ist ein traditioneller Ryokan, der genau das bietet, was ihr euch unter dem alten Japan vorstellt.

  • Vibe: Sehr authentisch und herzlich. Ihr schlaft auf Futons und werdet vom Personal in Kimonos umsorgt.
  • Wellness: Die öffentlichen Bäder sind wunderschön gestaltet und nutzen das natürliche Thermalwasser der Arashiyama-Quelle.
  • Warum hierher? Es liegt fast direkt an der berühmten Togetsukyo-Brücke. Ihr seid also in Sekundenschnelle bei den wichtigsten Fotospots, könnt euch aber jederzeit in die Ruhe eures Zimmers zurückziehen.

Kadensho Arashiyama Onsen

Das Kadensho Arashiyama Onsen* ist mein Tipp für euch, wenn ihr das Ryokan-Erlebnis sucht, aber ein modernes Hotel mit viel Komfort bevorzugt. Es liegt direkt gegenüber der Hankyu Arashiyama Station.

  • Das Highlight: Es gibt hier nicht nur ein großes Gemeinschaftsbad, sondern auch fünf verschiedene „Private Baths“ (Kashikiri), die ihr ohne Aufpreis reservieren könnt. Jedes hat ein anderes Thema – perfekt, wenn ihr als Paar oder Familie mal ganz in Ruhe abtauchen wollt.
  • Rundum-Sorglos: Wie bei vielen Hotels dieser Kette (Kyoritsu Resorts) gibt es oft tolle Extras wie kostenlose Ramen als Mitternachtssnack oder Eis nach dem Bad.
  • Stil: Das ganze Hotel ist mit Tatami-Matten ausgelegt, was sofort eine gemütliche Wohlfühl-Atmosphäre schafft.

Weitere Hotels in diesem Viertel

Arashiyama Bamboo Forest - Ein Besuch bei Kyotos Naturwunder

Mein Extra-Tipp: Das Hotel Elcient Kyoto

Und hier kommt noch ein ganz persönlicher Extra-Tipp für euch, den ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte, denn hier haben wir immer übernachtet: das Hotel Elcient Kyoto Hachijoguchi*. Wenn ihr eine Unterkunft sucht, die die perfekte Balance zwischen unschlagbarer Lage, japanischer Gastfreundschaft und einem fairen Preis findet, dann seid ihr hier genau richtig.

Das Elcient liegt nur etwa zwei Gehminuten vom Südausgang (Hachijo Exit) des Bahnhofs Kyoto entfernt. Das ist Gold wert, wenn ihr mit schwerem Gepäck ankommt oder abends müde von einem Tagesausflug aus Osaka oder Nara zurückkehrt. Aber das Beste ist nicht nur die Lage, sondern das hoteleigene große öffentliche Bad (Sento). Glaubt mir, nach einem Tag, an dem ihr locker 20.000 Schritte durch Kyotos Tempelanlagen gelaufen seid, gibt es nichts Schöneres, als in das heiße Wasser einzutauchen und die Waden zu entspannen.

Hotels in Kyoto

Ein weiteres Highlight für euch wird das Frühstück sein: Das Hotel ist bekannt für seine „Obanzai“, das sind traditionelle Kyoter Hausmannskost-Gerichte, die dort am Buffet frisch serviert werden. So könnt ihr euch schon morgens durch die lokalen Spezialitäten probieren, ohne ein Vermögen auszugeben. Der Vibe im Elcient ist modern, professionell und trotzdem herzlich – eben typisch japanisch. Es ist die ideale Basis für alle unter euch, die Komfort wollen, ohne ihr gesamtes Reisebudget nur für die Übernachtung auf den Kopf zu hauen.

Hotels in Kyoto

Alles, was ihr sonst noch vor der Buchung Eures Hotels in Kyoto wissen müsst

Die Hotelsuche in Kyoto ist mehr als nur „Zimmer buchen“. Hier sind ein paar zusätzliche Tipps, die Ihr vor der Buchung Eures Hotels in Kyoto wissen müsst.

Die Sache mit den Koffern (Takkyubin)

Schleppt eure Koffer nicht durch die U-Bahnen! In Japan gibt es den genialen Lieferservice Takkyubin. Ihr könnt euren Koffer für ca. 15–20 Euro von eurem Hotel in Tokio direkt in euer Hotel nach Kyoto schicken lassen. Er ist meistens am nächsten Tag da. Ich nutze das immer, um stressfrei mit kleinem Rucksack zu reisen.

Wann solltet ihr buchen?

Kyoto ist kein Ort für Last-Minute-Schnäppchen, besonders nicht zur Kirschblüte (Ende März/Anfang April) oder zur Herbstlaubfärbung (November).

  • Meine Empfehlung: Bucht 6 bis 12 Monate im Voraus. Ja, ich meine das ernst. Die besten Unterkünfte sind zur Kirschblüte oft schon ein Jahr vorher weg.
  • Vorsicht bei Samstagen: Die Hotelpreise in Kyoto verdoppeln oder verdreifachen sich oft am Samstagabend, da auch viele Japaner übers Wochenende in die Stadt kommen. Versucht, eure Aufenthalte eher unter der Woche zu planen.

Achtung: Zimmergröße!

Achtet bei der Buchung genau auf die Quadratmeterzahl. Wenn dort steht „12 m²“, dann passt da ein Doppelbett rein und euer Koffer geht vielleicht gar nicht mehr ganz auf. Wenn ihr Platz braucht, sucht nach Zimmern ab 18–20 m².

Raucher- vs. Nichtraucherzimmer

In Japan wurde in vielen älteren Hotels noch in den Zimmern geraucht. Achtet bei der Buchung penibel auf den Zusatz „Non-Smoking“. Ein „Raucherzimmer“ riecht in Japan oft extrem stark nach altem Tabak – das wollt ihr nicht.

Die Kurtaxe (Accommodation Tax)

In Kyoto müsst ihr eine kleine Übernachtungssteuer zahlen. Diese ist oft nicht im Buchungspreis enthalten und muss beim Check-in bar oder mit Karte bezahlt werden. Sie liegt je nach Zimmerpreis zwischen 200 und 1.000 Yen (ca. 1,50 € bis 7 €) pro Person und Nacht. Steckt euch also immer ein bisschen Kleingeld ein.

Im Hintergrund erhebt sich eine traditionelle fünfstöckige Pagode vor einem klaren blauen Himmel. Im Vordergrund säumen Holzgebäude und ein großer grüner Baum Ninenzaka und lassen auf eine historische japanische Kulisse schließen, möglicherweise ein geschäftiges Dorf oder eine Stadt.

Mein Fazit: So findet ihr euer persönliches Kyoto-Glück

Ihr seht, die Suche nach dem perfekten Hotel in Kyoto ist am Ende eine Entscheidung, die ganz eng mit eurer eigenen Reise-Philosophie verknüpft ist. Die Stadt ist so vielseitig, dass es nicht „die eine“ richtige Unterkunft gibt, sondern nur die, die am besten zu eurem Rhythmus passt.

Wenn ihr zum ersten Mal nach Japan reist und die Logistik für euch an erster Stelle steht, werdet ihr im modernen Shimogyo-ku rund um den Bahnhof glücklich. Hier ist alles effizient, gut vernetzt und unkompliziert. Wenn ihr hingegen das pulsierende Leben sucht, abends gerne durch kleine Gassen streift und die kulinarische Vielfalt direkt vor der Tür haben wollt, dann ist Downtown (Nakagyo) euer Place-to-be.

Für die Romantiker und Ästheten unter euch führt eigentlich kein Weg an Higashiyama oder Gion vorbei – auch wenn man sich hier den Zauber des alten Japans mit etwas höheren Preisen und mehr Trubel erkauft. Und wer die absolute Entschleunigung sucht und morgens mit Blick auf grüne Bambuswälder oder den Fluss aufwachen möchte, wird in Arashiyama seine ganz persönliche Oase finden.

Was ihr auf jeden Fall mitnehmen solltet: Kyoto ist eine Stadt der Entdeckungen. Egal, für welchen Stadtteil ihr euch entscheidet, nehmt euch die Zeit, auch mal abseits der großen Tempelpfade zu wandeln. Nutzt den Komfort des Takkyubin-Gepäckservices, bucht so früh wie möglich (besonders zur Kirschblüte!) und seid mutig genug, auch mal eine Nacht in einem traditionellen Ryokan oder einem modernen Kapselhotel auszuprobieren. Es sind oft genau diese Übernachtungen, die euch am Ende als die stärksten Erinnerungen an eure Japan-Reise im Gedächtnis bleiben werden.

Ganz gleich, ob ihr euch für Luxus pur oder ein cleveres Business Hotel wie das Elcient entscheidet: Kyoto wird euch mit seiner Gastfreundschaft und seiner einzigartigen Atmosphäre verzaubern. Ich wünsche euch eine unvergessliche Zeit in dieser wunderschönen Kaiserstadt!

Hotels in Kyoto

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