Tokyo Skytree – Euer ultimativer Guide über den Wolken von Sumida

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Der Tokyo Skytree erhebt sich in den klaren blauen Himmel, seine schlanke Silhouette wird von rosa blühenden Kirschblütenzweigen im Vordergrund eingerahmt.

Habt ihr euch jemals gefragt, wie es sich anfühlt, eine der größten Metropolen der Welt aus der Vogelperspektive zu betrachten? Wenn ihr in Tokio seid, führt kein Weg am Tokyo Skytree vorbei. Mit seinen stolzen 634 Metern ist er nicht nur das höchste Bauwerk Japans, sondern auch ein echtes Meisterwerk moderner Architektur, das die Tradition des alten Edo mit futuristischem Design verbindet. Wenn ihr davor steht, wird euch erst einmal der Nacken wehtun vom Hochgucken, aber das wahre Abenteuer beginnt erst, wenn ihr in die rasanten Aufzüge steigt.

In diesem Beitrag erfahrt ihr alles, was ihr für euren Besuch wissen müsst. Wir nehmen euch mit auf die verschiedenen Plattformen, verraten euch, wo ihr den besten Kaffee mit Aussicht bekommt und warum ihr unbedingt Zeit für die riesige Shopping-Welt am Fuße des Turms einplanen solltet.

Ob ihr den Nervenkitzel auf dem Glasboden sucht, bei Sonnenuntergang den Fuji am Horizont entdecken wollt oder einfach nur ein paar Souvenirs für die Liebsten daheim braucht – der Skytree bietet für jeden von euch das passende Erlebnis. Packt eure Kameras ein, denn diese Panoramen werdet ihr so schnell nicht vergessen!

Die Geschichte des Skytree: Von der Vision zum Wahrzeichen

Die Geschichte des Tokyo Skytree begann mit einer technischen Notwendigkeit. Da in Tokio immer mehr Wolkenkratzer in den Himmel wuchsen, reichte die Höhe des alten Tokyo Tower (333 Meter) nicht mehr aus, um digitale Funksignale störungsfrei über die gesamte Metropolregion zu senden. Im Jahr 2008 wurde mit dem Bau im Stadtteil Sumida begonnen.

Der Name „Skytree“ wurde übrigens durch eine landesweite öffentliche Abstimmung gewählt. Die feierliche Eröffnung fand im Mai 2012 statt. Seitdem hat der Turm nicht nur seine Funktion als Sendemast erfüllt, sondern ist zum Symbol für den Wiederaufstieg und die Beständigkeit Japans geworden. Die Höhe von 634 Metern wurde nicht zufällig gewählt: Die Zahlen 6 (mu), 3 (sa) und 4 (shi) ergeben zusammen „Musashi“, den Namen der historischen Provinz, in der Tokio einst lag. So schlägt der Turm eine Brücke zwischen der modernen Technik und der tief verwurzelten Geschichte des Landes.

Wie komme ich zum Tokyo Skytree

Architektur und Erdbebensicherheit: Ein Wunder der Technik

Wenn ihr die Architektur des Skytree betrachtet, fällt euch vielleicht auf, dass er unten dreieckig ist und nach oben hin zylindrisch wird. Dieses Design ist nicht nur ästhetisch, sondern hochfunktional, um Windlasten zu minimieren. Das spektakulärste Feature ist jedoch die Erdbebensicherheit. Japan ist bekannt für seine tektonischen Aktivitäten, und der Skytree nutzt eine Technik namens „Shinbashira-Seido“ (Zentralsäulen-System). Inspiriert wurde dies von den historischen fünfstöckigen Pagoden Japans, die seit Jahrhunderten Erdbeben trotzen.

Im Inneren des Turms befindet sich eine massive Betonsäule, die vom restlichen Stahlskelett entkoppelt ist. Bei einem Beben schwingen die Säule und der Turm in unterschiedlichen Frequenzen, wodurch die Energie absorbiert und die Schwingungen um bis zu 50 % reduziert werden. Für euch bedeutet das: Selbst in luftiger Höhe seid ihr in einem der sichersten Bauwerke der Welt untergebracht.

Der Tokyo Skytree wird von unten betrachtet, wobei seine komplizierte Gitterstruktur zur Geltung kommt. Die Glasfenster des Skytree und die beleuchteten japanischen Zeichen erscheinen im Vordergrund vor dem klaren Abendhimmel.

Der Skytree im Überblick
  • Adresse: 1 Chome-1-2 Oshiage, Sumida City, Tokyo 131-0045
  • Besonderheiten: Höchster Fernsehturm der Welt (634 m), 360°-Aussicht auf Tokio.
  • Zwei Plattformen: Tembo Deck (350 m), Tembo Galleria (450 m).
  • Öffnungszeiten: 24/7, das Tor ist öffentlich
  • Tickets: Kombi-Ticket empfohlen, online reservieren.
  • Beste Besuchszeit: Früh Morgens kurz nach der Öffnung oder zum Sonnenuntergang 
  • Essen & Umgebung: Shopping, Aquarium, Planetarium, Fotospots
  • Weitere Informationen: www.tokyo-skytree.jp

Blick auf den Eingang des Tokyo Skytree mit großen Glasfenstern, sichtbaren weißen Stützstrukturen und Menschen, die auf einem weitläufigen Platz unter einem teilweise bewölkten Himmel in der Nähe des ikonischen Skytree-Turms spazieren gehen.

Wie komme ich zum Tokyo Skytree?

Es gibt zwei Hauptstationen, die direkt mit dem Skytree-Komplex (Tokyo Skytree Town) verbunden sind:

  • Tokyo Skytree Station: Diese Station liegt an der Tobu Skytree Line. Sie ist ideal, wenn ihr aus Richtung Asakusa kommt.
  • Oshiage Station (SKYTREE): Dies ist der zentrale Knotenpunkt. Hier halten die Asakusa Line (rosa), die Hanzomon Line (lila) sowie die Keisei Oshage Line. Wenn ihr diese Station verlasst, seid ihr praktisch schon im Untergeschoss des Tokyo Solamachi Einkaufszentrums.

Was kostet der Tokyo Skytree?
Ein Ticket für das Tembo Deck (350 m) kostet für Erwachsene an Wochentagen im Vorverkauf etwa 2.100 Yen (ca. 13 €), während das Kombiticket inklusive der Tembo Galleria (450 m) bei etwa 3.100 Yen (ca. 19 €) liegt. An Wochenenden und Feiertagen sowie beim Kauf direkt vor Ort sind die Preise etwas höher, daher solltet ihr unbedingt vorab online buchen*, um bis zu 400 Yen zu sparen.
Was sind die Öffnungszeiten des Tokyo Skytree?
Der Turm ist in der Regel täglich von 10:00 bis 22:00 Uhr geöffnet, wobei der letzte Einlass für die Aussichtsplattformen um 21:00 Uhr erfolgt. An Wochenenden oder zu besonderen Feiertagen öffnet der Skytree oft schon um 09:00 Uhr, also schaut am besten kurz vor eurem Besuch auf die offizielle Website für tagesaktuelle Infos.
Ist der Tokyo Skytree barrierefrei?
Ja, der gesamte Komplex ist hervorragend barrierefrei gestaltet und für Rollstuhlfahrer sowie Eltern mit Kinderwagen problemlos zugänglich. Es gibt spezielle Aufzüge, extrabreite Durchgänge und behindertengerechte Toiletten auf allen Ebenen, sodass jeder von euch die Aussicht ohne Hindernisse genießen kann.
Wann ist die beste Zeit, um den Tokyo Skytree zu besuchen?
Die beste Zeit für euren Besuch ist unter der Woche direkt zur Öffnung am Vormittag, da die Luft dann am klarsten ist und ihr die beste Chance auf eine Sicht bis zum Mount Fuji habt. Alternativ solltet ihr etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang kommen, um das faszinierende Spektakel vom Tageslicht bis zum glitzernden Lichtermeer der Nacht mitzuerleben. Wenn ihr die großen Menschenmassen komplett meiden wollt, ist ein Besuch am späten Abend nach 20:00 Uhr ideal.
Was kann man auf dem Tokyo Skytree machen?
Neben dem Staunen über das 360-Grad-Panorama könnt ihr auf dem Glasboden euren Mut testen, im Skytree Café einen Drink über den Wolken genießen oder im höchstgelegenen Postamt Japans Postkarten mit speziellem Stempel verschicken. Regelmäßig finden zudem Special Events statt, wie zum Beispiel Anime-Kollaborationen mit Lichtshows am „Skytree Round Theater“ oder Yoga-Sessions in schwindelerregender Höhe.
Wie lange darf man auf dem Tokyo Skytree bleiben?
Sobald ihr oben auf den Aussichtsplattformen seid, gibt es keine zeitliche Begrenzung für euren Aufenthalt – ihr könnt dort so lange verweilen, wie ihr möchtet. Die meisten Besucher verbringen etwa 60 bis 90 Minuten auf den Decks, aber wenn ihr den Sonnenuntergang abwartet oder im Café entspannt, könnt ihr dort problemlos auch mehrere Stunden verbringen.
Gibt es ein Restaurant im Tokyo Skytree?
Ja, auf dem Tembo Deck (345 m) befindet sich das exklusive Sky Restaurant Musashi 634, das eine feine Mischung aus japanischer und französischer Küche serviert. Für den kleineren Hunger gibt es zudem die Skytree Cafés auf den Etagen 340 und 350, wo ihr Sandwiches, Desserts und Getränke mit Panoramablick genießen könnt.
Wie hoch ist der Tokyo Skytree?
Der Tokyo Skytree ist stolze 634 Meter hoch und hält damit den Rekord als höchster Fernsehturm der Welt. Die Zahl 634 wurde bewusst gewählt, da die Ziffern auf Japanisch „Mu-sa-shi“ gelesen werden können, was der Name der historischen Region ist, in der Tokio liegt.
Lohnt sich der Tokyo Skytree mehr als eine andere Aussichtsplattform?
Der Skytree lohnt sich definitiv, da er mit 634 Metern eine Perspektive bietet, die kein anderes Gebäude in Japan erreicht – man blickt förmlich auf die anderen Wolkenkratzer herab. Während das Metropolitan Government Building in Shinjuku zwar kostenlos ist und der Tokyo Tower den nostalgischen Charme versprüht, bietet der Skytree das modernste Erlebnis und die weiteste Fernsicht (bis zum Fuji).

Zugang zum Tokyo Skytree

Der Zugang zum Skytree: So wird’s perfekt

Der Tokyo Skytree verfügt über zwei Hauptaussichtsplattformen: Die Tembo-Galerie auf 450 Metern und das Tembo-Deck auf 350 Metern. Wer nur das Tembo Deck besuchen möchte, zahlt dafür 2.100 Yen, für beide Aussichtsplattformen musst Du 3.100 Yen bezahlen. Wer im Voraus plant und die Tickets mindestens 24 Stunden im Voraus bucht, der kann bis 400 Yen sparen, denn dann sind beide Tickets günstiger.

Ein Aufzug bringt Euch dann in den 350. Stock, zum sogenannten Tembo Deck.

Zugang zum Tokyo Skytree
<2>Eure Ticket-Optionen für den Tokyo Skytree

Damit ihr nicht lange suchen müsst, habe ich Euch hier die wichtigsten Ticketarten für die beiden Aussichtsplattformen übersichtlich zusammengefasst. Beachtet, dass die Preise je nach Wochentag und Buchungszeitpunkt (Online-Vorverkauf vs. Tageskasse) leicht variieren können – mit einer Online-Reservierung (GetYourGuide* | Klook*) spart ihr gegenüber dem Vor-Ort-Kauf bares Geld!

Ticket-Art Preis (ca.) Was bekommt ihr dafür?
Tembo Deck Ticket 2.100 Yen  Damit sichert ihr euch den Zugang zur Hauptplattform auf 350 Metern Höhe inklusive Glasboden.
Kombi-Ticket 3.100 Yen Unser Tipp für euch: Damit habt ihr Zutritt zu beiden Plattformen (350 m & 450 m) und erlebt den vollen Air-Walk.
Enjoy Skytree Pass 4.100 Yen  Diese speziellen Kombi-Angebote enthalten oft zusätzlich den Eintritt zum Sumida Aquarium  (auch andere Kombinationen sind möglich.
Kombi-Ticket Skytree und TeamLab Planets 8.700 Yen  Wenn Ihr auch einen Besuch im Team-Lab Planets plant, dann könnte sich dieses Ticket für beide Sehenswürdigkeiten für Euch lohnen

Wichtiger Hinweis für euch: Die früher bekannten „Fast Tickets“ für Touristen wurden in ein vereinfachtes Online-Reservierungssystem integriert. Wenn ihr eure Tickets vorab für ein festes Zeitfenster bucht, müsst ihr kaum noch warten und schont gleichzeitig eure Reisekasse!

Tickets buchen*
Auf dem Tembo Deck im Skytree

Das Tembo Deck: Euer erster Blick in die Unendlichkeit

Sobald ihr den Aufzug auf 350 Metern verlasst, breitet sich Tokio unter euch aus wie ein unendlicher Teppich aus Glas und Beton. Das Tembo Deck ist das Herzstück des Besuchererlebnisses. Auf drei Etagen verteilt, bietet es euch einen 360-Grad-Rundumblick, der an klaren Tagen bis zum Mount Fuji reicht. Die Fenster sind hier riesig und leicht geneigt, sodass ihr das Gefühl habt, direkt über den Straßen von Sumida zu schweben. Auf Etage 350 findet ihr zudem das „Edo Hitofude“, ein digitales Panorama-Display, das euch erklärt, welche Sehenswürdigkeiten ihr gerade im Blick habt.

Ausblick von der Tembo Galleria im Skytree

Geht ihr eine Etage tiefer auf die 345, trefft ihr auf das Restaurant Musashi 634. Hier könnt ihr eine Fusion aus japanischer und französischer Küche genießen, während die Wolken an euch vorbeiziehen. Für den kleinen Hunger gibt es das Skytree Café, wo ihr euch einen „Skytree Latte“ gönnen könnt.

Ausblick von der Tembo Galleria im Skytree

Das absolute Highlight für Adrenalinjunkies befindet sich jedoch auf Etage 340: der Glasboden. Es ist ein seltsames, kribbelndes Gefühl im Magen, wenn ihr auf die dicken Glasscheiben trefft und 340 Meter tief auf die winzigen Autos und Züge blickt. Ihr werdet sehen, dass viele Besucher zögern, den ersten Schritt zu machen – traut ihr euch? Das Tembo Deck ist der perfekte Ort, um die Dimensionen Tokios zu begreifen, von den Tempeldächern in Asakusa bis zu den glitzernden Türmen von Shinjuku.

Der Glasboden im Skytree

Die Tembo Galleria: Der höchste Spaziergang der Welt

Wenn euch 350 Meter noch nicht reichen, dann müsst ihr unbedingt das Ticket für die Tembo Galleria lösen. Ein zweiter Aufzug bringt euch auf 445 Meter Höhe. Von hier aus beginnt der „Air Walk“, eine 110 Meter lange, gläserne Rampe, die sich spiralförmig an der Außenseite des Turms bis auf 450 Meter hinaufwindet. Das Erlebnis hier oben ist völlig anders als auf dem Tembo Deck. Da die Röhre fast vollständig aus Glas besteht, habt ihr eine noch freiere Sicht und fühlt euch den Elementen viel näher. Es ist, als würdet ihr im Himmel spazieren gehen.

Ausblick von der Tembo Galleria im Skytree

Die Rampe führt euch schließlich zum Sorakara Point, dem offiziell höchsten Punkt für Besucher auf 451,2 Metern. Dieser Bereich ist oft mit speziellen Lichteffekten oder saisonalen Dekorationen gestaltet, was die Atmosphäre fast surreal macht. Besonders bei Sonnenuntergang verwandelt sich die Galleria in einen magischen Ort, wenn das Licht der untergehenden Sonne die Stadt in Gold taucht und kurz darauf die Millionen Lichter Tokios zu flackern beginnen.

 

Mount Fuji vom Skytree aus

Na, wer kann den Fuji erkennen?

Die Tembo Galleria ist weniger ein Aussichtspunkt als vielmehr eine Inszenierung der Höhe. Ihr seid hier oben den Helikoptern, die über die Stadt fliegen, fast auf Augenhöhe. Für jeden, der Architektur und das Gefühl von Freiheit liebt, ist dieser Bereich das absolute Nonplusultra eures Besuchs. Plant hier oben genug Zeit ein, um die Details der Stadt mit dem Fernglas zu suchen.

Auf dem Tembo Deck im Skytree

Tokyo Solamachi: Ein Paradies für Entdecker und Shopper

Direkt am Fuße des Riesen liegt Tokyo Solamachi, ein Einkaufs- und Entertainment-Komplex, der so gewaltig ist, dass ihr dort problemlos einen ganzen Tag verbringen könntet. Auf über 300 Geschäften verteilt, findet ihr hier eine Mischung, die typisch für Japan ist: ultramodern und tief traditionell. Wenn ihr auf der Suche nach Souvenirs seid, solltet ihr die vierte Etage ansteuern.

Menschen benutzen Rolltreppen in einem Gebäude unter einem hellen Skytree-Schild; einige tragen Masken, und an der rechten Wand ist ein gelbes Telefonbuch zu sehen.

Dort gibt es den Bereich „Japan Experience“, wo ihr Kunsthandwerk, traditionelle Fächer und japanische Messer kaufen könnt. Aber auch Popkultur-Fans kommen voll auf ihre Kosten. Es gibt ein riesiges Pokémon Center, den „Donguri Kyowakoku“-Laden für alles rund um Studio Ghibli und sogar einen Shop für täuschend echtes Plastik-Essen (Sample Food), wie man es aus den Restaurantvitrinen kennt.

Eine große Statue von Pikachu, das auf Rayquaza reitet, hängt von der Decke in einem hell erleuchteten Pokémon-Laden im Skytree, umgeben von Besuchern und einer blauen, modernen Einrichtung.

Kulinarisch ist Solamachi eine Weltreise für sich. In den oberen Etagen (30 und 31) könnt ihr in edlen Restaurants mit Skytree-Blick speisen, während ihr im Erdgeschoss und in den unteren Etagen unzählige Imbissstände und Cafés findet. Probiert unbedingt die lokalen Spezialitäten aus dem Sumida-Viertel. Für Familien gibt es zudem Spielbereiche und interaktive Ausstellungen.

Eingang zu einem Food Court im Skytree, mit einem warmen Holzinterieur, Kirschblütendekor auf der linken Seite und einem Schild auf Japanisch mit der Aufschrift ソラマチタベテラス mit FOOD COURT darunter, während mehrere Personen eintreten.

Solamachi ist nicht einfach nur ein Anhang zum Turm, sondern ein eigenständiges Ziel. Ihr werdet überrascht sein, wie schnell die Zeit vergeht, wenn ihr durch die Gassen schlendert, Matcha-Eis probiert oder euch durch die neuesten Gadgets in den Elektronikläden testet. Es ist der perfekte Ort, um nach dem Höhenrausch wieder in das pulsierende Leben Tokios einzutauchen.

Eine lebensgroße Statue eines Anime-Charakters mit schwarzem, stacheligem Haar, roter Jacke, blauen Shorts, Sandalen und einem Strohhut auf dem Rücken ist in einer geduckten, kampfbereiten Haltung im Ausstellungsbereich des Skytree aufgestellt.

Das Sumida Aquarium: Eine Unterwasserwelt inmitten der Stadt

Wer hätte gedacht, dass man am Fuße des höchsten Fernsehturms der Welt in die Tiefen des Ozeans abtauchen kann? Das Sumida Aquarium, gelegen im 5. und 6. Stock der Skytree Town, ist ein architektonisches Juwel unter den Aquarien. Das Highlight für euch wird sicherlich das riesige, offene Pinguin-Becken sein. Es ist eines der größten Indoor-Becken Japans und erlaubt es euch, die Tiere aus nächster Nähe beim Schwimmen und Watscheln zu beobachten – ohne trennende Glasscheiben im oberen Bereich. Die Atmosphäre ist durch die sanfte blaue Beleuchtung und das Plätschern des Wassers unglaublich beruhigend.

Auf dem Tembo Deck im Skytree

Planetarium „Tenku“: Eine Reise zu den Sternen

Wenn ihr denkt, der Blick vom Skytree sei das Maximum an Weitsicht, dann habt ihr das Planetarium Tenku noch nicht besucht. In diesem hochmodernen Kuppelkino könnt ihr euch zurücklehnen und eine Reise durch das Universum antreten. Das Besondere an Tenku ist die Kombination aus High-Tech-Projektionen und einem multisensorischen Erlebnis. In einigen Vorstellungen werden spezielle Düfte eingesetzt, die zum Thema der Show passen – etwa der Duft von Pinienwäldern bei einer Sternennacht-Präsentation. Die Sitze sind so konzipiert, dass ihr fast waagerecht liegt und den gesamten Himmel über euch habt.

Auf dem Tokyo Skytree

15 ultimativen Tipps für Euren perfekten Skytree-Tag

Damit euer Besuch perfekt wird, habe ich hier für euch die besten Tipps zusammengestellt. Damit Ihr den tollsten Skytree-Tag erleben könnt.

  • Wählt die beste Tageszeit: Kommt am besten unter der Woche direkt zur Öffnung gegen 10:00 Uhr, wenn die Luft noch klar und die Stadt ruhig ist. So habt ihr die größte Chance, den Mount Fuji in der Ferne ohne Dunstschleier zu erblicken. Aber auch am Abend zum Sonnenuntergang lohnt sich ein Besuch, um die Goldene Stunde zu nutzen

  • Besucht den Skytree auch nachts: Sobald die Sonne untergeht, wird der Turm zum leuchtenden Kunstwerk in den Farben „Iki“ (Violett), „Miyabi“ (Gold) oder „Nobori“ (Blau). Von unten betrachtet ist dieses Lichtspiel ein absolut ikonisches Fotomotiv für eure Galerie.

Der nachts beleuchtete Tokyo Skytree, umgeben von hell erleuchteten Gebäuden unter einem wolkenverhangenen Himmel, zeigt die pulsierende Energie Tokios. Elektronische Reklametafeln und Lichter fügen dem nächtlichen Stadtbild Farbakzente hinzu.

  • Meidet Stoßzeiten: Umgeht nach Möglichkeit die Wochenenden und japanische Feiertage, da die Wartezeiten dann schnell auf über zwei Stunden ansteigen können. Besonders die „Golden Week“ Anfang Mai solltet ihr für einen Besuch meiden, wenn ihr nicht in Menschenmassen baden wollt.

  • Reserviert eure Tickets vorab: Bucht eure Tickets unbedingt online über Plattformen wie Klook* oder GetYourGuide*, um euch den Stress an der Tageskasse zu ersparen. Ihr sichert euch so ein festes Zeitfenster und zahlt oft deutlich weniger als beim Kauf vor Ort.

  • Bucht ein Hotel mit Skytree-Blick: Das Hotel One@Tokyo by insomnia* bietet euch Zimmer mit einer Fensterfront, die direkt auf den beleuchteten Turm ausgerichtet ist. Auch das Richmond Hotel Premier Tokyo Schole* ist genial, da ihr von dort aus in nur zwei Minuten am Eingang seid. Einen tollen Blick, wenn auch mit etwas Entfernung, bietet auch unser Lieblingshotel, das Asakusa Tobu Hotel*.

Auf dem Tokyo Skytree

  • Reist stressfrei an: Nutzt die Stationen Tokyo Skytree oder Oshiage, die beide direkt in den Gebäudekomplex führen. Mit der Hanzomon Line seid ihr beispielsweise in einer halben Stunde ohne Umsteigen direkt aus Shibuya am Ziel.

  • Nutzt Suica oder Pasmo: Verzichtet auf das mühsame Kaufen von Einzeltickets und nutzt einfach Eure Suica*– oder Pasmo*-Karte auf dem Smartphone. Das macht das Umsteigen zwischen den verschiedenen U-Bahn-Linien zum Kinderspiel und spart wertvolle Urlaubszeit.

  • Genießt die Aufzugfahrt: Die Fahrt nach oben dauert nur 50 Sekunden und ist eine Attraktion für sich, da jeder Aufzug ein anderes Thema der vier Jahreszeiten kunstvoll inszeniert. Achtet auf die filigranen Verzierungen an den Wänden, während ihr mit 600 m/min in die Höhe schießt.

Shopping im Skytree

  • Trinkt Kaffee mit Aussicht: Im 6. Stock der Solamachi Mall findet ihr einen Starbucks, der euch durch seine großen Fensterfronten einen der besten kostenlosen Blicke auf die Stahlkonstruktion des Turms bietet. Es ist der perfekte Ort für eine kurze Pause, bevor ihr euch ins Shopping-Getümmel stürzt.

  • Sichert euch exklusive Souvenirs: Im offiziellen Skytree Shop auf der 5. Etage gibt es Fanartikel, die ihr nirgendwo sonst in Japan bekommt. Besonders die limitierten Kooperationen mit bekannten Anime-Serien sind bei Sammlern extrem begehrt.

Shopping im Skytree

  • Shoppt im Tokyo Solamachi: Mit über 300 Geschäften ist diese Mall ein wahres Paradies für alles, was das Herz begehrt. Von trendiger japanischer Mode bis hin zu skurrilen Gadgets findet ihr hier auf mehreren Etagen wirklich alles unter einem Dach.

  • Genießt leckeres Essen: Doch nicht nur zum shoppen ist Tokyo Solamachi perfekt, sondern hier finden auch auch unzählige tolle Restaurants, die darauf warten, entdeckt zu werden. Mein Tipp: Bleibt nicht im Food Court hängen, sondern entdeckt die Restaurantetage im 6. Stock

Lohnt sich ein Besuch im Skytree

  • Entdeckt das Pokémon Center SKYTREE TOWN: Im 4. Stock von Solamachi ist ein absolutes Paradies für euch, wenn ihr Fans der Taschenmonster seid. Das Besondere hier ist das exklusive Merchandising, wie zum Beispiel Pikachu-Plüschtiere im Skytree-Outfit, die ihr nur in dieser Filiale bekommt.

  • Findet die besten Fotospots: Für das perfekte Bild solltet ihr zur Jukkenbashi-Brücke laufen, wo sich der gesamte Turm im Wasser des Kanals spiegelt. Auch der Sumida Park bietet euch besonders zur Kirschblütenzeit eine traumhafte Kulisse mit dem Skytree im Hintergrund.

  • Erlebe Weihnachtszauber am Skytree: Falls ihr im November oder Dezember kommt, erwartet euch eine Illumination aus über einer halben Million LEDs auf dem Vorplatz. Der kleine Weihnachtsmarkt bietet euch sogar Glühwein und deutsche Bratwurst in typisch japanischer Atmosphäre an.

Shopping im Skytree

Fazit – Warum sich ein Besuch im Skytree immer lohnt

Ein Besuch im Tokyo Skytree ist weit mehr als nur ein schneller Foto-Stopp. Es ist ein Erlebnis, das euch die schiere Dimension dieser unglaublichen Metropole erst so richtig begreiflich macht. Wenn ihr dort oben steht und das endlose Häusermeer betrachtet, werdet ihr verstehen, warum dieser Ort eine solche Magie ausübt. Die Kombination aus technischer Perfektion, Nervenkitzel auf dem Glasboden und den entspannten Momenten in Solamachi macht den Skytree zu einem der vielseitigsten Ziele Japans.

Vergesst nicht, dass der Turm nur das Zentrum eines riesigen Komplexes ist. Plant genug Zeit für das Aquarium oder das Planetarium ein. Egal, ob ihr als Familie, als Paar oder solo unterwegs seid – der Skytree wird euch beeindrucken. Es ist dieser eine Moment, in dem die Hektik der Stadt unter euch verstummt und ihr einfach nur staunen könnt. Wenn ihr wieder unten ankommt, werdet ihr Tokio garantiert mit völlig neuen Augen sehen. Viel Spaß bei eurem Abenteuer über den Dächern der Stadt!

Lohnt sich ein Besuch im Skytree

 

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