Metro und U-Bahn in Tokio – Euer ultimativer Guide

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Eine hell erleuchtete Metro-Station in Haneda mit zwei Zügen, die an gegenüberliegenden Bahnsteigen halten, digitalen Schildern über dem Kopf und einigen wartenden oder gehenden Fahrgästen in der Nähe. Gelbe Sicherheitslinien verlaufen an den Rändern der Bahnsteige.

Tokio ist riesig, laut, bunt und – so ehrlich müssen wir sein – auf den ersten Blick verkehrstechnisch ein absolutes Labyrinth. Wenn ihr zum ersten Mal vor dem Netzplan der Metro steht, werdet ihr euch vermutlich kurz fühlen wie in einer Szene aus „Inception“. Überall bunte Linien, blinkende Lichter und Menschenmassen, die zielgerichtet in alle Richtungen strömen. Aber keine Sorge: Das U-Bahn-System in Tokio ist eines der effizientesten, saubersten und pünktlichsten der Welt.

In diesem Blogbeitrag zeige ich Euch, wie Ihr das System versteht, welche Tickets euren Geldbeutel schonen und wie ihr euch verhaltet, um nicht als „typische Touris“ negativ aufzufallen. Schnappt euch eure Koffer, wir tauchen ab!

Pro-Tipp vorab: Besorgt Euch am besten gleich nach Eurer Ankunft eine IC-Card (Suica* / Pasmo* / Welcome Suica / Pasmo Pass). Mit diesen könnt Ihr in allen Linien fahren und müsst Euch keine Gedanken über den jeweiligen Anbieter machen und könnt Euch auf die beste Verbindung für Euch konzentrieren.

Das System verstehen: Wer fährt hier eigentlich?

Anders als in vielen europäischen Städten wird das Schienennetz in Tokio nicht von nur einem Unternehmen betrieben. Das ist der wichtigste Punkt, den ihr verstehen müsst.

Wenn ihr zum ersten Mal auf den Liniennetzplan schaut, sieht das Ganze aus wie eine Schüssel bunter Spaghetti. Das liegt vor allem daran, dass sich in Tokio nicht nur ein einziges Unternehmen um den Schienentransport kümmert, sondern gleich mehrere Player das Sagen haben. 

Das ist vor allem interessant, wenn Ihr mit Einzeltickets unterwegs sein wollt oder eine Tageskarte für nur einen Anbieter (z.B. nur Tokyo Metro) gekauft habt. Mit der IC-Card könnt Ihr alle diese Anbieter problemlos fahren.

U-Bahn – Übersicht herunterladen

Die Tokyo Metro

Die Tokyo Metro ist das Herzstück der Stadt. Mit insgesamt neun Linien deckt sie fast das gesamte Stadtzentrum ab. Ihr erkennt die Stationen am blauen, stilisierten „M“-Logo.

  • Wichtige Linien: Die gelbe Ginza-Linie (bringt euch zu den Tempeln in Asakusa oder zum Shopping nach Ginza) oder die rote Marunouchi-Linie (perfekt, um zur Tokyo Station zu kommen).
  • Besonderheit: Die Züge und Stationen sind oft sehr modern und die Taktung ist so dicht, dass ihr selten länger als drei Minuten warten müsst.

Die Toei Subway

Die Toei-Linien werden von der Stadtverwaltung betrieben. Es sind insgesamt vier Linien, die das Netz der Tokyo Metro ergänzen. Ihr erkennt sie an dem grünen Logo, das aussieht wie ein Ginkgo-Blatt.

  • Die hellblaue Mita-Linie oder die magentafarbene Oedo-Linie. Letztere ist besonders spannend, weil sie im Grunde einen großen Kreis um die Stadt zieht, allerdings tief unter der Erde.
  • Die Kostenfalle: Wenn ihr zwischen Tokyo Metro und Toei umsteigt, wechselt ihr quasi den Anbieter. Ohne Pauschalticket oder IC-Karte zahlt ihr hier oft einen Basispreis für den Wechsel.

Die JR East

Zwar technisch gesehen keine „U-Bahn“, aber für euch absolut unverzichtbar sind die Züge von Japan Rail (JR). Diese fahren meist auf Hochbahntrassen über den Straßen.

  • Die legendäre Yamanote-Linie: Das ist die hellgrüne Ringlinie. Sie ist eure Lebensader! Sie verbindet alle großen Knotenpunkte wie Shibuya, Shinjuku, Harajuku, Ueno und Akihabara. Wenn ihr euch verfahren habt: Steigt einfach in die Yamanote-Linie ein, sie bringt euch früher oder später garantiert wieder zu einem bekannten Bahnhof zurück.
  • Chuo- & Sobu-Linie: Diese gelben und orangefarbenen Züge schneiden den Kreis der Yamanote-Linie mitten durch und sind perfekt, um Zeit zu sparen, wenn ihr von West nach Ost wollt.

Tipp: Auf diesen Strecken könnt Ihr auch den Japan Rail Pass* nutzen, falls Ihr diesen gekauft habt.

Private Anbieter

Zusätzlich gibt es noch private Bahngesellschaften wie Odakyu, Keio oder Tobu. Diese starten meist an den großen Bahnhöfen (wie Shinjuku) und bringen euch in die Vororte oder zu Ausflugszielen wie dem Mount Fuji oder nach Nikko.

Ein detaillierter, farbenfroher U-Bahn-Plan für Tokio zeigt die sich kreuzenden U-Bahn-Linien und Stationen in deutscher und japanischer Sprache, wobei wichtige Haltestellen wie Shibuya, Shinjuku und Tokio deutlich hervorgehoben sind.

© www.tokyometro.jp

Tickets & Tarife: So zahlt ihr richtig

Das Tarifsystem basiert auf der gefahrenen Distanz. Aber keine Angst, ihr müsst nicht vor jedem Automaten Mathe studieren. Zum Glück gibt es in Japan dafür sehr einfache Lösungen

Die IC-Cards: Suica & Pasmo

Die IC-Card ist die einfachste Methode für euch. Ihr ladet diese Karten (ähnlich wie eine Guthabenkarte) mit Yen auf und haltet sie beim Betreten und Verlassen der Station einfach an den Scanner der Ticket-Schranke („Gate“).

  • Vorteil: Ihr müsst keine Preise berechnen. Das System bucht automatisch den günstigsten Tarif ab.
  • Bonus: Ihr könnt mit dem Guthaben auch an Verkaufsautomaten (Vending Machines) oder in Convenience Stores (Konbinis) bezahlen.
  • Neu: Mittlerweile könnt ihr Suica* oder Pasmo auch ganz einfach in euer Apple oder Google Wallet laden. Bisher funktioniert das allerdings leider nur auf dem iPhone, nicht für Android

Eine Person steckt eine IC-Karte, z. B. eine PASMO-Transitkarte, in einen Automaten mit japanischem Text und gelben Lichtern in der Nähe der Kartenschlitze, um diesen für eine Fahrt mit der Metro aufzuladen.

Für Vielfahrer: Der Tokyo Subway Ticket (Tourist Pass)

Wenn ihr plant, an einem Tag kreuz und quer durch die Stadt zu fahren, lohnt sich vielleicht der Tokyo Subway Ticket (Tourist Pass).* Es gibt ihn für 24, 48 oder 72 Stunden und er gilt für alle Linien der Tokyo Metro und Toei Subway.

Achtung: Er gilt nicht für die JR-Züge (wie die Yamanote-Linie) sowie andere private Anbieter (wie Odakyu, Keio oder Tobu)! Rechnet euch vorher aus, ob ihr genug Fahrten plant, damit sich der Pass lohnt. In den meisten Fällen werdet Ihr sehr viele Fahrten benötigen, so ist unsere Erfahrung.

Nur als Ausnahme: Einzeltickets

Für mich eigentlich die “schlechteste” Variante, denn Ihr müsst vor jeder Fahrt ein Ticket kaufen und auch jedes Mal, wenn Ihr den “Anbieter” wechselt (also z.B. von der Tokyo Metro zur Toei Subway). 

Das kann schnell sehr nervenaufreibend werden. Daher empfehle ich Euch diese Möglichkeit nur in Ausnahmefällen zu nutzen. Eine IC-Card ist wirklich schnell gekauft (und das nur mit einem Mal) und Ihr könnt Euch sorgenlos auf den Weg machen.

Drei Metro-Fahrkartenautomaten in einer Tokioter Station; zwei sind mit Bildschirmen und Tasten in Betrieb, während der rechte ein außer Betrieb befindliches Schild auf Japanisch zeigt. Über den Automaten sind blaue Informationstafeln zu sehen.

Metro fahren in Japan – Schritt für Schritt

Die besten Apps für die Planung

In Tokio ist „analog“ zwar noch oft zu finden, aber digital seid ihr deutlich schneller. Diese Tools machen euch das Leben leichter:

Google Maps: Der Alleskönner

Es klingt simpel, aber Google Maps (Android | iPhone) ist in Japan unglaublich präzise. Das Gute ist, die meisten haben diese App sowieso schon auf dem Handy

  • Das kann sie: Sie zeigt euch nicht nur die Route, sondern auch, welcher Ausgang (z.B. „Exit A5“) am nächsten an eurem Ziel liegt und in welchen Waggon ihr einsteigen solltet, um beim Umsteigen Zeit zu sparen.
  • Profi-Feature: Die App zeigt euch live an, wie voll der Zug gerade ist und ob es Verspätungen gibt.

Japan Transit Planner (Jorudan)

Wenn ihr es ganz genau wissen wollt, ist Jorudan (Android | iPhone) die erste Wahl.

  • Warum diese App? Sie ist spezialisiert auf das japanische Schienennetz. Ihr könnt Filter setzen, wenn ihr zum Beispiel nur Linien nutzen wollt, die mit dem Tokyo Subway Ticket oder dem JR Pass abgedeckt sind.
  • Bonus: Sie berechnet euch exakt, was die Fahrt kostet, falls ihr doch mal ein Einzelticket am Automaten ziehen müsst.

Tokyo Metro Subway Map & Route

Das ist die offizielle App der Tokyo Metro (Android | iPhone).

  • Der Clou: Sie funktioniert offline. Wenn ihr also mal kein WLAN oder Datenvolumen habt, könnt ihr trotzdem nachschauen, wo ihr umsteigen müsst. Die Karte ist interaktiv und sehr übersichtlich gestaltet.

Eine Person, die ein Smartphone mit eSIM in einer Hand hält und mit der anderen Hand den Bildschirm berührt, sitzt im Freien in der Nähe eines Metallgeländers.

Die Orientierung in den Bahnstationen

Die Stationen in Tokio sind oft unterirdische Kleinstädte. Damit ihr nicht verloren geht, achtet auf das geniale Leitsystem:

Jede Linie in Tokyo hat eine Farbe und einen oder zwei Buchstaben (z. B. „G“ für Ginza). Sucht Euch in der App oder im Plan, welche Linie Ihr als nächste fahren müsst. 

Nun braucht Ihr einfach nur noch der Ausschilderung nach der jeweiligen Farbe und dem/den Buchstaben zu folgen. So geht Ihr auch in größeren Stationen nicht verloren und vergesst auch nicht den Namen der Linie, die Ihr fahren müsst.

Ein Metro-Schild zeigt die Richtungen für die Toyoko-Linie (TY) und die Fukutoshin-Linie (F) in Englisch und Japanisch an, mit farbigen Symbolen und einem weißen Pfeil, der nach unten zeigt. Das Schild ist an einer Innendecke angebracht.

Durch das Gate gehen.

Wenn Ihr der Ausschilderung korrekt gefolgt seid, dann kommt Ihr früher oder später an das Gate, mit dem Ihr in den Gleisbereich der Metro kommt.

Wenn Ihr mit einer IC-Card (Suica* | Pasmo*) unterwegs seid, dann zieht einfach die Karte über das entsprechende Feld. Ein Piep und das die kleinen Türchen am Gate offen bleiben zeigen Euch an, dass die Karte gelesen wurde.

Seid Ihr mit dem Tokyo Subway Ticket (Tourist Pass).* oder einem Einzelticket unterwegs, dann steckt dieses in den Schlitz an der Kopfseite des Gates. Und vergesst nicht, das Ticket nach dem Durchgehen wieder mit zu nehmen, damit Ihr den Bereich an Eurer Ziel-Stationen wieder verlassen könnt.

Eine Person in einer roten Jacke hält eine PASMO-Karte über ein Metro-Kartenlesegerät an einem Fahrkartenschalter in einem japanischen Bahnhof. Das Foto ist von oben aufgenommen und zeigt, wie die Karte für den Eintritt gescannt wird.

Die Nummerierung der Stationen

Jede Station der Tokyo Metro hat zudem eine Nummer (z. B. G16 für Asakusa). So wisst ihr immer, wie viele Stationen ihr noch fahren und wo Ihr aussteigen müsst, auch wenn ihr den Namen nicht aussprechen könnt.

Ein Schild der U-Bahn-Station Kyobashi an der Ginza-Linie der Tokioter U-Bahn zeigt Stationsnamen, Streckenplan, Umsteigeverbindungen, Bahnsteignummern und Informationen in Japanisch und Englisch.

Die Nummerierung erleichtert die Orientierung um einiges, auch wenn Ihr am Bahnsteig nicht sicher seid, mit welcher Bahn Ihr in die richtige Richtung fahrt. Meist steht dort genau, welche Station (mit Namen und entsprechender Nummer) die nächste ist und Ihr müsst nur noch schauen, ob die Nummer Eurer Zielstation höher oder niedriger ist. So fahrt Ihr nicht versehentlich in die falsche Richtung.

Ein Schild der japanischen U-Bahn zeigt die Station Sendagi (C15) in der Mitte, mit Nezu (C14) auf der linken Seite und Nishi-nippori (C16) auf der rechten Seite. Die Stationsnamen werden sowohl auf Japanisch als auch auf Englisch angezeigt.

Richtig anstellen will gelernt sein

Ein Grund, warum die Metro In Tokyo so effizient ist, ist dass jeder weiß, wo er sich anstellen muss. 

Die Hauptregel ist, sich als Einsteigender rechts oder links der Tür zu stellen. So können erst alle aussteigen und man selbst dann problemlos ein.

Außerdem lohnt es sich, auf die Schilder auf dem Boden und an den Sperrwänden zu achten

Hier bekommt Ihr perfekt Eure Standposition angezeit:

Bahnsteig der U-Bahn mit taktilen gelben Kacheln, einem grünen Schild mit der Aufschrift 9号車 (Wagen 9) und einem violett-weißen Schild mit der Angabe der Einstiegsposition auf Chinesisch und Englisch.
Es wird auch der jeweilige Wagen an dieser Position angezeigt:

Ein U-Bahn-Bahnsteig ist mit taktilen gelben Kacheln für Sehbehinderte und einem blauen Schild mit der Aufschrift 5 Car No. auf Englisch und Japanisch versehen, das den Einstiegsort für den U-Bahn-Wagen 5 angibt.
Das ist vor allem interessant, wenn Ihr vorher geprüft habt, aus welchem Wagen es sich an Eurem Ziel am besten aus- oder umsteigen lässt. Zum Beispiel um zum Aufzug oder zum perfekten Umstieg zu kommen (so etwas gibt übrigens Google Maps mit an)

Ein U-Bahn-Fahrplan in japanischer Sprache, der vertikal auf einer blau-weißen Tafel mit mehreren Reihen und Spalten angebracht ist, zeigt Fahrpläne und Abfahrtszeiten, wahrscheinlich für Züge oder Busse, alles unter einem schützenden Glasrahmen.
Und es wird auch angezeigt, wo sich die Priority Seats befinden, falls Ihr diese nutzen möchtet.

Ein Schild auf einem Bahnsteig der U-Bahn weist auf reservierte Sitzplätze für Behinderte, Verletzte, Schwangere oder Personen mit Kindern hin. Das Schild besteht aus japanischem Text, Zahlen und Symbolen, die die vorrangigen Sitzplatzkategorien darstellen.

In der Bahn – Achtet auf die Anzeigen

Doch nicht nur die Beschilderungen in den Bahnstationen sind sehr hilfreich, auch wenn Ihr die Metro bestiegen habt, hilft diese Euch weiter, damit Ihr perfekt ans Ziel kommt.

Achtet unbedingt auf die kleinen Displays, die Ihr in allen modernen Zügen über der Tür findet. Auf denen findet Ihr unter anderem die weitere Streckenführung mit Name der Station und auch der Nummer. So seht Ihr immer, wo Ihr gerade seid und wie weit Euer Ziel entfernt ist. Die kleine Zahl über der Station zeigt zudem an, in wie viel Minuten Ihr diese erreicht. So habt Ihr alles perfekt im Blick.

Ein digitales U-Bahn-Schild zeigt die nächste Haltestelle als Shinjuku-sanchome auf der Fukutoshin-Linie der Tokioter U-Bahn an und gibt die nächsten Stationen und die voraussichtliche Ankunftszeit an. Vor dem Bildschirm hängen orangefarbene Handschlaufen.
Wenn Ihr dann Eure Station erreicht, gibt es gleich noch weitere Informationen. Ihr seht zum Beispiel, wo sich Rolltreppen und Aufzüge in der Station befinden.

Euer Wagen ist farblich gekennzeichnet, so dass Ihr auf einen Blick seht, in welche Richtung Ihr gehen müsst.

Auf einem Metro-Bildschirm wird eine Streckenkarte für die Fukutoshin-Linie der Tokioter Metro angezeigt. Die nächste Haltestelle ist Shinjuku-sanchome (F-13), mit japanischem und englischem Text, Stationsnummern und farbigen Umsteigelinien.
Ihr seht auch, in welche andere Linien Ihr jeweils umsteigen könnt. Die Anzeigen sind in verschiedenen Sprachen, also wartet einfach kurz bis es in englisch angezeigt wird.

Übrigens zeigt Euch die Anzeige auch, ob Ihr vor der richtigen Tür steht oder auf die gegenüberliegende Seite müsst, um auszusteigen.

Ein U-Bahn-Bildschirm zeigt die nächste Haltestelle, Shinjuku-sanchome (F13), mit Umsteigemöglichkeiten zur Marunouchi-Linie und Toei Shinjuku-Linie. Vor dem Bildschirm hängen orangefarbene Handschlaufen.

Die Ausgänge finden

In großen Stationen wie Shinjuku gibt es über 200 Ausgänge! Schaut auf die gelben Schilder („Exit“), bevor ihr die Schranken verlasst. Dort steht genau, welcher Ausgang zu welcher Sehenswürdigkeit führt.

Diese Anzeigen sind wirklich sehr hilfreich und Ihr solltet sie nach dem Aussteigen gleich als erstes aufsuchen. Viele Metrostationen in Tokyo sind riesig und haben oft kilometerlange Gänge. Nehmt Ihr den falschen Ausgang, müsst Ihr womöglich an der Oberfläche ziemlich weit laufen oder findet im schlimmsten Fall Euer Ziel gar nicht. Also immer schön nach der Ausgangsnummer schauen (die zeigt Google Maps übrigens auch mit an)

Gelbes Schild der Tokioter U-Bahn für die Toei Asakusa-Linie mit Richtungsangaben, Bahnsteiginformationen, Ausgängen und lokalen Highlights in Japanisch und Englisch, mit einem großen Pfeil nach links und klaren Angaben zum Ausgang.

Ausloggen nicht vergessen

Nun müsst Ihr nur wieder durch das Gate gehen und Euch “ausloggen”. 

Wenn Ihr Eure IC-Card (Suica* | Pasmo*) wieder über das Feld zieht, zeigt Euch das kleine Display am oberen Ende übrigens an, wieviel die Fahrt gekostet hat und wie viel Geld noch auf Eurer Karte sind. So seht Ihr, ob Ihr diese ggf. wieder einmal aufladen müsst.

Das Tokyo Subway Ticket (Tourist Pass).* oder das Einzelticket schiebt Ihr einfach wieder in den dafür vorgesehenen Schlitz. Und vergesst nicht, Euren Tourist Pass wieder für die nächste Fahrt mit zu nehmen.

Eine Nahaufnahme eines Metro-Automaten, die seine komplizierten Details und sein modernes Design hervorhebt.

Etikette: Metro fahren wie ein Einheimischer

In der Tokioter U-Bahn herrscht eine ganz eigene, faszinierende Ruhe. Wenn ihr euch an diese Regeln haltet, werdet ihr die Fahrt genießen:

  • Ruhe bitte: Telefonieren im Zug gilt als extrem unhöflich. Stellt eure Handys auf stumm.
  • Nicht rennen: Auch wenn Ihr denkt, dass Euch die Bahn direkt vor der Nase wegfährt, solltet Ihr nicht rennen. Das gefährdet nur Euch und andere und die Bahnen sind meist so eng getaktet, dass Ihr einfach die nächste nehmen könnt
  • Anstellen: Auf den Bahnsteigen sind Markierungen am Boden. Stellt euch brav in der Schlange an. In Japan drängelt niemand!
  • Rucksäcke: Wenn es voll wird, nehmt euren Rucksack nach vorne vor die Brust oder stellt ihn auf die Gepäckablage. So nehmt ihr niemandem den Platz weg.
  • Essen & Trinken: Ein Schluck Wasser ist okay, aber vermeidet es, in der Bahn zu essen.
  • Priority Seats: Lasst die gekennzeichneten Sitze für ältere Menschen, Schwangere oder Menschen mit Behinderung frei.

Auf einem zweisprachigen Metro-Schild am Bahnhof steht: "Bitte drängen Sie nicht in den Zug" und "Die Türen schließen kurz nach Ende der Melodie". Es zeigt ein rotes Verbotszeichen mit einer rennenden Person, sowohl auf Japanisch als auch auf Englisch.

Die Rush Hour: Ein Erlebnis (oder ein Albtraum)

Ihr habt sicher schon Bilder von den „Pushern“ gesehen, die Menschen in die Züge drücken. Das passiert vor allem zwischen 7:30 und 9:00 Uhr morgens auf den Hauptlinien. Wenn ihr könnt, vermeidet diese Zeit. Es ist eine Erfahrung wert, aber mit großem Gepäck absolut nicht empfehlenswert!

Tipp: Achtet auf die „Women Only“-Wagen während der Rush Hour (gekennzeichnet durch rosa Aufkleber auf dem Boden und an den Fenstern). Diese sind in den Stoßzeiten für Frauen reserviert.

Ein überfüllter U-Bahn-Zug in Japan mit dicht beieinander stehenden Fahrgästen, von denen einige Masken tragen und auf ihre Telefone schauen, während andere aus den Fenstern blicken. Die Zugtüren sind geschlossen und fangen eine geschäftige und urbane Szene ein.

Fazit

Metro fahren in Tokio ist kein notwendiges Übel, sondern ein fester Bestandteil des Japan-Erlebnisses. Es ist sicher, sauber und bringt euch in Windeseile von den Tempeln in Asakusa zu den Neonlichtern von Shibuya. Wenn ihr euch eine Suica-Karte* besorgt und Google Maps nutzt, werdet ihr euch schneller zurechtfinden, als ihr „Arigatou“ sagen könnt.

Habt keine Angst vor dem Netzplan – seid neugierig, seid respektvoll und genießt die Fahrt durch eine der faszinierendsten Metropolen der Welt!

Ein moderner weiß-roter U-Bahn-Zug hält an einem überdachten Bahnsteig. Ein paar Leute stehen in der Nähe. Der Bahnhof ist sauber, mit Oberlichtern, Fahrkartenautomaten und Schildern, die im Hintergrund zu sehen sind.
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