Die 20 schönsten Burgen in Japan – Steinerne Wächter im Land der aufgehenden Sonne
Japan ist ein Land der Kontraste, in dem modernste Wolkenkratzer neben jahrhundertealten Heiligtümern stehen. Doch nichts verkörpert den Geist der Samurai-Ära so eindrucksvoll wie die japanischen Burgen (Shiro). Einst gab es Tausende dieser Festungen, heute sind noch viele Rekonstruktionen und zwölf Original-Burgen erhalten. Diese Bauwerke sind keine bloßen Steinruinen; sie sind architektonische Meisterwerke aus Holz, Stein und Kalk, die Geschichten von Clan-Kriegen, Shogunen und ästhetischer Perfektion erzählen.
Begleite mich auf einer Reise von Hokkaido bis Kyushu und entdeckt die 20 faszinierendsten Festungen, die ihr bei eurem nächsten Japan-Trip unbedingt auf eure Liste setzen solltet.
Burg Himeji (Präfektur Hyogo)
Die Burg Himeji, auch bekannt als die „Burg des weißen Reihers“ (Shirasagi-jo), ist zweifellos das Kronjuwel der japanischen Festungsbaukunst. Ihr strahlend weißes Äußeres und die elegant geschwungenen Dächer erinnern an einen auffliegenden Vogel. Sie ist eine der zwölf Original-Burgen und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Was ihr bei eurem Besuch sofort bemerken werdet, ist das komplexe Verteidigungssystem. Die labyrinthartigen Pfade zum Hauptturm sollten Angreifer verwirren und sie in Sackgassen locken, wo sie von oben unter Beschuss genommen werden konnten.
Die Burg hat seit über 400 Jahren Kriege, Erdbeben und sogar die Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs fast unbeschadet überstanden. Wenn ihr durch die engen Gänge des hölzernen Donjons steigt, spürt ihr die Geschichte in jedem Balken. Achtet besonders auf die „Fisch-Symbole“ (Shachihoko) auf den Dächern, die als Talismane gegen Feuer dienen. Im Frühling ist die Burg von Tausenden Kirschblüten umrahmt, was sie zu einem der meistfotografierten Orte Japans macht. Ein Besuch hier ist wie eine Zeitreise in die Edo-Zeit, die ihr niemals vergessen werdet. Die Detailverliebtheit der Restaurierung sorgt dafür, dass die Burg heute noch so prächtig aussieht wie am ersten Tag.
- Adresse: 68 Honmachi, Himeji, Hyogo 670-0012
- Öffnungszeiten: Täglich 9:00 – 16:00 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 2.500 Yen | Kinder unter 18 Jahren kostenlos
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: www.himejicastle.jp

Burg Matsumoto (Präfektur Nagano)
Im starken Kontrast zur weißen Pracht von Himeji steht die Matsumoto Castle, die den Beinamen „Rabenburg“ (Karasu-jo) trägt. Ihre tiefschwarze Fassade wirkt majestätisch und fast schon einschüchternd vor der Kulisse der japanischen Alpen. Matsumoto ist eine Flachlandburg (Hirajiro), was bedeutet, dass sie nicht auf einem Berg, sondern auf einer Ebene errichtet wurde. Um dies auszugleichen, verfügt sie über ein gewaltiges Grabensystem. Wenn ihr die Burg besucht, solltet ihr unbedingt die steilen Treppen im Inneren erklimmen – einige Stufen sind extrem hoch, was früher dazu diente, Angreifer im Aufstieg zu verlangsamen.
Besonders faszinierend ist die Kombination aus Wehrhaftigkeit und Ästhetik. Die Burg besitzt einen Anbau für die Mondbeobachtung (Tsukimi Yagura), der in einer friedlicheren Ära hinzugefügt wurde. Das zeigt euch den Wandel der Samurai-Kultur von der reinen Kriegsführung hin zur Kunstsinnigkeit. Im Winter, wenn die Dächer mit Schnee bedeckt sind und sich die schwarzen Mauern im Wasser des Grabens spiegeln, bietet sich euch ein Anblick von seltener Schönheit. Matsumoto ist eine der ältesten erhaltenen Burgen Japans und vermittelt ein authentisches Gefühl für die Architektur des 16. Jahrhunderts. Nehmt euch Zeit, um das Holzinterieur und die ausgestellten Rüstungen und Waffen in Ruhe zu betrachten.
- Adresse: 4-1 Marunouchi, Matsumoto, Nagano 390-0873
- Öffnungszeiten: Täglich 8:30 – 16:30 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 1.200/1.300 Yen | Kinder unter 16 Jahren 300 Yen
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: www.matsumoto-castle.jp

Burg Kumamoto (Präfektur Kumamoto)
Die Kumamoto Castle gilt als eine der mächtigsten Festungsanlagen Japans und ist ein Meisterwerk der Verteidigungskunst. Bekannt für ihre gewaltigen, steil abfallenden Steinmauern, die sogenannten Musha-gaeshi, war sie so konstruiert, dass selbst erfahrene Ninja sie nicht erklimmen konnten. Diese Mauern beginnen unten flach und werden nach oben hin fast senkrecht – ein Albtraum für jeden Angreifer. Errichtet wurde sie Anfang des 17. Jahrhunderts von Kato Kiyomasa, einem legendären General und Festungsbaumeister.
Ihre wahre Feuerprobe bestand die Burg jedoch erst über 260 Jahre später, während der Satsuma-Rebellion im Jahr 1877. Hier bewies sich Kiyomasas Genialität: Eine kleine kaiserliche Garnison hielt in der Burg 52 Tage lang der Belagerung durch die Samurai-Armee von Saigo Takamori stand. Saigo soll später gesagt haben, er habe nicht gegen die kaiserliche Armee verloren, sondern gegen die Festung von Kato Kiyomasa. Kurz vor dem Ende der Belagerung brannten jedoch große Teile der Burg, inklusive des Hauptturms, durch ein Feuer ungeklärter Ursache nieder.
Obwohl die Burg beim schweren Erdbeben von 2016 erneut massiv beschädigt wurde, ist sie heute ein Symbol für die Resilienz der Stadt. Die Restaurierung ist ein technisches Spektakel, das ihr von speziellen erhöhten Gehwegen aus beobachten könnt. Besonders prachtvoll ist der wiederaufgebaute Honmaru Goten Palast mit seinem „Zimmer der Shogune“, das mit Blattgold und kunstvollen Malereien ausgestattet ist. Im Frühling verwandeln über 800 Kirschbaume das graue Vulkangestein der Mauern in ein zartrosa Blütenmeer. Ein Besuch hier zeigt euch eindrucksvoll den Kontrast zwischen roher militärischer Stärke und feinster ästhetischer Kunst.
- Adresse: 1-1 Honmaru, Chuo Ward, Kumamoto, 860-0002
- Öffnungszeiten: Täglich 9:00 – 16:00 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 800 Yen | Kinder ab 6 Jahren 300 Yen
- Ticket: jetzt buchen*
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: castle.kumamoto-guide.jp

Burg Osaka (Präfektur Osaka)
Mitten im pulsierenden Herz der modernen Metropole Osaka liegt die gleichnamige Burg, umgeben von einem riesigen Park. Die heutige Burg ist eine Rekonstruktion aus Beton, was den Vorteil hat, dass ihr bequem mit einem Aufzug nach oben fahren könnt! Von der Aussichtsplattform aus habt ihr einen fantastischen Blick über die Skyline der Stadt. Die Geschichte der Burg ist jedoch blutig: Sie wurde ursprünglich von Toyotomi Hideyoshi erbaut, um Japan zu einen, und später in gewaltigen Schlachten fast vollständig zerstört.
Was euch hier besonders beeindrucken wird, sind die monumentalen Steinmauern. Einige der Steine sind so riesig, dass man sich kaum vorstellen kann, wie sie ohne moderne Maschinen dorthin transportiert wurden. Der „Okoishi“ (Oktopus-Stein) ist einer der bekanntesten. Im Inneren der Burg findet ihr ein hochmodernes Museum, das euch die Geschichte der Einigung Japans mit Hologrammen und interaktiven Displays näherbringt. Die Osaka Castle ist kein stilles Denkmal, sondern ein lebendiger Treffpunkt. Besonders zur Kirschblütenzeit oder im Herbst, wenn die Ginko-Bäume leuchten, werdet ihr hier die Seele Osakas spüren. Es ist der perfekte Ort, um Geschichte mit einer entspannten Pause im Grünen zu verbinden.
- Adresse: 1-1 Osakajo, Chuo Ward, Osaka, 540-0002
- Öffnungszeiten: Täglich 9:00 – 18:00 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 1.200 Yen | Kinder 600 Yen
- Ticket: jetzt buchen*
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: www.osakacastle.net

Burg Inuyama (Präfektur Aichi)
Wenn ihr eine der ältesten original erhaltenen Burgen Japans sehen wollt, müsst ihr nach Inuyama. Diese kleine, aber feine Festung thront auf einem Hügel über dem Kiso-Fluss. Der Hauptturm wurde bereits 1537 erbaut und strahlt eine raue, ursprüngliche Energie aus. Im Gegensatz zu den großen rekonstruierten Burgen ist hier alles echt: Die knarzenden Dielen, die extrem steilen Leitertreppen und die niedrigen Türrahmen werden euch sofort in die Vergangenheit versetzen.
Einzigartig an Inuyama ist der hölzerne Balkon im obersten Stockwerk. Im Gegensatz zu den meisten anderen Burgen könnt ihr hier tatsächlich nach draußen auf den umlaufenden Umgang treten. Der Blick über den Kiso-Fluss und die umliegende Landschaft ist atemberaubend und vermittelt euch das Gefühl, ein Burgherr zu sein, der sein Land überblickt. Inuyama bedeutet übersetzt „Hundeberg“, was dem Ort einen charmanten Beigeschmack verleiht.
Die Burg ist weniger überlaufen als Himeji oder Osaka, was euch ein ruhigeres und intimeres Erlebnis ermöglicht. Achtet beim Aufstieg auf die Schießscharten und die verborgenen Stockwerke, die von außen nicht sichtbar sind – ein cleverer Trick der damaligen Baumeister, um Feinde über die wahre Stärke der Garnison zu täuschen.
- Adresse: Kitakoken-65-2 Inuyama, Aichi 484-0082
- Öffnungszeiten: Täglich 9:00 – 17:00 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 550 Yen | Kinder unter 14 Jahren 110 Yen
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: inuyamajo.jp

Burg Hikone (Präfektur Shiga)
Die Hikone Castle ist ein echtes Juwel für alle, die Authentizität suchen. Sie gehört zu den nur fünf Burgen in Japan, die als Nationalschatz eingestuft sind. Wenn ihr am Ufer des Biwa-Sees seid, ist dieser Besuch ein absolutes Muss. Das Besondere an Hikone ist, dass der Hauptturm (Tenshu) über die Jahrhunderte fast vollständig im Originalzustand erhalten geblieben ist. Wenn ihr die steilen, fast leiterartigen Holztreppen hinaufsteigt, spürt ihr das glatt polierte Holz unter euren Händen, das Generationen von Samurai bereits berührt haben.
Die Architektur ist einzigartig, da sie verschiedene Stile kombiniert – achtet auf die unterschiedlichen Giebelformen, die den Turm aus jeder Perspektive anders aussehen lassen. Ein Highlight für euch wird sicherlich auch das Burggelände sein, auf dem ihr noch viele Nebengebäude wie Pferdeställe und Wachtürme findet, was in Japan selten ist. Und haltet die Augen offen: Vielleicht trefft ihr „Hikonyan“, das berühmte Maskottchen der Burg, eine weiße Katze mit Samurai-Helm.
Der umliegende Genkyu-en Garten bietet euch zudem den perfekten Blick auf die Burg, während ihr bei einer Tasse Matcha entspannen könnt. Die Atmosphäre hier ist friedlicher und weniger touristisch als in den großen Metropolen, was euren Besuch zu einem sehr persönlichen Erlebnis macht.
- Adresse: 1-1 Konkicho, Hikone, Shiga 522-0061
- Öffnungszeiten: Täglich 9:00 – 17:00 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 1.000 Yen | Kinder 300 Yen
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: hikonecastle.com
© JNTO
Burg Matsue (Präfektur Shimane)
In der abgelegenen Region San’in erwartet euch die Matsue Castle, auch bekannt als die „Regenpfeifer-Burg“ (Chidori-jo). Sie ist eine der wenigen verbliebenen Original-Burgen an der Westküste Japans. Was euch hier sofort ins Auge fallen wird, ist die dunkle, fast bedrohliche Holzfassade. Im Gegensatz zu den hell verputzten Wänden von Himeji wirkt Matsue wie eine echte Verteidigungsanlage, die für den harten Kriegseinsatz gebaut wurde. Das Besondere im Inneren ist der tiefe Brunnen direkt im Keller des Donjons – eine Seltenheit, die sicherstellen sollte, dass die Verteidiger auch bei einer langen Belagerung genug Wasser hatten.
Ihr solltet unbedingt eine Bootsfahrt durch die alten Burggräben (Horikawa) unternehmen. Die kleinen Boote gleiten unter niedrigen Brücken hindurch, bei denen ihr manchmal sogar den Kopf einziehen müsst – ein Riesenspaß und eine tolle Perspektive auf die massiven Steinmauern. Von der obersten Etage der Burg habt ihr einen weiten Panoramablick über die Stadt Matsue und den Shinji-See.
Da die Burg größtenteils aus Holz besteht und kaum rekonstruiert wurde, verströmt sie einen herben, maskulinen Charme. Für Geschichtsinteressierte unter euch gibt es im Inneren eine beeindruckende Sammlung von Samurai-Rüstungen und Helmen der Matsudaira-Familie zu bestaunen, die die Burg über Jahrhunderte regierte.
- Adresse: 1-5 Tonomachi, Matsue, Shimane 690-0887
- Öffnungszeiten: Täglich 8:30 – 17:00 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 800 Yen | Kinder 400 Yen
- Ticket: jetzt buchen*
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: www.matsue-castle.jp
663highland, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Burg Hirosaki (Präfektur Aomori)
Wenn ihr den hohen Norden Japans besucht, führt kein Weg an der Hirosaki Castle vorbei. Obwohl der Hauptturm im Vergleich zu Osaka oder Himeji eher klein wirkt, ist er historisch bedeutsam als einzige Original-Burg in der Region Tohoku. Die Burg ist weltberühmt für ihren Park, der im Frühling Schauplatz eines der spektakulärsten Kirschblütenfeste des Landes ist. Über 2.500 Kirschbäume säumen die Gräben, und wenn die Blüten fallen, verwandelt sich das Wasser in einen rosa Teppich – ein Anblick, der euch den Atem rauben wird.
Eine Besonderheit, die ihr derzeit erleben könnt, ist ein echtes technisches Wunderwerk: Da die Steinmauern unter dem Turm instabil wurden, hat man den kompletten 400 Tonnen schweren Holzdonjon im Jahr 2015 um etwa 70 Meter verschoben, ohne ihn auseinanderzubauen! Ihr könnt den Turm nun an seinem temporären Standort besichtigen, während die Fundamente repariert werden. Dieser Aufwand zeigt euch, wie sehr die Japaner ihr kulturelles Erbe schätzen.
Auch im Winter ist die Burg ein Highlight, wenn riesige Schneelaternen das Gelände beleuchten und die roten Brücken einen scharfen Kontrast zum weißen Schnee bilden. Hirosaki strahlt eine nostalgische Ruhe aus, die euch sofort in ihren Bann ziehen wird.
- Adresse: Japan, 〒036-8356 Aomori, Hirosaki, Shimoshiroganecho, 1−1−1
- Öffnungszeiten: Täglich 9:00 – 17:00 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 320 Yen | Kinder 100 Yen
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen:www.hirosakipark.jp
Burg Okayama (Präfektur Okayama)
Die Okayama Castle wird oft als „Rabenburg“ (U-jo) bezeichnet, da ihre tiefschwarze Holzverkleidung an das Gefieder eines Raben erinnert. Sie steht in direktem visuellem Kontrast zur weißen Burg Himeji, die nur eine kurze Zugfahrt entfernt liegt. Wenn ihr vor der Burg steht, achtet auf die ungewöhnliche fünfeckige Form des Fundaments – ein architektonisches Detail, das ihr so schnell kein zweites Mal finden werdet. Obwohl das Hauptgebäude eine Rekonstruktion nach dem Zweiten Weltkrieg ist, wurde es mit großer Liebe zum Detail wiederaufgebaut.
Ein besonderes Erlebnis für euch: In der Burg könnt ihr euch oft in traditionelle Kimonos oder Samurai-Rüstungen kleiden lassen, um authentische Erinnerungsfotos zu schießen. Zudem ist die Burg für ihre goldenen „Pfirsich“-Dachziegel bekannt, die auf die lokale Legende von Momotaro (dem Pfirsichjungen) anspielen.
Direkt gegenüber der Burg, nur durch den Fluss Asahi getrennt, liegt der Koraku-en, einer der drei schönsten Landschaftsgärten Japans. Wir empfehlen euch, ein Kombiticket zu kaufen. Der Blick vom Garten aus auf die schwarze Burg, die über den Bäumen thront, ist eines der klassischen Postkartenmotive Japans. Die Burg Okayama kombiniert kriegerische Geschichte mit eleganter Ästhetik und bietet euch so einen tiefen Einblick in die Kultur der Edo-Zeit.
- Adresse: 2 Chome-3-1 Marunouchi, Kita Ward, Okayama, 700-0823
- Öffnungszeiten: Täglich 9:00 – 17:30 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 400 Yen | Kinder unter 15 Jahren 100 Yen
- Ticket: jetzt buchen*
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: okayama-castle.jp
Burg Hiroshima (Präfektur Hiroshima)
Die Hiroshima Castle, die aufgrund ihrer dunklen Holzverkleidung oft als „Karpfenburg“ (Rijo) bezeichnet wird, ist ein beeindruckendes Beispiel für eine Flachlandburg (Hirajiro). Ursprünglich in den 1590er Jahren von Mori Terumoto erbaut, war sie über Jahrhunderte das wirtschaftliche und politische Zentrum der Region. Was euch bei eurem Besuch sofort auffallen wird, ist die tiefe historische Zäsur: Im Gegensatz zu vielen anderen Burgen, die durch Brände oder Modernisierung verloren gingen, wurde die Burg Hiroshima am 6. August 1945 durch die Druckwelle der Atombombe vollständig dem Erdboden gleichgemacht.
Der heutige Hauptturm ist eine originalgetreue Rekonstruktion aus dem Jahr 1958, die äußerlich exakt dem historischen Vorbild entspricht. Wenn ihr das Gelände durchschreitet, solltet ihr unbedingt nach den sogenannten A-Bomb Trees (Hibakujumoku) Ausschau halten – Bäume wie der Eukalyptus oder die Trauerweide auf dem Burggelände haben die Katastrophe überlebt und stehen heute als Symbole des Lebenswillens inmitten der Festung.
Im Inneren des Donjons findet ihr ein modernes Museum, das euch nicht nur die Samurai-Kultur der Region näherbringt, sondern auch die Bedeutung der Burg als militärisches Hauptquartier während der Meiji-Zeit erklärt. Von der obersten Etage habt ihr einen weiten Blick über die Stadt Hiroshima bis hin zum Friedenspark. Die Burg wirkt heute wie eine friedliche Oase im modernen Stadtbild und erinnert euch daran, dass aus Ruinen neue Schönheit erwachsen kann.
- Adresse: 21-1 Motomachi, Naka Ward, Hiroshima, 730-0011
- Öffnungszeiten: Täglich 9:00 – 17:00 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 370 Yen | Kinder 180 Yen
- Ticket: jetzt buchen*
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: hiroshimacastle.jp

Burg Kochi (Präfektur Kochi)
Die Kochi Castle ist eine absolute Besonderheit unter den japanischen Festungen. Wenn ihr dort ankommt, werdet ihr Zeuge eines architektonischen Seltenheitswerts: Es ist die einzige Burg in ganz Japan, bei der sowohl der hölzerne Hauptturm (Tenshu) als auch der dazugehörige Palast des Burgherren (Honmaru Goten) im Original erhalten geblieben sind. In den meisten anderen Städten wurden die Paläste durch Brände oder Kriege zerstört, doch in Kochi könnt ihr sehen, wie eng Wohnraum und Verteidigungsanlage miteinander verknüpft waren.
Ihr werdet beeindruckt sein von den massiven Holztoren und den ausgeklügelten Abwassersystemen, die gebaut wurden, um den heftigen Regenfällen der Region standzuhalten. Wenn ihr durch den Palast geht, achtet auf die erhöhten Räume, die speziell für den Daimyo (Lehensherrn) reserviert waren – von dort aus konnte er sicher seine Gäste empfangen.
Die Burg thront auf dem Berg Otakasa und bietet euch einen 360-Grad-Blick über die Stadt Kochi. Ein weiteres spannendes Detail sind die „Speerspitzen“ am Fuße der Mauern, die als Kletterschutz dienten. Kochi ist weniger poliert als die großen Touristenmagnete, was euch ein sehr raues und ehrliches Bild des feudalen Japans vermittelt.
- Adresse: 1 Chome-2-1 Marunouchi, Kochi, 780-0850
- Öffnungszeiten: Täglich 9:00 – 17:00 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 500 Yen | Kinder kostenlos
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: kochipark.jp
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Burg Maruoka (Präfektur Fukui)
Die Maruoka Castle behauptet von sich, den ältesten noch stehenden Donjon Japans zu besitzen (erbaut 1576). Auch wenn Historiker darüber streiten, wird euch die archaische Ausstrahlung dieses Gebäudes sofort in ihren Bann ziehen. Sie wird oft als „Nebelsburg“ (Kasumi-ga-jo) bezeichnet, da eine Legende besagt, dass dichter Nebel die Burg immer dann verbarg, wenn Feinde sich näherten. Wenn ihr vor dem kleinen, zweistöckigen Turm steht, werdet ihr die besondere Dachdeckung bemerken: Da die Region sehr kalt ist, wurden hier Ziegel aus Stein (Saku-ishi) verwendet, die frostbeständiger sind als normale Tonziegel.
Im Inneren erwartet euch eine echte Herausforderung: Die Treppen sind so steil (bis zu 67 Grad Neigung!), dass dort Seile angebracht sind, an denen ihr euch hochziehen müsst. Es ist fast eher Klettern als Gehen, was euch ein Gefühl dafür gibt, wie schwer es für gepanzerte Krieger gewesen sein muss, diese Festung einzunehmen. Die Burg ist klein und wirkt fast wie aus einem Märchen entsprungen. Umgeben von einem Park mit hunderten Kirschbäumen, wirkt sie im Frühling fast so, als würde sie auf einer rosa Wolke schweben. Maruoka ist ein Ort für Puristen unter euch, die das Unverfälschte suchen.
- Adresse: Japan, 〒910-0231 Fukui, Sakai, Maruokacho Kasumicho, 1 Chome−59
- Öffnungszeiten: Täglich 8:30 – 17:00 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 450 Yen | Kinder 150 Yen
- Ticket: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: maruoka-castle.jp
© JNTO
Burg Matsuyama (Präfektur Ehime)
Die Matsuyama Castle ist eine der komplexesten und interessantesten Anlagen, die ihr in Japan besuchen könnt. Sie liegt auf einem steilen Hügel mitten in der Stadt. Um nach oben zu gelangen, habt ihr die Wahl: Entweder ihr nutzt den Wanderweg oder ihr nehmt die Sesselbahn – ein Einzelsitz ohne Bügel, der euch eine fantastische Aussicht bietet. Die Burg selbst ist eine sogenannte „verbundene Festung“, was bedeutet, dass mehrere Türme durch Gänge und Mauern zu einer uneinnehmbaren Einheit verschmolzen sind.
Wenn ihr das Gelände betritt, achtet auf die vielen Tore und verwinkelten Höfe. Diese wurden so konstruiert, dass Eindringlinge ständig unter Kreuzfeuer genommen werden konnten. Die Architektur ist so gut erhalten, dass ihr euch wie Statisten in einem Samurai-Film fühlen werdet. Im Inneren könnt ihr sogar ausprobieren, wie schwer eine echte Samurai-Rüstung ist.
Ein besonderes Highlight ist die Aussicht vom Hauptturm über das Seto-Binnenmeer. Bei klarem Wetter könnt ihr bis zur Insel Honshu hinüberschauen. Matsuyama verbindet technische Raffinesse mit einer spektakulären Lage und ist ein absolutes Highlight auf jeder Shikoku-Reise.
- Adresse: 1 Marunouchi, Matsuyama, Ehime 790-0008
- Öffnungszeiten: Täglich 9:00 – 16:30 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 520 Yen | Kinder 160 Yen
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: www.matsuyamajo.jp
Suicasmo, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Burg Gifu (Präfektur Gifu)
Die Gifu Castle thront so spektakulär auf dem Gipfel des Berges Kinka, dass man sich fragt, wie die Menschen im 13. Jahrhundert das Baumaterial dorthin geschafft haben. Berühmt wurde sie durch Oda Nobunaga, einen der drei großen Einiger Japans, der sie zu seinem Hauptquartier machte. Auch wenn das heutige Gebäude eine Rekonstruktion aus Beton ist, ist die Lage absolut unschlagbar. Ihr erreicht die Burg bequem mit einer Seilbahn, die euch über einen dichten Wald nach oben bringt.
Der Blick von der Aussichtsgalerie wird euch sprachlos machen: Ihr überblickt die weite Nobi-Ebene und den Nagara-Fluss, an dem noch heute die traditionelle Kormoranfischerei betrieben wird. Die Burg selbst beherbergt ein Museum mit Karten, Waffen und Rüstungen aus der Zeit der streitenden Reiche. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch am späten Nachmittag, damit ihr den Sonnenuntergang von oben erleben könnt – die Lichter der Stadt Gifu zu euren Füßen wirken wie ein glitzerndes Meer. Es ist ein Ort, der euch die strategische Bedeutung verdeutlicht, die Burgen früher hatten: Wer Gifu kontrollierte, kontrollierte den Weg nach Kyoto.
- Adresse: 18番地 Tenshukaku, Gifu, 500-0000
- Öffnungszeiten: Täglich 9:30 – 16:30 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 200 Yen | Kinder 100 Yen
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: www.city.gifu.lg.jp
Burg Nagoya (Präfektur Aichi)
Die Nagoya Castle war einst eine der größten und prachtvollsten Burgen des Landes und Sitz des mächtigen Tokugawa-Clans. Ihr werdet sie schon von weitem an den zwei goldenen „Shachihoko“ (fabelwesenhafte Fische) auf dem Dach erkennen, die als Wahrzeichen der Stadt gelten. Obwohl der Hauptturm derzeit wegen Erdbebengefahr und geplanter Rekonstruktion aus Holz für Besucher geschlossen ist, gibt es einen anderen Grund, warum ihr unbedingt dorthin müsst: den neu aufgebauten Honmaru-Palast.
Dieser Palast ist ein absolutes Meisterwerk der Handwerkskunst. Ihr werdet durch Räume gehen, die mit echtem Blattgold ausgekleidet und mit detailreichen Malereien von Tigern und Vögeln verziert sind. Der Duft des frischen Hinoki-Zypressenholzes wird euch durch die Gänge begleiten. Es ist die beste Möglichkeit in Japan, den puren Luxus zu erleben, in dem ein Shogun lebte. Die Steinmauern der Burg Nagoya gehören zudem zu den massivsten des Landes; achtet auf die Markierungen in den Steinen, die zeigen, welcher Clan für welchen Abschnitt der Mauer verantwortlich war. Nagoya ist die perfekte Mischung aus gewaltiger Festungsarchitektur und feiner Palastkunst.
- Adresse: 1-1 Honmaru, Naka Ward, Nagoya, Aichi 460-0031
- Öffnungszeiten: Täglich 9:00 – 16:30 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 500 Yen | Kinder kostenlos
- Ticket: jetzt buchen*
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: www.nagoyajo.city.nagoya.jp

Burg Kanazawa (Präfektur Ishikawa)
Wenn ihr die Kanazawa Castle besucht, werdet ihr sofort von der handwerklichen Perfektion der jüngsten Rekonstruktionen beeindruckt sein. Diese Burg war über Jahrhunderte der Sitz des mächtigen Maeda-Clans, der zweitreichsten Familie nach den Tokugawa. Das Besondere für euch ist hier die hölzerne Bauweise: Die riesigen Wachtürme Hishi Yagura und das Lagerhaus Gojukken Nagaya wurden Anfang der 2000er Jahre unter Verwendung traditioneller Techniken – ohne einen einzigen Nagel – wiederaufgebaut. Wenn ihr durch das Innere geht, könnt ihr die komplexen Holzverbindungen der Balken bewundern, die wie ein riesiges 3D-Puzzle wirken.
Ein weiteres Detail, auf das ihr achten solltet, sind die weißen Dachziegel. Diese bestehen aus Blei, was im Falle einer Belagerung einen strategischen Vorteil bot: Man hätte sie einschmelzen können, um daraus Musketenkugeln zu gießen. Direkt neben der Burg liegt der Kenroku-en, einer der drei schönsten Gärten Japans.
Ich empfehle Euch, über die Brücke vom Garten zur Burg zu gehen, um den Kontrast zwischen der verspielten Natur und den trutzigen weißen Mauern zu genießen. Kanazawa strahlt eine Eleganz aus, die euch zeigt, dass Burgen nicht nur Kriegszwecken dienten, sondern auch Symbole für kulturellen Reichtum und Prestige waren.
- Adresse: 1-1 Marunouchi, Kanazawa, Ishikawa 920-0937
- Öffnungszeiten: Täglich 8:00 – 17:00 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 320 Yen | Kinder 100 Yen
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: www.pref.ishikawa.jp
© Ishikawa Sightseeing Photo Library
Burg Odawara (Präfektur Kanagawa)
Die Burg Odawara ist für viele Reisende der erste Kontakt mit der japanischen Festungswelt, da sie strategisch günstig auf dem Weg von Tokio nach Hakone liegt. In der Sengoku-Zeit war sie die Basis des Hojo-Clans und galt als fast uneinnehmbar. Wenn ihr heute durch das imposante Tokiwa-gi Tor schreitet, bekommt ihr ein Gefühl für die Größe der damaligen Verteidigungsringe. Der heutige Hauptturm ist zwar eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1960, aber die Ausstellung im Inneren ist fantastisch kuratiert und bringt euch die Geschichte der Samurai-Belagerungen näher.
Für euch ist besonders der Aufstieg auf die oberste Plattform lohnenswert: Von dort aus habt ihr einen weiten Blick über die Sagami-Bucht und könnt bei gutem Wetter sogar die Berge von Izu sehen. Das Burggelände ist zudem bekannt für seine saisonale Schönheit – von den Pflaumenblüten im Februar über Kirschblüten bis hin zu den wunderschönen blauen Hortensien im Juni. Wenn ihr mit Kindern reist, ist Odawara ideal, da es dort oft Vorführungen von „Ninja-Künsten“ gibt und man sich in historische Kostüme werfen kann. Es ist eine sehr zugängliche Burg, die Geschichte mit einem entspannten Parkbesuch verbindet.
- Adresse: 6-1 Jonai, Odawara, Kanagawa 250-0014
- Öffnungszeiten: Täglich 9:00 – 17:00 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 610 Yen | Kinder 220 Yen
- Ticket: jetzt buchen*
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: odawaracastle.com

Burg Tsuruga /Aizu-Wakamatsu (Präfektur Fukushima)
In der Region Tohoku erwartet euch ein ganz besonderer Anblick: Die Burg Aizu-Wakamatsu oder auch Tsuruga Castle, die einzige Burg Japans, die mit roten Dachziegeln gedeckt ist. Diese sind nicht nur ein ästhetisches Highlight für eure Urlaubsfotos, sondern hatten einen praktischen Nutzen: Die spezielle Glasur verhinderte, dass die Ziegel bei dem extremen Frost im Norden Japans sprangen. Die Burg ist eng mit der tragischen Geschichte des „Byakkotai“ (Weißer-Tiger-Trupp) verknüpft, einer Gruppe junger Samurai, die während des Boshin-Krieges im 19. Jahrhundert ihr Leben ließen.
Wenn ihr durch das Museum im Inneren wandert, werdet ihr die tiefe Loyalität und den Stolz der Menschen in Aizu spüren. Die Burg wurde nach ihrer Zerstörung originalgetreu wiederaufgebaut und ist heute ein Symbol des Widerstands und der Tradition. Wir empfehlen euch, im Teehaus Rinkaku auf dem Burggelände eine Pause einzulegen. Dort könnt ihr in derselben Atmosphäre Matcha trinken, in der einst die Daimyos ihre Teezeremonien abhielten. Besonders im Winter, wenn der weiße Schnee die roten Dächer kontrastiert, wirkt die Burg fast wie eine Illustration aus einem alten japanischen Märchen.
- Adresse: 1-1 Otemachi, Aizuwakamatsu, Fukushima 965-0873
- Öffnungszeiten: Täglich 8:30 – 17:00 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 410 Yen | Kinder 150 Yen
- Ticket: jetzt buchen*
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: www.tsurugajo.com

Burg Kokura (Präfektur Fukuoka)
Wenn ihr die Insel Kyushu erreicht, sollte die Burg Kokura ganz oben auf eurer Liste stehen. Sie wurde im Jahr 1602 von Hosokawa Tadaoki erbaut und war strategisch von enormer Bedeutung, da sie den Schiffsverkehr zwischen den Hauptinseln Honshu und Kyushu kontrollierte. Das erste, was euch beim Anblick des Hauptturms auffallen wird, ist die ungewöhnliche Architektur der obersten Etage. Im Gegensatz zu den meisten japanischen Burgen, bei denen die Stockwerke nach oben hin immer kleiner werden, ist das oberste Stockwerk der Burg Kokura breiter als das darunterliegende. Dieser Stil nennt sich Kara-zukuri und verleiht der Burg eine markante, fast kopflastige Silhouette, die ihr so kaum ein zweites Mal in Japan finden werdet.
Ein weiteres Highlight für euch ist das Innere der Burg. Während viele rekonstruierte Türme eher schlichte Museen beherbergen, setzt Kokura auf Interaktivität. Ihr könnt dort in die Rolle eines Daimyos schlüpfen, auf mechanischen Pferden reiten oder euch in einem nachgebauten Sänften-Modell fotografieren lassen. Besonders beeindruckend sind die zwei riesigen Wandgemälde von Tigern (ein männlicher und ein weiblicher Tiger), die die Kraft und den Stolz des Clans symbolisieren sollen.
Direkt neben der Burg findet ihr den wunderschönen Sho-yanagi-Garten, einen klassischen japanischen Wandelgarten, der euch einen Moment der Ruhe bietet. Was euch hier besonders gefallen wird, ist der Kontrast: Die Burg ist direkt von einem modernen Einkaufszentrum und zeitgenössischer Architektur umgeben. Dieser Anblick verdeutlicht euch, wie Japan seine historische Identität mitten in den modernen Alltag integriert. Wenn ihr zur Kirschblütenzeit kommt, verwandelt sich der Burggraben in einen rosafarbenen Spiegel, der die Burgmauer noch imposanter wirken lässt.
- Adresse: 2-1 Jonai, Kokurakita Ward, Kitakyushu, Fukuoka 803-0813
- Öffnungszeiten: Täglich 9:00 – 19:00 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 350 Yen | Kinder 100-200 Yen
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: kokura-castle.jp
Burg Shuri (Präfektur Okinawa)
Zum Abschluss reisen wir in den äußersten Süden zur Burg Shuri. Vergesst hier alles, was ihr bisher über japanische Burgen gelernt habt, denn Shuri ist anders. Als Zentrum des Ryukyu-Königreichs zeigt sie euch eine Architektur, die stark von China beeinflusst ist. Die Burg ist in leuchtendem Purpurrot gehalten und mit Drachenmotiven verziert, was sie radikal von den Holz-und-Kalk-Burgen auf den Hauptinseln unterscheidet. Obwohl der Hauptpalast leider bei einem verheerenden Brand im Jahr 2019 zerstört wurde, ist die Anlage dennoch einen Besuch wert.
Ihr könnt den beeindruckenden Wiederaufbau live miterleben! Von speziellen Aussichtsplattformen aus seht ihr den Handwerkern dabei zu, wie sie die prachtvollen Gebäude nach alten Plänen neu erschaffen. Die massiven, geschwungenen Steinmauern aus Korallenkalkstein sind unversehrt geblieben und bieten euch einen Einblick in die einzigartige Festungsbauweise der Inseln. Die spirituelle Atmosphäre an den heiligen Stätten (Utaki) auf dem Gelände wird euch tief beeindrucken. Shuri ist ein Zeugnis einer eigenständigen Kultur, die Japan bis heute bereichert. Es ist ein Ort der Hoffnung und des kulturellen Stolzes, den ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet.
- Adresse: 1-2 Shurikinjocho, Naha, Okinawa 903-0815
- Öffnungszeiten: Täglich 8:30 – 18:00 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 400 Yen | Kinder 160-300 Yen
- geführte Tour: jetzt buchen*
- Weitere Informationen: oki-park.jp
©OCVB
Fazit – Für jeden die passende Burg
Ihr habt nun eine Reise durch ganz Japan hinter euch – von den schneereichen Festungen des Nordens bis zum roten Palast von Okinawa. Japans Burgen sind weit mehr als nur steinerne Zeugen der Vergangenheit; sie sind die architektonische Seele des Landes. Jede der 20 vorgestellten Burgen erzählt euch eine eigene Geschichte von Macht, Ästhetik und unerschütterlichem Überlebenswillen. Ob ihr nun die perfekt erhaltenen Holzbauten der Original-Burgen bewundert oder die hochmodernen Museen der Rekonstruktionen nutzt – ihr werdet überall die Faszination der Samurai-Ära spüren.
Packt eure Kamera ein, zieht eure Schuhe aus und lasst euch von diesen steinernen Wächtern verzaubern. Viel Spaß bei eurer eigenen Entdeckungstour!

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