Die 20 schönsten Onsen-Städte Japans – mit Karte

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Eine Steinbrücke führt über einen Teich mit bunten Koi-Fischen, umgeben von üppig grünen Bäumen und Büschen in einem friedlichen japanischen Garten mit einem ruhigen Onsen in der Nähe.

Kaum etwas ist so tief in der japanischen Kultur verwurzelt wie der Besuch eines Onsen – einer heißen Quelle. Seit Jahrhunderten baden Japanerinnen und Japaner hier, um Körper und Geist in Einklang zu bringen. Onsen liegen meist in spektakulärer Natur – zwischen Vulkanen, Bergen oder am Meer – und bieten nicht nur heilende Mineralien, sondern auch atemberaubende Ausblicke.

Ob Ihr im Winter im dampfenden Freiluftbad sitzt, während Schneeflocken auf das Wasser fallen, oder nach einer langen Wanderung die Muskeln entspannt – ein Onsen-Erlebnis gehört zu jeder Japanreise. Und weil die Auswahl riesig ist, stelle ich Euch hier die 20 schönsten und bekanntesten Onsen-Städte Japans vor – sortiert von Nord nach Süd. Dazu gibt’s jede Menge Tipps, was Ihr wissen müsst, um Euer Badeerlebnis perfekt zu planen.

Übrigens: Verpasst nicht meinen Japan Adventskalender, der Euch jeden Tag eine kleine Geschichte rund um die Weihnachts-/Neujahrs- und Winterzeit in Japan bietet. Dazu gibt es jeden Tag ein Rätsel und am Ende einige tolle Gewinne.

Noboribetsu Onsen (Hokkaido)

Hokkaido ist bekannt für Schnee, Natur und – Onsen! Noboribetsu ist das berühmteste Onsen-Gebiet der Insel. Das dampfende Jigokudani, das „Höllental“, ist ein echtes Naturspektakel: überall zischt und brodelt es, Schwefeldämpfe steigen auf, und der Geruch erinnert sofort daran, dass hier die Erde kocht.

Das Wasser von Noboribetsu ist reich an neun verschiedenen Mineraltypen – von Schwefel bis Salz – und soll gegen Hautprobleme, Müdigkeit und Muskelverspannungen helfen. Besonders schön ist das Dai-ichi Takimotokan, ein riesiges Badehaus mit Blick auf die dampfenden Felsen.

Tipp: Nehmt Euch Zeit für den Spaziergang durch das Höllental* und probiert den natürlichen Fußbadbereich am Eingang. Im Winter lohnt sich außerdem ein Besuch im Noboribetsu-Date-Jidai-Mura, einem historischen Dorf im Edo-Stil – am besten nach einem ausgiebigen Bad!

Buche eine Übernachtung in Noboribetsu*

Ein dampfendes Vulkantal in Hokkaido mit zerklüftetem, farbenfrohem Terrain und aufsteigenden Dämpfen, umgeben von grünen Hügeln. Ein Holzpfosten mit japanischer Schrift steht im Vordergrund unter einem klaren, blauen Himmel.

© Hokkaido Tourism Organization

Jozankei Onsen (Hokkaido)

Nur etwa eine Stunde von Sapporo entfernt liegt Jozankei Onsen* – perfekt, wenn Ihr Stadt und Natur verbinden wollt. Eingebettet in das Tal des Toyohira-Flusses, bietet die Gegend im Herbst ein wahres Farbspektakel.

Die heißen Quellen wurden im 19. Jahrhundert entdeckt und sind heute bei Einheimischen und Reisenden gleichermaßen beliebt. Viele Ryokan bieten Flussblick oder sogar private Rotenburo (Außenbäder).

Tipp: Wenn Ihr im Herbst unterwegs seid, lohnt sich die Fahrt entlang der „Jozankei Momiji Road“. Und: In der Nähe befindet sich der Hoheikyo-Damm – dort könnt Ihr nicht nur wandern, sondern auch köstliches indisches Curry essen, das unter Reisenden Kultstatus hat!

Buche eine Übernachtung in Jozankei*

Stadtbild in der Abenddämmerung mit beleuchteten Gebäuden und einem ruhigen Onsen am Flussufer, umgeben von Bergen. Die Lichter der Gebäude und des Onsens spiegeln sich auf dem Wasser und schaffen eine ruhige Abendstimmung.

© Hokkaido Tourism Organization

Nyuto Onsen (Akita)

Dieses abgelegene Onsengebiet in der Präfektur Akita ist wie ein Sprung in eine andere Zeit. Mitten in den Bergen von Tazawako liegt eine Handvoll traditioneller Herbergen – einige über 300 Jahre alt.

Das berühmteste ist das Tsurunoyu Onsen, wo Ihr in milchig-weißem, schwefelhaltigem Wasser badet. Besonders magisch ist der Anblick im Winter, wenn Schnee auf den Holzdächern liegt und der Dampf aufsteigt.

Tipp: Nyuto Onsen ist am besten mit dem Mietwagen* erreichbar. Wenn Ihr die ganze Atmosphäre genießen wollt, übernachtet in einem der historischen Ryokan und gönnt Euch Kaiseki-Abendessen mit regionalen Zutaten.

Buche eine Übernachtung in Seboku*

Traditionelle japanische Holzhäuser inmitten von leuchtenden Herbstbäumen mit roten, orangefarbenen und gelben Blättern. Ein Akita wandert an einem Bach im Tal entlang, umgeben von bewaldeten Hügeln, die in der Herbstfärbung leuchten.

Ginzan Onsen (Yamagata)

Wenn Ihr das Gefühl habt, in ein Ghibli-Märchen einzutauchen, seid Ihr in Ginzan Onsen in der Präfektur Yamagata. Die kleine Stadt liegt malerisch an einem Fluss, gesäumt von Holzgebäuden mit Gaslaternen – besonders nachts ein Traum.

Früher war Ginzan ein Silberbergwerk, heute ist es ein romantisches Onsen-Dorf, das an vergangene Zeiten erinnert. Die bekanntesten Bäder sind das Notoya Ryokan und das Shirogane Onsen, wo Ihr in typischem Retro-Flair badet.

Tipp: Kommt am besten im Winter – wenn Schnee fällt und die Lichter glitzern, ist die Stimmung unvergesslich. Und unbedingt Dorayaki im kleinen Café „Ginza“ probieren!

Buche eine Übernachtung in Ginzan-Onsen*

Eine malerische verschneite Straße in einem traditionellen japanischen Dorf mit Holzhäusern, warm leuchtenden Lichtern, einer kleinen Brücke, einem einladenden Onsen und schneebedeckten Dächern, umgeben von bewaldeten Hügeln in der Abenddämmerung.

© Yamagata Prefecture

Akiu Onsen (Miyagi)

Nur 30 Minuten von Sendai entfernt, liegt Akiu Onsen – bekannt für seine milden, hautfreundlichen Quellen. Schon vor 1.500 Jahren badeten hier Adelige, und bis heute gilt das Wasser als eines der „drei berühmten Onsen der Tohoku-Region“.

Die Umgebung ist perfekt für Ausflüge: Der Rairai-Schrein, die Akiu-Wasserfälle und die lokalen Handwerksmärkte sind tolle Stopps zwischen den Bädern.

Tipp: Viele Hotels bieten Tagesbäder an – perfekt, wenn Ihr keinen Ryokan-Aufenthalt plant. Und: Unbedingt Akiu-Tsurushi-Kazari (bunte Stoffornamente) als Souvenir mitnehmen!

Buche eine Übernachtung in Akiu Onsen*

Zwei Personen in grünen Yukata und Plastikpantoffeln spazieren mit durchsichtigen Regenschirmen in der Nähe eines dampfenden Außenbads mit heißen Quellen, umgeben von Grün und Holzgeländern in Miyagi.

Photo courtesy of the Miyagi Prefecture Tourism Division

Kusatsu Onsen (Gunma)

Kusatsu in der Präfektur Gunma gehört zu den bekanntesten Onsen Japans – und das völlig zurecht! Das Wasser hier ist extrem schwefelhaltig und heiß, es wird direkt aus der Erde in das Herz der Stadt geleitet: den Yubatake, das dampfende „heiße Wasserfeld“.

Kusatsu hat ein charmantes Stadtzentrum mit öffentlichen Fußbädern, traditionellen Gasthäusern und kleinen Läden. Besonders beeindruckend ist das Yumomi-Ritual, bei dem das Wasser mit großen Holzbrettern abgekühlt wird – begleitet von Gesang und Tanz.

Tipp: Kusatsu liegt auf 1.200 Metern Höhe – also warm anziehen im Winter! Und vergesst nicht, das kostenlose öffentliche Bad „Shirohatanoyu“ zu besuchen.

Buche eine Übernachtung in Kusatsu*

Nachtansicht einer japanischen Onsen-Stadt mit Dampf, der aus einem großen Thermalbecken im Freien aufsteigt, umgeben von Holzstegen, beleuchteten Gebäuden und Spaziergängern.

© Gunma Prefecture

Ikaho Onsen (Gunma)

Etwas ruhiger als Kusatsu, aber genauso charmant: Ikaho Onsen in der Präfektur Gunma ist berühmt für seine goldene und silberne Quelle – beide mit unterschiedlichen Mineralien. Die Stadt zieht sich eine steile Steintreppe hinauf, gesäumt von Souvenirläden und kleinen Cafés.

Tipp: Die Treppe hat über 365 Stufen – also gemütliche Schuhe anziehen! Oben wartet der Ikaho-Schrein mit herrlichem Blick über die Berge. Besonders schön ist das Baden im Kogane-no-Yu, dem „Goldenen Wasser“.

Buche eine Übernachtung in Ikaho*

Ein Onsen im Freien mit dampfendem heißem Quellwasser, umgeben von Felsen, Bäumen und traditionellen Holzstrukturen, schafft eine friedliche und natürliche Atmosphäre.

© Gunma Prefecture

Hakone Onsen (Kanagawa)

Hakone ist wahrscheinlich Japans bekanntestes Onsengebiet* – und nur eine Stunde von Tokio entfernt. Perfekt für alle, die Entspannung mit Kunst, Natur und Aussicht auf den Fuji verbinden wollen.

Ob in Gora, Miyanoshita oder Yumoto – überall dampfen die Quellen. Viele Ryokan bieten private Außenbäder mit Blick auf Wälder oder den Ashi-See. Und das Hakone Open-Air Museum ist ein absolutes Highlight für Kunstfans.

Tipp: Mit dem Hakone Free Pass* könnt Ihr Seilbahnen, Schiffe und Busse flexibel nutzen. Und: Probiert ein schwarzes Ei aus Owakudani – gekocht im heißen Schwefelwasser!

Buche eine Übernachtung in Hakone*

Ein großes Fenster gibt den Blick frei auf einen See, bewaldete Hügel und den schneebedeckten Fuji in der Ferne unter einem blauen Himmel. Im Vordergrund des Raumes sind Stühle und Tische zu sehen.

© Kanagawa Prefecture

Atami Onsen (Shizuoka)

Direkt am Meer gelegen, verbindet Atami Onsen Baden mit Strandurlaub. Schon in der Edo-Zeit war Atami ein Lieblingsort der Shogune, und bis heute zieht es Badefans aus Tokio hierher.

Viele Hotels haben spektakuläre Meerblick-Bäder, und das Stadtzentrum bietet tolle Fischrestaurants.

Tipp: Besucht die MOA Art Gallery und spaziert zum Atami-Schrein, von wo Ihr eine großartige Aussicht auf die Bucht habt. Und: Onsen-Fans sollten das öffentliche Bad „Kinomiya“ ausprobieren – klein, charmant, authentisch.

Buche eine Übernachtung in Atami*

Ito Onsen (Shizuoka)

Ito liegt auf der wunderschönen Izu-Halbinsel – einem Paradies für alle, die Meer, Natur und heiße Quellen lieben. Die Stadt selbst hat eine lange Geschichte als Kurort, und überall im Zentrum dampfen kleine Fußbäder und öffentliche Quellen.

Das Wasser von Ito ist mild und klar – perfekt für empfindliche Haut. Besonders schön ist ein Besuch des Tokaikan, eines historischen Badehauses aus den 1920ern. Hier badet Ihr in traditioneller Atmosphäre und fühlt Euch in die Taisho-Zeit zurückversetzt.

Tipp: Spaziert durch die Küstenpromenade und besucht das kleine Fischerviertel. Und wenn Ihr Lust auf Abwechslung habt: Nur 20 Minuten entfernt liegt das spektakuläre Izu Kogen, bekannt für Freiluftbäder mit Meerblick.

Buche eine Übernachtung in Ito*

Shuzenji Onsen (Shizuoka)

Shuzenji ist einer der ältesten Onsen-Orte Japans – gegründet von keinem Geringeren als Kobo Daishi im 9. Jahrhundert. Das kleine Dorf liegt idyllisch im Tal des Katsura-Flusses, umgeben von Bambuswäldern und alten Tempeln.

Das Herz des Ortes ist die öffentliche Quelle Tokko-no-Yu, die mitten im Fluss sprudelt – ein perfekter Fotospot. In Shuzenji erlebt Ihr das klassische Japangefühl: enge Gassen, Holzhäuser und Ryokan mit duftenden Zedernbädern.

Tipp: Leiht Euch Yukata aus und schlendert am Abend durch den Ort – das Licht der Laternen und das Rauschen des Wassers schaffen eine traumhafte Stimmung. Besonders im Herbst leuchten die Ahornbäume rund um den Tempel Shuzenji in kräftigem Rot.

Buche eine Übernachtung in Shuzenji*

Ein malerischer Blick auf einen kleinen Fluss, der durch eine Stadt mit steinernen Dämmen fließt, traditionelle japanische Gebäude, gemütliche Onsen-Gasthäuser, herbstliche Bäume und Menschen, die unter strahlend blauem Himmel einen Uferweg entlanggehen.

Photo by 663highland, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gero Onsen (Gifu)

Gero gilt als eines der drei berühmtesten Onsen Japans* – neben Kusatsu und Arima. Schon seit der Edo-Zeit schwören Reisende auf das samtweiche, alkalische Wasser, das die Haut besonders glatt machen soll.

Die Stadt liegt malerisch am Hida-Fluss, und viele Ryokan bieten Bäder mit direktem Blick auf das Wasser. Im Zentrum gibt es zahlreiche Fußbäder und ein öffentliches Bad namens Gassho Village Onsen, wo Ihr in traditionellen Strohdachhäusern baden könnt.

Tipp: Holt Euch den „Yumeguri Tegata“, einen kleinen Holzpass, mit dem Ihr mehrere Bäder ausprobieren dürft – ideal, um verschiedene Wasserarten zu testen. Und probiert unbedingt das lokale Wagyu, das Hida-Rind – butterzart und perfekt nach einem heißen Bad.

Buche eine Übernachtung in Gero*

Arima Onsen (Hyogo)

Nur eine halbe Stunde von Kobe entfernt liegt Arima Onsen – eines der ältesten und exklusivsten Onsen* Japans. Schon die Samurai kamen hierher, um sich zu erholen.

Arima ist bekannt für zwei Wasserarten: das goldene „Kinsen“, reich an Eisen und Salz, und das silberne „Ginsen“, klar und leicht radioaktiv – letzteres soll die Durchblutung fördern. Die Altstadt ist klein, aber voller Atmosphäre, mit alten Gassen, Cafés und traditionellen Souvenirläden.

Tipp: Wer Luxus liebt, sollte im Goshobo Ryokan übernachten – einem der ältesten Häuser des Ortes. Für Tagesgäste lohnt sich das öffentliche Bad Kin-no-Yu. Und falls Ihr Kobe besucht – Arima ist der perfekte Abstecher!

Buche eine Übernachtung in Arima*

Kinosaki Onsen (Hyogo)

Kinosaki ist der Inbegriff eines Onsen-Städtchens: Holzhäuser, Kanäle mit Weidenbäumen und Menschen in Yukata, die von Bad zu Bad schlendern. Es gibt sieben öffentliche Bäder – jedes mit eigenem Stil, von klassisch bis modern.

Am besten übernachtet Ihr in einem Ryokan und erkundet alle sieben Onsen* – das ist hier Tradition! Besonders schön ist das Goshono-yu, das für seine Felsbäder bekannt ist.

Tipp: Kommt im Frühling oder Herbst – dann spiegelt sich das bunte Laub im Fluss, und die Stimmung ist einfach magisch. Außerdem lohnt sich ein Ausflug mit der Seilbahn zum Onsenji-Tempel, von wo Ihr einen tollen Blick über die Stadt habt.

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Dogo Onsen (Ehime, Shikoku)

Dogo Onsen in Matsuyama ist legendär – es gilt als das älteste Onsen Japans und inspirierte sogar den Ghibli-Film Chihiros Reise ins Zauberland. Das historische Badehaus Dogo Onsen Honkan ist ein echtes Schmuckstück mit Holzarchitektur und nostalgischem Flair.

Das Wasser ist klar, weich und angenehm heiß – ideal nach einem Stadtbummel durch Matsuyama.

Tipp: Wenn Ihr zur richtigen Zeit da seid, erlebt Ihr das nächtliche Beleuchtungsspektakel am Badehaus. In der Umgebung findet Ihr außerdem die Botchan-Zuglinie, eine kleine nostalgische Bahn. Und unbedingt lokale Spezialitäten probieren: Uwajima-Tai-Meshi (roher Meerbrassenreis) und Mikan-Eis!

Buche eine Übernachtung in Dogo Onsen*
↗ Buche ein Ticket für Dōgo Onsen*

Ein historisches japanisches Gebäude des Dogo Onsen mit traditioneller Holzarchitektur und Ziegeldächern steht in Ehime, Shikoku. Seine zeitlose Schönheit steht im Kontrast zu den modernen Gebäuden im Hintergrund.

© www.iyokannet.jp

Beppu Onsen (Oita, Kyushu)

Beppu ist der Inbegriff von Onsen – die Stadt dampft buchstäblich an jeder Ecke! Es gibt acht verschiedene Onsen-Viertel*, die zusammen als „Beppu Hattō“ bekannt sind. Hier sprudeln Quellen aller Farben und Temperaturen, von schwefelig bis kohlensäurehaltig.

Das Highlight sind die „Höllen von Beppu“ – spektakuläre Naturquellen, in denen Ihr zwar nicht baden, aber staunen könnt. Besonders der „Blutsee“ (Chinoike Jigoku) mit seinem tiefroten Wasser ist ein Hingucker.

Tipp: Beppu bietet auch Sand- und Schlamm-Onsen! Beim „Beppu Kaihin Sunayu“ werdet Ihr bis zum Hals in warmen Sand eingebuddelt – ein einzigartiges Gefühl. Und wenn Ihr’s luxuriöser mögt: Das Suginoi Hotel hat riesige Panorama-Bäder mit Meerblick.

Buche eine Übernachtung in Beppu*

Umi Jigoku - Die Meerhölle von Beppu

Yufuin Onsen (Oita, Kyushu)

Nur 30 Minuten von Beppu entfernt liegt Yufuin – ruhiger, charmanter und mit einem Hauch Künstlerflair. Die Stadt* liegt am Fuße des Mount Yufu und ist bekannt für Boutique-Ryokan, Galerien und kleine Cafés.

Das Onsen-Wasser ist klar und mild, und viele Herbergen bieten private Außenbäder mit Blick auf die Berge. Besonders schön ist der Kinrin-See, aus dem morgens Nebel aufsteigt – ein traumhaftes Fotomotiv.

Tipp: Lauft früh morgens um den See, bevor die Touristen ankommen. Und gönnt Euch ein Dessert im „Yufuin Milchkan“ – das frische Milch-Softeis ist legendär.

Buche eine Übernachtung in Yufuin*

Kurokawa Onsen (Kumamoto)

Kurokawa ist das vielleicht authentischste Onsen-Dorf Japans. Es liegt tief in den Bergen von Kyushu und besteht fast nur aus traditionellen Ryokan aus Holz und Lehm. Keine Neonlichter, keine Hektik – nur Natur, Dampf und Stille.

Das Wasser variiert je nach Quelle, von leicht schwefelig bis eisenhaltig. Besonders beliebt ist der Rotenburo Meguri Pass – eine Holzplakette, mit der Ihr drei verschiedene Außenbäder ausprobieren könnt.

Tipp: Nehmt Euch zwei Tage Zeit und übernachtet in einem Ryokan mit Flussblick. Und: Kommt im Winter, wenn Schnee auf die Dächer fällt – Kurokawa wirkt dann wie ein Märchen.

Buche eine Übernachtung in Kurokawa*

Ein traditionelles japanisches Onsen-Bad mit dampfendem Wasser, umgeben von rustikalen Holzwänden und einem teilweise offenen Blick auf die grünen Bäume draußen. Ein kleiner Holzeimer steht auf dem Badewannenrand, während warmes, natürliches Licht den ruhigen Onsen-Raum erhellt.

© Kumamoto Prefecture

Unzen Onsen (Nagasaki)

Unzen liegt im aktiven Vulkangebiet des Unzen-Amakusa-Nationalparks. Das Onsenwasser ist stark schwefelig und bekannt für seine heilende Wirkung auf Haut und Atemwege.

Rund um die Stadt dampfen und blubbern kleine Kraterfelder – das „Unzen Jigoku“. Das wirkt fast wie eine Miniaturversion von Noboribetsu, nur mit mehr tropischer Vegetation.

Tipp: Macht den kurzen Aufstieg zum „Mt. Myoken“ für eine großartige Aussicht über die Bucht von Shimabara. Und probiert unbedingt Onsen-gekochte Eier – direkt in der heißen Quelle zubereitet!

Buche eine Übernachtung in Unzen*

Ibusuki Onsen (Kagoshima)

Ganz im Süden Japans liegt Ibusuki in der Präfektur Kagoshima – berühmt für seine Sandbäder. Statt im Wasser zu sitzen, werdet Ihr bis zum Hals in heißen, vulkanisch erwärmten Sand eingegraben. Das regt die Durchblutung an und sorgt für tiefe Entspannung.

Danach geht’s natürlich in ein klassisches Onsenbad, um alles abzuspülen. Ibusuki bietet außerdem einen tollen Blick auf den Kaimondake-Vulkan, der an den Fuji erinnert.

Tipp: Besucht Ibusuki am besten im Frühling oder Herbst, wenn das Klima angenehm ist. Und gönnt Euch danach lokale Spezialitäten wie Satsuma-Age (frittierte Fischpaste) oder Imo-Shochu, den regionalen Süßkartoffelschnaps.

Buche eine Übernachtung in Ibusuki*

Ibusuki - Sand Bath - Vergraben in Vulkansand

Die Onsen-Städte im Überblick

Ihr habt Lust bekommen, einen dieser tollen Orte selbst einmal zu besuchen. Um Euch die Auswahl zu erleichtern, habe ich Euch diese Karte zusammengestellt. So seht Ihr genau, welche der Onsen vielleicht in der Nähe Eurer Reiseroute liegt.

Fazit: Eine Reise durch Japans Onsen-Welt

Von den dampfenden Höllentälern Hokkaidos bis zu den Sandbädern im Süden Kyushus – Japans Onsen sind weit mehr als heiße Quellen. Sie sind ein Stück Kultur, Geschichte und Lebensgefühl. Jede Region hat ihre eigene Charakteristik: mal rau und vulkanisch, mal sanft und meditativ.

Wer einmal in einem Onsen saß, spürt, warum Japaner diese Tradition so lieben. Es geht nicht nur ums Baden, sondern um Achtsamkeit – um die Kunst, im Hier und Jetzt zu sein. Also: Plant Eure nächste Japanreise ruhig so, dass Ihr gleich mehrere Onsen erlebt. Ob Noboribetsu, Hakone, Kurokawa oder Ibusuki – jede Quelle erzählt ihre eigene Geschichte. Und nach jedem Bad fühlt Ihr Euch garantiert wie neu geboren.

Onsen - Alle Informationen für Euren Besuch

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