10 Gründe, warum Miyagi der perfekte Ort für deine Japanreise ist

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Ein sanfter Wasserfall fließt über einen Felsvorsprung in Miyagi, umgeben von Bäumen mit leuchtendem Herbstlaub in Orange-, Gelb- und Rottönen und unter einem strahlenden Himmel.

Miyagi gehört zu den Orten in Japan, die viele Reisende zunächst übersehen – und genau das macht die Präfektur so besonders. Während Millionen von Besucherinnen und Besuchern jedes Jahr nach Tokyo, Kyoto oder Osaka strömen, bleibt Miyagi für viele ein Geheimtipp. Dabei ist die Region, die im Herzen der Tōhoku-Region liegt, ein wahres Paradies für alle, die Japan jenseits der üblichen Reiserouten erleben möchten. Hier treffen gewaltige Naturschauspiele wie die Matsushima-Bucht auf historische Orte, die noch heute von der Macht des Samurai-Fürsten Date Masamune erzählen. Hier erlebt Ihr Festivals, die voller Farben und Tradition stecken, und Ihr probiert kulinarische Spezialitäten, die es so nirgendwo anders gibt.

Die Hauptstadt Sendai ist eine moderne, aber grüne Metropole, die sich perfekt als Ausgangspunkt eignet. Doch wer nur hierbleibt, verpasst das eigentliche Herz Miyagis: die Küstenlandschaften, die Onsen-Dörfer, die Tempel in den Bergen und die kleinen Städte mit ihrer eigenen Kultur. Das Schöne an Miyagi ist seine Vielfalt. Ihr könnt morgens in einer heißen Quelle entspannen, mittags fangfrisches Sushi probieren und nachmittags durch einen jahrhundertealten Tempel spazieren. Abends wartet dann vielleicht ein buntes Festival oder ein Ryokan mit Kaiseki-Menü auf Euch.

In diesem Beitrag zeige ich Euch zehn Gründe, warum eine Reise nach Miyagi unvergesslich wird. Jeder dieser Orte und Erlebnisse erzählt seine eigene Geschichte und bringt Euch dem echten Japan ein Stück näher. Also lehnt Euch zurück und lasst Euch inspirieren – vielleicht ist Miyagi schon bald Euer nächstes großes Reiseziel.

Ein traditioneller japanischer Shinto-Schrein in Miyagi mit einem roten Dach, weißen Bannern und Steinstufen, umgeben von grünen Bäumen an einem sonnigen Tag. Zwei steinerne Löwenstatuen flankieren den Eingang.

Photo courtesy of the Miyagi Prefecture Tourism Division

Matsushima – das Inselparadies der Kiefern

Wenn Ihr an Japan denkt, kommen Euch vielleicht sofort die klassischen Bilder von Kirschblüten, Schreinen oder Fuji-san in den Sinn. Doch eine der schönsten Landschaften Japans findet Ihr in Miyagi: die Matsushima-Bucht. Sie gilt zusammen mit Amanohashidate in Kyoto und Miyajima bei Hiroshima als eine der „drei schönsten Landschaften Japans“ – und das schon seit Jahrhunderten. Rund 260 kleine Inseln liegen hier verstreut im Meer, jede von ihnen bewachsen mit windgeformten Kiefern. Der Anblick wirkt fast wie ein Gemälde, das sich ständig verändert: mal liegt Nebel über den Inseln, mal strahlt die Sonne und taucht das Wasser in tiefes Blau, mal spiegeln sich die Wolken im ruhigen Meer.

Eine der schönsten Möglichkeiten, Matsushima zu erleben, ist eine Bootsfahrt. Vom Hafen aus legen regelmäßig Ausflugsschiffe ab, die Euch zwischen den Inseln hindurchführen. Dabei erfahrt Ihr nicht nur mehr über die einzelnen Formationen, sondern könnt auch beobachten, wie die Natur hier in vollkommener Harmonie wirkt. Besonders eindrucksvoll ist die Stimmung bei Sonnenuntergang, wenn das Licht die Kiefern golden färbt. Doch auch an Land lohnt es sich, die Tempel von Matsushima zu besuchen. Der Zuigan-ji, ein prachtvoller Zen-Tempel, wurde im 17. Jahrhundert von Date Masamune gegründet und ist bis heute ein Ort der Ruhe und Spiritualität. Daneben findet Ihr den Godaido, einen kleinen Pavillon auf einer vorgelagerten Insel, den Ihr über eine schmale Brücke erreicht – ein Symbol für Matsushima.

Kulinarisch dürft Ihr Euch die Austern der Region nicht entgehen lassen. Ob gegrillt, frittiert oder roh serviert – sie gehören zu den frischesten in Japan. Wer die Bucht besucht, versteht sofort, warum Dichter und Künstler sie seit Jahrhunderten verehren. Matsushima ist kein Ort, den man schnell wieder vergisst – er ist einer jener Gründe, warum Miyagi in Eurer Reiseroute nicht fehlen sollte.

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Ein kleines, traditionelles japanisches Gebäude steht umgeben von üppigen grünen Bäumen auf einer felsigen Insel in Miyagi, mit Booten in der Nähe und einer langen roten Brücke, die zu einer anderen Insel im Hintergrund führt.

Photo courtesy of the Miyagi Prefecture Tourism Division

Sendai – die Stadt der Bäume und des Einäugigen Drachen

Sendai ist das lebendige Herz Miyagis und eine Stadt, die Euch sofort mit ihrem grünen Charme empfängt. Schon beim ersten Spaziergang fällt auf, dass viele Straßen von großen Bäumen gesäumt sind – vor allem Zelkoven, die im Sommer dichten Schatten spenden und im Herbst in warmen Farben leuchten. Kein Wunder also, dass Sendai den Beinamen „Stadt der Bäume“ trägt. Doch hinter der grünen Kulisse steckt eine Stadt mit spannender Geschichte und einem modernen Lebensstil, der sie zu einer der angenehmsten Großstädte Japans macht.

Sendai wurde im frühen 17. Jahrhundert vom legendären Daimyō Date Masamune gegründet, einem der mächtigsten Samurai-Fürsten der Edo-Zeit. Er war es, der die Stadt planmäßig anlegen ließ und ihr bis heute ihren Charakter gab. Der Spitzname „Einäugiger Drache“ rührt daher, dass Masamune schon als Kind ein Auge verlor, was ihn jedoch nicht daran hinderte, zu einem strategischen Genie zu werden. Sein Erbe ist in Sendai überall sichtbar: in den Tempeln, Schreinen und natürlich im prunkvollen Mausoleum Zuihōden.

Doch Sendai ist nicht nur Geschichte. Die Stadt pulsiert vor Leben, mit Einkaufsstraßen wie der Ichibancho, trendigen Cafés, kleinen Bars und einem Nachtleben, das sich hinter dem in Tokyo nicht verstecken muss. Auch kulinarisch gibt es hier einiges zu entdecken. Am bekanntesten ist die Spezialität Gyūtan – gegrillte Rinderzunge. Was für viele zunächst ungewöhnlich klingt, entpuppt sich als köstliche Delikatesse, die in zahlreichen Restaurants der Stadt auf höchstem Niveau serviert wird.

Sendai eignet sich außerdem hervorragend als Basis für Ausflüge in die gesamte Region. Von hier erreicht Ihr Matsushima, Akiu Onsen oder sogar die Zao-Berge problemlos in Tagesausflügen. Wer in Miyagi unterwegs ist, kommt an Sendai nicht vorbei – und das ist auch gut so. Die Stadt vereint Natur, Geschichte und Urbanität auf eine Weise, die sofort begeistert.

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Das Äußere des internationalen Flughafens Sendai in Miyagi zeigt ein modernes, wellenförmig überdachtes Terminal mit großen Glasfenstern, weißen Vordächern und einer klaren Beschilderung unter einem strahlend blauen Himmel.

Photo courtesy of the Miyagi Prefecture Tourism Division

Zuihōden – das prunkvolle Mausoleum von Date Masamune

Ein Highlight für alle, die sich für Geschichte und Architektur interessieren, ist das Zuihōden in Sendai. Dieses Mausoleum wurde 1637 als letzte Ruhestätte für Date Masamune errichtet und gilt als Meisterwerk der Momoyama-Kunst. Reich verzierte Holzschnitzereien, goldene Ornamente und farbenfrohe Details machen das Gebäude zu einem wahren Schmuckstück. Trotz seiner Pracht strahlt es zugleich eine gewisse Ruhe aus, die durch die umgebenden Zedern noch verstärkt wird.

Das Zuihōden wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, jedoch originalgetreu wiederaufgebaut, sodass Ihr heute wieder die ganze Schönheit bewundern könnt. Neben dem Hauptmausoleum befinden sich hier auch die Gräber der Nachfolger Masamunes, darunter seines Sohnes Tadamune. Dadurch erhaltet Ihr nicht nur Einblicke in das Leben einer der bedeutendsten Samurai-Familien Japans, sondern auch in die Bestattungskultur der damaligen Zeit.

Besonders eindrucksvoll ist es, die kunstvollen Details genauer zu betrachten. Jede Schnitzerei, jedes Ornament erzählt eine Geschichte und spiegelt die Macht und den Geschmack der Date-Familie wider. Auch das Museum auf dem Gelände lohnt einen Besuch, da dort persönliche Gegenstände, Rüstungen und Dokumente ausgestellt sind, die Euch den berühmten Fürsten näherbringen.

Ein Spaziergang durch die schattige Zedernallee, die zum Mausoleum führt, verstärkt das Gefühl, an einem Ort von großer Bedeutung zu sein. Es ist ein Platz, an dem sich Geschichte und Natur zu einem besonderen Erlebnis verbinden. Wer Sendai besucht, sollte Zuihōden auf keinen Fall verpassen – es ist einer der Orte, an denen die Vergangenheit lebendig wird.

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Zwei kunstvoll verzierte traditionelle japanische Tempelgebäude mit goldenen und bunten Mustern stehen in Miyagi, umgeben von Bäumen. Ein steinerner Weg und ein roter Holzzaun führen zu den Gebäuden, während im Hintergrund ein paar Menschen spazieren gehen.

663highland, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Miyagi 3.11 Tsunami Disaster Memorial Museum – Erinnerung für die Zukunft

Wer Miyagi besucht, wird an vielen Orten an die verheerende Katastrophe vom 11. März 2011 erinnert. Besonders eindrücklich geschieht das im Miyagi 3.11 Tsunami Disaster Memorial Museum in Ishinomaki. Dieses Museum wurde nicht als gewöhnliche Ausstellung entworfen, sondern als ein Ort, der Gedenken und Lernen miteinander verbindet.

Schon beim Betreten spürt Ihr eine stille, fast ehrfürchtige Atmosphäre. An den Wänden und in multimedialen Präsentationen werden die Ereignisse des Tsunamis lebendig gemacht – von den ersten Erschütterungen bis zu den gewaltigen Wassermassen, die ganze Städte verschluckten.

Doch es geht nicht nur um das Ausmaß der Zerstörung, sondern auch um die Geschichten der Menschen, die überlebt haben, die Angehörige verloren oder beim Wiederaufbau halfen. Viele Berichte stammen direkt aus der Region, sodass man ein Gefühl für die Realität dieses Tages bekommt.

Das Museum möchte vor allem vermitteln, wie wichtig schnelles Handeln im Katastrophenfall ist, und damit Leben retten. Gleichzeitig zeigt es aber auch die Kraft des Zusammenhalts und die Hoffnung, die aus einer solchen Tragödie erwachsen kann. Ein Besuch hier ist bewegend und vielleicht nicht leicht, aber er macht deutlich, dass Miyagi nicht nur für landschaftliche Schönheit und Kultur steht, sondern auch für Resilienz, Mut und die Erinnerung daran, wie kostbar unser Leben ist.

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Ein modernes, rundes Glasgebäude mit weißen Säulen in Miyagi ist umgeben von grünem Gras und Landschaftsgestaltung unter einem teilweise bewölkten blauen Himmel. Das Gebäude verfügt über raumhohe Fenster und einen zentralen Eingang.

Photo courtesy of the Miyagi Prefecture Tourism Division

Akiu Onsen – Entspannung in heißen Quellen

Nur wenige Kilometer von Sendai entfernt liegt Akiu Onsen, ein traditionelles Onsen-Dorf, das seit Jahrhunderten für seine heilenden heißen Quellen bekannt ist. Schon die Samurai der Date-Familie kamen hierher, um Körper und Geist zu regenerieren. Heute ist Akiu Onsen ein beliebter Rückzugsort für Reisende, die Erholung suchen und gleichzeitig ein Stück authentisches Japan erleben möchten.

Die meisten Unterkünfte in Akiu sind klassische Ryokan, die nicht nur komfortable Zimmer im japanischen Stil bieten, sondern auch eigene Badeanlagen. Viele verfügen über Rotenburo, also Außenbäder, in denen Ihr inmitten von Natur das heiße Wasser genießen könnt. Es gibt kaum ein entspannenderes Gefühl, als im Winter im dampfenden Wasser zu sitzen, während draußen Schnee fällt und die Luft klar und frisch ist. Doch auch im Frühling, Sommer und Herbst hat ein Onsen-Besuch seinen Reiz – das Rauschen der Zikaden, die bunten Blätter oder die kühle Bergluft machen jede Jahreszeit zu einem besonderen Erlebnis.

Neben den heißen Quellen gibt es in Akiu auch beeindruckende Naturhighlights. Besonders bekannt sind die Akiu-Otaki-Wasserfälle, die mit 55 Metern Höhe majestätisch in die Tiefe stürzen. Sie gelten als einer der schönsten Wasserfälle Japans und sind leicht zu erreichen. Auch die Rairai-Schlucht mit ihren Felsformationen und Wanderwegen lädt zu einem Ausflug ein. Wer Akiu besucht, sollte sich außerdem Zeit für die regionale Küche nehmen. Viele Ryokan servieren aufwendige Kaiseki-Menüs, die saisonale Zutaten auf kreative Weise kombinieren.

Akiu Onsen ist der perfekte Ort, um nach Erkundungen in Sendai oder Matsushima zur Ruhe zu kommen. Hier erlebt Ihr nicht nur die wohltuende Wirkung des Thermalwassers, sondern taucht auch tief in die japanische Kultur der Gastfreundschaft ein.

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Zwei Personen in grünen Yukata und Plastikpantoffeln spazieren mit durchsichtigen Regenschirmen in der Nähe eines dampfenden Außenbads mit heißen Quellen, umgeben von Grün und Holzgeländern in Miyagi.

Photo courtesy of the Miyagi Prefecture Tourism Division

Shiogama – Schreine und das beste Sushi der Region

Shiogama ist eine kleine Hafenstadt nahe Matsushima, die gleich zwei besondere Gründe für einen Besuch bietet: ihre religiösen Stätten und ihre erstklassige Küche. Der Shiogama-Schrein, einer der wichtigsten Shintō-Schreine der Region, thront auf einem Hügel und bietet nicht nur wunderschöne Gebäude, sondern auch einen herrlichen Blick über die Stadt und die Bucht. Der Schrein ist eng mit der Geschichte der Fischerei verbunden, und bis heute kommen Fischer hierher, um für eine reiche Ernte zu beten.

Doch mindestens genauso berühmt ist Shiogama für sein Sushi. Dank des nahegelegenen Hafens wird hier täglich frischer Fisch angelandet, der direkt in den Restaurants der Stadt verarbeitet wird. Viele Einheimische behaupten sogar, das Sushi von Shiogama sei besser als das in Tokyo. Ob Sashimi, Nigiri oder Donburi – die Qualität ist herausragend, und die Preise sind oft günstiger als in den großen Metropolen. Ein Besuch des Marktes ist ebenfalls ein Erlebnis. Hier könnt Ihr nicht nur Fisch kaufen, sondern auch direkt kleine Gerichte probieren und den Händlern bei der Arbeit zuschauen.

Shiogama vereint Tradition und Genuss auf eine besondere Weise. Nach einem Besuch im Schrein könnt Ihr Euch mit einem Sushi-Menü belohnen, das so frisch ist, dass es auf der Zunge zergeht. Wer in Miyagi unterwegs ist und gutes Essen liebt, sollte diesen Abstecher auf keinen Fall verpassen.

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Ein hell erleuchteter traditioneller japanischer Tempel in Miyagi, umgeben von Kirschblütenbäumen in voller Blüte, vor einem tiefblauen Abendhimmel.

Photo courtesy of the Miyagi Prefecture Tourism Division

Zao – Schneemonster, Kraterseen und heiße Quellen

Die Zao-Berge an der Grenze zwischen Miyagi und Yamagata sind ein Naturparadies, das zu jeder Jahreszeit seinen eigenen Zauber hat. Im Winter verwandelt sich die Region in eines der bekanntesten Skigebiete Nordjapans. Besonders spektakulär sind die sogenannten „Schneemonster“ – Bäume, die durch Eis und Schnee bizarre Formen annehmen und wie Fabelwesen in der Landschaft stehen. Ein nächtlicher Besuch, wenn die Schneemonster farbig beleuchtet werden, ist ein unvergessliches Erlebnis.

Doch auch im Sommer und Herbst ist Zao ein fantastisches Ziel. Wanderwege führen durch dichte Wälder, über Bergrücken und hinauf zu einem der größten Highlights: dem Okama-Kratersee. Er liegt in einem Vulkankrater und leuchtet je nach Wetter und Lichteinfall in verschiedenen Grün- und Blautönen. Kein Wunder, dass er den Beinamen „Kessel der O-Kami“ trägt. Der See ist ein beliebtes Fotomotiv und ein Symbol für die Schönheit der Zao-Region.

Nach einem Tag in den Bergen lohnt es sich, eines der vielen Onsen-Dörfer aufzusuchen. Besonders bekannt ist Zao Onsen, das für sein stark schwefelhaltiges Wasser berühmt ist. Das Wasser hat nicht nur heilende Wirkung auf die Haut, sondern ist auch eine Wohltat für müde Muskeln nach einer Wanderung oder einem Skitag.

Zao ist ein Ort, an dem Abenteuer und Erholung Hand in Hand gehen. Ob Ihr Ski fahrt, wandert oder einfach nur in den heißen Quellen entspannt – hier erlebt Ihr die ganze Vielfalt der Natur Miyagis.

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Ein leuchtend grüner Kratersee liegt inmitten der felsigen, vielfarbigen Vulkanlandschaft Miyagis unter einem klaren, blauen Himmel, und am Horizont sind die fernen Berge zu sehen.

Photo courtesy of the Miyagi Prefecture Tourism Division

Tanabata-Matsuri – Sternenromantik und Sommerfreude

Wenn Ihr im August nach Sendai reist, dürft Ihr Euch das Tanabata-Matsuri nicht entgehen lassen. Dieses Festival gehört zu den größten und schönsten in ganz Japan und zieht jedes Jahr Millionen Besucherinnen und Besucher an. Die ganze Stadt wird in ein buntes Meer aus Dekorationen verwandelt: Riesige Papierstreifen und kunstvolle Banner hängen von den Einkaufsstraßen herab und wehen im Sommerwind.

Das Fest basiert auf einer alten chinesischen Legende von zwei Liebenden, Orihime und Hikoboshi, die durch die Milchstraße getrennt sind und sich nur einmal im Jahr treffen dürfen – am siebten Tag des siebten Monats. In Japan wurde daraus das Tanabata-Fest, bei dem Menschen ihre Wünsche auf kleine Papierstreifen schreiben und an Bambuszweige hängen.

In Sendai erreicht das Festival eine ganz besondere Dimension. Neben den bunten Dekorationen gibt es Musik, Tanz, Paraden und ein riesiges Feuerwerk, das den Himmel erleuchtet. Die Atmosphäre ist ausgelassen, fröhlich und voller Lebensfreude. Auch kulinarisch lohnt sich ein Besuch: Überall in der Stadt findet Ihr Streetfood-Stände mit Yakitori, Okonomiyaki oder süßen Snacks, die perfekt zum Festival passen.

Tanabata in Sendai ist mehr als nur ein Fest – es ist ein Ausdruck der Kultur und der Gemeinschaft der Region. Hier erlebt Ihr Japan von seiner farbenfrohesten Seite und nehmt gleichzeitig an einer Tradition teil, die seit Jahrhunderten gepflegt wird.

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Ein belebtes Freiluftfest in Miyagi mit bunten Luftschlangen und Dekorationen, die über einer Menschenmenge hängen, die unter einem sonnigen Himmel feiert.

Photo courtesy of the Miyagi Prefecture Tourism Division

Ishinomaki – Mangakultur und Aufbruch nach der Katastrophe

Ishinomaki ist eine Stadt, die tief bewegt und gleichzeitig inspiriert. Sie wurde 2011 stark vom Erdbeben und Tsunami getroffen, doch heute zeigt sie eindrucksvoll, wie Wiederaufbau und Kreativität Hand in Hand gehen können. Ein besonderes Aushängeschild der Stadt ist das Ishinomori-Manga-Museum, das dem berühmten Manga-Künstler Shotaro Ishinomori gewidmet ist. Er war Schöpfer zahlreicher Kultserien wie „Cyborg 009“ oder „Kamen Rider“ und gilt als einer der einflussreichsten Manga-Künstler Japans.

Im Museum könnt Ihr Originalzeichnungen, Figuren und interaktive Ausstellungen erleben, die sowohl für Fans als auch für Familien spannend sind. Schon beim Spaziergang durch die Stadt fällt auf, wie präsent Ishinomoris Figuren sind – sie begrüßen Euch als Statuen an Straßenecken oder zieren Wände.

Doch Ishinomaki ist mehr als nur Manga. Die Stadt ist eng mit dem Meer verbunden, sei es durch Fischerei, Festivals oder die Nähe zu den Kitakami-Flussmündungen. Wer sich für das Leben an der Küste interessiert, findet hier authentische Einblicke. Gleichzeitig erinnert Ishinomaki an die Naturkatastrophe von 2011. Museen, Gedenkstätten und Erzählungen der Einheimischen machen bewusst, wie stark die Region betroffen war – und wie beeindruckend sie heute wieder auflebt.

Ishinomaki ist ein Ort, der zeigt, dass Japan nicht nur aus Tradition und Schönheit besteht, sondern auch aus Stärke und Neuanfang. Eine Reise hierher ist bewegend und lehrreich zugleich.

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Die Statue eines Superhelden in einem grün-schwarzen Kostüm mit roten Akzenten, der mit erhobenem Arm eine dynamische Pose einnimmt, steht auf einem Sockel im Freien vor einem weißen Gebäude in Miyagi.

Photo courtesy of the Miyagi Prefecture Tourism Division

Miyagis Küche – Gyūtan, Zunda und frischer Fisch

Zum Schluss darf die kulinarische Seite nicht fehlen – denn sie allein ist Grund genug, nach Miyagi zu reisen. Die Präfektur ist berühmt für Gyūtan, gegrillte Rinderzunge, die in Sendai fast schon Kultstatus hat. Dünn geschnitten, saftig gegrillt und mit Reis sowie Gerstentee serviert, ist dieses Gericht ein Muss für alle, die Neues probieren möchten.

Doch Miyagi hat noch weit mehr zu bieten. Dank der Nähe zum Meer findet Ihr hier einige der frischesten Meeresfrüchte Japans. Besonders in Shiogama und Matsushima könnt Ihr Sushi und Sashimi in höchster Qualität genießen – oft direkt fangfrisch aus dem Hafen. Auch Austern sind eine Spezialität der Region, die je nach Saison gegrillt, roh oder frittiert serviert werden.

Für Naschkatzen gibt es Zunda, eine süße Paste aus grünen Sojabohnen, die gerne auf Mochi oder als Füllung für Desserts verwendet wird. In Sendai findet Ihr sogar Zunda-Milkshakes oder Zunda-Kuchen. Die Kombination aus leicht süßem und nussigem Geschmack ist ungewöhnlich, aber köstlich.

Ein besonderes Erlebnis ist es außerdem, in einem Ryokan ein Kaiseki-Menü zu genießen. Diese mehrgängigen Mahlzeiten präsentieren regionale Zutaten in kunstvoll arrangierten kleinen Portionen und spiegeln die Jahreszeiten wider. So wird Essen zu einem kulturellen Erlebnis, das weit über bloße Sättigung hinausgeht.

Miyagi ist also ein wahres Paradies für Feinschmecker. Hier erlebt Ihr die Vielfalt der japanischen Küche in ihrer reinsten Form – frisch, saisonal und voller Überraschungen.

Rechteckiger Teller mit Scheiben von rohem rotem Miyagi-Rindfleisch, garniert mit Shiso-Blättern, geriebenem Ingwer, Zwiebeln und einer kleinen Beilage. Im Hintergrund zwei Gerichte: ein Gemüsesalat und ein gekochtes Fleischgericht. Alles auf einer rot gestreiften Matte.

Photo courtesy of the Miyagi Prefecture Tourism Division

Fazit – eine vielfältige Region

Miyagi ist eine Region, die mit ihrer Vielfalt überrascht und begeistert. Kaum ein anderer Ort in Japan vereint so viele Facetten: atemberaubende Natur, tief verwurzelte Geschichte, lebendige Kultur und eine Küche, die ihresgleichen sucht. Von der malerischen Matsushima-Bucht über die lebendige Stadt Sendai bis hin zu den stillen Tempeln in den Bergen und den heißen Quellen von Akiu – hier findet jede und jeder etwas, das das Herz höherschlagen lässt.

Besonders eindrucksvoll ist die Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart. Ihr spaziert durch Mausoleen und Tempel, die vom Erbe des Samurai-Fürsten Date Masamune erzählen, und erlebt gleichzeitig moderne Festivals oder Manga-Kultur in Ishinomaki. Ihr wandert durch unberührte Landschaften, die Euch mit ihrer Schönheit den Atem rauben, und kehrt am Abend in ein Onsen zurück, das Körper und Seele entspannt.

Miyagi zeigt, dass Japan weit mehr ist als nur seine berühmten Großstädte. Hier erlebt Ihr das Land in einer Authentizität, die oft im Verborgenen liegt. Ob Ihr nun Abenteuer sucht, kulturelle Tiefe, kulinarischen Genuss oder einfach nur Ruhe – Miyagi hat für jede Reise das passende Erlebnis.

Wer Japan wirklich kennenlernen möchte, sollte Miyagi auf seine Reiseliste setzen. Denn genau hier, im Herzen von Tōhoku, findet Ihr das Japan, das Euch noch lange in Erinnerung bleibt.

Zwei Boote fahren über einen See in Miyagi, mit einer grünen, baumbedeckten Insel im Hintergrund. Kiefernzweige umrahmen den oberen Teil des Bildes, und der Himmel ist teilweise bewölkt.

Photo courtesy of the Miyagi Prefecture Tourism Division

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