Ōsōji und die mystische Dekoration des Kadomatsu – Die Letzten Schritte ins Neue Jahr

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Von der Decke hängt eine leuchtende, sternförmige Laterne mit Stacheln, die ein warmes orangefarbenes Licht abgibt. Die gewellten Dachplatten und die sichtbaren Balken darüber verleihen dem Raum einen rustikalen Charme, der durch eine nahe gelegene Kadomatsu-Anlage ergänzt wird.

Das japanische Neujahrsfest, Ōshōgatsu (お正月), ist das wichtigste und heiligste Fest des Jahres. Anders als die westliche Silvesterfeier, die oft von lautem Feuerwerk und ausschweifenden Partys dominiert wird, ist der japanische Jahreswechsel eine Zeit der Besinnlichkeit, der Familie und der tiefen spirituellen Reinigung. Bevor jedoch die ersten Glockenschläge (Joya no Kane) das neue Jahr einläuten, müssen zwei entscheidende Vorbereitungen abgeschlossen sein, die in ihrer Symbolik und ihrem Umfang einzigartig sind: die Ōsōji (大掃除), die große Reinigung, und das Aufstellen der heiligen Neujahrsdekorationen*, insbesondere des Kadomatsu (門松).

Ich möchte euch in die Welt dieser Rituale entführen, deren Ursprünge tief im Shintō-Glauben verwurzelt sind. Das Ziel ist klar: Das Haus, der Körper und der Geist müssen perfekt vorbereitet sein, um Toshigami-sama (年神様), die Gottheit des neuen Jahres, würdig zu empfangen. Diese Gottheit soll allen Bewohnern des Hauses Glück, Gesundheit und eine reiche Ernte für die kommenden zwölf Monate bringen.

Ich werde euch im Detail die philosophische Bedeutung der Ōsōji darlegen, euch die entscheidenden Tage für die Dekoration erklären und euch die Symbolik des Kadomatsu und anderer Neujahrs-Glücksbringer näherbringen.

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Ōsōji: Die Große Spirituelle Reinigung

Die Ōsōji ist weit mehr als nur ein Frühlingsputz. Sie ist ein obligatorisches, spirituelles Reinigungsritual, das alle Schichten der japanischen Gesellschaft betrifft – von der kleinsten Wohnung über die größten Bürogebäude bis hin zu Schulen, Tempeln und Schreinen.

Die Ursprünge und die tiefe Bedeutung

Der Brauch hat seine Wurzeln in der Susuharai (煤払い), der traditionellen Reinigung, die ursprünglich an buddhistischen Tempeln und kaiserlichen Palästen durchgeführt wurde, um Ruß und Staub zu entfernen. Man glaubte, dass sich im Laufe des Jahres Schmutz und vor allem Kagare (穢れ), spirituelle Unreinheit oder Verunreinigung, ansammeln.

  • Shintōistische Wurzeln: Der Shintōismus, die indigene Religion Japans, legt größten Wert auf Reinheit (Kiyome). Die Ōsōji ist die physische Manifestation dieses Glaubens. Indem ihr den Schmutz und die Unordnung des vergangenen Jahres entfernt, vertreibt ihr symbolisch die bösen Geister und die Negativität.
  • Der Empfang der Gottheit: Das wichtigste Ziel ist es, dem Toshigami-sama, dem Neujahrsgott, eine reine und respektvolle Umgebung zu präsentieren. Die Gottheit soll sich im Haus wohlfühlen, um ihren Segen dort zu lassen. Ein schmutziges Haus würde als Beleidigung empfunden werden.
  • Psychologische Erneuerung: Nach den ausgelassenen Feiern des Bōnenkai schafft die Ōsōji einen klaren Schnitt. Sie zwingt euch, Bilanz zu ziehen, Unnötiges wegzuwerfen (Danshari) und Ordnung im Außen zu schaffen, um Ordnung im Inneren zu erlangen.
Ein dekoratives Kadomatsu-Arrangement mit Bambus, Kiefer, Blumen und festlichen Karten steht auf dem Bürgersteig vor einem Geschäft.

Nesnad, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Der Zeitplan der Ōsōji

Traditionell begann die Ōsōji am 13. Dezember, da dies früher der letzte Tag des Jahres war. Heute ist der Zeitrahmen flexibler, aber die meisten Japaner widmen die letzte Dezemberwoche der Großreinigung.

Wichtig: Unglückliche Tage für die Reinigung

Japaner vermeiden es, ihre Dekorationen oder die endgültige Reinigung an bestimmten Tagen durchzuführen, da dies als unglücklich gilt:

  • 29. Dezember: Die Zahl Neun (Ku) kann auch als das Wort für “Leiden” (Kurō) gelesen werden. Die Kombination am Jahresende gilt als Pech.
  • 31. Dezember (Ōmisoka): Die Reinigung am letzten Tag wird als Ichiya-kazari (一夜飾り) – “Eintags-Dekoration” – bezeichnet. Dies symbolisiert Schlampigkeit und Respektlosigkeit gegenüber Toshigami-sama. Es wird angenommen, dass die Gottheit diese Hast nicht belohnt.

Der Ablauf der Ōsōji

Die Ōsōji ist methodisch und gründlich. Ich empfehle euch, euch an die japanische Vorgehensweise anzulehnen, die für euch vielleicht ungewohnt ist:

  1. Entrümpeln (Danshari): Bevor ihr putzt, wird alles weggeworfen oder gespendet, was im vergangenen Jahr nicht genutzt wurde. Nur das Nötigste bleibt. Ziel ist es, physischen und mentalen Ballast zu reduzieren.
  2. Von oben nach unten, von innen nach außen: Man beginnt mit den höchsten Stellen (Decken, Lampen) und arbeitet sich zum Boden vor. Man beginnt mit den am wenigsten frequentierten Räumen (Lager, Schränke) und endet mit dem Eingang (Genkan).
  3. Die vernachlässigten Ecken: Es werden Teile des Hauses gereinigt, die sonst ignoriert werden:
    • Die Rückseite von Möbeln.
    • Ventilatoren und Klimaanlagen.
    • Die Außenseite der Fenster.
  4. Die Küche und das Bad: Diese Bereiche werden intensiv gereinigt, da sie oft als Zentren der Kagare (Unreinheit) gelten.
  5. Finanzieller und geistiger Abschluss: Traditionell gehört zur Ōsōji auch der Abschluss alter Angelegenheiten: Schulden werden beglichen, Rechnungen bezahlt und geschäftliche Unterlagen archiviert.

Durch diese gründliche und allumfassende Reinigung schaffen die Japaner eine reine Leinwand für das kommende Jahr. Erst wenn die Umgebung physisch rein ist, kann der spirituelle Teil der Vorbereitung beginnen.

Das Aufstellen der Neujahrsdekorationen (Shōgatsu Kazari)

Sobald die Ōsōji abgeschlossen ist (idealerweise am 28. oder 30. Dezember), wird das Zuhause mit den rituellen Dekorationen geschmückt, die als Landeplätze und Schutz für Toshigami-sama dienen.

Das Kadomatsu: Der Willkommensgruß am Tor

Das Kadomatsu (門松) – wörtlich “Torkiefer” – ist die auffälligste Neujahrsdekoration*, die ihr vor fast jedem Hauseingang, Geschäft oder öffentlichen Gebäude sehen werdet. Sie werden immer paarweise aufgestellt, um Mann und Frau, Yin und Yang, zu symbolisieren.

Funktion und Aufbau

Das Kadomatsu ist ein Yorishiro (依り代) – ein Objekt, das dazu dient, einen Geist oder eine Gottheit anzuziehen und zu beherbergen. Es ist der temporäre Sitz für Toshigami-sama, die in das Haus kommen soll.

Der Aufbau des Kadomatsu ist streng symbolisch und basiert auf drei Hauptelementen:

  1. Kiefer (Matsu): Die Basis des Namens und das wichtigste Element. Die Kiefer symbolisiert Langlebigkeit und Standhaftigkeit (Tokiwa), da sie auch im Winter grün bleibt und Kälte trotzt. Sie repräsentiert die Hoffnung, dass die Gottheit lange im Haus verweilt.
  2. Bambus (Take): Der Bambus wird in schräger Form abgeschnitten, wobei die Schnittkante an ein lächelndes Gesicht erinnert. Er symbolisiert Wohlstand, Stärke und schnelles Wachstum, da er schnell in die Höhe schießt. Seine Hohlform soll Glück und Segen sammeln.
  3. Pflaume (Ume): Gelegentlich werden Pflaumenblüten-Zweige hinzugefügt. Die Pflaume blüht als eine der ersten Blumen im kalten Vorfrühling und steht daher für Erneuerung, Ausdauer und einen Neuanfang.

Platzierung und Entfernung

  • Aufstellen: Idealerweise am 28. Dezember.
  • Dauer: Das Kadomatsu bleibt bis zum Matsu no Uchi (松の内), der Zeit der Kieferndekoration. Dies ist regional unterschiedlich, aber meistens bis zum 7. Januar.
  • Entfernung (Dondoyaki): Nach dem Matsu no Uchi werden die Kadomatsu nicht einfach weggeworfen. Sie werden zu Schreinen gebracht und dort in einer rituellen Zeremonie, dem Dondoyaki (どんど焼き), verbrannt. Dieses Verbrennen dient dazu, Toshigami-sama in den Himmel zurückzuschicken und alle schlechten Omen des Jahres mit dem Rauch zu vertreiben.

Shimenawa und Shimekazari: Schutz und Abgrenzung

An der Haustür selbst seht ihr eine weitere essenzielle Dekoration: das Shimekazari (注連飾り).

  • Shimenawa (注連縄): Das zentrale Element ist ein dickes Seil aus geflochtenem Reisstroh. Im Shintō markiert ein Shimenawa die Grenze zwischen der profanen Welt und einem heiligen, gereinigten Ort. Indem ihr es an euerer Tür anbringt, deklariert ihr euer Zuhause als rein und heilig – bereit für den Empfang der Gottheit.
  • Shide (紙垂): An dem Seil hängen oft gezackte Streifen weißen Papiers, die die Anwesenheit eines reinen Geistes symbolisieren.
  • Weitere Elemente: Das Shimekazari wird oft mit Fächer (Ōgi für eine glückliche Zukunft), Farn (Urajiro für Langlebigkeit) und manchmal einer Bitterorange (Daidai, die “von Generation zu Generation” bedeutet) dekoriert, um den Segen für die Familie und das Haus zu sichern.

Kagami Mochi: Das Opfer für die Gottheit

Im Inneren des Hauses, meist im Toko-no-ma (Nische) oder auf dem Familienaltar (Kamidana), wird das Kagami Mochi (鏡餅) platziert.

  • Der Aufbau: Es besteht aus zwei runden, flachen Reiskuchen (Mochi), wobei der kleinere auf dem größeren liegt. Es wird mit einer Bitterorange (Daidai) und manchmal einem Stück Kombu (Seetang) oder getrocknetem Tintenfisch gekrönt.
  • Symbolik: Die Form der runden Mochi ähnelt den alten Spiegeln, die im Shintō als heilig galten. Die zwei Schichten symbolisieren das kommende und das vergangene Jahr, oder auch Yin und Yang. Die Orange (Daidai) steht für den Wunsch, dass die Familie über Generationen hinweg gedeiht.
  • Verzehr (Kagami Biraki): Auch dieses Mochi wird nicht am Neujahrstag gegessen. Es bleibt bis zum Kagami Biraki (Spiegel-Öffnen) am 11. Januar stehen. Zu diesem Zeitpunkt wird der harte Reiskuchen feierlich mit einem Hammer oder den Händen zerbrochen – niemals mit einem Messer, da dies das Durchtrennen der Familienbande symbolisieren würde. Der Verzehr des Mochi gilt als die Aufnahme der Kraft und des Segens von Toshigami-sama für das neue Jahr.
Ein dekoratives Kadomatsu-Arrangement für das japanische Neujahrsfest mit drei Bambushalmen, Kiefernzweigen, roten Beeren, einem Kiefernzapfen, einem verzierten Fächer und einem weißen Anhänger mit japanischer Schrift, alles auf einem Strohsockel.

Kimberli Mäkäräinen, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Vorbereitung des Geistes: Nengajō und Osechi Ryōri

Neben der physischen Reinigung und Dekoration gehören zu den Vorbereitungen auch intellektuelle und kulinarische Aufgaben.

Nengajō: Die Neujahrskarten

Der Versand von Nengajō (年賀状) – Neujahrskarten* – ist ein wichtiger Brauch. Im Dezember schreiben Japaner Hunderte dieser Karten an Freunde, Verwandte, Kollegen und Geschäftspartner.

  • Zweck: Es ist eine jährliche Dankbarkeitsbekundung und ein Glückwunsch zum neuen Jahr. Die Karten sollen pünktlich am 1. Januar im Briefkasten des Empfängers liegen. Die japanische Post stellt dafür sogar zusätzliche Arbeitskräfte ein.
  • Bedeutung: Das Versenden einer Nengajō ist eine Anerkennung der Beziehungen und Kontakte, die das vergangene Jahr geprägt haben. Es ist eine schriftliche Form der Ōsōji für die sozialen Beziehungen – ein klärendes und positives Zeichen für den Neuanfang. Ich sehe es als eine soziale Buchhaltung, die mit einem positiven Saldo abgeschlossen wird.

Osechi Ryōri: Vorbereitung der Festtagsküche

Das Osechi Ryōri (お節料理) ist das traditionelle Neujahrsessen, das in wunderschön lackierten Boxen (Jūbako) serviert wird. Ein Großteil dieses Essens wird bereits vor dem Neujahrstag zubereitet.

  • Der Gedanke dahinter: Traditionell soll am Neujahrstag selbst nicht gekocht werden. Dies geschieht aus drei Gründen:
    1. Ehre für die Kami: Das Geräusch des Schneidens und Klopfens in der Küche könnte die Gottheit Toshigami-sama stören.
    2. Ruhe für die Frauen: Die Frauen des Hauses, die das ganze Jahr über hart gearbeitet haben, sollen am Neujahrstag absolute Ruhe genießen können.
    3. Haltbarkeit: Osechi Ryōri besteht aus Gerichten, die lange haltbar sind (durch Zucker, Essig oder Salz), da die Geschäfte traditionell für die ersten drei Tage des neuen Jahres geschlossen blieben.
  • Symbolik: Jedes Gericht im Osechi hat eine tiefgründige, glücksbringende Bedeutung (z. B. schwarze Bohnen (Kuromame) für Gesundheit, eingelegte Garnelen für langes Leben). Die Zubereitung dieser Gerichte ist ein wichtiger Akt der Vorbereitung, der die Wünsche der Familie für das neue Jahr kulinarisch manifestiert.

Ōsōji und Kadomatsu in der modernen japanischen Gesellschaft

Ich möchte euch zeigen, dass diese alten Traditionen auch im hypermodernen Japan Bestand haben und wie sie sich im urbanen Raum manifestieren.

Die Ōsōji im Büro und in der Schule

Die Ōsōji ist nicht auf private Haushalte beschränkt. Sie ist eine Gemeinschaftsaktivität, die das soziale Gefüge stärkt.

    • Büros: Am letzten Arbeitstag des Jahres versammeln sich alle Mitarbeiter – vom Praktikanten bis zum CEO – zur Ōsōji. Gemeinsam werden Schreibtische, Flure und Gemeinschaftsräume gereinigt. Dies fördert den Teamgeist und erinnert alle daran, dass jeder für die Sauberkeit und Ordnung des Arbeitsplatzes verantwortlich ist. Es ist ein letzter, kollektiver Akt der Reinigung vor dem Jahresabschluss.
    • Schulen: Japanische Schüler sind es gewohnt, ihre eigenen Klassenzimmer und Toiletten zu putzen. Die Ōsōji ist hier eine besonders gründliche Reinigung, die den Schülern Verantwortungsbewusstsein und Respekt für die Umgebung lehrt.

Das Kadomatsu in der Großstadt

In den engen Gassen Tokios oder Osakas, wo wenig Platz ist, haben sich die Dekorationen angepasst:

      • Mini-Kadomatsu: Die massiven Kadomatsu-Gestecke, die man vor großen Tempeln sieht, sind in Wohnvierteln oft auf kleine, stilvolle Blumenarrangements reduziert, die die drei Hauptmaterialien (Kiefer, Bambus, Pflaume) beibehalten, aber platzsparend sind.
      • Gekaufte Dekorationen: Während Kadomatsu früher oft selbst hergestellt wurden, werden sie heute meist fertig im Baumarkt oder im Blumenladen gekauft. Die Kagami Mochi werden oft in Plastik verpackt im Supermarkt angeboten.

Trotz der Kommerzialisierung und Vereinfachung bleiben die symbolische Bedeutung und der Rhythmus der Vorbereitung für die Japaner unverändert.

Fazit – Vorbereitung auf das Neue Jahr

Die letzten Tage des Dezembers in Japan sind ein faszinierendes Zusammenspiel aus körperlicher Anstrengung, spiritueller Andacht und symbolischer Handlung. Die Ōsōji und die Dekoration mit Kadomatsu und Shimekazari sind die unumgänglichen letzten Akte eines jährlichen Dramas, das mit dem Ziel der Reinigung und des Neuanfangs endet. Ich hoffe, ich konnte euch die tiefere Bedeutung dieser Bräuche näherbringen. Es geht nicht nur darum, sauber zu machen, sondern darum, die Verunreinigungen des alten Jahres – die Kagare – zu beseitigen, um die Gottheit Toshigami-sama in einer würdigen Umgebung willkommen zu heißen.

Indem ihr die japanische Philosophie versteht, die hinter der Ōsōji steckt, könnt ihr auch euer eigenes Jahresende neu definieren. Es geht um das bewusste Loslassen von physischem und mentalem Ballast, um das Schaffen eines reinen, unbeschriebenen Blattes. Die Dekorationen dienen dabei als mächtige Anker der Hoffnung: Das Kadomatsu lädt Langlebigkeit und Wachstum ein, das Shimekazari schützt vor dem Bösen, und das Kagami Mochi verspricht den Segen für die Familie.

Der ruhige Kontrast zu den ausgelassenen Bōnenkai-Feiern zeigt die Tiefe des japanischen Jahreswechsels. Es ist eine Zeit, in der die Gemeinschaft und die Familie zusammenkommen, nicht um Lärm zu machen, sondern um Ordnung zu schaffen – sowohl im Haus als auch in den Herzen. Wenn ihr das nächste Mal in der letzten Dezemberwoche durch Japan reist, werdet ihr mit anderen Augen sehen, wie diese Tradition der Reinigung und Dekoration die ganze Nation in einem Zustand der ehrfurchtsvollen Erwartung vereint.

Ich ermutige euch, diesen Geist der Ōsōji auf euer eigenes Leben zu übertragen. Nehmt euch die Zeit, nicht nur oberflächlich zu putzen, sondern wirklich zu entrümpeln, alte Akten abzuschließen und euer Zuhause und euren Geist auf einen unbelasteten Start vorzubereiten. Indem ihr dies tut, empfangt ihr euer eigenes “Neues Jahr” mit der gleichen Offenheit und dem gleichen Respekt wie die Japaner Toshigami-sama.

Ich wünsche euch einen erfolgreichen Abschluss des alten und einen reinen, glücklichen Beginn des neuen Jahres.

Zwei große Kadomatsu, traditionelle japanische Neujahrsdekorationen aus Bambus, Kiefer und Stroh, stehen auf beiden Seiten eines Hauseingangs und symbolisieren das Glück für das kommende Jahr.

Mr.ちゅらさん, CC0, via Wikimedia Commons

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