Die Chūgoku-Region auf Japans Hauptinsel Honshū ist für viele Reisende noch ein weißer Fleck auf der Karte – dabei wartet hier eine faszinierende Mischung aus Geschichte, Natur und Kultur. Hiroshima ist meist das Tor zur Region: Die Stadt berührt im Friedenspark und Museum zum Atombombenabwurf, lädt aber auch zum entspannten Bummeln durch die moderne Innenstadt ein. Ganz in der Nähe liegt Miyajima mit dem berühmten „schwebenden“ Torii des Itsukushima-Schreins – ein absolutes Must-See.

Doch Chūgoku hat weit mehr zu bieten. In Okayama lockt der malerische Korakuen-Garten, einer der drei schönsten Landschaftsgärten Japans, während die Burg von Himeji – UNESCO-Welterbe und oft als schönste Burg Japans bezeichnet – mit ihrer weißen Eleganz begeistert. Wer es traditioneller liebt, sollte Kurashiki mit seinem historischen Bikan-Viertel besuchen: alte Kaufmannshäuser, Weiden am Kanal und kleine Museen sorgen für nostalgisches Flair.

Naturliebhaber finden in der dünn besiedelten San’in-Region Ruhe pur. Entlang der Küste des Japanischen Meeres verstecken sich endlose Sandstrände wie bei Tottori, wo außerdem die einzigen Wüsten-ähnlichen Sanddünen Japans warten. Der mystische Izumo-Taisha-Schrein in Shimane gilt als einer der ältesten Shintō-Schreine des Landes und als Treffpunkt der Götter.

Wer Chūgoku bereist, erlebt Japan fernab der Touristenmassen. Gut angebunden an das Shinkansen-Netz, aber deutlich entspannter als Tokio oder Kyoto, eignet sich die Region ideal für eine abwechslungsreiche Rundreise. Zwischen traditioneller Spiritualität, unberührten Küstenlandschaften und bedeutenden Kulturstätten offenbart sich ein authentisches Stück Japan – perfekt für alle, die etwas Neues entdecken wollen.