10 Gründe die Präfektur Saitama zu entdecken

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Ein großes rotes Torii-Tor steht am Eingang des Hikawa-Schreins, flankiert von roten Holzzäunen und umgeben von üppig grünen Bäumen an einem nassen, bewölkten Tag in Saitama.

Saitama liegt direkt nördlich von Tokio und wird von vielen Reisenden eher übersehen. Dabei ist die Präfektur ein wahres Schatzkästchen, wenn es um Kultur, Geschichte und Natur geht. Hier findet Ihr Orte, die einen authentischen Einblick in das traditionelle Japan bieten, und gleichzeitig moderne Attraktionen, die Euch in Staunen versetzen.

Ob Ihr durch die Straßen eines alten Handelsstädtchens schlendert, durch farbenprächtige Blumenfelder spaziert oder in die Stille eines Schreins eintaucht – Saitama hat für jeden Geschmack etwas zu bieten.

Dabei ist es von Tokio aus schnell erreichbar und eignet sich sowohl für Tagesausflüge als auch für längere Aufenthalte. In diesem Beitrag zeige ich Euch zehn Gründe, warum sich eine Reise nach Saitama unbedingt lohnt – von historischen Orten über spektakuläre Natur bis hin zu faszinierenden Tempeln und Museen.

Kawagoe – das kleine Edo

Kawagoe ist das Aushängeschild Saitamas und trägt nicht umsonst den Beinamen „Kleines Edo“. Schon beim ersten Spaziergang durch die Altstadt werdet Ihr Euch fühlen, als wärt Ihr in eine andere Zeit versetzt. Die Straßen sind gesäumt von den berühmten Kurazukuri-Häusern, alten Lagerhäusern aus der Edo-Zeit, deren dicke Wände damals vor Bränden schützten.

Besonders prägend ist der Glockenturm „Toki no Kane“, der seit Jahrhunderten das Stadtbild bestimmt. Wenn er läutet, klingt es wie eine Erinnerung an längst vergangene Tage. Ein weiteres Highlight ist die Kashiya Yokocho, eine Gasse voller Süßigkeitenläden, in denen Ihr nostalgische Bonbons und Knabbereien entdecken könnt.

Doch Kawagoe ist mehr als nur Nostalgie: Die Stadt verbindet Geschichte und Moderne auf charmante Weise. Zwischen den alten Häusern findet Ihr gemütliche Cafés, kleine Galerien und Geschäfte mit traditionellem Kunsthandwerk. Kawagoe zeigt eindrucksvoll, dass Japan nicht nur aus Metropolen besteht, sondern auch Orte voller Atmosphäre hat, die das Herz der Geschichte lebendig werden lassen.

↗ Hier findet Ihr meinen ausführlichen Bericht über unseren Ausflug nach Kawagoe
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Eine traditionelle japanische Straße in Kawagoe mit Holzhäusern und einem hohen, historischen Uhrenturm aus Holz unter einem bewölkten Himmel. Die ruhige, leere Straße erweckt ein Gefühl von Ruhe und Nostalgie.

Hitsujiyama Park und das Shibazakura-Festival

Wenn im Frühling die Natur in voller Pracht erwacht, verwandelt sich der Hitsujiyama Park in Chichibu in ein wahres Farbenmeer. Über 400.000 Shibazakura-Pflanzen, auch Moos-Phlox genannt, bedecken die Hänge des Parks und bilden ein leuchtendes Mosaik aus Pink, Violett und Weiß. Der Anblick ist schlicht atemberaubend und lockt jedes Jahr Besucher aus ganz Japan an.

Mit dem imposanten Berg Buko im Hintergrund entsteht eine Szenerie, die wie aus einem Gemälde entsprungen wirkt. Besonders beeindruckend ist es, wenn Ihr die Blütenfelder von oben betrachtet und die kunstvoll angelegten Muster erkennt, die sich wie ein Teppich über die Landschaft ziehen.

Doch der Park hat noch mehr zu bieten: Kleine Stände verkaufen regionale Köstlichkeiten, und es gibt Spazierwege, die Euch zu besonders schönen Aussichtspunkten führen. Der Hitsujiyama Park zeigt, wie eng Natur und Kultur in Japan miteinander verwoben sind, und bietet ein Erlebnis, das Ihr so schnell nicht vergesst.

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Nagatoro und die Iwadatami-Felsen

Nagatoro ist das perfekte Ziel für alle, die Natur und Abenteuer lieben. Der kleine Ort liegt idyllisch am Arakawa-Fluss, der sich durch eine atemberaubende Landschaft schlängelt. Besonders bekannt ist Nagatoro für die Iwadatami-Felsen, eine Gesteinsformation, die aussieht, als hätte jemand riesige Tatami-Matten übereinandergestapelt.

Am besten erlebt Ihr die Schönheit der Region bei einer traditionellen Bootsfahrt. In langen Holzbooten gleitet Ihr den Fluss entlang, während sich die Felsen und Wälder rechts und links erheben. Manchmal ist das Wasser ruhig, manchmal geht es etwas wilder zu – gerade so, dass ein kleiner Adrenalinschub dabei ist.

Im Herbst, wenn die Blätter in leuchtenden Rot- und Goldtönen erstrahlen, ist Nagatoro besonders spektakulär. Doch auch im Sommer, wenn das klare Wasser zum Abkühlen einlädt, lohnt sich ein Besuch. Nagatoro verbindet Naturerlebnis, Abenteuer und Entspannung auf eine Weise, die unvergesslich bleibt.

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Nahaufnahme von leuchtend grünen Ahornblättern an einem Baum in Arashiyama, wobei das Sonnenlicht durch das Laub fällt und einen hellen, natürlichen Hintergrund schafft.

Chichibu Nachtfestival

Wer Saitama im Dezember besucht, sollte das Chichibu Nachtfestival nicht verpassen. Dieses Fest, das jedes Jahr am 2. und 3. Dezember stattfindet, gehört zu den berühmtesten Winterfesten Japans und wurde sogar von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt.

Die ganze Stadt verwandelt sich in ein buntes Meer aus Lichtern, Musik und Menschen. Riesige Festwagen, kunstvoll geschmückt und teilweise mehrere Tonnen schwer, werden durch die Straßen gezogen. Trommeln, Flöten und die Rufe der Teilnehmer erfüllen die Nacht mit einer einzigartigen Energie.

Ein besonderes Highlight ist das große Feuerwerk, das den Winterhimmel erleuchtet und für Gänsehaut sorgt. Anders als viele andere Matsuri, die im Sommer stattfinden, verleiht die kalte Jahreszeit diesem Fest eine ganz besondere Stimmung. Hier spürt Ihr hautnah, wie tief Traditionen in Chichibu verwurzelt sind, und erlebt eine Feier, die euch mitten ins Herz des japanischen Kulturlebens führt.

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Das Feuerwerk zum Japan-Tag, in Saitama

Der Hikawa-Schrein in Omiya

Mitten in Saitama City liegt der Hikawa-Schrein, einer der wichtigsten Shinto-Schreine der Region. Schon der Weg dorthin ist beeindruckend: Ein mehrere Kilometer langer, von Bäumen gesäumter Pfad führt Euch direkt zum Haupteingang.

Dieser Schrein blickt auf eine über 2.000-jährige Geschichte zurück und ist ein spirituelles Zentrum, das jedes Jahr unzählige Besucher anzieht. Besonders beeindruckend ist das riesige Torii, eines der größten in Japan, das den Eingang markiert.

Der Hikawa-Schrein ist ein Ort der Ruhe und Besinnung, der zum Innehalten einlädt. Im Frühling blühen die Kirschbäume auf dem Gelände, im Herbst leuchten die Ahornblätter in warmen Farben.

Auch viele Feste finden hier statt, bei denen Ihr traditionelle Zeremonien und Rituale erleben könnt. Der Hikawa-Schrein zeigt eindrucksvoll, wie tief Religion und Kultur in Japan miteinander verbunden sind, und ist ein Ort, den Ihr nicht verpassen solltet.

↗ Hier findet Ihr meinen ausführlichen Bericht über unserem Besuch am Hikawa-Schrein
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Eine Person steht an einem bedeckten Tag vor dem traditionellen rot-weißen Tor des Hikawa-Schreins in Saitama, umgeben von Bäumen und feuchtem Boden mit einer kleinen Pfütze.

Mitsumine-Schrein

Hoch in den Bergen von Chichibu liegt der Mitsumine-Schrein, einer der mystischsten Orte in ganz Japan. Schon die Anfahrt über kurvenreiche Straßen durch dichte Wälder ist ein Erlebnis für sich. Oben angekommen, erwartet Euch eine Anlage, die von Nebel umhüllt sein kann und dadurch eine fast magische Atmosphäre verströmt.

Besonders bekannt ist der Schrein für die Verehrung von Wölfen, die hier als göttliche Boten gelten. Überall findet Ihr Statuen und Symbole dieser Tiere, die Reisende beschützen sollen. Die Gebäude des Schreins sind reich verziert und beeindrucken mit kunstvollen Schnitzereien und leuchtenden Farben.

Der Mitsumine-Schrein ist nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern auch ein Ort, an dem Natur und Spiritualität eine harmonische Einheit bilden. Wer die Stille und Abgeschiedenheit sucht, findet sie hier – fernab vom Trubel der Großstadt. Ein Besuch bleibt garantiert im Gedächtnis.

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Der Seitenkyu-Tempel

Der Seitenkyu-Tempel ist einer der beeindruckendsten buddhistischen Tempel in Saitama und wird oft mit dem Nikko-Toshogu-Schrein verglichen, weil er ebenso prunkvoll verziert ist. Die goldenen Ornamente, die detailreichen Holzschnitzereien und die farbenfrohen Gebäude machen den Tempel zu einem architektonischen Meisterwerk.

Der Tempel wurde im 20. Jahrhundert erbaut, doch er vermittelt das Gefühl, tief in der Geschichte verwurzelt zu sein. Besonders die Haupthalle mit ihren kunstvollen Deckenmalereien ist ein Highlight, das Besucher ins Staunen versetzt. Der Seitenkyu-Tempel ist nicht nur ein spiritueller Ort, sondern auch ein Symbol für die tiefe kulturelle Verbindung zwischen Kunst und Religion in Japan.

Ein Spaziergang über das weitläufige Gelände, vorbei an kleineren Hallen, Toren und Gärten, vermittelt Euch ein Gefühl der Ruhe und Erhabenheit. Wer sich für Architektur und buddhistische Kultur interessiert, sollte diesen Tempel unbedingt auf die Liste setzen.

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Das Railway Museum in Omiya

Das Railway Museum in Omiya ist ein Paradies für alle, die sich für Technik, Geschichte und Züge begeistern. Japan und Eisenbahn gehören untrennbar zusammen, und hier könnt Ihr die Entwicklung von den ersten Dampflokomotiven bis hin zu den modernen Shinkansen hautnah erleben.

Das Museum ist interaktiv gestaltet: Ihr könnt originale Züge betreten, Fahrsimulatoren ausprobieren und Ausstellungen über die Technik und den Alltag der Eisenbahn besuchen. Besonders beeindruckend ist die große Halle, in der historische Lokomotiven und Waggons aufgereiht stehen – glänzend restauriert und zum Teil über hundert Jahre alt.

Auch für Familien ist das Museum ein tolles Ausflugsziel, da es viele Mitmach-Stationen für Kinder gibt. Doch selbst wer kein Eisenbahnfan ist, wird hier staunen, wie sehr die Bahn das moderne Japan geprägt hat. Das Railway Museum ist ein Stück lebendige Geschichte und zeigt, wie Tradition und Fortschritt Hand in Hand gehen.

↗ Hier findet Ihr meinen ausführlichen Bericht über unserem Besuch im Railway Museum
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Eine restaurierte historische Dampflokomotive mit schwarzem Gehäuse, roten Akzenten und einer goldenen Kuppel wird im Innenbereich des Eisenbahnmuseums neben einem alten cremefarbenen Personenwagen ausgestellt im Saitama Railway Museum.

Der Tokorozawa Aviation Memorial Park

Der Tokorozawa Aviation Memorial Park ist ein Ort mit besonderer Bedeutung: Hier befand sich der erste Flugplatz Japans, und heute erinnert ein Museum an die Anfänge der japanischen Luftfahrt. Das Gelände ist weitläufig und lädt zu Spaziergängen ein, während Ihr gleichzeitig viel über die Geschichte der Luftfahrt erfahrt.

Im Museum werden alte Flugzeuge, Motoren und Modelle ausgestellt, die zeigen, wie sich die Technik entwickelt hat. Doch der Park ist nicht nur für Geschichtsinteressierte spannend – er ist auch ein beliebter Ort zur Erholung. Große Rasenflächen, Teiche und Bäume machen ihn zu einem idealen Platz für ein Picknick oder einen entspannten Nachmittag.

Besonders im Frühling, wenn die Kirschbäume blühen, verwandelt sich der Park in ein Blütenmeer und zieht zahlreiche Besucher an. Tokorozawa verbindet auf einzigartige Weise historische Bedeutung und Freizeitvergnügen, was ihn zu einem vielseitigen Ausflugsziel macht.

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Gyoda und die Burg Oshi

Gyoda ist ein Ort voller Geschichte, der vor allem durch die Burg Oshi bekannt ist. Diese Festung erlangte Berühmtheit im 16. Jahrhundert, als sie während einer Belagerung trotz einer Überflutung standhielt – ein Ereignis, das bis heute Legenden nährt. Heute ist ein Teil der Burg rekonstruiert und dient als Museum, das spannende Einblicke in die Samurai-Zeit und die Kriegskunst jener Epoche bietet.

Doch Gyoda hat noch mehr zu bieten: Die Stadt ist für ihre Tabi-Produktion berühmt, traditionelle japanische Socken, die hier seit Jahrhunderten hergestellt werden. Auch moderne Kunstprojekte und historische Straßenzüge machen den Ort sehenswert. Gyoda ist ein Beispiel dafür, wie eine kleine Stadt große Geschichten erzählen kann. Hier spürt Ihr die Kraft der Vergangenheit und erlebt gleichzeitig, wie Traditionen bis in die Gegenwart weiterleben.

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Fazit – Saitama ist eine Entdeckungsreise wert

Saitama ist viel mehr als nur ein „Vorort“ von Tokio – es ist eine Präfektur voller Schätze, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Ob Ihr in Kawagoe durch alte Straßen schlendert, im Hitsujiyama Park ein Blütenmeer bestaunt, die mystische Atmosphäre des Mitsumine-Schreins genießt oder im Railway Museum die technische Entwicklung Japans nachvollzieht – Saitama hat unzählige Facetten. Die Präfektur vereint Geschichte, Natur und Kultur auf einzigartige Weise und ist dabei leicht erreichbar.

Wer Japan abseits der großen Touristenmassen kennenlernen möchte, findet hier authentische Erlebnisse, die im Gedächtnis bleiben. Saitama ist ein Reiseziel, das überrascht, begeistert und inspiriert – und das Ihr unbedingt auf Eure Liste setzen solltet.

Ein traditioneller japanischer Tempel in Kawagoe mit einem Ziegeldach, einer Holzkonstruktion, Steinstufen, die zum Eingang führen, und einer dekorativen Laterne im Vordergrund. Im Hintergrund sind Bäume und moderne Gebäude zu sehen.
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