Shikoku, die kleinste der vier japanischen Hauptinseln, gilt als echter Geheimtipp für alle, die Japan abseits der ausgetretenen Pfade erleben möchten. Bekannt ist die Region vor allem für den 88-Tempel-Pilgerweg des Mönchs Kūkai (Kōbō Daishi), der sich über 1.200 km durch alle vier Präfekturen zieht – viele Reisende wandern einzelne Etappen oder besuchen ausgewählte Tempel, um in die faszinierende Spiritualität Shikokus einzutauchen.

Im Norden liegt Takamatsu (Präfektur Kagawa) mit dem herrlich angelegten Ritsurin-Garten – einer der schönsten Landschaftsgärten des Landes – sowie Sanuki-Udon, einer regionalen Nudelspezialität, die man in einfachen Selbstbedienungsrestaurants probieren sollte. Von hier lohnt ein Ausflug nach Naoshima, die berühmte „Kunstinsel“ im Seto-Binnensee mit avantgardistischen Museen und Installationen.

In der Präfektur Tokushima beeindruckt die wilde Natur: Besonders spektakulär sind die Naruto-Strudel, ein Naturphänomen, das man von Booten oder Brückenplattformen beobachten kann. Auch das abgelegene Iya-Tal mit Rebenbrücken, Schluchten und urigen Bergdörfern zeigt Shikoku von seiner ursprünglichen Seite.

Weiter südlich verzaubert Kōchi mit tropischem Klima, wunderschönen Stränden wie Katsurahama und dem lebhaften Sonntagsmarkt, wo lokale Bauern und Fischer ihre Waren anbieten. Die Burg von Kōchi zählt zu den wenigen Originalburgen Japans, die den Feudalismus überstanden haben.

Ehime im Westen bietet die älteste heiße Quelle des Landes: Dōgo Onsen in Matsuyama inspirierte Hayao Miyazaki zu Spirited Away. Zudem thront hier die prächtige Matsuyama-Burg über der Stadt.

Shikoku ist perfekt für Entdecker, Wanderer und kulturinteressierte Reisende – authentisch, freundlich und voller Highlights, die man so nirgendwo sonst in Japan findet.