Der JR East-South Hokkaido Rail Pass – Lohnt er sich für mich?
© Hokkaido Tourism Organization
Habt ihr schon mal davon geträumt, das pulsierende Tokyo hinter euch zu lassen, durch die mystischen Berglandschaften von Tohoku zu gleiten und schließlich im hohen Norden Japans bei frischem Sushi in Hokkaido zu landen? Wenn ihr Japan abseits der klassischen Touristenpfade erkunden wollt, dann ist der JR East-South Hokkaido Rail Pass euer perfekter Begleiter.
In diesem Beitrag erfahrt ihr alles, was ihr wissen müsst, um das Beste aus diesem Ticket herauszuholen. Schnappt euch einen Tee (oder einen Sake), wir legen los!
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Was ist der JR East-South Hokkaido Rail Pass genau?
Stellt euch vor, ihr hättet eine Flatrate für fast alle Züge in der nordöstlichen Hälfte Japans. Genau das ist dieser Pass! Er ist speziell für uns internationale Besucher mit dem Status “Temporary Visitor” gedacht.
Die wichtigsten Eckdaten für euch:
- Gültigkeit: Der Pass ist an 6 aufeinanderfolgenden Tagen gültig. Sobald ihr ihn das erste Mal nutzt, läuft die Zeit – also plant eure Route klug!
- Der Preis: Für Erwachsene kostet der Pass 35.370 Yen (ca. 215 €). Kinder zwischen 6 und 11 Jahren zahlen die Hälfte (17.500 Yen).
- Die Klasse: Ihr reist bequem in der „Ordinary Class“, also der Standardklasse, die in Japan aber schon luxuriöser ist als vieles, was wir aus Europa kennen.
Wo könnt ihr überall hin?
Das Besondere an diesem Pass ist, dass er zwei riesige Gebiete miteinander verbindet: Die gesamte JR East Region (rund um Tokyo und den Norden der Hauptinsel) und den Süden von Hokkaido.
Hier könnt ihr überall einsteigen:
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Sämtliche Shinkansen-Linien im JR-East Bereich im Gebiet: Dazu gehören der Tohoku-, Yamagata-, Akita-, Joetsu- und der Hokuriku-Shinkansen (letzterer bis Joetsumyoko).
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Der Hokkaido-Shinkansen: Das Highlight! Ihr rast durch den Seikan-Tunnel unter dem Meer hindurch bis nach Hakodate.
- Regionalzüge & Limited Express: Egal ob ihr nach Sapporo, Otaru oder zu den heißen Quellen nach Noboribetsu wollt – ihr seid abgedeckt.
- Flughafen-Transfer inklusive: Das spart euch direkt nach der Landung Geld! Sowohl der Narita Express als auch die Tokyo Monorail (von Haneda) sind im Pass enthalten.
- Spezial-Linien: Sogar einige Nicht-JR-Linien sind dabei, wie die Izu Kyuko Line (Richtung Süden nach Shimoda), die Aoimori Railway und die Tobu-Linien, falls ihr einen Abstecher nach Nikko oder Kinugawa Onsen machen wollt.
- JR-Busse Auch die lokalen JR Busse (außer Autobahn-Busse) in der Region könnt ihr mit dem Pass nutzen!
Was im JR East-South Hokkaido Rail Pass nicht enthalten ist
Ein paar kleine Einschränkungen gibt es natürlich, damit ihr keine bösen Überraschungen erlebt.
- Denkt bitte daran, dass ihr für den schnellen Hayabusa Shinkansen zwingend eine Sitzplatzreservierung braucht, bevor ihr einsteigt.
- Beachtet außerdem, dass die South Hokkaido Railway sowie sämtliche Busverbindungen (egal ob Stadtbusse oder Expressbusse) leider nicht im Pass enthalten sind.
- Falls ihr Richtung Kyoto oder Osaka wollt: Der Tokaido Shinkansen ist mit diesem Pass nicht nutzbar, da er nur für den Norden gilt.
- Für die Wintersport-Fans unter euch: Der Bahnhof Gala-Yuzawa ist nur während der Skisaison geöffnet – außerhalb dieser Zeit ist der nahegelegene Bahnhof Echigo-Yuzawa eure beste Anlaufstelle.
Sitzplatzreservierungen: Stressfrei reisen
In Japan wird für viele Shinkansen die Reservierung von Sitzplätzen empfohlen. Das Beste für euch: Sitzplatzreservierungen sind im Pass kostenlos enthalten! Ihr könnt eure Plätze ganz einfach an den hellgrünen Ticketautomaten in den Bahnhöfen reservieren (hier gibt’s die Anleitung) oder ihr nutzt das Online-Reservierungssystem von JR East schon vor eurer Reise. So stellt ihr sicher, dass ihr und eure Reisebegleitung immer zusammen sitzt.

So bekommt ihr den Pass
Der Kauf des JR East-South Hokkaido Rail Pass ist denkbar einfach:
- Online-Kauf: Bestellt den Pass am besten vorab online*. Ihr erhaltet dann einen Voucher (Austauschbeleg).
- Umtausch in Japan: Wenn ihr in Japan ankommt, geht ihr zu einem der JR Travel Service Center (z.B. an den Flughäfen Narita/Haneda oder in den großen Bahnhöfen wie Tokyo, Shinjuku oder Ueno).
- Wichtig: Ihr müsst euren physischen Reisepass vorlegen. Achtet darauf, dass ihr bei der Einreise den Aufkleber „Temporary Visitor“ erhaltet – ohne diesen bekommt ihr den Pass leider nicht ausgehändigt.
Tipps für eure Planung
- Timing ist alles: Da der Pass an 6 aufeinanderfolgenden Tagen gilt, solltet ihr eure „großen“ Fahrten (z.B. von Tokyo ganz hoch nach Sapporo) genau in dieses Fenster legen.
- Gepäck-Check: In den Shinkansen gibt es spezielle Regeln für übergroßes Gepäck (Koffer mit einem Gesamtmaß über 160 cm). Am Besten versendet Ihr Euren Koffer per Takuhaibin-Service. Falls das nicht möglich ist, reserviert euch am besten Plätze in der letzten Reihe, dort ist Platz für eure großen Koffer.
- Abstecher nach Nikko: Da die Tobu-Linie inklusive ist, könnt ihr einen tollen Tagestrip zu den Tempeln von Nikko einplanen, ohne extra zu zahlen.
Fazit: Lohnt sich der JR East-South Hokkaido Rail Pass?
Definitiv! Wenn ihr Lust habt, die Kontraste zwischen der Megacity Tokyo und der wilden, weiten Natur von Hokkaido zu erleben, gibt es keine günstigere und entspanntere Art zu reisen. Ihr spart Zeit, Geld und habt die maximale Freiheit.
Japan ist ein Paradies für Bahnfahrer, aber ohne Pass können die Preise für den Shinkansen schnell euer Urlaubsbudget sprengen. Eine einzige Fahrt von Tokyo nach Sapporo kostet normalerweise fast schon so viel wie der gesamte Pass!
Mit dem JR East-South Hokkaido Rail Pass habt ihr die Kosten fest im Griff. Ihr könnt zwischendurch in Städten wie Sendai, Morioka oder Aomori aussteigen, die Gegend erkunden und später einfach in den nächsten Zug springen.
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