Die Präfektur Fukushima entdecken: 10 Gründe für eure Reise

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Ein sich schlängelnder Fluss fließt durch einen üppig grünen Wald, an dessen Ufer sich ein kleines Dorf mit bunten Dächern schmiegt, umgeben von Bergen, die in der malerischen Präfektur Fukushima im Herbstlaub erstrahlen.

Wer Fukushima hört, der hat wahrscheinlich sofort ein Bild vor Augen: Die Atomkatastrophe von 2011. Doch dies ist nur ein kleiner Teil einer wirklich beeindruckenden Präfektur, deren Besuch sich auf jeden Fall lohnt. Denn Fukushima ist eine Region, die an Vielfalt kaum zu übertreffen ist und darauf wartet, von euch entdeckt zu werden. Gelegen im Süden der Region Tohoku, bietet diese unterschätzte Perle eine faszinierende Mischung aus unberührter Natur, tief verwurzelter Geschichte, herzlicher Gastfreundschaft und kulinarischen Höhepunkten.

Vergesst die alten Klischees und öffnet euren Blick für eine Destination, die Tradition und Moderne auf einzigartige Weise verbindet. Ob ihr auf der Suche nach epischen Outdoor-Abenteuern seid, in die Geheimnisse der Samurai eintauchen wollt oder einfach die Ruhe in traditionellen Onsen-Dörfern sucht – Fukushima wird eure Erwartungen nicht nur erfüllen, sondern meilenweit übertreffen. Die Region hat sich in den letzten Jahren mit einer bewundernswerten Energie neu erfunden und empfängt Reisende mit offenen Armen und Stolz.

Es ist an der Zeit, die Koffer zu packen und ein Japan zu erleben, das authentischer kaum sein könnte. Lasst euch von der Magie einer Präfektur verzaubern, die weitaus mehr zu bieten hat, als die meisten jemals ahnen würden. Hier sind zehn unschlagbare Gründe, warum Fukushima ganz oben auf eurer Bucket List stehen sollte.

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Die historische Samuraikultur in Aizu-Wakamatsu

Taucht ein in die Welt der legendären Krieger und erlebt Geschichte hautnah. Die Stadt Aizu-Wakamatsu gilt als eine der letzten Hochburgen der Samurai und hat sich ihren historischen Charme bis heute bewahrt. Wenn ihr durch die Straßen schlendert, spürt ihr förmlich den Geist der Vergangenheit. Das absolute Highlight eures Besuchs ist die Burg Tsuruga, auch bekannt als Kranichburg. Sie ist die einzige Burg in Japan, die mit roten Dachziegeln gedeckt ist, was ihr ein einzigartiges und elegantes Aussehen verleiht. Im Inneren der rekonstruierten Festung findet ihr ein faszinierendes Museum, das euch die dramatische Geschichte der Boshin-Krieger näherbringt.

Ein weiteres Must-See ist der Hügel Iimori-yama, eine Gedenkstätte für die tragische Geschichte des Byakkotai (des Weißen Tigerkorps) – einer Gruppe junger Samurai, die sich im Krieg rituell das Leben nahmen, weil sie fälschlicherweise glaubten, ihre Burg sei gefallen. Ganz in der Nähe befindet sich das architektonische Wunderwerk Sazaedo, ein hölzerner Tempelturm mit einer doppelten Helix-Treppe, sodass sich auf- und absteigende Besucher niemals begegnen. Kulinarisch solltet ihr euch das traditionelle Kozuyu nicht entgehen lassen, eine klare Suppe, die einst den Samurai bei Festlichkeiten serviert wurde. Aizu-Wakamatsu bietet euch eine authentische Zeitreise, die den Ehrenkodex des Bushido im modernen Japan lebendig hält.

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Ein traditionelles Gebäude in Fukushima mit Ziegeldach, weißen Stoffvorhängen, die mit Blumenwappen verziert sind, einer Steinlaterne, Topfpflanzen und Bäumen in einer ruhigen Gartenanlage unter blauem Himmel.

© Fukushima Travel

Das malerische Reetdachdorf Ouchi-juku

Vergesst moderne Betonbauten und reist zurück in die Edo-Zeit (1603–1867). Ouchi-juku war einst eine wichtige Poststation entlang der Shimotsuke-Kaidō-Handelsstraße, die die Region Aizu mit der damaligen Hauptstadt Edo (heute Tokio) verband. Das Besondere an diesem Ort ist, dass er sein historisches Erscheinungsbild fast lückenlos bewahrt hat. Wenn ihr die unbefestigte Hauptstraße entlanggeht, flankiert von plätschernden Wasserkanälen, fühlt ihr euch wie Statisten in einem historischen Film. Die Gebäude links und rechts sind traditionelle, strohgedeckte Häuser, die heute als gemütliche Souvenirläden, Museen oder Restaurants genutzt werden.

Das unbestrittene kulinarische Highlight, das ihr hier unbedingt probieren müsst, sind die Takatō Soba-Nudeln. Das Außergewöhnliche daran: Ihr bekommt kein Besteck, sondern nutzt eine dicke, frische Frühlingszwiebel (Negi) als Essstäbchen. Während ihr die Nudeln zum Mund führt, beißt ihr immer wieder von der Zwiebel ab, was dem Gericht eine angenehme Schärfe verleiht. Nach dem Essen lohnt sich der kurze, aber steile Aufstieg zum Aussichtspunkt am Ende des Dorfes. Von dort oben habt ihr einen atemberaubenden Panoramablick über die gesamte Siedlung, die sich harmonisch in die umliegende Berglandschaft einfügt. Ein Besuch in Ouchi-juku ist Entschleunigung pur für eure Seele und ein unvergessliches Kulturerlebnis.

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Schneebedeckte traditionelle Holzhäuser säumen einen Weg in einem Dorf in Fukushima, umgeben von schneebedeckten Bäumen und Hügeln, und bilden so eine friedliche Winterlandschaft. Ein paar Menschen spazieren die verschneite Straße entlang.

© Fukushima Travel

Die mystischen Fünf-Farben-Seen (Goshiki-numa)

Naturlandschaften wie aus einem Fantasy-Roman erwarten euch im Bandai-Asahi-Nationalpark. Die Goshiki-numa, übersetzt die “Fünf-Farben-Seen”, sind eine Ansammlung von vulkanischen Kraterseen, die durch den gewaltigen Ausbruch des Berges Bandai im Jahr 1888 entstanden sind. Durch die damals freigesetzten Mineralien, die unterschiedliche Tiefe der Becken und das Zusammenspiel mit dem Sonnenlicht schimmern die Seen in den faszinierendsten Farbtönen. Von tiefem Kobaltblau über smaragdgrün und türkis bis hin zu rötlichen Nuancen – jeder See hat seinen ganz eigenen, magischen Charakter und wechselt sein Aussehen je nach Tageszeit und Wetterlage.

Ihr könnt diese Naturschönheit am besten auf dem gut ausgebauten Goshiki-numa-Naturlehrpfad erkunden. Der Wanderweg ist relativ flach, etwa vier Kilometer lang und führt euch in gut einer Stunde an den wichtigsten Seen vorbei. Am größten See, dem Bishamon-numa, habt ihr sogar die Möglichkeit, euch ein Ruderboot zu mieten und die Farbenpracht direkt vom Wasser aus zu erleben. Haltet dabei Ausschau nach den berühmten weißen Karpfen mit einem herzförmigen roten Fleck auf dem Rücken – angeblich bringt es Glück, sie zu sichten. Ob im frischen Grün des Frühlings oder eingebettet in das feurige Laub des Herbstes: Dieses Ökosystem wird eure fotografischen Fähigkeiten und eure Begeisterung für die Natur auf ein neues Level heben.

Unter klarem Himmel umgibt ein schneebedeckter Wald einen grünen See in Fukushima, im Hintergrund ragen hohe, schroffe Berge empor. Die Landschaft wirkt hell und friedlich und fängt die Schönheit des Winters in der Natur ein.

© Fukushima Travel

Sensationelle Sake-Verkostungen in der Champion-Präfektur

Wenn ihr feine Gaumenfreuden schätzt, seid ihr in Fukushima genau richtig, denn die Region ist die unangefochtene Hauptstadt des japanischen Reisweins. Bei den jährlichen Japan National Sake Awards, dem renommiertesten Wettbewerb des Landes, hat Fukushima über viele Jahre hinweg in Folge die meisten Goldmedaillen abgeräumt. Dieses Kunststück verdankt die Präfektur der Kombination aus kristallklarem, weichem Schmelzwasser aus den Bergen, lokal angebautem Qualitätsreis und der jahrhundertelangen Expertise der lokalen Braumeister (Toji). Jede der drei Hauptregionen Fukushimas bringt dabei ihr ganz eigenes Geschmacksprofil hervor.

Ihr habt überall in der Präfektur die Gelegenheit, traditionelle Brauereien (Sakagura) zu besuchen, von denen viele seit der Edo-Zeit in Familienbesitz sind. Bei einer Führung erfahrt ihr alles über den komplexen Brauprozess und dürft euch anschließend durch die verschiedenen Qualitätsstufen probieren – vom fruchtigen Ginjo bis zum kräftigen Junmai. Besonders in den engen Gassen von Aizu-Wakamatsu oder Fukushima-Stadt findet ihr urige Izakayas (japanische Pubs), in denen euch die Wirte den passenden Sake zu lokalen Spezialitäten kredenzen. Für Kenner und Neulinge gleichermaßen ist diese tief verwurzelte Genusskultur ein echtes Offenbarungserlebnis, das euch den immensen handwerklichen Stolz der Region Schluck für Schluck näherbringt.

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Eine Hand hält eine kleine weiße Sake-Tasse mit blauen japanischen Schriftzeichen und einem Kranzmuster; im Hintergrund steht ein großes hölzernes Sake-Fass auf einer Kiesfläche im Freien.

Die spektakuläre Kirschblüte im Tsuruga-Burgpark und Hanamiyama

Die Frühlingszeit verwandelt Fukushima in ein wahrgewordenes rosa Märchen, das selbst erfahrene Japan-Reisende ins Staunen versetzt. Wenn ihr die Kirschblüte (Sakura) ohne die extremen Menschenmassen erleben möchtet, bietet euch diese Präfektur gleich mehrere Weltklasse-Spots. Der Tsuruga-Burgpark in Aizu-Wakamatsu ist Heimat von über 1.000 Kirschbäumen. Wenn die zarten Blüten die weißen Burgmauern und die roten Dachziegel umrahmen, entstehen Postkartenmotive an jeder Ecke. Besonders abends, wenn die Bäume kunstvoll illuminiert werden und sich die Blüten im Wassergraben spiegeln, ist die Atmosphäre absolut magisch.

Ein ganz anderes, aber ebenso spektakuläres Erlebnis erwartet euch im Hanamiyama-Park in Fukushima-Stadt. Der Name bedeutet wörtlich “Blumenbetrachtungsberg” und hält genau das, was er verspricht. Es handelt sich um ein privates農地 (Ackerland), das von lokalen Bauern über Generationen hinweg mit unzähligen Arten von Kirschbäumen, Pflaumenbäumen und Rapsfeldern bepflanzt wurde und im Frühling für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Wenn ihr den Berg hinaufwandert, spaziert ihr durch ein wahres Farbenmeer aus Rosa, Weiß und leuchtendem Gelb, während im Hintergrund oft noch die schneebedeckten Gipfel der Azuma-Bergkette aufragen. Diese visuelle Pracht wird sich für immer in euer Gedächtnis einbrennen.

In Fukushima fährt ein grün-silberner Zug auf Gleisen, die von blühenden Kirschbäumen gesäumt sind, während an einem strahlend klaren Tag Menschen auf einem Weg neben den Gleisen spazieren gehen und Fotos machen.

© Depositphotos

Kulinarische Genüsse: Kitakata Ramen und saftige Pfirsiche

Fukushima wird eure Geschmacksknospen auf eine unvergessliche Reise mitnehmen. An erster Stelle stehen hier die weltberühmten Kitakata Ramen. Die kleine Stadt Kitakata hat gemessen an ihrer Einwohnerzahl eine der höchsten Dichten an Ramen-Shops in ganz Japan. Die Suppe basiert traditionell auf einer klaren, leichten Brühe aus Schweineknochen und Sojasauce, kombiniert mit einzigartigen, dicken und gewellten Nudeln, die besonders viel Suppe aufnehmen. Das Besondere hier: Viele Einheimische essen Ramen schon zum Frühstück, ein Brauch, den ihr als “Asa-Ra” (Morgen-Ramen) unbedingt selbst ausprobieren solltet, um energiegeladen in den Tag zu starten.

Im Sommer verwandelt sich die Präfektur dann in das “Obst-Königreich” Japans. Besonders die Region rund um das Fukushima-Becken ist berühmt für ihre Obstgärten entlang der sogenannten “Fruit Line”. Zwischen Juli und September solltet ihr unbedingt die legendären Pfirsiche (Momo) probieren. Sie sind riesig, unglaublich saftig, zuckersüß und haben eine fast cremige Textur. Viele Farmen bieten euch das “Fruit Picking” an, bei dem ihr für einen Festpreis eine bestimmte Zeit lang so viele frische Pfirsiche direkt vom Baum pflücken und essen könnt, wie ihr schafft. Ein absoluter Traum für jeden Foodie!

Eine Hand, die Essstäbchen hält, hebt gelbe Ramen-Nudeln aus einer Schüssel mit Brühe nach Fukushima-Art und Fleischscheiben, die auf einem Holztisch steht, im Hintergrund sind Holzstühle zu sehen.

© Fukushima Travel

Entspannung pur in den historischen Onsen-Dörfern

Nach einem langen Sightseeing-Tag gibt es nichts Besseres, als euren Körper in den heilenden Gewässern eines traditionellen Thermalbads (Onsen) zu regenerieren. Fukushima ist gesegnet mit einer Fülle von heißen Quellen, die sich in malerischen Dörfern in den Bergen verstecken. Ein herausragendes Beispiel ist das Tsuchiyu Onsen, eingebettet in eine bewaldete Schlucht. Dieses Dorf ist nicht nur für sein mineralreiches Wasser bekannt, sondern auch als Geburtsort der Kokeshi-Puppen – traditionelle, handgeschnitzte Holzkuchen, die ihr überall im Ort als charmante Dekoration und Souvenir entdecken könnt.

Ein weiteres Juwel ist Takayu Onsen, das für sein milchig-blaues, stark schwefelhaltiges Wasser berühmt ist, dem nachgesagt wird, es mache die Haut seidenglatt. Hier gilt noch das Prinzip des “Ganyoku” – das Baden in reinem, unbehandeltem Quellwasser direkt aus der Erde. Wenn ihr in einem der Außenbecken (Rotenburo) sitzt, umgeben von dichtem Grün oder sanft fallendem Schnee, und dem Rauschen der Bäche lauscht, vergesst ihr jeglichen Alltagsstress. Die Kombination aus traditionellen Ryokan-Herbergen, exquisiter regionaler Küche und der tiefenentspannenden Badekultur bietet euch die ultimative japanische Wellness-Erfahrung, die Körper und Geist gleichermaßen revitalisiert.

Ein japanisches Onsen-Freiluftbad mit dampfendem Wasser, das auf einer Holzterrasse unter einem Dach in Fukushima liegt, bietet im Hintergrund einen Blick auf üppig grüne Bäume und einen Wasserfall, der über Felsen hinabstürzt.

© Fukushima Travel

Das majestätische Bandai-Hochland und die Azuma Sky Line

Für alle Outdoor-Enthusiasten und Roadtrip-Liebhaber unter euch ist das Bandai-Hochland (Urabandai) ein absolutes Traumziel. Das Gebiet nördlich des Berges Bandai ist geprägt von einer wilden, vulkanischen Landschaft, dichten Wäldern und glitzernden Seen. Wenn ihr gerne wandert, bietet euch der Aufstieg zum Gipfel des Mount Bandai spektakuläre Panoramablicke über den Inawashiro-See, den viertgrößten See Japans. Im Winter verwandelt sich die gesamte Region in ein erstklassiges Wintersportparadies mit feinstem Pulverschnee und abwechslungsreichen Skipisten, die im Vergleich zu anderen bekannten Skigebieten Japans deutlich weniger überlaufen sind.

Ein absolutes fahrerisches Highlight ist die Bandai-Azuma Skyline. Diese Panorama-Mautstraße schlängelt sich auf einer Länge von knapp 29 Kilometern durch die Azuma-Bergkette und erreicht Höhen von über 1.600 Metern. Wenn ihr diese Straße entlangfahrt, verändert sich die Landschaft dramatisch: Von dichten, grünen Wäldern wechselt die Szenerie plötzlich in eine karge, fast mondähnliche Vulkanlandschaft rund um den Jododaira-Krater. Hier könnt ihr euer Auto abstimmen und in einer kurzen Wanderung den Rand des beeindruckenden Azuma-Kofuji-Kraters umrunden, während unter euch die vulkanischen Gase aus der Erde dampfen. Ein Roadtrip, der euch garantiert den Atem rauben wird.

Ein grün-weißer Zug überquert in Fukushima eine Stahlbrücke über einen sich schlängelnden Fluss, umgeben von dichten, herbstlich gefärbten Bäumen und bewaldeten Hügeln.

© Depositphotos

Traditionelles Handwerk und die Kunst der Kokeshi-Puppen

Fukushimas reiches kulturelles Erbe spiegelt sich nicht nur in seinen Bauwerken, sondern auch in seinem lebendigen Kunsthandwerk wider. Wenn ihr euch für traditionelle Fertigkeiten interessiert, werdet ihr von der Detailverliebt- und Meisterhaftigkeit der lokalen Kunsthandwerker fasziniert sein. Neben den bereits erwähnten Kokeshi-Holzpuppen aus Tsuchiyu, deren minimalistisches Design und handbemalte Gesichter Sammler aus aller Welt anziehen, ist die Region Aizu weltberühmt für ihre Lackwaren (Aizu Shikki). Diese Handwerkskunst blickt auf eine über 400-jährige Geschichte zurück und zeichnet sich durch opulente Gold- und Silberverzierungen auf tiefschwarzem oder rotem Lack aus.

Ein weiteres faszinierendes Kulturgut sind die Akabeko – rote Pappmaché-Kühe mit einem beweglichen Kopf, der bei der kleinsten Berührung charmant hin und her wackelt. Ursprünglich als Spielzeug gedacht, gelten sie heute in ganz Japan als mächtige Glücksbringer und Beschützer vor Krankheiten. Ihr habt in vielen Werkstätten der Präfektur die einzigartige Möglichkeit, an Workshops teilzunehmen. Dort könnt ihr unter Anleitung eure eigene Akabeko-Kuh oder Kokeshi-Puppe bemalen. Dieses Erlebnis verbindet euch direkt mit den Menschen vor Ort und schenkt euch ein zutiefst persönliches, handgemachtes Souvenir für euer Zuhause.

Drei traditionelle japanische Kokeshi-Puppen aus Fukushima mit bemalten Gesichtern und bunten Streifenmustern stehen nebeneinander, teilweise verdeckt von Ästen, die mit kleinen rosa Blüten geschmückt sind.

© Fukushima Travel

Das beeindruckende Soma Nomaoi Festival

Wenn ihr eure Reise perfekt timen möchtet, solltet ihr Ende Juli an die Ostküste der Präfektur reisen, um eines der spektakulärsten und traditionsreichsten Feste Japans mitzuerleben: das Soma Nomaoi. Dieses dreitägige Festival blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück und lässt die militärischen Übungen der alten Samurai-Krieger in der Region Soma wieder auferstehen. Es ist kein zahmer Festumzug, sondern eine hochenergetische, lebendige Demonstration von Reitkunst, Stolz und historischer Authentizität, die euch garantiert eine Gänsehaut bescheren wird.

Über 400 Reiter, gekleidet in schwere, originalgetreue Samurairüstungen und ausgestattet mit Ahnen-Schwertern, versammeln sich zu diesem Event. Zu den absoluten Höhepunkten gehört das “Kachiu-Keiba”, ein rasantes Pferderennen, bei dem die gepanzerten Krieger mit wehenden Bannern über die Rennbahn galoppieren. Ebenso atemberaubend ist das “Shinki-Sogatsusen”, bei dem hunderte Reiter darum kämpfen, im Flug herabsinkende Schreinfahnen zu erbeuten, die mit einer Kanone in den Himmel geschossen werden. Das Donnern der Hufe, das Rufen der Krieger und der Geruch von Staub und Geschichte transportieren euch direkt auf ein mittelalterliches Schlachtfeld. Ein unvergleichliches Spektakel, das den unbeugsamen Geist Fukushimas perfekt verkörpert.

👉 Erfahre mehr über das Soma Nomaoi Festival

Eine große Gruppe von Menschen in traditioneller Samurai-Rüstung reitet auf Pferden und trägt bunte Fahnen während einer historischen Nachstellung in Fukushima, die auf einer grünen Wiese mit Bäumen und Bergen im Hintergrund stattfindet.

© Fukushima Travel

Fazit – Warum Ihr Fukushima eine Chance geben solltet

Fukushima ist weit mehr als nur ein Eintrag im Geschichtsbuch – es ist eine dynamische, bildschöne und zutiefst gastfreundliche Präfektur, die darauf brennt, von euch abseits der touristischen Trampelpfade entdeckt zu werden. Wenn ihr eure Reise hierher plant, entscheidet ihr euch bewusst für ein unverfälschtes, ehrliches Japan.

Die Region punktet mit einer perfekten Balance aus majestätischer, wilder Natur und jahrhundertealten kulturellen Schätzen, die im täglichen Leben der Einwohner fest verankert sind. Ob beim Wandern durch die farbintensiven Kraterseen, beim Fachsimpeln mit lokalen Braumeistern über preisgekrönten Sake oder beim ehrfürchtigen Bestaunen der Samuraigeschichte in Aizu-Wakamatsu – Fukushima berührt, fasziniert und inspiriert auf einer ganz tiefen Ebene. Was diesen Ort jedoch wirklich unvergesslich macht, ist die Herzlichkeit der Menschen, die euch mit einem Stolz und einer Lebensfreude begegnen, die ansteckend wirkt.

Eure Reise hierher unterstützt zudem eine Region, die sich trotz aller widrigen Umstände weiterhin eine glänzende Zukunft aufbaut. Lasst die gängigen Vorurteile hinter euch, vertraut auf eure Entdeckerlust und erlaubt Fukushima, euch komplett zu verzaubern. Ihr werdet mit Erinnerungen nach Hause zurückkehren, die ein Leben lang halten und euer Bild von Japan für immer positiv verändern werden.

Ein grün-weißer Zug fährt auf Gleisen am Ufer eines ruhigen Sees in Fukushima entlang, umgeben von Bäumen und Hügeln, während in der Ferne unter einem bewölkten Himmel ein Dorf zu sehen ist.

© Depositphotos

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Kathleen

Hallo! Ich bin Kathleen - das Gesicht hinter "Verliebt in Japan". Nachdem Japan 2022 über Nacht mein Herz erobert hat, schreibe ich hier seit Oktober 2023 über meine eigenen Japan Reisen (inzwischen war ich fünf mal in Japan), Ziele die noch auf meiner Bucket-Liste stehen und natürlich gebe ich Euch auch Reisetipps, Empfehlungen und Schritt-Für-Schritt-Anleitungen an die Hand.

Inzwischen haben sich hier fast 500 Beiträge angesammelt, die Euch hoffentlich dabei helfen, Eure eigene perfekte Japan-Reise zu planen und bei der Planung und vor Ort nicht in Fettnäpfchen tretet.

Anfang 2024 wurde mir zudem die Ehre zuteil, zum "Hiroshima Tourism Abassador" ernannt zu werden. Für mich eine ganz besondere Ehre, denn Hiroshima liegt mir besonders am Herzen.

Wenn ich nicht gerade für Euch Informationen über Reisen nach Japan zusammenstelle, plane ich meine eigene nächste Japanreise.

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