Ryokan in Japan: Der spannende Guide für eure traditionelle Auszeit
Ein Aufenthalt in einem Ryokan ist weit mehr als nur eine Übernachtung in einem Hotel – es ist eine faszinierende Zeitreise in das traditionelle Herz Japans. Wer die japanische Kultur, die tiefe Verwurzelung der Gastfreundschaft und die Kunst der Entschleunigung hautnah erleben möchte, kommt an dieser klassischen Herberge nicht vorbei. Vom ersten Schritt auf den feinen Tatami-Matten über das entspannende Bad im heißen Thermalwasser bis hin zum kunstvoll servierten Abendessen nach Kaiseki-Art: In einem Ryokan steht das Wohlbefinden der Gäste an absolut oberster Stelle.
Doch so verlockend diese Erfahrung ist, so intensiv wirft sie vor der ersten Buchung oft Fragen auf. Wie läuft der Check-in ab? Welche Verhaltensregeln gilt es in den heißen Quellen zu beachten? Und wie schläft es sich eigentlich auf einem Futon auf dem Boden?
In diesem Blogbeitrag nehme ich euch an die Hand und führt euch Schritt für Schritt durch das Erlebnis Ryokan. Ihr erfahrt alles über den typischen Tagesablauf, die kulinarischen Highlights, die historischen Hintergründe und die subtilen Kniffe der Etikette, damit euer Aufenthalt zu einem unvergesslichen und entspannten Highlight eurer Japanreise wird. Packt den Alltag beiseite und taucht ein in eine Welt voller Ruhe, Harmonie und zeitloser Ästhetik.
Was gibt es hier zu entdecken?
- 1 Unsere Erlebnisse im Roykan
- 2 Was genau ist ein Ryokan? Ein Blick in die Geschichte
- 3 Die Architektur und das Zimmer: Ästhetik des Minimalismus
- 4 Kulinarik auf höchstem Niveau: Das Kaiseki-Menü
- 5 Das Frühstück im Ryokan: Ein kraftvoller Start in den Tag
- 6 Onsen und Sento: Die japanische Badelandschaft
- 7 Der perfekte Tagesablauf: Ein exemplarischer Aufenthalt
- 8 Wichtige Verhaltensregeln und Etikette (Der Ryokan-Knigge kompakt)
- 9 Preisgestaltung und Buchungstipps
- 10 Die bekanntesten Onsen-Städte und ihre Top-Unterkünfte
- 11 FAQ: Häufige Fragen rund um den Ryokan-Aufenthalt
- 11.1 Kann man auch als Alleinreisende(r) im Ryokan übernachten?
- 11.2 Schläft man auf dem Futon nicht furchtbar hart?
- 11.3 Gibt es in den Zimmern auch westliche Toiletten und Badezimmer?
- 11.4 Wie kleidet man sich richtig im Ryokan?
- 11.5 Was passiert, wenn man Tätowierungen hat?
- 11.6 Ist ein Ryokan für Kinder geeignet?
- 12 Fazit – Gönnt Euch eine Auszeit in einem Ryokan
Unsere Erlebnisse im Roykan
Bisher haben wir selbst zwei Mal im Ryokan übernachten. Dass es nicht mehr Übernachtungen waren liegt vor allem daran, dass ich ein Tattoo und damit bisher nie die Onsen – ein Kernelement des Ryokan-Aufenthalts – nicht nutzen konnte. Zudem isst meine Schwester keinen Fisch und ich bin allergisch auf Schalentiere, was die Kaiseki-Menüs nicht gerade zu einer einfachen Aufgabe macht.
Unser erste Aufenthalt in einem Ryokan war gleich bei unserer ersten Reise in Matsumoto. Ein wunderschönes Erlebnis – vor allem das Essen – das wir auf keinen Fall missen möchten. Allerdings hieß das Onsen-Verbot zwei Tage Katzenwäsche am kleinen Waschbecker im Zimmer, und das bei Sommertemperaturen und nachdem wir von Magome nach Tsumago gewandert waren. Die Dusche im nächsten Hotel habe ich auf jeden Fall genossen.
Unsere zweite Ryokan-Übernachtung war auf Miyajima, darüber habe ich auch einen ausführlichen Blogbeitrag geschrieben. Diesmal hatten wir gleich ein Zimmer mit eigenem Bad gebucht. Denn auch hier durfte ich mit Tattoo nicht in das Onsen-Bad. Und wir hatten ohne Abendessen gebucht, denn auch hier hätte uns jede Menge Fisch und Schalentiere erwartet. An sich eine gute Idee, allerdings gibt es Anfang März abends auf Miyajima noch nicht viele Restaurant-Optionen. Aber wir sind satt geworden und hatten wirklich eine tolle Nacht. Und das Frühstück war wirklich ganz vorzüglich.
Ich kann Euch also nur empfehlen, während Eurer Reise nach Japan wenigstens ein Mal in einem Ryokan zu übernachten. Das Erlebnis lohnt sich auf jeden Fall. Und jetzt geht es los mit den Infos.
Was genau ist ein Ryokan? Ein Blick in die Geschichte
Um die Faszination eines Ryokan zu verstehen, hilft ein Blick in die Vergangenheit Japans. Diese traditionellen Herbergen blicken auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück, die bis in die Nara-Zeit (710–794) und Heian-Zeit (794–1185) reicht. Ursprünglich entstanden einfache Unterkünfte, oft betrieben von buddhistischen Mönchen, um Reisenden, Pilgern und Händlern auf den großen Überlandstraßen des Landes – wie der berühmten Tokaido-Straße zwischen Edo (heute Tokio) und Kyoto – Schutz und Rast zu bieten.
Im Laufe der Edo-Zeit (1603–1867) entwickelten sich diese Raststätten zu den Ryokan, wie wir sie heute in ihren Grundzügen kennen. Sie wurden komfortabler, boten gehobene Verpflegung und etablierten den einzigartigen Service, der auf dem Prinzip des Omotenashi basiert – der tiefen, uneigennützigen japanischen Gastfreundschaft, bei der die Wünsche der Gäste vorausgeahnt werden, noch bevor sie ausgesprochen sind.
Während moderne westliche Hotels oft als reine Schlafstätten für die Erkundung einer Stadt genutzt werden, ist der Ryokan selbst das primäre Reiseziel. Ihr bucht keinen Raum, um von dort aus den ganzen Tag unterwegs zu sein; ihr bucht die Herberge, um dort Zeit zu verbringen, zu entspannen, zu speisen und die Atmosphäre aufzusaugen.

Die Architektur und das Zimmer: Ästhetik des Minimalismus
Wenn ihr ein traditionelles Ryokan-Zimmer betretet, fällt sofort die minimalistische, beruhigende Ästhetik ins Auge. Die Räume sind nach den Prinzipien des traditionellen japanischen Designs gestaltet und strahlen eine tiefe Harmonie aus.
Tatami-Matten und der Duft von Reisstroh
Der Boden des Zimmers ist komplett mit Tatami ausgelegt. Diese traditionellen Matten bestehen aus gepresstem Reisstroh und einer Oberfläche aus Binsen (Igusa). Sie verleihen dem Raum einen ganz charakteristischen, leicht grasigen Duft, den viele Reisende für immer mit Japan verbinden werden. Tatami-Matten sind leicht elastisch, weshalb sie niemals mit Straßenschuhen oder Hausschuhen betreten werden dürfen – hier bewegt ihr euch ausschließlich auf Socken oder barfuß. Die Größe japanischer Zimmer wird übrigens auch heute noch oft in der Anzahl der Tatami-Matten (-jo) gemessen.
Shoji und Fusuma
Die Wände und Raumteiler bestehen häufig aus Shoji (Holzgitterrahmen, die mit lichtdurchlässigem Washi-Papier bespannt sind) oder Fusuma (undurchsichtige, oft kunstvoll bemalt Schiebetüren). Diese filigranen Elemente trennen den Wohnbereich von der Veranda (Engawa) oder dem Eingangsbereich ab. Da sie keinen Schall isolieren, herrscht in einem Ryokan von Natur aus eine angenehme, respektvolle Ruhe.

Die Tokonoma-Nische
In fast jedem Zimmer findet ihr die Tokonoma. Dies ist eine kleine, leicht erhöhte künstlerische Nische in der Wand, die nicht als Stauraum dient, sondern rein der Ästhetik gewidmet ist. Dort hängen saisonale Schriftrollen (Kakemono) und es steht oft ein kunstvolles Blumenarrangement (Ikebana) bereit. Diese Dekoration wird von den Gastgebern sorgfältig ausgewählt, um die aktuelle Jahreszeit oder ein bestimmtes Thema zu ehren.
Das wandelbare Zimmer: Vom Wohnraum zum Schlafzimmer
Wenn ihr das Zimmer tagsüber oder am Nachmittag betretet, ist von einem Bett weit und breit nichts zu sehen. In der Mitte des Raumes stehen lediglich ein niedriger Tisch (Chabudai) und bodennahe Stühle mit Rückenlehne, aber ohne Beine (Zaisu). Hier werdet ihr mit einer Tasse grünem Tee und einer kleinen Süßigkeit begrüßt.
Das magische Element: Der Raum verwandelt sich am Abend. Während ihr beim Abendessen seid oder das Bad besucht, betritt das Hotelpersonal diskret euer Zimmer, schiebt den Tisch beiseite und rollt die Futons direkt auf den Tatami-Matten aus. Ein solcher Futon besteht aus einer Liegematte (Shikifuton), einer warmen Decke (Kakefuton) und einem oft mit Buchweizenspreu gefüllten, recht festen Kissen (Makura). Es ist überraschend bequem und sorgt für einen tiefen, erholsamen Schlaf nahe am Boden.
Die Alternative: Westliche Zimmer
Wenn Ihr Probleme mit Futons auf dem Boden habt, dann kann ich Euch beruhigen: Inzwischen gibt es auch einige Ryokan, die Zimmer im westlichen Stil (also mit normalen Betten) anbieten. Unser Ryokan auf Miyajima hatte zum Beispiel solche Betten. Es ist zwar nicht ganz so original wie Räume mit Futons, trotzdem kann man außer den Betten alle Annehmlichkeiten eines Ryokan genießen. Ideal für alle mit Knieproblemen, denn man muss nicht vom Boden aufstehen.
👉 Hier erzähle ich Euch alles über unsere Ryokan-Übernachtung in Miyajima*

Kulinarik auf höchstem Niveau: Das Kaiseki-Menü
Neben dem Schlafen auf dem Futon ist das Essen der unbestrittene Höhepunkt eines Ryokan-Aufenthalts. In den meisten gehobenen Herbergen ist die Halbpension (Abendessen und Frühstück) im Preis inbegriffen. Das Abendessen wird als Kaiseki-Ryori serviert – die traditionelle japanische Haute Cuisine.
Was macht Kaiseki so besonders?
Kaiseki ist nicht einfach nur ein Abendessen, sondern eine multisensorische Kunstform. Es spiegelt die aktuelle Jahreszeit perfekt wider. Verwendet werden ausschließlich frische, regionale und saisonale Zutaten auf höchstem Qualitätsniveau. Die Gerichte sind so konzipiert, dass sie die natürlichen Aromen der Zutaten unterstreichen, anstatt sie mit schweren Saucen zu überdecken.
Auch die optische Präsentation ist meisterhaft. Jede Speise wird auf handverlesenem Geschirr, oft aus kostbarer Keramik oder edlem Lack, angerichtet, das farblich und thematisch auf die Jahreszeit abgestimmt ist. Im Frühling dominieren zarte Kirschblütenmotive und frische Wildkräuter, im Herbst spiegeln sich die warmen Farben des Laubwechsels in den Dekorationen und Zutaten wie Pilzen oder Kastanien wider.

Der Ablauf des Menüs
Ein Kaiseki-Menü besteht aus einer Vielzahl von kleinen Gängen (oft zwischen 9 und 15), die in einer festgelegten Reihenfolge serviert werden. Ein typischer Ablauf umfasst:
- Sakizuke: Ein kleiner, appetitanregender Gruß aus der Küche (ähnlich dem Amuse-Bouche).
- Hassun: Ein kunstvolles Ensemble, das das saisonale Thema der Mahlzeit optisch und geschmacklich setzt.
- Mukozuke: Frischestes, saisonales Sashimi (roher Fisch).
- Wanmono: Eine klare, feine Suppe (oft Suimono), die den Gaumen reinigt.
- Yakimono: Ein gegrilltes Gericht, häufig Fisch oder erstklassiges Wagyu-Rindfleisch.
- Takiawase: Schonend gekochtes Gemüse, oft zusammen mit Tofu oder Fisch serviert.
- Agemono: Frittierte Speisen wie hauchzarte Tempura.
- Gohan, Misoshiru & Tsukemono: Zum Abschluss der herzhaften Gänge werden traditionell Reis, eine Miso-Suppe und eingelegtes Gemüse gereicht.
- Mizumono: Ein leichtes Dessert, beispielsweise exquisites saisonales Obst oder ein traditionelles Wagashi-Süßgebäck.

Wo wird gegessen?
Je nach Ryokan wird das Essen entweder direkt auf eurem Zimmer (Heyashoku) serviert oder in einem privaten Speisezimmer bzw. dem hauseigenen Restaurant eingenommen. Das Essen im Zimmer bietet die maximale Privatsphäre: Eure persönliche Servicekraft bringt jeden Gang einzeln zu euch, erklärt die Zutaten und sorgt dafür, dass ihr euch rundum verwöhnt fühlt.

Das Frühstück im Ryokan: Ein kraftvoller Start in den Tag
Das Frühstück im Ryokan steht dem opulenten Kaiseki-Abendessen in nichts nach und folgt demselben Prinzip von Frische, Ästhetik und Saisonalität. Anstelle eines westlichen Buffets erwartet euch meist ein kunstvoll arrangiertes, traditionelles japanisches Frühstück (Asagohan), das direkt an euren Tisch oder im Zimmer serviert wird.
Das Herzstück der Mahlzeit bildet dampfender, perfekt gekochter japanischer Reis, der oft zusammen mit einer heißen Miso-Suppe gereicht wird. Dazu gesellen sich zahlreiche kleine Schälchen mit Beilagen: ein Stück zarter, gegrillter Fisch (häufig Lachs oder Makrele), Tsukemono (eingelegtes, knackiges Gemüse), Nori (getrocknete Algenblätter zum Einwickeln des Reises) und ein Onsen-Tamago – ein Ei, das langsam im warmen Thermalwasser pochiert wurde, sodass das Eigelb wunderbar cremig bleibt.

Auch herzhafter Tofu, der manchmal direkt am Tisch in einer kleinen Brühe erhitzt wird, gehört oft dazu. Dieses Frühstück mag für westliche Gaumen zunächst ungewohnt herzhaft sein, liefert aber eine unglaublich ausgewogene, nahrhafte Energie für euren bevorstehenden Erkundungstag, ohne schwer im Magen zu liegen. Auf Wunsch bieten viele Häuser aber auch eine westliche Alternative an.

Onsen und Sento: Die japanische Badelandschaft
Ein Ryokan ist untrennbar mit der japanischen Bade- und Entspannungskultur verbunden. Viele Herbergen liegen in ausgewiesenen Vulkan- und Thermalgebieten (wie Hakone, Kinosaki Onsen, Beppu oder Yufuin) und verfügen über eigene Thermalquellen – sogenannte Onsen. Liegt die Herberge nicht an einer natürlichen Quelle, bietet sie dennoch wunderschön gestaltete Gemeinschaftsbäder (Sento) mit heißem Wasser.
Das Tattoo-Thema: Tätowierungen sind in vielen öffentlichen Onsen aufgrund historischer Assoziationen mit der Yakuza (der japanischen Mafia) nach wie vor ein sensibles Thema. Informiert euch vorab beim Ryokan. Viele moderne oder international eingestellte Häuser erlauben es, kleine Tattoos mit wasserfesten Pflastern abzudecken, oder verweisen auf die privaten Kashikiri-Bäder.
👉 Hier findet Ihr alle meine Tipps für einen Onsen-Besuch mit Tattoo
Die verschiedenen Badearten
- Uchiyu: Die Innenbäder, oft großzügig gestaltet und von großen Glasfronten gesäumt.
- Rotenburo: Die absoluten Highlights – Außenbäder im Freien. Hier könnt ihr im heißen Thermalwasser entspannen, während um euch herum der Schnee fällt, der Wind durch die Bambushaine rauscht oder ihr den Blick über die Berge schweifen lasst.
- Kazokuburo / Kashikiri: Private Bäder, die ihr für eine bestimmte Zeit reservieren könnt. Dies ist ideal für Paare, Familien oder Reisende, die Tätowierungen haben oder schlicht mehr Privatsphäre bevorzugen.
Der Onsen-Knigge: Die wichtigsten Regeln
Das gemeinsame Baden im Onsen folgt strikten Regeln, die dem gegenseitigen Respekt und der Hygiene dienen. Wer diese Schritte verinnerlicht, braucht keine Angst vor Fettnäpfchen zu haben:
- Die Geschlechtertrennung: Die Bäder sind fast immer nach Geschlechtern getrennt. Achtet auf die Vorhänge (Noren) am Eingang: Blau steht meist für Männer (男), Rot/Rosa für Frauen (女). Die Zuweisung kann sich am Morgen ändern, damit alle Gäste in den Genuss beider Badestile kommen – schaut also immer genau hin!
- Komplette Nacktheit: Im Badebereich ist Badekleidung strikt verboten. Ihr betretet das Wasser komplett nackt. Im Umkleideraum legt ihr eure gesamte Kleidung in die bereitstehenden Körbe oder Schließfächer.
- Gründliche Vorreinigung: Bevor ihr auch nur einen Fuß in das eigentliche Badebecken setzt, müsst ihr euch komplett reinigen. Dafür gibt es Waschstationen mit kleinen Hockern, Spiegeln, Duschköpfen, Seife und Shampoo. Setzt euch auf den Hocker und wascht euch gründlich von Kopf bis Fuß. Jede Spur von Seife muss abgespült werden.
- Das kleine Handtuch: Ihr bekommt ein kleines Waschtuch (Tenugui) ausgehändigt. Dieses dürft ihr mit in den Badebereich nehmen. Es darf jedoch niemals das Badewasser berühren! Platziert es während des Badens einfach auf eurem Kopf (zusammengefaltet) oder legt es am Beckenrand ab.
- Kein Schwimmen, kein Springen: Das Onsen-Becken ist ein Ort der absoluten Ruhe und Kontemplation. Bewegt euch ruhig, gleitet entspannt ins Wasser und vermeidet laute Gespräche oder Spritzer.
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Der perfekte Tagesablauf: Ein exemplarischer Aufenthalt
Damit ihr eine genaue Vorstellung davon bekommt, wie sich das Erlebnis Ryokan anfühlt, werfen wir einen Blick auf den typischen Ablauf von der Ankunft bis zur Abreise.
15:00 Uhr – Die Ankunft und der Check-in
Ihr erreicht das Ryokan am Nachmittag. Schon am Eingang werdet ihr herzlich begrüßt. Hier gilt die erste goldene Regel: Schuhe aus! Ihr tauscht eure Straßenschuhe gegen die bereitgestellten Gäste-Hausschuhe. Euer Gepäck wird oft direkt auf euer Zimmer gebracht. Beim Check-in besprecht ihr direkt die festen Zeiten für das Abendessen und das Frühstück am nächsten Morgen.
15:30 Uhr – Ankommen im Zimmer
Eure Servicekraft führt euch zum Zimmer, erklärt die Besonderheiten und bereitet frischen grünen Tee zu. Ihr streift die Hausschuhe am Eingang des Zimmers ab, betretet die Tatami-Matten und genießt die Ruhe.
16:00 Uhr – Der Wechsel in den Yukata
Im Zimmer findet ihr im Schrank traditionelle, leichte Baumwollkimonos – die Yukata. Sie dienen im Ryokan als bequeme Freizeitkleidung, in der ihr euch im gesamten Haus frei bewegen dürft: im Zimmer, auf dem Weg zum Onsen, beim Abendessen und sogar bei einem kleinen Spaziergang in der direkten Umgebung der Herberge.
Wichtig beim Anlegen des Yukata: Schlagt immer die linke Seite über die rechte Seite! Die umgekehrte Variante (rechts über links) ist in Japan ausschließlich für Leichen bei Beerdigungen reserviert. Bindet den Gürtel (Obi) locker um die Hüfte. Bei kühlerem Wetter liegt oft noch eine warme Weste (Haori) bereit.
16:30 Uhr – Der erste Onsen-Besuch
Ihr schlüpft in eure Yukata, packt das kleine Handtuch ein und macht euch auf den Weg zum Thermalbad, um den Reisestaub abzuwaschen und die Muskeln zu lockern.
18:30 Uhr – Das kulinarische Festmahl
Pünktlich zur vereinbarten Zeit wird das Kaiseki-Menü serviert. Nehmt euch Zeit, genießt jeden Bissen und lasst euch von der Vielfalt der Aromen verzaubern.
21:00 Uhr – Die Abendruhe
Wenn ihr nach dem Essen in euer Zimmer zurückkehrt, haben die guten Geister des Hauses bereits die Futons für euch hergerichtet. Viele Gäste nutzen die späten Abendstunden für einen zweiten, besonders ruhigen Besuch im Onsen, da das warme Wasser herrlich müde macht.
07:30 Uhr – Der Morgen und das Frühstück
Nach dem Aufstehen könnt ihr den Tag mit einem kurzen Bad im Onsen beginnen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Danach wartet das Frühstück auf euch. Auch dieses ist traditionell sehr reichhaltig und besteht meist aus Reis, Miso-Supe, gegrilltem Fisch (wie Lachs oder Makrele), Onsen-Ei, Algenblättern (Nori) und verschiedenen eingelegten Gemüsesorten. Es liefert die perfekte Energie für den bevorstehenden Reisetag.
10:00 Uhr – Check-out und Abschied
Nach dem Frühstück packt ihr eure Sachen, tauscht die Hausschuhe wieder gegen eure Straßenschuhe und bezahlt die Rechnung. Die Gastgeber verabschieden euch oft mit einer tiefen Verbeugung an der Tür, bis ihr außer Sichtweite seid.

Wichtige Verhaltensregeln und Etikette (Der Ryokan-Knigge kompakt)
Damit euer Aufenthalt harmonisch verläuft, solltet ihr diese grundlegenden Regeln der japanischen Etikette im Hinterkopf behalten:
- Pünktlichkeit ist oberstes Gebot: Die Zeiten für das Essen und den Check-in sind in einem Ryokan exakt getaktet, um die Speisen frisch und in perfekter Temperatur zu servieren. Erscheint daher immer absolut pünktlich.
- Das Hausschuh-System verstehen:
- Straßenschuhe am Haupteingang ausziehen und in die Haus-Hausschuhe schlüpfen.
- Haus-Hausschuhe vor dem Betreten der Tatami-Matten im Zimmer ausziehen (Tatami nur barfuß oder auf Socken).
- Für die Toilette gibt es spezielle, eigene Toiletten-Hausschuhe, die im Waschraum bereitstehen. Wechselt unbedingt vor dem Betreten der Toilette in diese Schuhe – und vergesst bloß nicht, sie danach wieder gegen die normalen Haus-Hausschuhe zurückzutauschen!
- Trinkgeld wird nicht gegeben: In Japan gibt es keine Trinkgeldkultur. Der exzellente Service ist im Preis inbegriffen. Geldscheine, die ihr offen liegen lasst, werden euch das Personal hinterhertragen, weil man denkt, ihr hättet sie vergessen.
- Ruhe bewahren: Ein Ryokan ist eine Oase der Stille. Vermeidet lautes Telefonieren auf den Gängen, lautes Musikhören im Zimmer oder lautstarke Unterhaltungen im Bad.

Preisgestaltung und Buchungstipps
Ein Aufenthalt in einem traditionellen Ryokan ist eine Investition, die sich jedoch absolut lohnt. Die Preise verstehen sich fast immer pro Person und Nacht (nicht pro Zimmer) und beinhalten in der Regel das opulente Abendessen und das Frühstück.
Welche Preisklassen gibt es?
- Einfache / Budget-Ryokan (ca. 8.000 – 15.000 Yen pro Person): Oft familiengeführte, ältere Häuser. Die Zimmer sind traditionell, das Essen ist gut und bodenständig, die Bäder sind oft kleiner und es gibt seltener echtes Thermalwasser (Onsen), sondern normale Heißwasserbäder.In dieser Kategorie verzichtet ihr meist auf ausladende Onsen-Landschaften oder exklusive Zimmer-Dîners, erhaltet dafür aber authentischen, familiären Charme und das klassische Gefühl, auf Tatami-Matten zu schlafen.
- Ryokan Asakusa Shigetsu* (Tokio): Perfekt gelegen im historischen Viertel Asakusa, direkt neben dem berühmten Senso-ji-Tempel. Es bietet ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis und ein öffentliches Bad in der obersten Etage mit Blick auf die Pagode.
- Ryokan Shimizu* (Kyoto): Ein sehr charmantes, funktionales und extrem ausländerfreundliches Haus nur wenige Gehminuten von der Kyoto Station entfernt. Ideal für Einsteiger, die das Futon-Schlafen ausprobieren möchten.
- Gojo Guest House / Ryokan* (Kyoto): Ein wunderschön restauriertes, über 100 Jahre altes Machiya-Holzhaus. Es bietet sehr schlichte, aber unglaublich atmosphärische traditionelle Zimmer zu einem unschlagbaren Preis.
- Mittelklasse-Ryokan (ca. 15.000 – 35.000 Yen pro Person): Hier erhaltet ihr das klassische, vollumfängliche Erlebnis. Wunderschöne Tatami-Zimmer, Zugang zu echten Onsen (oft auch Außenbäder) und ein fantastisches, mehrgängiges Kaiseki-Menü.
- Yoshiike Ryokan* (Hakone): Ein absoluter Favorit in Hakone. Dieses Haus besticht durch einen riesigen, prachtvollen japanischen Landschaftsgarten und exzellente Onsen-Bäder im Innen- und Außenbereich.
- Mount View Hakone* (Hakone): Bekannt für sein seltenes, milchig-weißes Thermalwasser vulkanischen Ursprungs. Die Zimmer sind klassisch-komfortabel und das Kaiseki-Menü am Abend spiegelt die Region wunderbar wider.
- Muromachi Yutone Kyokoyado* (Kyoto): Ein exklusives, kleineres Gasthaus im Herzen von Kyoto. Hier wird extrem viel Wert auf Privatsphäre gelegt. Die Zimmer verfügen über wunderschöne private Badewannen aus Zypressenholz (Hinoki).
- Luxus-Ryokan (ab 40.000 Yen bis weit über 100.000 Yen pro Person): Historische Luxusherbergen, oft in spektakulärer Naturkulisse. Diese Häuser bieten oft private Onsen-Bäder auf dem eigenen Zimmerbalkon, exklusivste Zutaten wie echtes Kobe- oder Matsusaka-Rind und einen absolut makellosen, persönlichen Service.
- KANAYA RESORT HAKONE* (Hakone): Dieses exklusive Luxus-Resort liegt tief in den Wäldern von Hakone eingebettet und kombiniert die absolute Ruhe und Ästhetik eines traditionellen Ryokan mit modernem Premium-Komfort. Zudem ist das Haus für seine exzellente Fine-Dining-Küche weltbekannt, die japanische Saisonalität mit westlichen Einflüssen verbindet.
- Suiran, a Luxury Collection Hotel* (Kyoto): Dieses absolute Spitzenhotel liegt direkt am malerischen Katsura-Fluss in Arashiyama. Es kombiniert den Service eines kaiserlich anmutenden Luxus-Resorts perfekt mit der traditionellen Ryokan-Ästhetik. Einige der exklusiven Zimmer verfügen über eigene, private Onsen-Außenbäder aus Holz auf der Terrasse.
- Hiiragiya* (Kyoto): Gegründet im Jahr 1818, gehört das Hiiragiya zu den geschichtsträchtigsten Adressen Japans. Hier haben schon kaiserliche Familienmitglieder, Literaten und internationale Stars übernachtet. Ein Aufenthalt hier fühlt sich an wie der Besuch eines lebendigen Museums.

Tipps für die Buchung
- Frühzeitig planen: Die besten und beliebtesten Ryokan, besonders in bekannten Onsen-Orten wie Hakone oder Kinosaki, sind oft Monate im Voraus ausgebucht.
- Unter der Woche buchen: Am Wochenende und an japanischen Feiertagen (wie der Golden Week im Mai oder um Neujahr) schnellen die Preise drastisch in die Höhe und die Herbergen sind voll mit einheimischen Kurzurlaubern. Nutzt die Tage von Montag bis Donnerstag für ein entspannteres und günstigeres Erlebnis.
- Allergien vorab anmelden: Da das Kaiseki-Menü lange im Voraus geplant wird, solltet ihr extreme Allergien oder vegetarische/vegane Ernährungswünsche unbedingt direkt bei der Buchung angeben. Spontane Änderungen am Abend sind in der Küche meist nicht mehr möglich.
Die bekanntesten Onsen-Städte und ihre Top-Unterkünfte
Wenn ihr das authentische Ryokan-Erlebnis mit einer tiefen Onsen-Kultur verbinden möchtet, solltet ihr eine der traditionsreichen Thermalbäder-Städte Japans ansteuern. In diesen Orten gehört es zum guten Ton, im Yukata und mit Holzsandalen (Geta) durch die Straßen zu spazieren, um von einem Bad zum nächsten zu wandern.
Hakone
Hakone in der Präfektur Kanagawa ist aufgrund seiner Nähe zu Tokio und des fantastischen Blicks auf den nahegelegenen Fuji das beliebteste Onsen-Ausflugsziel des Landes. Die Region bietet eine enorme Dichte an heißen Quellen inmitten einer dichten, grünen Berglandschaft.
- Hakone Yutowa*: Ein modernes, stilvolles Ryokan-Hotel mit tollen Gemeinschaftsbereichen, Fußbädern im Freien und privaten Onsen-Bädern, die man kostenlos reservieren kann.
- Hakone Ashinoko Hanaori*: Direkt am malerischen Ashi-See gelegen. Es bietet ein spektakuläres Design, Infinity-Fußbäder mit Seeblick und eine gelungene Mischung aus westlichen Betten und japanischem Tatami-Flair.
- Hakone Kowakien Mikawaya Ryokan*: Ein wunderschönes, eher traditionell ausgerichtetes Haus, das für seine Gastfreundschaft, die exzellenten Saisongerichte und ruhigen Badebereiche gelobt wird.

© Kanagawa Prefecture
Kinosaki Onsen (Präfektur Hyogo / Kansai-Region)
Kinosaki ist die wohl atmosphärischste Onsen-Stadt Japans. Ein von Weidenbäumen gesäumter Fluss zieht sich durch den historischen Ortskern. Berühmt ist die Stadt für ihre sieben öffentlichen Badehäuser (Soto-yu). Wer hier in einem Ryokan übernachtet, erhält einen Pass, mit dem man alle sieben Bäder kostenlos besuchen darf.
- Nishimuraya Honkan*: Ein absolut legendäres, über 150 Jahre altes Luxus-Ryokan mit einem atemberaubenden traditionellen Garten. Ein Aufenthalt hier gilt unter Japan-Kennern als das ultimative, klassische Erlebnis.
- Morizuya*: Ein traditionelles, familiengeführtes Haus mitten im Zentrum von Kinosaki. Es ist berühmt für seine herzlichen Gastgeber, ein wunderschönes Höhlenbad im Innenbereich und fantastische Kaiseki-Menüs mit lokaler Matsuba-Krabbe im Winter.
- Kinosaki Onsen Kawaguchiya Honkan*: Ein sehr einladendes Mittelklasse-Ryokan in Flussnähe. Es bietet großzügige Zimmer, ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis und privaten Onsen-Zugang für Paare oder Familien.
© Depositphotos
Beppu (Insel Kyushu)
Beppu, an der Küste der Insel Kyushu gelegen, ist die unumstrittene Welthauptstadt des Thermalwassers. Nirgendwo sonst in Japan sprudelt so viel heißes Wasser aus der Erde. Die Stadt ist weltberühmt für ihre “Höllen” (Jigoku) – spektakuläre, kochend heiße Quellen, die man besichtigen (aber nicht darin baden) kann – sowie für ihre einzigartigen Sand- und Dampfbäder.
- Beppu Showaen*: Ein wunderschönes, traditionelles Ryokan im Stil eines japanischen Modelldorfs, umgeben von herrlicher Natur. Die freistehenden Bungalows bieten ein Maximum an Privatsphäre und exzellente private Thermalbäder.
- ANA InterContinental Beppu Resort & Spa*: Wer den ultimativen Luxus sucht und das traditionelle Onsen-Erlebnis mit dem Service eines 5-Sterne-Resorts verbinden möchte, ist hier richtig. Die Anlage thront über der Bucht von Beppu und bietet einen atemberaubenden Infinity-Onsen-Pool.
- Terrace Midoubaru*: Ein architektonisches Highlight im modernen, minimalistischen Design. Jedes Zimmer verfügt über eine eigene Terrasse mit einem privaten halboffenen Onsen-Bad, das einen spektakulären Blick über die rauchende Stadt und das Meer freigibt.

FAQ: Häufige Fragen rund um den Ryokan-Aufenthalt
Kann man auch als Alleinreisende(r) im Ryokan übernachten?
Ja, das ist grundsätzlich möglich, allerdings bieten nicht alle traditionellen Ryokan Einzelzimmer an, da das Konzept stark auf Paare, Familien oder Gruppen ausgelegt ist. Manche Häuser verlangen von Alleinreisenden einen Aufpreis für die Einzelbelegung eines Doppelzimmers. Sucht bei den Buchungsportalen gezielt nach Angeboten für "1 Gast".
Schläft man auf dem Futon nicht furchtbar hart?
Das ist ein weit verbreiteter Mythos. Da die Futons direkt auf den elastischen Tatami-Matten und nicht auf hartem Beton oder Holz ausgelegt werden, ist die Liegefläche angenehm gedämpft. Viele Menschen mit Rückenbeschwerden empfinden das Schlafen auf einem hochwertigen japanischen Futon sogar als extrem wohltuend und erholsam.
Gibt es in den Zimmern auch westliche Toiletten und Badezimmer?
In modernen oder renovierten Ryokan verfügen die Zimmer fast immer über eine eigene, hochmoderne westliche Toilette (oft mit den beliebten Washlet-Funktionen). Ein eigenes Duschbad im Zimmer ist dagegen in sehr traditionellen Häusern nicht immer Standard, da davon ausgegangen wird, dass die Gäste ohnehin die großzügigen Gemeinschaftsbäder oder das Onsen nutzen. Die Zimmerausstattung solltet ihr daher bei der Buchung genau prüfen.
Wie kleidet man sich richtig im Ryokan?
Die meiste Zeit über werdet ihr euch im bereitgestellten Yukata bewegen. Ihr tragt ihn zum Essen, zum Onsen und beim Entspannen im Zimmer. Unter dem Yukata könnt ihr eure normale Unterwäsche tragen. Wenn ihr das Ryokan für einen längeren Ausflug in die Stadt verlasst, zieht ihr einfach eure ganz normale Alltagskleidung wieder an.
Was passiert, wenn man Tätowierungen hat?
Das hängt stark von der Politik des jeweiligen Hauses ab. In den Gemeinschaftsbädern sind Tattoos nach wie vor oft untersagt. Die beste Lösung für tätowierte Reisende ist die Buchung eines Zimmers mit privatem Onsen auf dem Balkon oder die Nutzung eines Kashikiri (einem privaten Onsen-Bad zur stundenweisen Miete), bei dem niemand euer Tattoo sieht. Viele moderne Ryokan drücken bei ausländischen Gästen mittlerweile auch ein Auge zu oder bieten Abdeckpflaster an.
Ist ein Ryokan für Kinder geeignet?
Viele Ryokan heißen Familien herzlich willkommen. Die weitläufigen Zimmer bieten viel Platz zum Ausbreiten der Futons. Allerdings solltet ihr bedenken, dass in einem Ryokan eine sehr ruhige, fast meditative Atmosphäre herrscht. Lebhaftes Herumrennen oder lautes Schreien auf den Gängen wird ungern gesehen. Viele Häuser bieten spezielle Kindermenüs an, die etwas einfacher gestaltet sind als das komplexe Kaiseki-Essen für Erwachsene.

Fazit – Gönnt Euch eine Auszeit in einem Ryokan
Der Aufenthalt in einem traditionellen Ryokan ist zweifellos eine der bereicherndsten Erfahrungen, die ihr auf eurer Reise durch Japan machen könnt. Es ist weit mehr als nur ein Ort zum Schlafen – es ist ein tiefes Eintauchen in die Seele der japanischen Kultur, das euch die Werte von Achtsamkeit, Respekt und vollendeter Gastfreundschaft auf ganz intime Weise näherbringt. Die anfängliche Sorge vor den vielen kleinen Regeln und Bräuchen der Etikette verfliegt meist schon in den ersten Minuten nach der Ankunft, da das Personal euch stets mit unendlicher Geduld, Nachsicht und einem warmen Lächeln begleitet.
Ob ihr euch nun für ein historisches Haus in den nebligen Bergen von Hakone entscheidet oder eine familiäre Herberge in den Gassen von Kyoto wählt: Die Kombination aus dem beruhigenden Duft der Tatami-Matten, der wohltuenden Wärme eines Onsen-Bades unter freiem Himmel und den visuellen sowie geschmacklichen Explosionen eines meisterhaften Kaiseki-Menüs wird sich tief in euer Gedächtnis einprägen. Gönnt euch diesen Luxus der Entschleunigung für mindestens eine oder zwei Nächte eurer Reise. Ihr werdet die Herberge nicht nur körperlich erholt, sondern auch mit einem völlig neuen Verständnis für den japanischen Lebensstil verlassen.
Habt Ihr schon einmal im Ryokan übernachtet? Wie hat es Euch gefallen? Habt Ihr noch Fragen zu einem Aufenthalt im Ryokan? Dann hinterlasst mir gerne einen Kommentar.

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Hallo! Ich bin Kathleen - das Gesicht hinter "Verliebt in Japan". Nachdem Japan 2022 über Nacht mein Herz erobert hat, schreibe ich hier seit Oktober 2023 über meine eigenen Japan Reisen (inzwischen war ich fünf mal in Japan), Ziele die noch auf meiner Bucket-Liste stehen und natürlich gebe ich Euch auch Reisetipps, Empfehlungen und Schritt-Für-Schritt-Anleitungen an die Hand.
Inzwischen haben sich hier fast 500 Beiträge angesammelt, die Euch hoffentlich dabei helfen, Eure eigene perfekte Japan-Reise zu planen und bei der Planung und vor Ort nicht in Fettnäpfchen tretet.
Anfang 2024 wurde mir zudem die Ehre zuteil, zum "Hiroshima Tourism Abassador" ernannt zu werden. Für mich eine ganz besondere Ehre, denn Hiroshima liegt mir besonders am Herzen.
Wenn ich nicht gerade für Euch Informationen über Reisen nach Japan zusammenstelle, plane ich meine eigene nächste Japanreise.

