Präfektur Okayama – 10 Gründe für eure Reise in das Land des Sonnenscheins

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Ein ruhiger Fluss schlängelt sich durch eine Stadt in der Präfektur Okayama, mit einem Fußgängerweg entlang des Ufers, einem kleinen angedockten Boot, Gebäuden auf der linken Seite, einer Brücke in der Ferne und Bäumen auf der rechten Seite unter einem teilweise bewölkten Himmel - perfekt für eine Reise ins Land des Sonnenscheins.

Wenn Ihr nach einem Ort sucht, der authentische Geschichte, atemberaubende Gärten und das beste Obst des Landes vereint, dann führt kein Weg an der Präfektur Okayama vorbei. Bekannt als „Hare no Kuni“ – das Land des Sonnenscheins – genießt diese Region mehr Sonnentage als fast jeder andere Teil Japans. Das sorgt nicht nur für gute Laune bei Euren Erkundungstouren, sondern auch für eine landwirtschaftliche Vielfalt, die Ihr schmecken könnt. Okayama liegt strategisch perfekt am Seto-Binnenmeer und ist mit dem Shinkansen blitzschnell erreichbar. Dennoch bewahrt sich die Region eine entspannte Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt.

Macht Euch bereit für eine Reise durch weite Reisfelder, historische Viertel und moderne Kunstinseln. Hier erfahrt Ihr, warum Okayama unbedingt auf Eure Bucket-List gehört.

Ein traditionelles japanisches Schlossgebäude mit weiß verputzten Wänden, hölzernen Akzenten und einem Ziegeldach steht in der Präfektur Okayama, Land des Sonnenscheins, umgeben von Bäumen und in warmes Sonnenlicht getaucht.

Der Korakuen-Garten: Einer der drei schönsten Gärten Japans

Wenn Ihr in Okayama seid, ist der Besuch des Korakuen-Gartens absolute Pflicht. Er wird offiziell als einer der „Drei Berühmtesten Gärten Japans“ (Nihon Sanmeien) geführt und das aus gutem Grund. Im Gegensatz zu vielen anderen japanischen Gärten, die oft dicht bewachsen oder sehr klein verwinkelt sind, besticht der Korakuen durch seine weiten Rasenflächen und die offene Gestaltung. Er wurde bereits im Jahr 1700 fertiggestellt und hat sich sein historisches Antlitz weitestgehend bewahrt. Wenn Ihr durch die Anlage spaziert, werdet Ihr merken, wie harmonisch sich die Teiche, Hügel und Teehäuser in die Landschaft einfügen.

Ein besonderes Highlight ist der Blick auf die Burg von Okayama, die im Hintergrund über den Bäumen thront und ein perfektes Fotomotiv bietet. Ihr könnt hier stundenlang wandeln, die Kraniche beobachten, die im Garten gepflegt werden, oder in einem der traditionellen Teehäuser eine Pause einlegen. Besonders im Frühling zur Kirschblüte oder im Herbst, wenn sich die Ahornbäume tiefrot färben, zeigt der Garten eine Pracht, die Euch sprachlos machen wird.

Es ist ein Ort der absoluten Ruhe inmitten der Stadt, an dem Ihr die hohe Kunst der japanischen Landschaftsgestaltung hautnah erleben könnt. Der Garten nutzt die Technik des „Shakkei“ (entliehene Kulisse), bei der die umliegenden Berge und Gebäude so in das Design einbezogen werden, dass der Garten unendlich groß wirkt.

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Ein Park am Flussufer in der Präfektur Okayama mit grünen und braunen Bäumen, offenen Wiesen und Wegen, vor Stadtgebäuden und Bergen unter teils bewölktem Himmel - ein perfekter Ort für eine Reise ins Land des Sonnenscheins.

Die Burg Okayama: Die schwarze Krähenburg

Direkt gegenüber dem Korakuen-Garten, nur durch den Asahi-Fluss getrennt, liegt die markante Burg Okayama. Ihr werdet sofort den Unterschied zu den meist weißen Burgen Japans wie Himeji bemerken: Die Fassade der Burg Okayama ist tiefschwarz gestrichen, was ihr den Spitznamen „U-jo“ oder „Krähenburg“ eingebracht hat. Dieses imposante Bauwerk ist eine Rekonstruktion des Originals aus dem 16. Jahrhundert, doch das tut der Atmosphäre keinen Abbruch. Das Äußere wirkt majestätisch und fast ein wenig mysteriös, während das Innere modern gestaltet ist und Euch tief in die Geschichte der Samurai-Clans eintauchen lässt, die einst über diese Region herrschten.

Für Euch gibt es im Inneren viel zu entdecken: Ihr könnt zum Beispiel originalgetreue Rüstungen bewundern oder Euch selbst in ein traditionelles Gewand hüllen lassen, um ein Erinnerungsfoto zu schießen. Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch der Werkstatt für Bizen-Keramik direkt in der Burg, wo Ihr selbst Hand anlegen könnt. Wenn Ihr die oberste Etage erreicht, bietet sich Euch ein fantastischer Panoramablick über den Fluss und den Korakuen-Garten.

Abends wird die Burg oft beleuchtet und wirkt dann fast wie ein Schattenbild gegen den Nachthimmel. Es ist diese Kombination aus wehrhafter Architektur und eleganter schwarzer Ästhetik, die die Burg zu einem der markantesten Wahrzeichen der Region macht und Euren Besuch kulturell perfekt abrundet.

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Traditionelles japanisches Schloss mit weißen Wänden, schwarzen Akzenten und goldenen Verzierungen, umgeben von Bäumen in der Präfektur Okayama - bekannt als das Land des Sonnenscheins - unter einem blauen Himmel mit vereinzelten Wolken.

Das historische Kurashiki Bikan Viertel

Ein Katzensprung von der Stadt Okayama entfernt liegt Kurashiki, und dort werdet Ihr Euch fühlen, als hättet Ihr eine Zeitmaschine bestiegen. Das Bikan-Viertel ist berühmt für seine gut erhaltenen Lagerhäuser aus der Edo-Zeit, die mit ihren weißen Wänden und schwarzen Ziegeln entlang eines malerischen Kanals stehen. Früher dienten diese Gebäude als Reisspeicher, heute beherbergen sie charmante Cafés, kleine Boutiquen und Museen. Ihr könnt Euch in einem kleinen Boot über den Kanal staken lassen und die Weiden bewundern, die ihre Zweige sanft ins Wasser hängen lassen. Diese Szenerie ist so idyllisch, dass Ihr vermutlich alle paar Meter anhalten werdet, um Fotos zu machen.

In Kurashiki findet Ihr auch das Ohara Museum of Art, das erste Museum für westliche Kunst in Japan, das eine beeindruckende Sammlung von Werken von Monet bis Picasso beherbergt. Es ist diese Mischung aus japanischer Tradition und frühem westlichen Einfluss, die das Viertel so einzigartig macht. Wenn die Sonne untergeht und die Gaslaternen am Kanalufer entzündet werden, entwickelt Kurashiki eine magische, fast melancholische Schönheit. Ihr könnt durch die engen Gassen schlendern, in denen keine Autos fahren dürfen, und die handgefertigten Waren der lokalen Kunsthandwerker bestaunen. Ob Ihr auf der Suche nach hochwertigem Denim seid oder einfach nur die Ruhe genießen wollt – das Bikan-Viertel wird Euer Herz im Sturm erobern.

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Drei Personen mit traditionellen Hüten sitzen in einem Holzboot auf einem Kanal in Okayama, geführt von einem Mann in Rot. In der Nähe stehen ein weißes Gebäude und eine gewölbte Steinbrücke, ein Baum und eine Rikscha deuten auf diese Reise durch das Land des Sonnenscheins hin.

Kojima Jeans Street: Die Wiege des japanischen Denims

Wusstet Ihr, dass Okayama das Mekka für Denim-Liebhaber weltweit ist? Im Stadtteil Kojima in Kurashiki wurde die erste Jeans Japans hergestellt, und heute ist die „Jeans Street“ ein absolutes Highlight für alle, die Qualität und Handwerk schätzen. Wenn Ihr die Straße entlanglauft, werdet Ihr überall blaue Akzente sehen – sogar die Bushaltestellen und Getränkeautomaten sind im Jeans-Look gestaltet, und über Euren Köpfen hängen echte Jeanshosen wie Fahnen im Wind. Hier findet Ihr zahlreiche Flagship-Stores von weltberühmten Marken wie Momotaro Jeans oder Japan Blue Jeans.

Was diese Straße so besonders macht, ist die Detailverliebtheit. Ihr kauft hier keine Massenware, sondern echte Handwerkskunst. Viele der Läden haben ihre eigenen kleinen Werkstätten direkt hinter dem Verkaufsraum, in denen noch auf alten Webstühlen gearbeitet wird. Ihr könnt die schweren, indigo-gefärbten Stoffe fühlen und Euch oft sogar Eure ganz persönliche Jeans anfertigen lassen – von den Knöpfen bis hin zur Farbe der Nähte. Selbst wenn Ihr keine Mode-Freaks seid, ist die Atmosphäre in Kojima faszinierend. Es ist die Leidenschaft der lokalen Hersteller für ihr Produkt, die Ihr in jedem Geschäft spürt. Und wer kann schon von sich behaupten, eine Jeans direkt aus dem „Denim-Himmel“ Japans mit nach Hause gebracht zu haben? Ein blaues Souvenir ist hier fast schon Pflicht.

Eine dunkle Stofftasche mit rotem Riemen und dem weißen Motiv eines Kaninchens, das über Wellen im Inneren einer Mondsichel springt. Inspiriert vom Land des Sonnenscheins, bringt diese Tasche den Charme von Präfektur Okayama auf Ihre Reise.

Die Legende von Momotaro

Wenn Ihr durch Okayama reist, wird Euch ein kleiner Junge begegnen, der aus einem Pfirsich geboren wurde: Momotaro. Er ist der Held einer der berühmtesten Volkssagen Japans, und Okayama beansprucht stolz den Ursprung dieser Geschichte für sich. Überall in der Stadt werdet Ihr Statuen von Momotaro und seinen tierischen Begleitern – einem Hund, einem Affen und einem Fasan – finden. Sogar auf den Kanaldeckeln ist er verewigt. Die Legende besagt, dass Momotaro gegen Dämonen (Oni) auf einer fernen Insel kämpfte, und viele der Schauplätze in der Präfektur sind mit dieser Erzählung verknüpft (hier findet Ihr übrigens ein tolles Videos über die Geschichte) .

Besonders spannend ist für Euch ein Besuch des Kibitsu-Schreins. Er ist dem Prinzen gewidmet, der als Vorbild für Momotaro gilt. Berühmt ist der Schrein für seinen beeindruckenden, 360 Meter langen überdachten Holzgang, der sich elegant durch die hügelige Landschaft schlängelt. Ein weiteres Highlight ist die „Oni-no-Shiro“ (Dämonenburg) in der Nähe von Soja, eine rekonstruierte Bergfestung mit spektakulärer Aussicht, die eng mit der Legende verbunden ist.

In Okayama verschwimmen Mythos und Realität auf eine sehr charmante Weise. Ihr könnt sogar „Kibi-Dango“ probieren, die Hirseklöße, die Momotaro laut Sage von seinen Eltern als Reiseproviant bekam, um seine tierischen Freunde zu bestechen. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, tiefer in die japanische Folklore einzutauchen und die Region mit den Augen eines Entdeckers zu sehen.

Eine Bronzestatue eines Kriegers in traditioneller japanischer Kleidung steht zusammen mit einem Hund, einem Affen und einem Fasan auf einem Steinsockel vor einem modernen Gebäude - ein ikonischer Anblick für jede Reise durch die Präfektur Okayama im Land des Sonnenscheins.

Kulinarische Genüsse: Das Paradies für Obstliebhaber

Okayama wird nicht ohne Grund das „Obst-Königreich“ Japans genannt. Durch das milde Klima gedeihen hier Früchte, die im Rest des Landes als absolute Luxusgüter gelten. Wenn Ihr zwischen Sommer und Herbst in der Region seid, müsst Ihr die weißen Pfirsiche (Hakuto) probieren. Sie sind so zart und saftig, dass sie förmlich auf der Zunge zergehen und einen Duft verströmen, den Ihr nie vergessen werdet. Ebenso berühmt sind die Muscat-Trauben und die tiefdunklen „Pione“-Trauben, die in Okayama in Perfektion gezüchtet werden. In vielen Cafés könnt Ihr kunstvoll angerichtete Obst-Parfaits genießen, die wie kleine Kunstwerke aussehen.

Aber nicht nur Obst steht auf dem Speiseplan. Da Okayama am Seto-Binnenmeer liegt, ist der Fisch fangfrisch und von herausragender Qualität. Eine lokale Spezialität, die Ihr unbedingt kosten solltet, ist „Barazushi“. Das ist eine Form von Sushi, bei der die Zutaten – meist eine bunte Mischung aus Meeresfrüchten, Gemüse und Ei – dekorativ auf einer Schicht Essigreis verteilt sind. Es entstand ursprünglich als Reaktion auf Sparsamkeitsgesetze in der Edo-Zeit: Die Leute versteckten den teuren Fisch einfach unter einer Schicht Reis, um bescheiden zu wirken. Heute ist es ein Fest für die Augen und den Gaumen.

Wenn Ihr in der Präfektur seid, müsst Ihr unbedingt die Okayama Ramen probieren, die für ihre charakteristische Suppe auf Basis von Schweineknochen und kräftiger Sojasauce bekannt ist. Eine ganz besondere lokale Spezialität sind zudem die Kamo (Enten) Ramen aus der Stadt Kasaoka, bei denen statt Schweinefleisch zarte Scheiben von geschmorter Ente als Topping dienen und der Brühe ein unvergleichlich tiefes Aroma verleihen.

Ob Ihr nun in einem gehobenen Restaurant speist oder Euch auf einem lokalen Markt durchprobiert – die Frische der Produkte in Okayama wird Eure Erwartungen an die japanische Küche noch einmal ein Stück nach oben schrauben.

Eingang zu einer Einkaufsstraße in der Präfektur Okayama, Land des Sonnenscheins, mit einer großen Pfirsich- und grünen Blattdekoration über dem Schild, blauem Himmel im Hintergrund und modernen Gebäuden auf beiden Seiten - ein perfekter Ort für Ihre nächste Reise.

Die Insel Inujima: Kunst und Industrie im Einklang

Für die Kunstliebhaber unter Euch bietet die Präfektur Okayama einen ganz besonderen Schatz: die Insel Inujima. Während viele Reisende nur die berühmte Nachbarinsel Naoshima ( ↗ Führung buchen*) im Blick haben, ist Inujima ein echter Geheimtipp für alle, die es etwas ruhiger und roher mögen. Die Insel war einst ein Zentrum der Kupferverhüttung, und die Überreste der alten Raffinerie wurden auf spektakuläre Weise in das Inujima Seirensho Art Museum verwandelt. Architektur und Natur verschmelzen hier zu einem Gesamtkunstwerk, das die industrielle Vergangenheit der Insel ehrt und gleichzeitig moderne Akzente setzt.

Ihr könnt die Insel bequem zu Fuß erkunden und dabei das „Art House Project“ entdecken. Inmitten des kleinen Dorfes wurden alte Häuser von namhaften Künstlern und Architekten in begehbare Kunstwerke umgewandelt. Es ist faszinierend zu sehen, wie die zeitgenössische Kunst das Leben in diesem abgelegenen Fischerdorf wiederbelebt hat. Der Kontrast zwischen den verrosteten Schornsteinen der alten Fabrik, dem tiefblauen Meer und den modernen Installationen ist einzigartig.

Da Inujima recht klein ist, fühlt sich der Besuch sehr persönlich und entschleunigt an. Ihr werdet kaum Touristenmassen begegnen und könnt die Stille der Insel und die kreative Energie der Kunstwerke ganz in Ruhe auf Euch wirken lassen. Ein Ausflug hierher ist Balsam für die Seele und ein visuelles Abenteuer zugleich.

Ein Zeltplatz mit Holzplattformen auf dem Boden, umgeben von Bäumen in der Präfektur Okayama. Im Hintergrund sind zwei überdachte Freiluftpavillons unter einem teilweise bewölkten Himmel zu sehen - perfekt für eine ruhige, natürliche Reise in das Land des Sonnenscheins.

© Okayama Prefectural Tourism Federation

Bizen-yaki: Die älteste Töpfertradition Japans

In der kleinen Stadt Imbe, einem Teil von Bizen, könnt Ihr in eine Handwerkskunst eintauchen, die über tausend Jahre alt ist. Bizen-yaki ist einer der sechs alten Töpferstile Japans und zeichnet sich durch seine schlichte, erdige Ästhetik aus. Das Besondere daran: Die Keramik wird weder glasiert noch bemalt. Die Farben und Muster entstehen allein durch die Hitze, die Asche und die Platzierung der Stücke im Holzofen während des tagelangen Brennvorgangs. Das Ergebnis ist jedes Mal ein Unikat mit einer rauen, natürlichen Schönheit, die dem japanischen Konzept des „Wabi-Sabi“ – der Schönheit im Unvollkommenen – perfekt entspricht.

Wenn Ihr durch die Straßen von Imbe geht, werdet Ihr hunderte von Schornsteinen sehen, die aus den Häusern ragen. Überall gibt es kleine Galerien und Werkstätten, in denen Ihr den Meistern bei der Arbeit zusehen könnt. Viele Töpfer laden Euch sogar ein, selbst etwas aus dem lokalen Lehm zu formen. Bizen-Ware ist nicht nur dekorativ, sondern auch funktional: Es heißt, dass Wasser in Bizen-Gefäßen länger frisch bleibt und Bier eine besonders feine Schaumkrone entwickelt.

Ein Becher oder eine kleine Vase aus Bizen ist das perfekte Souvenir, das die archaische Kraft der japanischen Erde direkt in Euer Zuhause bringt. Es ist diese tiefe Verbindung zu den Elementen Feuer und Erde, die einen Besuch in Bizen zu einer fast schon meditativen Erfahrung macht.

Ein Set aus handgefertigten Keramikschalen, -tassen und -untertassen mit abstrakten rotbraunen Pinselstrichmustern erinnert an die Wärme des Landes des Sonnenscheins. Das von Okayama inspirierte Set besteht aus zwei Tassen mit Untertassen, zwei Bechern, einer Schale und einem quadratischen Teller.

© Okayama Prefectural Tourism Federation

Die Shizutani-Schule: Bildung in herrlicher Natur

In der Nähe von Bizen liegt ein Ort, der oft übersehen wird, aber architektonisch und historisch absolut faszinierend ist: die Shizutani-Schule. Sie wurde 1670 gegründet und gilt als die älteste öffentliche Schule für das einfache Volk in ganz Japan. In einer Zeit, in der Bildung meist den Samurai vorbehalten war, war dies ein revolutionärer Ansatz. Das Hauptgebäude der Schule ist als Nationalschatz eingestuft und besticht durch seine markanten Dachziegel aus Bizen-Keramik, die in der Sonne rötlich glänzen. Die Architektur strahlt eine enorme Würde und Disziplin aus, die perfekt zum Zweck des Gebäudes passt.

Besonders im Herbst ist die Shizutani-Schule ein Magnet für Besucher, wenn die beiden riesigen Kai-Bäume auf dem Gelände in leuchtendem Gelb und Rot erstrahlen. Ihr könnt durch die weitläufige Anlage spazieren, die von einer kunstvoll geschwungenen Steinmauer umgeben ist, die ohne Mörtel errichtet wurde. Die Ruhe in diesem abgelegenen Tal ist greifbar und lässt Euch nachempfinden, in welcher Atmosphäre die Schüler vor hunderten von Jahren Konfuzius studierten. Es ist ein Ort, der Respekt vor der Gelehrsamkeit und der Natur gleichermaßen vermittelt. Wenn Ihr Euch für die Geistesgeschichte Japans interessiert oder einfach nur ein architektonisches Juwel abseits der Massen sucht, wird Euch die Shizutani-Schule tief beeindrucken.

Ein traditionelles japanisches Holzgebäude mit Ziegeldach liegt auf einer grünen Wiese in der Präfektur Okayama, umgeben von üppigen Bäumen und Hügeln, unter einem hellblauen Himmel mit verstreuten Wolken - ein perfekter Ort für deine nächste Reise ins Land des Sonnenscheins.

© Okayama Prefectural Tourism Federation

Die Aussicht vom Berg Washuzan auf die Seto-Ohashi-Brücke

Zum Abschluss Eurer Reise solltet Ihr Euch einen Moment gönnen, um die gewaltige Dimension der japanischen Ingenieurskunst und die Schönheit der Natur gleichzeitig zu bestaunen. Der Berg Washuzan bietet Euch den spektakulärsten Blick auf die Seto-Ohashi-Brücke. Dieses monumentale Bauwerk verbindet die Hauptinsel Honshu mit der Insel Shikoku und ist eine der längsten Doppelstockbrücken der Welt. Von den Aussichtsplattformen des Washuzan aus seht Ihr, wie sich die Brücke elegant über die vielen kleinen, grünen Inseln des Seto-Binnenmeeres spannt.

Besonders zum Sonnenuntergang ist der Anblick fast schon magisch, wenn der Himmel sich orange färbt und die Lichter der Brücke und der vorbeiziehenden Schiffe zu glitzern beginnen. Das Seto-Binnenmeer wird oft als das „Mittelmeer Japans“ bezeichnet, und von hier oben versteht Ihr sofort, warum. Die ruhige Wasserfläche, die verstreuten Inseln und die technische Brillanz der Brücke bilden einen Kontrast, der typisch für das moderne Japan ist.

Ihr könnt auf den gut ausgebauten Wanderwegen des Berges spazieren gehen und immer wieder neue Perspektiven auf das Meer und die Brücke entdecken. Es ist der perfekte Ort, um Eure Reise durch Okayama Revue passieren zu lassen und die Weite des Landes in Euch aufzusaugen. Ein Moment purer Freiheit und Schönheit, den Ihr so schnell nicht vergessen werdet.

Eine Hängebrücke spannt sich bei Sonnenuntergang über eine breite Wasserfläche in der Präfektur Okayama, dem Land des Sonnenscheins, mit leuchtenden Stadtlichtern, Inseln und fernen Bergen unter einem farbenfrohen Himmel - ein unvergesslicher Reise-Moment.

© Okayama Prefectural Tourism Federation

Fazit – Warum Okayama auf Eure Bucket-Liste sollte

Okayama ist eine Präfektur, die Euch mit ihrer Vielseitigkeit überraschen wird. Ob Ihr nun durch die Geschichte wandelt, Euch kulinarisch verwöhnen lasst oder Weltklasse-Kunst und Handwerk entdeckt – hier findet Ihr ein Japan, das ehrlich, sonnig und unglaublich gastfreundlich ist.

Packt Eure Koffer und lasst Euch von der Krähenburg und den Pfirsichplantagen verzaubern. Ihr werdet es nicht bereuen!

Ein Schild am Bahnhof Okayama heißt Besucher im Land des Sonnenscheins willkommen und zeigt ein Maskottchen, Weintrauben und Pfirsiche. Der Text ist auf Englisch und Japanisch, darüber sind Deckenleuchten und Lüftungsöffnungen zu sehen.

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