JR Hokuriku Arch Pass: Die smarte Alternative für deine Japan-Reise
Wer zum ersten Mal nach Japan reist, wählt meist die klassische Route: von der pulsierenden Hauptstadt Tokio entlang der Pazifikküste direkt in die historischen Kulturzentren Kyoto und Osaka. Diese Strecke wird traditionell über die Tokaido-Shinkansen-Linie bedient. Doch seit den massiven Preiserhöhungen des landesweiten Japan Rail Pass (JR Pass)* im Herbst 2023 suchen Reisende vermehrt nach intelligenten, budgetfreundlichen Alternativen, die nicht nur den Geldbeutel schonen, sondern auch neue, unentdeckte Facetten Japans eröffnen. Genau hier kommt der JR Hokuriku Arch Pass* ins Spiel.
Dieser regionale Pass bietet eine genial durchdachte Alternative zur klassischen Route. Statt auf direktem, geradem Weg an der dicht besiedelten Südküste entlangzufahren, führt dich dieser Pass in einer eleganten Bogenform (einem „Arch“) von Tokio aus über die japanischen Alpen und entlang des Japanischen Meeres hinunter in die Kansai-Region (Kyoto, Osaka und Nara). Diese Strecke hat sich in den letzten Jahren rasant als die „New Golden Route“ (die neue goldene Route) etabliert.
In diesem Blogbeitrag erfährst du alles, was du über den JR Hokuriku Arch Pass* wissen musst: Was er genau beinhaltet, für wen er sich lohnt, welche spektakulären Zwischenstopps du einlegen kannst, wie die Buchung über Klook* funktioniert und wie du das Maximum an Wert aus diesem Ticket herausholst.
Was gibt es hier zu entdecken?
- 1 Was ist der JR Hokuriku Arch Pass?
- 2 Der Gültigkeitsbereich: Welche Strecken und Züge sind abgedeckt?
- 3 Kostenvergleich: Wann lohnt sich der Pass finanziell?
- 4 Die „New Golden Route“: Traumhafte Zwischenstopps und Reiserouten
- 4.1 Karuizawa: Die Sommerfrische im Grünen
- 4.2 Nagano: Die Stadt der Olympischen Spiele und Tempel
- 4.3 Toyama: Atemberaubende Bergpanoramen und frischester Fisch
- 4.4 Kanazawa: Das historische Juwel der Samurai und Geishas
- 4.5 Fukui: Auf den Spuren der Dinosaurier und des Zen-Buddhismus
- 4.6 Das Finale: Kyoto und Osaka
- 5 Schritt-für-Schritt-Anleitung: Kauf und Aktivierung über Klook
- 6 Sitzplatzreservierungen: So reist du wie ein Profi
- 7 Für wen ist der JR Hokuriku Arch Pass die beste Wahl?
- 8 Exklusive Insider-Tipps für deine Reise mit dem Arch Pass
- 9 Fazit: Die smarte Art, das moderne und traditionelle Japan zu verbinden
Was ist der JR Hokuriku Arch Pass?
Der JR Hokuriku Arch Pass ist ein spezielles, regionales Bahnticket, das gemeinschaftlich von den beiden großen Eisenbahngesellschaften JR East (East Japan Railway Company) und JR West (West Japan Railway Company) herausgegeben wird. Es wurde exklusiv für ausländische Touristen entwickelt, die sich mit einem temporären Besuchervisum („Temporary Visitor“) in Japan aufhalten.
Das Prinzip des Passes ist denkbar einfach, aber extrem wirkungsvoll: Er gewährt dir an 7 aufeinanderfolgenden Kalendertagen unbegrenzte Fahrten auf den Shinkansen-Schnellzügen, Limited Express Trains sowie lokalen JR-Zügen innerhalb des definierten Gültigkeitsbereichs zwischen Tokio und der Kansai-Region (Osaka, Kyoto, Kobe, Nara) über die Hokuriku-Region.
Die Erweiterung des Hokuriku Shinkansen (Wichtige Aktualisierung)
Wer ältere Reiseführer oder Blogbeiträge liest, stolpert oft über veraltete Routenführungen. Ein Meilenstein für diese Strecke war der März 2024: Zu diesem Zeitpunkt wurde die Hokuriku-Shinkansen-Linie von Kanazawa offiziell bis nach Tsuruga verlängert. Seitdem ist die Verbindung zwischen der Hokuriku-Region und der Kansai-Region noch komfortabler, schneller und moderner geworden. Die Fahrzeiten haben sich verkürzt, und das Umsteigen zwischen den superschnellen Shinkansen und den Limited Express Trains (wie dem Thunderbird) verläuft an Bahnhöfen wie Tsuruga absolut reibungslos und barrierefrei.
Der Gültigkeitsbereich: Welche Strecken und Züge sind abgedeckt?
Ein regionaler Pass ist nur so gut wie sein Streckennetz. Der Hokuriku Arch Pass* glänzt mit einer enormen Abdeckung, die weit über eine simple Punkt-zu-Punkt-Verbindung hinausgeht.
Shinkansen-Linien
- Hokuriku Shinkansen: Dies ist das Prachtstück des Passes. Du kannst die Hochgeschwindigkeitszüge auf der gesamten Strecke von Tokio über Nagano und Toyama bis nach Kanazawa und weiter zur neuen Endstation Tsuruga unbegrenzt nutzen. Das Besondere: Auch die superschnellen Kagayaki-Züge (die nur reservierte Sitzplätze haben) sowie die Hakutaka-, Asama– und Tsurugi-Züge sind komplett im Pass enthalten.
Limited Express Züge (Fernverkehr)
Sobald du den Shinkansen an der Endstation Tsuruga verlässt oder dich in der Kansai-Region bewegst, greift das exzellente Netz der Limited Express Züge:
- Thunderbird: Verbindet Tsuruga in Windenseile mit Kyoto und Osaka.
- Shirasagi: Verbindet Tsuruga mit Nagoya (Hinweis: Der Pass deckt die Fahrt nur bis zur Grenze des Gültigkeitsbereichs ab, nicht die gesamte Strecke bis Nagoya Stadt).
- Haruka (Kansai Airport Express): Perfekt für alle, die am Kansai International Airport (KIX) landen oder von dort abfliegen. Die Fahrt zwischen dem Flughafen Osaka und Kyoto bzw. Osaka ist vollständig abgedeckt.
- Narita Express (N’EX): Wenn du am Flughafen Narita (NRT) in Tokio landest, kannst du diesen komfortablen Zug nutzen, um direkt ins Stadtzentrum von Tokio zu gelangen.
Lokale JR-Linien im Stadtverkehr
Ein riesiger Vorteil des Passes ist, dass er auch den Nahverkehr innerhalb der großen Metropolen abdeckt, solange es sich um JR-Linien handelt:
- Tokio: Vollständige Nutzung der berühmten JR Yamanote Line (die Ringlinie, die alle wichtigen Viertel wie Shibuya, Shinjuku, Tokyo Station, Akihabara und Ueno verbindet) sowie der Chuo-Sobu Line.
- Kansai (Osaka/Kyoto/Nara): Die JR Osaka Loop Line sowie die JR-Linien nach Kyoto, Nara und Kobe sind inbegriffen. Du kannst also problemlos Tagesausflüge von Osaka nach Nara unternehmen, um die zahmen Rehe zu sehen, oder nach Kobe fahren, um das weltberühmte Rindfleisch zu probieren.
- Tokyo Monorail: Die Monorail-Verbindung zwischen dem Flughafen Haneda (HND) und dem Bahnhof Hamamatsucho im Zentrum Tokios ist ebenfalls im Pass enthalten.
Nicht-JR-Linien (Sonderregelungen für den Hokuriku-Raum)
Da im Zuge des Shinkansen-Ausbaus einige lokale Strecken von privaten Regionalbahnen übernommen wurden, erlaubt der Pass die Nutzung bestimmter privater Linien, um isolierte JR-Strecken zu erreichen:
- IR Ishikawa Railway: Zwischen Kanazawa und Tsubata (um zur JR Nanao Line in Richtung der Noto-Halbinsel zu gelangen).
- Ainokaze Toyama Railway: Zwischen Toyama und Takaoka (Zugang zur JR Johana/Himi Line).
- HAPI-LINE FUKUI: Zwischen Fukui und Echizen-Hanando (Zugang zur JR Kuzuryu Line).
- Wichtig: Du darfst an den Zwischenstationen dieser spezifischen Privatbahnen nur aussteigen, wenn du auf eine JR-Linie umsteigst. Reine Fahrten zwischen den Stationen der Privatbahnen ohne JR-Bezug sind nicht abgedeckt.
Was ist NICHT enthalten?
Um böse Überraschungen vor Ort zu vermeiden, musst du wissen, was der Pass explizit ausschließt:
- Tokaido Shinkansen: Dies ist der wichtigste Ausschluss. Du kannst mit diesem Pass nicht den direkten Shinkansen von Tokio über Nagoya nach Kyoto/Osaka nehmen. Diese Strecke wird von JR Central betrieben und gehört nicht zum Geltungsbereich.
- U-Bahnen und Busse: Die städtischen U-Bahnen in Tokio, Kyoto oder Osaka (z. B. die Tokyo Metro oder die Kyoto City Busse) sind nicht im Pass enthalten. Hierfür nutzt man am besten eine Prepaid-IC-Karte (wie Suica*, Pasmo oder Icoca).

Kostenvergleich: Wann lohnt sich der Pass finanziell?
Reisen in Japan erfordert eine kluge Budgetplanung. Schauen wir uns die harten Zahlen an, um zu sehen, warum der Hokuriku Arch Pass* ein echter Preis-Leistungs-Knaller ist.
Der aktuelle Preis (Stand 2026)
Wenn du den Pass im Voraus außerhalb Japans über autorisierte Plattformen wie Klook* kaufst, liegt der Preis bei:
- Erwachsene (ab 12 Jahren): 30.000 Yen (ca. 185–195 EUR, je nach Wechselkurs)
- Kinder (6 bis 11 Jahre): 15.000 Yen
(Hinweis: Der Kauf direkt in Japan an einem Ticketschalter ist möglich, kostet jedoch einen Aufpreis von 1.000 Yen. Es lohnt sich also immer, vorab online zu buchen*.)
Eine Beispiel-Kalkulation (Einzelfahrten vs. Pass)
Nehmen wir an, du planst eine klassische 7-tägige Reise von Tokio nach Osaka mit spektakulären Zwischenstopps. Wenn du die Tickets einzeln an den Schaltern der Bahnhöfe kaufen würdest, sähe die Rechnung für die regulären Tarife (inklusive Sitzplatzreservierung in der Hauptsaison) ungefähr so aus:
- Flughafen Narita nach Tokio Zentrum (Narita Express): ca. 3.000 Yen
- Tokio nach Nagano (Hokuriku Shinkansen): ca. 8.500 Yen
- Nagano nach Kanazawa (Hokuriku Shinkansen): ca. 9.000 Yen
- Kanazawa nach Osaka (Hokuriku Shinkansen bis Tsuruga + Limited Express Thunderbird): ca. 8.000 Yen
- Tagesausflug von Osaka nach Nara und zurück (JR Lokale Linien): ca. 1.600 Yen
- Osaka zum Kansai International Airport (Limited Express Haruka): ca. 2.500 Yen
- Fahrten innerhalb Tokios und Osakas (JR Yamanote/Loop Line über die Woche verteilt): ca. 1.500 Yen
Gesamtkosten für Einzelfahrten: ca. 34.100 Yen
Ersparnis mit dem JR Hokuriku Arch Pass: Du zahlst nur 30.000 Yen statt 34.100 Yen. Du sparst also bereits bei einer einfachen Strecke mit ein paar Stopps bares Geld! Wenn du innerhalb der 7 Tage sogar eine Rundreise machst (also von Osaka wieder zurück nach Tokio über die Hokuriku-Route fährst), verdoppeln sich die regulären Fahrtkosten fast, während der Pass-Preis gleich bleibt. In diesem Fall sparst du weit über 20.000 Yen pro Person!
Der Vergleich mit dem großen Japan Rail Pass
Seit dem enormen Preissprung kostet der standardmäßige, landesweite 7-Tage-Japan Rail Pass für ganz Japan* stolze 50.000 Yen.
- Großer JR Pass (7 Tage): 50.000 Yen
- JR Hokuriku Arch Pass (7 Tage): 30.000 Yen
Wenn dein Fokus auf der Achse zwischen Tokio, den Alpen und der Kansai-Region liegt, sparst du mit dem Arch Pass gigantische 20.000 Yen (ca. 125 EUR) pro Person im Vergleich zum nationalen Pass – bei nahezu identischem Nutzen für diese spezifische Reisestrecke.
Die „New Golden Route“: Traumhafte Zwischenstopps und Reiserouten
Der finanzielle Aspekt ist das eine, aber der wahre Wert des JR Hokuriku Arch Pass* liegt in den unvergesslichen Reiseerlebnissen abseits der ausgetretenen Pfade. Die Strecke führt dich durch das kulturelle Herz Japans. Hier sind die absoluten Highlights, die du auf deiner Reise ansteuern solltest:
Karuizawa: Die Sommerfrische im Grünen
Nur eine kurze Shinkansen-Fahrt von Tokio entfernt liegt Karuizawa, ein eleganter Erholungsort am Fuße des aktiven Vulkans Mount Asama. Hier flüchten die Einwohner Tokios im heißen Sommer hin, um die kühle Bergluft zu genießen.
- Highlights: Ein Fahrrad mieten und durch die dichten Lärchenwälder fahren, die malerischen Shiraito-Wasserfälle besuchen, im riesigen Karuizawa Prince Shopping Plaza (einem wunderschönen Outlet-Mall im Grünen) einkaufen oder die historische Einkaufsstraße Kyukaruizawa Ginza entlangschlendern.
Nagano: Die Stadt der Olympischen Spiele und Tempel
Nagano, eingebettet in die majestätischen japanischen Alpen, versprüht eine wunderbar spirituelle und alpine Atmosphäre.
- Highlights: Der Zenko-ji-Tempel, einer der wichtigsten und ältesten buddhistischen Tempel Japans, der im 7. Jahrhundert gegründet wurde. Ein besonderes Erlebnis ist es, den unterirdischen, pechschwarzen Gang unter dem Altar zu durchwandern, um den „Schlüssel zum Paradies“ im Dunkeln zu ertasten.
- Zusatz-Tipp (Ausflug): Von Nagano aus kannst du einen Bus (nicht im Pass enthalten) zum Jigokudani Monkey Park nehmen, wo die berühmten Schneeaffen in den heißen Onsen-Quellen baden.
Toyama: Atemberaubende Bergpanoramen und frischester Fisch
Toyama liegt direkt an der gleichnamigen Bucht, die für ihren extremen Tiefsee-Reichtum bekannt ist. Die Stadt bietet an klaren Tagen einen weltberühmten Anblick: Die schneebedeckten Gipfel der Tateyama-Bergkette scheinen direkt hinter der Meeresbucht emporzuragen.
- Highlights: Der Besuch des Kansui-Parks (mit einem der schönsten Starbucks-Cafés weltweit direkt am Kanal), das Probieren von lokalen Spezialitäten wie Shiroebi (weißen Glasgarnelen) und Hotaruika (Leuchtkalmaren). Toyama ist zudem das Tor zur berühmten Tateyama Kurobe Alpine Route.
Kanazawa: Das historische Juwel der Samurai und Geishas
Kanazawa wird oft liebevoll als „das kleine Kyoto“ bezeichnet, ist aber ein ganz eigenes, faszinierendes Kulturzentrum. Da die Stadt im Zweiten Weltkrieg von Bombardierungen weitgehend verschont blieb, sind die historischen Viertel im Originalzustand erhalten.
- Highlights: * Kenroku-en: Einer der „drei landschaftlich schönsten Gärten Japans“. Er verkörpert die absolute Perfektion der japanischen Gartenbaukunst.
- Higashi Chaya District: Ein wunderschön erhaltenes Geisha-Viertel mit traditionellen Holzhäusern (Chaya), in denen abends immer noch exklusive Unterhaltungen stattfinden. Tagsüber kann man hier exzellenten Matcha trinken oder Eis essen, das mit echtem Blattgold (eine Spezialität aus Kanazawa) überzogen ist.
- Nagamachi: Das alte Viertel der Samurai mit Lehmmauern und kopfsteingepflasterten Gassen.
- 21st Century Museum of Contemporary Art: Für Liebhaber moderner Kunst ein absolutes Muss (berühmt für die Installation „The Swimming Pool“ von Leandro Erlich).
Fukui: Auf den Spuren der Dinosaurier und des Zen-Buddhismus
Mit der Shinkansen-Verlängerung ist Fukui so leicht erreichbar wie nie zuvor. Die Präfektur gilt als einer der bedeutendsten Fundorte für Dinosaurier-Fossilien weltweit.
- Highlights: Das Fukui Prefectural Dinosaur Museum gehört zu den Top 3 Dinosaurier-Museen der Welt und ist ein futuristisches, interaktives Erlebnis für Jung und Alt. Wer es spirituell mag, besucht den Eihei-ji-Tempel, einen riesigen, tief im Wald gelegenen Tempelkomplex, der das Hauptquartier der Soto-Schule des Zen-Buddhismus bildet.
Das Finale: Kyoto und Osaka
Der Bogen schließt sich in der Kansai-Region. In Kyoto erwarten dich der Goldene Pavillon (Kinkaku-ji), der Fushimi Inari-Schrein mit seinen tausenden roten Torii-Toren und der Bambuswald von Arashiyama. In Osaka wechselt die Atmosphäre schlagartig zu purer Energie, neonbeleuchteten Straßen in Dotonbori, fantastischem Streetfood (Takoyaki und Okonomiyaki) und der historischen Burg von Osaka.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Kauf und Aktivierung über Klook
Die Buchung von Zugtickets in Japan kann im Vorfeld aufgrund von Sprachbarrieren oder Kreditkarten-Akzeptanzproblemen auf japanischen Websites kompliziert sein. Die Buchung über die Reiseplattform Klook* löst dieses Problem elegant und bietet maximalen Komfort.
Schritt 1: Die Buchung auf Klook
- Rufe die Aktivitätsseite für den JR Hokuriku Arch Pass auf Klook* auf.
- Wähle die gewünschte Ticketart (Erwachsener oder Kind) und die Anzahl der Pässe aus.
- Gib dein geplantes Abreisedatum bzw. das ungefähre Aktivierungsdatum ein.
- Schließe die Zahlung sicher ab (Klook akzeptiert alle gängigen europäischen Kreditkarten, PayPal, Apple Pay und Sofortüberweisung).
- Nach erfolgreicher Buchung erhältst du innerhalb weniger Minuten eine digitale Buchungsbestätigung und einen QR-Code-Gutschein (MCO – Exchange Order) per E-Mail und in deiner Klook-App.
Schritt 2: Der Umtausch in Japan
Sobald du in Japan angekommen bist (egal ob am Flughafen Narita, Haneda oder direkt an den großen Bahnhöfen wie Tokyo Station, Shinjuku, Kyoto oder Osaka), musst du deinen digitalen Klook-Gutschein in den echten, physischen Pass umtauschen.
- Wo? Gehe zu einem JR Pass Exchange Office (erkennbar an den grünen Schildern „JR EAST Travel Service Center“ oder „JR West Ticket Office / Midori-no-madoguchi“).
- Der Ticketautomat-Trick: Seit den neuesten digitalen Upgrades in Japan musst du dich oft nicht mehr in die langen Warteschlangen am Schalter anstellen. Du kannst zu den grünen Ticketautomaten gehen, die mit einem Reisepass-Scanner ausgestattet sind. Dort scannst du einfach den QR-Code von Klook, scannst deinen Reisepass (mit dem gültigen Einreisestempel/Sticker) und der Automat druckt dir deinen JR Hokuriku Arch Pass sofort aus.
- Wichtig: Du musst zwingend deinen physischen Reisepass dabeihaben. Eine Kopie oder ein digitales Foto auf dem Smartphone wird von den Behörden und Automaten strengstens abgelehnt.
Schritt 3: Nutzung des Passes an den Bahnhöfen
Der ausgedruckte Pass ist ein Ticket im Ticketformat mit Magnetstreifen. Wenn du die Bahnsteige betreten willst, gehst du einfach zu den automatischen Ticketbarrieren (Ticket Gates). Schiebe den Pass in den dafür vorgesehenen Schlitz, gehe durch die Schranke und vergiss auf keinen Fall, den Pass am Ende der Schranke wieder herauszuziehen und einzustecken!
Sitzplatzreservierungen: So reist du wie ein Profi
Ein genialer Vorteil des JR Hokuriku Arch Pass* ist, dass Sitzplatzreservierungen in der Standardklasse komplett kostenlos und unbegrenzt enthalten sind. In Zügen wie dem Kagayaki (Hokuriku Shinkansen) oder dem Thunderbird (Limited Express) ist eine Reservierung entweder zwingend erforderlich oder dringend empfohlen, um entspannt zu reisen – besonders wenn man mit viel Gepäck unterwegs ist.
Wie nimmst du die Reservierung vor?
- Am Ticketautomaten (Der schnellste Weg): Du gehst zu einem der grünen JR-Ticketautomaten, wählst die deutsche oder englische Sprache aus und tippst auf „Sitzplatzreservierung mit Rail Pass“. Du schiebst deinen Arch Pass in den Automaten, wählst deine gewünschte Strecke, Abfahrtszeit und deinen Lieblingssitzplatz (z. B. Fensterplatz) aus. Der Automat spuckt dir dann eine separate Sitzplatzkarte aus.
- Am Schalter: Du kannst jederzeit zu einem bemannten JR-Ticketbüro gehen, deinen Pass vorzeigen und dem Mitarbeiter sagen, welchen Zug du nehmen möchtest. Er bucht die Plätze dann direkt für dich ein.
Tipp: Du musst für die Sitzplatzkarte bei den Ticketbarrieren nichts extra tun. Du steckst beim Betreten des Bahnhofs weiterhin nur deinen Haupt-Arch-Pass in den Schlitz. Die Sitzplatzkarte dient lediglich als Nachweis für dich im Zug, auf welchem Platz du sitzen darfst.
Für wen ist der JR Hokuriku Arch Pass die beste Wahl?
Um es klipp und klar zu sagen: Der Pass ist nicht für jeden Reiseplantyp perfekt, aber für eine ganz bestimmte, sehr große Gruppe von Reisenden ist er die absolut beste Option auf dem Markt.
Der Pass ist PERFEKT für dich, wenn…
- …du eine Einweg- oder Rundreise zwischen Tokio und der Kansai-Region (Kyoto/Osaka) planst und dafür etwa eine Woche Zeit hast.
- …du das echte, traditionelle Japan abseits der riesigen Touristenströme entdecken willst (wie die historischen Gassen in Kanazawa oder die Tempel in Nagano).
- …du unbedingt mit den weltberühmten Shinkansen-Zügen fahren möchtest, ohne das enorme Budget für den teuren, nationalen JR Pass* aufbringen zu müssen.
- …du deine Reise an den Flughäfen von Tokio (Narita/Haneda) beginnst und am Flughafen Osaka (Kansai) beendest (oder umgekehrt).
Der Pass ist EHER NICHT für dich geeignet, wenn…
- …du in absoluter Eile bist und innerhalb von nur 2 Stunden auf direktem, schnellstem Weg von Tokio nach Kyoto rasen willst (dann musst du den nicht inkludierten Tokaido Shinkansen separat bezahlen).
- …deine Reise dich weit in den Süden (Hiroshima, Kyushu) oder weit in den Norden (Hokkaido) führen soll. In diesem Fall solltest du andere Regionalpässe prüfen oder auf Inlandsflüge setzen.
Exklusive Insider-Tipps für deine Reise mit dem Arch Pass
Damit dein Abenteuer entlang der Hokuriku-Route absolut reibungslos verläuft, haben wir hier noch ein paar erprobte Praxistipps zusammengetragen:
Die Gepäckregeln im Shinkansen beachten
In japanischen Shinkansen-Zügen gibt es spezifische Regeln für extrem großes Gepäck (Gesamtmaße aus Länge + Breite + Höhe zwischen 161 cm und 250 cm). Wenn du mit riesigen Koffern reist, musst du bei der Sitzplatzreservierung am Automaten oder Schalter explizit einen Sitzplatz mit „Luggage Area“ (Gepäckbereich hinter der letzten Sitzreihe) oder eine „Luggage Corner“ reservieren. Dies ist mit dem Pass ebenfalls komplett kostenlos, schützt dich aber vor Bußgeldern und sorgt für eine entspannte Fahrt. Alternativ empfiehlt sich die Nutzung des japanischen Gepäckversands (Takkyubin, z. B. über Yamato Transport / „Black Cat“), um Koffer direkt vom Hotel in Tokio zum Hotel in Kyoto schicken zu lassen.
Die richtige Seite für die beste Aussicht wählen
Wenn du von Tokio in Richtung Nagano und Toyama fährst, solltest du versuchen, bei der Sitzplatzreservierung einen Platz auf der rechten Seite des Zuges (in Fahrtrichtung) zu ergattern. Bei klarem Wetter hast du so die Chance, fantastische Ausblicke auf die schneebedeckten Gipfel der japanischen Alpen zu erhaschen. Auf der Strecke von Toyama nach Kanazawa bietet die rechte Seite wiederum gelegentlich wunderbare Ausblicke in Richtung des Meeres.
Kulinarische Schätze der Region entdecken (Ekiben)
Eine Zugfahrt in Japan ist unvollständig ohne ein Ekiben (eine spezielle Bento-Box, die exklusiv an den Bahnhöfen für Zugreisende verkauft wird). Jede Region entlang des Hokuriku Arch hat ihre eigenen Spezialitäten. Kaufe dir am Bahnhof in Toyama unbedingt ein Masu no Sushi (in Bambusblätter gewickeltes, gepresstes Forellen-Sushi) oder in Kanazawa eine Bento-Box mit frischen Meeresfrüchten aus dem Japanischen Meer. Es gibt keinen schöneren Genuss, als bei 260 km/h aus dem Fenster zu schauen und lokale Köstlichkeiten zu genießen.
Nutze die Flexibilität für spontane Schlechtwetter-Programme
Da du mit dem Pass unbegrenzt fahren kannst, bist du extrem flexibel. Regnet es in Kanazawa in Strömen? Kein Problem! Schau auf die Wetter-App: Wenn in Nagano die Sonne scheint, springst du einfach in den nächsten Shinkansen und fährst für ein paar Stunden zurück in die Berge. Der Pass gibt dir die Freiheit, dein Reiseprogramm tagesaktuell an die Gegebenheiten anzupassen.
Fazit: Die smarte Art, das moderne und traditionelle Japan zu verbinden
Der JR Hokuriku Arch Pass* ist im aktuellen Reisejahr der absolute Geheimfavorit für eine gelungene Japan-Rundreise. Er schließt die Lücke, die durch die Preiserhöhung des großen Japan Rail Pass entstanden ist, auf bravouröse Weise.
Für einen unschlagbaren Preis von 30.000 Yen verbindet er nicht nur die drei unverzichtbaren Mega-Metropolen Tokio, Kyoto und Osaka miteinander, sondern zwingt dich quasi im positivsten Sinne dazu, das charmante, entschleunigte und tief traditionelle Japan in den Regionen Nagano, Toyama, Fukui und Kanazawa kennenzulernen. Du erlebst schneebedeckte Gipfel, unberührte Küstenlinien, jahrhundertealte Samurai-Kultur und weltberühmte Kulinarik – verpackt in sieben Tage unbegrenzten Fahrkomfort auf Schienen.
Wenn du deine Japan-Reise planst, solltest du nicht zögern: Buche deinen Pass bequem im Voraus über Klook*, lade dir den QR-Code auf dein Smartphone, und freue dich auf eine der faszinierendsten und komfortabelsten Bahnreisen deines Lebens auf der grandiosen New Golden Route!

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