Ginza Guide: Tokios exklusivstes Viertel erleben
Glanz, Glamour und ein Hauch von altehrwürdiger Geschichte – willkommen in Ginza! Wenn ihr nach Tokio reist, kommt ihr an diesem weltberühmten Viertel einfach nicht vorbei. Einst eine historische Silbermünzenprägestätte der Edo-Zeit, hat sich Ginza über die Jahrzehnte hinweg zur absoluten Top-Adresse für Luxus, Mode, Architektur und Kulinarik in der japanischen Metropole entwickelt.
Hier treffen futuristische Glasfassaden internationaler Designerlabels auf traditionelle, traditionsreiche Fachgeschäfte, die seit Jahrhunderten in Familienbesitz sind. Wer durch die Straßen von Ginza schlendert, spürt sofort die besondere, elegante Atmosphäre, die sich deutlich vom flippigen Shibuya oder dem bunten Anime-Mekka Akihabara unterscheidet. Doch lasst euch von dem exklusiven Image nicht täuschen: Ginza hat weit mehr zu bieten als nur sündhaft teure Boutiquen.
Von atemberaubender moderner Architektur über packende kulturelle Erlebnisse im traditionellen Kabuki-Theater bis hin zu versteckten, gemütlichen Garküchen und hochklassigen Cafés gibt es hier für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel unvergessliche Highlights zu entdecken. In diesem umfassenden Guide erfahrt ihr alles, was ihr für euren perfekten Tag in Ginza wissen müsst, welche Ecken ihr unbedingt ansteuern solltet und wie ihr das Beste aus eurem Besuch herausholt.
Packt die Kamera ein und macht euch bereit für einen Streifzug durch ein Viertel, das Tradition und Moderne wie kein anderes meisterhaft verbindet.
Was gibt es hier zu entdecken?
- 1 Die faszinierende Geschichte von Ginza: Von der Silberpräge zum Luxusboulevard
- 2 Das Shopping-Paradies: Zwischen Flagship-Stores und Traditionsgeschäften
- 3 Architektur und Design: Ein Freiluftmuseum für Ästheten
- 4 Kultur erleben: Tradition im modernen Gewand
- 5 Ein verstecktes Highlight für Familien und Neugierige: Das Polizei-Museum
- 6 Kulinarische Entdeckungsreise: Vom Sternerestaurant bis zur urigen Garküche
- 7 Das besondere Highlight: Die Fußgängerzone am Wochenende (Hokosha Tengoku)
- 8 Praktische Reisetipps für euren Ginza-Besuch
- 9 Häufig gestellte Fragen zu Ginza (FAQ)
- 9.1 Lohnt sich ein Besuch in Ginza, wenn man kein großes Budget hat?
- 9.2 Wann genau ist die Hauptstraße für Autos gesperrt?
- 9.3 Wie kleidet man sich am besten für einen Tag in Ginza?
- 9.4 Kann man in den Geschäften in Ginza steuerfrei (Tax-Free) einkaufen?
- 9.5 Wie viel Zeit sollte man für das Viertel einplanen?
- 10 Fazit: Ein unverzichtbares Highlight auf jeder Tokio-Reise
Die faszinierende Geschichte von Ginza: Von der Silberpräge zum Luxusboulevard
Um die heutige Eleganz von Ginza wirklich zu verstehen, lohnt sich ein kleiner Blick zurück in die Vergangenheit. Der Name „Ginza“ bedeutet übersetzt so viel wie „Silberplatz“ oder „Silbermünzenstätte“. Im Jahr 1612, während der berühmten Edo-Zeit, gründete das Shogunat hier eine offizielle Prägestätte für Silbermünzen. Wo heute Designermode über die Ladentheke geht, wurde also einst das Geld des Reiches geprägt.
Das Viertel war schon immer von Wandel geprägt. Nach einem verheerenden Großbrand im Jahr 1872 beschloss die damalige Meiji-Regierung, Ginza nach westlichem Vorbild komplett neu aufzubauen. Es entstanden die legendären „Backsteinstraßen“ (Renga-gai), entworfen vom britischen Architekten Thomas Waters. Diese zweistöckigen Backsteingebäude im georgianischen Stil, kombiniert mit den ersten Gaslaternen des Landes, machten Ginza zum Inbegriff der Modernisierung und Verwestlichung Japans. Auch wenn das große Kanto-Erdbeben von 1923 und die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs diese Kulisse fast vollständig vernichteten, blieb der Pioniergeist des Viertels ungebrochen. Ginza erfand sich immer wieder neu und wurde zum unangefochtenen Symbol des japanischen Wirtschaftswunders.

Das Shopping-Paradies: Zwischen Flagship-Stores und Traditionsgeschäften
Wenn ihr an Ginza denkt, denkt ihr vermutlich zuerst an Shopping. Und das völlig zu Recht! Das Viertel beherbergt einige der spektakulärsten Kaufhäuser und Flagship-Stores der Welt. Hier reihen sich architektonische Meisterwerke aneinander, die schon von außen ein absoluter Blickfang sind.
Die modernen Shopping-Giganten
- Ginza Six (G6): Das unbestrittene Kronjuwel des modernen Ginza. Dieses riesige Luxuskaufhaus bietet nicht nur High-End-Modemarken, sondern ist ein echtes Gesamtkunstwerk. Im monumentalen Atrium hängen wechselnde, riesige Kunstinstallationen (unter anderem von Yayoi Kusama). Verpasst keinesfalls den wunderschönen, grünen Dachgarten (Ginza Six Garden), von dem aus ihr einen fantastischen, kostenlosen Blick über die Skyline habt. Im Keller findet ihr zudem ein traditionelles Noh-Theater.
- Wako (Seiko House Ginza): Das absolute Wahrzeichen des Viertels an der zentralen Ginza-4-chome-Kreuzung. Das Gebäude im Neorenaissance-Stil aus dem Jahr 1932 hat die Zerstörungen des Krieges überstanden. Seine berühmte Seiko-Uhr schlägt zu jeder vollen Stunde. Drinnen findet ihr erlesenen Schmuck, Uhren und luxuriöse Wohnaccessoires.
- Mitsukoshi Ginza: Direkt gegenüber von Wako liegt eines der ältesten und traditionsreichsten Kaufhäuser Japans. Ein Besuch in der Lebensmittelabteilung im Untergeschoss, dem sogenannten Depachika, ist ein absolutes Muss für Feinschmecker. Von kunstvollem japanischen Gebäck bis hin zu perfekt geformten, sündhaft teuren Luxusfrüchten gibt es hier alles, was das kulinarische Herz begehrt.
- Tokyo Novo (früher Tokyu Plaza Ginza): Dieses architektonische Highlight besticht durch seine markante Glasfassade, die an die traditionelle japanische Glasschneidekunst Edo Kiriko erinnert. Neben exklusiven Geschäften bietet das Gebäude im Inneren die spektakuläre, zweistöckige „Kiriko Lounge“ und eine tolle Dachterrasse mit Blick auf die belebte Sukiyabashi-Kreuzung.
Tipp für Sparfüchse und Interessierte: Bucht diese Tour zu Secondhand-Luxusgeschäften in Ginza*

Ein Paradies für Schreibwaren- und Lifestyle-Liebhaber
Ihr müsst kein Vermögen ausgeben, um in Ginza glücklich zu werden. Das Viertel bietet fantastische Läden, die ganz im Zeichen der japanischen Detailverliebtbkeit stehen:
- Itoya: Ein absoluter Traum für alle, die Papier, Stifte und Schreibwaren lieben. Dieses gigantische Schreibwarengeschäft erstreckt sich über zwölf Stockwerke, wobei jedes Etage einem eigenen Thema gewidmet ist – von edlem Briefpapier und Kalligraphie-Bedarf bis hin zu Reiseutensilien. Auf einer der oberen Etagen gibt es sogar eine Indoor-Farm, auf der Salat für das hauseigene Café angebaut wird!
- Uniqlo Ginza: Selbst wenn ihr die Marke kennt – diesen Store müsst ihr gesehen haben. Es handelt sich um den weltweit größten Uniqlo Flagship-Store mit sage und schreibe 12 Etagen. Die kunstvoll rotierenden Schaufensterpuppen und die schiere Auswahl, inklusive einer Etage für maßgeschneiderte Kleidung und einem eigenen Uniqlo-Café, sind absolut beeindruckend.
- Muji Ginza: Auch der minimalistische Lifestyle-Riese Muji hat hier seinen globalen Flagship-Store aufgeschlagen. Neben Kleidung, Haushaltswaren und Lebensmitteln beherbergt das Gebäude das erste Muji Hotel Japans (↗ jetzt Verfügbarkeit prüfen und buchen*) sowie ein fantastisches Restaurant und eine eigene Bäckerei im Untergeschoss.

Architektur und Design: Ein Freiluftmuseum für Ästheten
Ginza ist ein absoluter Hotspot für Liebhaber moderner Architektur. Die großen Modehäuser haben sich bei der Gestaltung ihrer Fassaden gegenseitig übertroffen, sodass ein Spaziergang durch die Straßen einem Besuch in einem Designmuseum gleicht.
Die spektakulärsten Fassaden des Viertels
- Hermès Maison: Entworfen vom berühmten Architekten Renzo Piano. Die Fassade besteht komplett aus 13.000 maßgefertigten Glasbausteinen, die tagsüber das Sonnenlicht reflektieren und das Gebäude nachts wie eine riesige, warme Laterne von innen heraus leuchten lassen.
- De Beers Ginza Building: Dieses Gebäude fällt durch seine organische, geschwungene und fast flüssig wirkende Edelstahl- und Glasfassade auf. Je nach Blickwinkel und Sonnenstand verändert das Bauwerk seine Lichtreflexionen.
- Nicolas G. Hayek Center: Das Hauptquartier der Swatch Group ist ein Traum für Uhrenfans und Naturliebhaber. Die offene Basis des Gebäudes zieht Passanten regelrecht hinein. Das absolute Highlight sind die sieben gläsernen Aufzüge, die jeweils als eigenständige, winzige Boutiquen für die verschiedenen Uhrenmarken fungieren und euch direkt in die jeweiligen Etagen bringen.
- Nissan Crossing: Direkt an der Hauptkreuzung gelegen, beeindruckt dieses Gebäude mit seiner futuristischen, weißen Gitterstruktur, die mittels modernster digitaler Fertigungstechniken gestaltet wurde. Im Inneren könnt ihr bahnbrechende Konzeptfahrzeuge bestaunen und euch im Café einen Latte Art-Kaffee mit dem Gesicht eures Lieblingsautos drucken lassen.

Kultur erleben: Tradition im modernen Gewand
Obwohl Ginza die Speerspitze der Moderne darstellt, ist die traditionelle japanische Kultur hier tief verwurzelt und für Besucher leicht zugänglich.
Das Kabukiza-Theater
Das unbestrittene kulturelle Herzstück des Viertels ist das Kabukiza-Theater. Es ist das Haupttheater in Tokio für Kabuki, das traditionelle, hochartistische japanische Tanzdrama, das für seine opulenten Kostüme, die markante Gesichtsbemalung und die rein männliche Besetzung bekannt ist.
Das Gebäude selbst ist mit seinen traditionellen Dachgiebeln inmitten der modernen Hochhäuser ein fantastisches Fotomotiv. Ihr müsst übrigens nicht gleich ein Ticket für eine stundenlange, komplette Vorstellung kaufen: Für ausländische Besucher und Neulinge gibt es die äußerst praktischen „Hitomaku-mi“-Tickets (Single-Act-Tickets). Mit diesen könnt ihr für faires Geld nur einen einzigen Akt (ca. 60 bis 90 Minuten) miterleben. Über englischsprachige Audioguides oder Monitore an den Plätzen wird euch die Handlung zudem bestens erklärt.
Im fünften Stock des Theaterkomplexes (auch ohne Theaterticket über einen separaten Aufzug erreichbar) findet ihr zudem die Kabukiza Gallery, einen wunderschönen Dachgarten und zahlreiche Souvenirläden, die exklusive Kabuki-Merchandise-Artikel und traditionelle Snacks verkaufen.
Das ganz Besondere: Ihr möchtet noch mehr über Kabuki erfahren? Dann bucht Euch ein interaktives KABUKI-Seminar mit einem Kabuki-Schauspieler*

Die Kunstgalerien von Ginza
Abseits der glitzernden Einkaufsstraßen verbergen sich in den Kellern und oberen Etagen der älteren Gebäude schätzungsweise über 200 Kunstgalerien. Viele davon sind klein, privat und kosten keinen Eintritt.
Besonders erwähnenswert ist die Shiseido Gallery, die bereits 1919 eröffnet wurde und als älteste noch bestehende Galerie Japans gilt. Sie widmet sich der Förderung zeitgenössischer Kunst und bietet regelmäßig wechselnde, avantgardistische Ausstellungen.

Ein verstecktes Highlight für Familien und Neugierige: Das Polizei-Museum
Abseits der großen Modetempel verbirgt sich ein echter Geheimtipp, den viele Besucher komplett übersehen: das Polizei-Museum von Tokio (Kyushicho Keisatsu Hakubutsukan). Direkt am Rande von Ginza gelegen, bietet dieses kostenlose Museum auf mehreren Etagen einen faszinierenden und interaktiven Einblick in die Geschichte und den Arbeitsalltag der japanischen Polizei. Von historischen Uniformen und Ausrüstungsgegenständen aus der Edo-Zeit bis hin zu modernen Einsatzfahrzeugen gibt es hier jede Menge zu entdecken.
Besonders wenn ihr mit Kindern reist, ist das Museum ein absolutes Highlight: Die jüngeren Besucher können sich hier in echte Polizeiuniformen werfen, sich auf ein originales Polizeimotorrad (Shirobai) oder in einen Hubschrauber setzen und bei spielerischen Simulationen – wie einer interaktiven Spurensuche oder einem Fahrrad-Sicherheitstraining – selbst zu kleinen Ermittlern werden. Ein wunderbarer, kurzweiliger Zwischenstopp, der zeigt, wie charmant und nahbar sich die Tokioter Polizei präsentiert.
Kulinarische Entdeckungsreise: Vom Sternerestaurant bis zur urigen Garküche
Ginza gilt als einer der exklusivsten kulinarischen Hotspots der Welt. Hier findet ihr eine unglaubliche Dichte an mit Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurants, erstklassigen Sushi-Bars und historischen Cafés. Doch auch wer mit kleinerem Budget reist, geht in Ginza definitiv nicht leer aus.
Die Welt des High-End-Sushi und der Sterneküche
Für viele Gourmets ist Ginza das ultimative Ziel, um Edomae-Sushi in seiner reinsten Form zu erleben. Weltberühmte Meister ihres Fachs zelebrieren hier das Handwerk, bei dem jeder Handgriff, die perfekte Temperatur des Reises und die Reifung des Fisches eine Wissenschaft für sich sind. Wenn ihr ein solches kulinarisches Erlebnis plant, solltet ihr euch auf stolze Preise einstellen und Monate im Voraus reservieren.
Tipp für Sparfüchse: Viele der absoluten Top-Restaurants in Ginza bieten mittags sogenannte Lunch Sets an. Diese beinhalten oft dieselbe herausragende Qualität wie das Abendmenü, kosten aber meist nur einen Bruchteil des Preises.
Urige Gemütlichkeit unter den Bahngleisen: Yurakucho Sanchoku Chojo
Wenn ihr genug vom Schickimicki-Vibe habt und das raue, authentische Tokio erleben wollt, müsst ihr nur ein paar Schritte in Richtung der benachbarten Station Yurakucho gehen. Unter den gemauerten Viadukten der JR Yamanote-Bahnlinie erstreckt sich ein faszinierendes Netzwerk aus winzigen, verrauchten Izakayas (japanischen Pubs) und Streetfood-Ständen, bekannt als Gado-shita (unter den Gleisen).
Hier sitzen Geschäftsleute nach der Arbeit dicht an dicht auf Plastikhockern, trinken kühles Bier oder Highballs und genießen frisch gegrillte Yakitori-Spieße (Hähnchenspieße). Die Atmosphäre ist laut, herzlich und bildet den perfekten, bodenständigen Kontrast zur durchgestylten Glitzerwelt der Ginza-Hauptstraße.
Historische Cafés und süße Versuchungen
Ginza hat eine ganz eigene Kaffeekultur geprägt, das sogenannte Kissaten (traditionelles japanisches Café).
- Café de L’Ambre: Ein absolutes Heiligtum für Kaffeeliebhaber. Dieses legendäre Café wurde 1948 eröffnet und hat sich seitdem kaum verändert. Hier dreht sich alles ausschließlich um Kaffee – serviert in einer urigen, holzgetäfelten Atmosphäre. Das Besondere: Hier werden Kaffeebohnen verwendet, die teilweise jahrzehntelang gereift sind. Ein absolut einzigartiges Geschmackserlebnis!
- Ginza Kimuraya: Direkt neben dem Kaufhaus Wako findet ihr die älteste Bäckerei Japans (gegründet 1869). Hier wurde das weltberühmte Anpan erfunden – ein süßes, weiches Hefegebäck, das traditionell mit gesüßter roter Bohnenpaste (Anko) gefüllt ist. Holt euch hier einen frischen Snack für zwischendurch!

Das besondere Highlight: Die Fußgängerzone am Wochenende (Hokosha Tengoku)
Wenn ihr eure Reiseplanung flexibel gestalten könnt, solltet ihr Ginza unbedingt an einem Samstag- oder Sonntagnachmittag besuchen. An den Wochenenden verwandelt sich die Hauptstraße des Viertels, die Chuo-dori, in eine riesige, autofreie Flaniermeile. Dieses Event nennt sich Hokosha Tengoku (wörtlich: „Fußgängerparadies“).
| Wochentag | Zeitraum | Besonderheit |
|---|---|---|
| Samstag & Sonntag | April bis September: 12:00 – 18:00 Uhr | Straße komplett autofrei, Sonnenschirme und Sitzgelegenheiten mitten auf der Fahrbahn |
| Samstag & Sonntag | Oktober bis März: 12:00 – 17:00 Uhr | Gemütliches Flanieren und Fotografieren ohne Großstadtverkehr |
Während dieser Stunden herrscht eine herrlich entspannte, fast feierliche Stimmung. Mitten auf der sonst so vielbefahrenen Kreuzung stehen plötzlich Tische, Stühle und Sonnenschirme, die zum Verweilen einladen. Straßenkünstler treten auf, Einheimische führen ihre elegant gekleideten Hunde aus und ihr könnt ungestört mitten auf der Straße stehen, um die gigantischen Fassaden der Wolkenkratzer aus den besten Winkeln zu fotografieren. Ein absolutes Must-Do für euren Tokio-Trip!

Praktische Reisetipps für euren Ginza-Besuch
Damit euer Ausflug nach Ginza reibungslos verläuft, hier noch einige nützliche Informationen für eure Planung:
Anreise und Orientierung
Ginza ist hervorragend an das öffentliche Verkehrsnetz von Tokio angebunden. Der zentralste Knotenpunkt ist die Station Ginza, die von den U-Bahn-Linien Ginza Line, Marunouchi Line und Hibiya Line angefahren wird. Wenn ihr den JR Pass nutzt, könnt ihr alternativ an der nahegelegenen Station Yurakucho (Yamanote Line) aussteigen und erreicht das Zentrum von Ginza in wenigen Gehminuten.
Die beste Reisezeit und Tageszeit
Ginza lohnt sich zu jeder Tageszeit, bietet aber zwei völlig unterschiedliche Gesichter. Tagsüber (besonders am Wochenende während der Fußgängerzone) eignet es sich perfekt zum Shoppen, Kaffeetrinken und Architektur-Bestaunen. Nach Einbruch der Dunkelheit verwandelt sich das Viertel in ein funkelndes Lichtermeer. Die aufwendig illuminierten Fassaden der Luxusboutiquen und die leuchtenden Neonreklamen sind ein Traum für Nachtfotografen.

Häufig gestellte Fragen zu Ginza (FAQ)
Lohnt sich ein Besuch in Ginza, wenn man kein großes Budget hat?
Ja, absolut! Auch wenn das Viertel für Luxus bekannt ist, kosten das Bestaunen der spektakulären Architektur, das Flanieren in der Wochenend-Fußgängerzone und der Besuch des wunderschönen Dachgartens im Ginza Six keinen Cent. Zudem bieten Läden wie Uniqlo, Muji und Itoya tolle Produkte zu völlig normalen Preisen, und die Izakayas unter den Bahngleisen in Yurakucho sind ideal für ein günstiges, authentisches Abendessen.
Wann genau ist die Hauptstraße für Autos gesperrt?
Das „Fußgängerparadies“ (Hokosha Tengoku) findet jeden Samstag, Sonntag und an gesetzlichen Feiertagen statt. Von April bis September ist die Straße von 12:00 bis 18:00 Uhr gesperrt, in den kühleren Monaten von Oktober bis März von 12:00 bis 17:00 Uhr.
Wie kleidet man sich am besten für einen Tag in Ginza?
Es gibt keinen offiziellen Dresscode für die Straßen oder Geschäfte in Ginza. Da die Japaner in diesem Viertel jedoch generell sehr elegant und stilvoll gekleidet sind, fühlt ihr euch in extrem lässiger Outdoorkleidung oder Strandoutfits eventuell etwas unwohl. Mit einem gepflegten „Smart Casual“-Look macht ihr überall – auch in den gehobeneren Cafés und Kaufhäusern – alles richtig.
Kann man in den Geschäften in Ginza steuerfrei (Tax-Free) einkaufen?
Ja, die allermeisten großen Kaufhäuser (wie Mitsukoshi und Matsuya) sowie die großen Flagship-Stores (Uniqlo, Muji, Itoya etc.) bieten ausländischen Touristen den Tax-Free-Service an. Vergesst also auf keinen Fall euren Reisepass mit dem temporären Einreisestempel, um die japanische Verbrauchssteuer direkt beim Kauf oder an einem zentralen Tax-Refund-Schalter im Gebäude sparen zu können.
Wie viel Zeit sollte man für das Viertel einplanen?
Wenn ihr nur die wichtigsten Kreuzungen sehen und ein wenig flanieren wollt, reicht ein halber Tag (ca. 3 bis 4 Stunden) völlig aus. Möchtet ihr jedoch ausgiebig in den riesigen Kaufhäusern stöbern, eine Kurzvorstellung im Kabuki-Theater sehen und abends gemütlich essen gehen, könnt ihr hier problemlos einen ganzen, abwechslungsreichen Tag verbringen.

Fazit: Ein unverzichtbares Highlight auf jeder Tokio-Reise
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Ginza weit mehr ist als nur eine Aneinanderreihung teurer Luxusboutiquen für die High Society. Es ist ein faszinierendes, lebendiges Viertel, das den Puls der Moderne schlägt und gleichzeitig seine reiche Geschichte und kulturellen Traditionen mit stolzer Eleganz bewahrt.
Ob ihr nun auf der Suche nach den neuesten Modetrends seid, architektonische Meisterwerke bewundern wollt, ein packendes Kabuki-Theaterstück erleben oder euch einfach durch fantastische kulinarische Welten probieren möchtet – Ginza bietet euch ein absolut einzigartiges und facettenreiches Erlebnis, das in jedem gut geplanten Tokio-Reiseplan einen festen Platz verdient.
Besonders der Kontrast zwischen den glitzernden, futuristischen Fassaden der Chuo-dori und den urigen, rauchigen Yakitori-Ständen unter den Bahngleisen von Yurakucho macht den unwiderstehlichen Charme dieses Viertels aus. Wenn ihr durch das Fußgängerparadies am Wochenende schlendert und die besondere Atmosphäre auf euch wirken lasst, werdet ihr schnell merken, warum dieses geschichtsträchtige Viertel seit Generationen die Menschen aus aller Welt in seinen Bann zieht.
Lasst euch diese glanzvolle Facette Tokios bei eurem nächsten Abenteuer im Land der aufgehenden Sonne auf keinen Fall entgehen!
- Tokyo Ginza Official (Die offizielle Ginza Webseite)
- Ginza Six
- Ginza Wako
- Kabukiza Theater
- Matsuya Ginza
- Mitsukoshi Ginza
- Police Museum
- Tokyu Novo (ehemals Tokyo Plaza Ginza)

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